AT148920B - Anordnung zur Steuerung der Gas- oder Dampfentladung in einem elektrischen Entladungsapparat, insbesondere in einem Stromrichter, mit Sperrelektrode. - Google Patents
Anordnung zur Steuerung der Gas- oder Dampfentladung in einem elektrischen Entladungsapparat, insbesondere in einem Stromrichter, mit Sperrelektrode.Info
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Steuerung der Gas- oder Dampfentladung in einem elektrischen Entladungsapparat, insbesondere in einem Stromrichter, mit Sperrelektrode.
Es sind bereits Steueranordnungen bekannt, bei denen im gewollten Zündmoment der Umgebung der sperrenden Elektrode ohne Änderung der Spannung in einem den Zusammenbruch des Sperrfeldes bewirkenden Ausmass positive Ionen zugeführt werden, die mittels hochfrequenter Schwingungen erzeugt werden.
Gemäss der Erfindung werden bei Steueranordnungen dieser Art die erzeugten positiven Ionen dadurch in der Umgebung der sperrenden Elektrode zur Wirkung gebracht, dass jede Anode des Entladungsapparates einen Teil eines Schwingungskreises bildet, der im gewollten Zündmoment durch die Zuführung einer im wesentlichen der Resonanzfrequenz des Schwingungskreises entsprechenden Hochfrequenzspannung aufgeladen wird und hiedurch das Gas oder den Dampf zwischen der Anode und der ihr vorgesetzten Sperrelektrode derart ionisiert, dass die Anode durch das Sperrfeld der Sperrelektrode hindurchgreifen kann, so dass das Entstehen einer Entladung nach den Hauptanoden freigegeben wird.
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Stromeinführung 4 wird ein Schwingungskreis gebildet, der in Fig.
3 noch einmal gesondert dargestellt ist, wobei in der Fig. 3 der Kondensator 125 die durch die Anode und die ihr gegenüberstehenden Metallteile gebildete Block- oder Sperrkapazität darstellt. Nachdem die Frequenz gewählt ist, mit welcher die Zündung vorgenommen werden soll, ist es lediglich erforderlich, die Drosselspule 107 auf
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genügend genau erfüllt ist.
Soll nun die Anode gezündet werden, so wird dem Schwingungskreis eine Hochfrequenz, die in der Nähe der Resonanzfrequenz des Schwingungskreises liegt, zugeführt. Der Sehwingungskreis schaukelt sich infolgedessen auf immer höhere Schwingungsamplituden auf, so dass die Wechsel- spannung an der Kapazität des Sehwingungskreises, also auch zwischen der Anode 3 und der Sperr- elektrode 6, steigt.
Da. nun in der zwischen der Sperrelektrode 6 und der Anode 3 befindlichen Gas- oder Dampfmenge stets Ladungsteilchen, insbesondere Elektronen, vorhanden sind, geraten diese
Elektronen unter dem Einfluss der Hochfrequenz in eine pendelnde Bewegung und erreichen nach mehreren Hochfrequenzschwingungen immer höhere Geschwindigkeitsamplituden, bis diese schliesslich dazu ausreichen, beim Zusammenstoss mit einem neutralen Gas-oder Dampfteilehen dieses zu ionisieren.
Sobald derartige Ionisationsvorgänge in genügender Zahl eintreten, wird die Sperrelektrode bzw. ihre
Umgebung mit positiven Ionen überschwemmt, was den Zusammenbruch des an der Oberfläche der
Sperrelektrode vorhandenen Sperrfeldes zur Folge hat. Sobald dieser Fall eintritt, können die Elektronen aus dem Hauptentladungsraum des Vakuumgefässes 1 durch die Sperrelektrode 6 hindurch nach der
Anode 3 vordringen, womit der Stromdurchgang freigegeben ist, so dass die Entladung einsetzt.
Da bekanntlich von etwa 106 Hz an aufwärts die Zündspannung, welche zur Einleitung einer
Entladung zwischen zwei in einem Gase angeordneten Elektroden erforderlich ist, abnimmt und bei etwa 108 Hz Werte erreicht, die bedeutend tiefer als die Zündspannungen bei niedrigen Frequenzen sind, ist es vorteilhaft, mindestens Hochfrequenz von 106 Hz zu benutzen, insbesondere kommt Hochfrequenz in den Grenzen 106-108 Hz in Frage. Die Zuleitung der Hochfrequenz erfolgt zweckmässig auf induktivem Wege mittels einer Wicklung 126 die mit der Drosselspule 107 transformatorisch gekoppelt ist.
Zur Erzeugung von hochfrequenten Schwingungen ist ausser dem eigentlichen Vakuum- entladungsgefäss 1 ein zweites Gasentladungsgefäss 8, dessen Anode 9 eine Blende 10 vorgeschaltet ist, vorgesehen. Als Kathode dient eine Glühkathode 11, welche in üblicher Weise, z. B. mittels einer Batterie 12, geheizt wird. In den Anodenstromkreis ist eine Drosselspule 13 eingeschaltet. Die Speisung des Hilfsentladungsgefässes 8 erfolgt von einer Gleichstromquelle 14 aus.
Wird nun die Stromstärke in dem durch 14, 13, 9, 10 und 11 gebildeten Stromkreis so weit gesteigert, dass in dem Raum über der Blende 10, in dem sich die Anode 9 befindet, eine Ionenverarmung eintritt, so bildet sich in diesem Raum eine hochfrequente Schwingung derart aus, dass das Potential der Anode 9 gegenüber deren Umgebung, insbesondere gegenüber der Blende 10, hochfrequente Schwingungen erfährt. Die diesen Potentialschwingungen entgegengesetzt gleichen Schwingungen treten über die Drosselspule 1-1 auf.
Um nun die Entladung zwischen einer der Hauptanoden 3 und der Kathode 2 des Gleichrichters 1 zu steuern, werden die Wicklungen 126 im gewollten Zündmoment kurzzeitig an eine der Spannungen zwischen der Anode 9 und der Blende 10 bzw. über die Drosselspule 13 gelegt.
Zu diesem Zweck ist die Glühkathode des Hilfsentladungsgefässes 8 mit dem einen Ende der Wicklungen 126 bzw. 126'leitend verbunden, während die Anode 9 über einen Umschalter 15 abwechselnd an das andere Ende einer der Wicklungen 126, 126'angeschlossen wird. Die Verbindung erfolgt, indem der Kontaktarm 17 abwechselnd mt einem der beiden Gegenkontakt 18, 19 des Umsehalters in Berührung kommt.
Der Umschalter 15 kann in irgendeiner bekannten Weise als rotierender Schalter ausgebildet werden, z. B. in ähnlicher Weise wie ein Verteiler für die Zündeinrichtung bei einer Brennkraftmaschine.
Zum Antrieb des Umschalters dient ein Motor 20, der an die Spannung der Weehselstromseite eines Transformators 21 für den Gleichrichter angeschlossen wird, so dass der Motor 20 synchron mit der Frequenz des speisenden Wechselstromnetzes umläuft, die z. B. 50 Hz beträgt. Infolge der hohen Frequenz und der hohen Spannung der erzeugten Schwingungen genügt es, für den Stromsehluss im Umschalter 15 Glimmstrecken vorzusehen, d. h. eine Annäherung der Kontaktteile auf kleine Abstände, welche dann durch die Spannung der hochfrequenten Schwingungen durchschlagen werden. Eine derartige Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, dass die Kontakte nicht abgenutzt werden und daher mit einer kleinen und leicht ausgebildeten Apparatur eine zuverlässige Schaltung möglich ist.
Zur Verstellung des Zündmomentes kann z. B. der bewegliche Teil des Umschalters 15 gegenüber dem Rotor des Antriebsmotors 20 verschiebbar gemacht werden oder die Phase des Statorfeldes des Motors 20 gegenüber derjenigen des speisenden Wechselstromnetzes geändert werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die hochfrequente Spannung zwischen der Anode 9
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Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist das Hilfsentladungsgefäss mit dem zu steuernden Entladungs- gefäss 1 baulich vereinigt. Es besteht aus einem Rohrstutzen 122, in den mittels eines Isolators 123 die Zuleitung für die Anode 9 eingeführt wird. Von der Spannungsquelle 14 aus wird nun über die
Drosselspule 13, die Anode 9, die Blende 10 nach der Kathode 2 des zu steuernden Entladungs- gefässes eine Hi1fsentladung aufrechterhalten, welche die gewünschten hochfrequenten Schwingungen erzeugt. Die Blende 10 ist derart eng zu bemessen, dass bereits beim normalen Betriebsgas-oder - dampfdruck des Gefässes die hochfrequenten Schwingungen entstehen.
Das Potential der Anode 9 ändert sich demnach in hochfrequenter Weise und wird genau so wie bei der Ausführung gemäss Fig. 1 durch den rotierenden Umschalter 15 abwechselnd kurzzeitig an eine der beiden Wicklungen 126 angelegt.
Der durch die Wicklungen ? 6 bestimmte Zündmoment kann auch hier auf verschiedene Weise verändert werden. Um das Hauptentladungsgefäss 1 auszuschalten, genügt es, die Hochfrequenz- entladung über das Hilfsentladungsgefäss 122 zu unterbrechen, denn beim Abschalten der Hochfrequenz- entladung sind die Hauptanoden 3 nicht mehr imstande zu zünden.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform des Schwingungskreises ist die Anodenhülse 5 mittels eines verlängerten Isolators ? ?' gegenüber dem metallenen Vakuumgefäss 1 isoliert eingesetzt und mit dem von der Anode abgelegenen Ende der Drossel 107 über den Block-oder Sperrkondensator 124 verbunden. Die Verbindungsleitung ist hiebei mittels der Einführung 128 isoliert durch die Gehäuse- wandung durchgeführt.
Bei einem derartigen Sehwingungskreis besteht also die Kapazität aus der Anode, dem Sperrgitter und der Anodenhülse.
Die vorstehend angegebene Ausführungsform ist, sinngemäss abgeändert, auch für Glasgefässe verwendbar.
Eine weitere Ausführungsform des Sehwingungskreises, die für Gefässe aus Glas oder sonstigem isolierendem Material bestimmt ist, ist in der Fig. 5 dargestellt. In dieser ist 129 das aus Glas bestehende Vakuumgefäss, in das die Anoden 3 in üblicher Weise eingeführt sind. Jede Anode ist von einer metallenen Anodenhülse 130 umgeben, die im Innern des Gefässes angeordnet ist und die Sperrelektrode 6 trägt.
An der Aussenseite des Gefässes gegenüber der Sperrelektrode befindet sich eine Metallbelegung ? S7. die mit dem von der Anode abgelegenen Ende der Drosselspule 107 verbunden ist. Die äussere Belegung J ? , die Anodenhülse 130, die Sperrelektrode 6 und die Anode. 3 bilden dann die Kapazität des Schwingungskreises, die aus mehreren hintereinander geschalteten Kondensatoren besteht, wie ohne weiteres verständlich ist.
Zweckmässig ordnet man die Metallteile 130 und 131 in unmittelbarer Nähe der Glaswandung an deren beiden Seiten an, so dass die Kapazität des durch die Belegung 131, die Glaswand als Dielektrikum und die Anodenhülse 130 gebildeten Kondensators gross ist im Vergleich zu der Kapazität des durch die Anodenhülse 1, 10, die Sperrelektrode 6, die Gas-oder Dampfstrecke als Dielektrikum und die Anode 3 gebildeten inneren Kondensators, da infolge der hiedurch sich ergebenden Spannungsverteilung das Zustandekommen der Entladung erleichtert wird.
Falls eine kleinere Kapazität ausreichend ist, kann man auch die Anodenhülse 130 weglassen und die Sperrelektrode 6 dann an der Glaswandung selbst befestigen.
Sofern jedoch bei den Ausführungsformen gemäss den Fig. 4 und 5 die vorhandene Kapazität des Schwingungskreises nicht ausreicht, kann man dieser einen Kondensator parallelschalten, wie in den Figuren angedeutet ist.
Bei dem vorstehend beschriebenen Schwingungskreis ist ein Block-oder Sperrkondensator 124 nicht nötig, da ein Fernhalten der der Anode zuzuführenden normalen Betriebsspannung von den Anodenhülsen und der Sperrelektrode nicht in Frage kommt.
Die Erfindung soll nicht auf die vorstehend angegebenen Ausführungsformen der Sehwingungskreise beschränkt sein, sondern es fallen sämtliche Schwingungskreise unter den Erfindungsgedanken, bei denen in gleichwertiger Weise die Anode als Steuerelektrode ausgenutzt wird. Unter diesen Umständen wird es auch vorteilhaft sein, z. B. bei Glasgefässen mit einer Kathode, einer Anode und einem Sperrgitter zwischen Kathode und Anode die Sperrelektrode vom Gehäuse isoliert anzuordnen und sie mit der Kathode oder einer negativen Spannung zu verbinden.
Bei den in den Fig. 1-4 beschriebenen Ausführungen erhält die Induktivität 107 zweckmässig eine solche Grösse, dass sich die Induktivität, bezogen auf die Frequenz der Hochfrequenzschwingungen, wenigstens annähernd in Serienresonanz mit der zwischen der Anode und ihrer Umgebung entstehenden Kapazität befindet. Es bedeutet dieses, dass M. L == wird, wennLdie Induktivität, Gdie genannte Kapazität und ro die Kreisfrequenz der hochfrequenten Schwingungen ist. Die Induktivität L nimmt nun unter Umständen recht beträchtliche Werte an. Hiedurch wird die Konstruktion verteuert. Hinzu kommt noch, dass die Induktivität mit zunehmender Grösse mehr undmehr die Betriebsstromverhältnisse beeinflusst.
Es können dann beträchtliche Spannungsabfälle für den Betriebsstrom an der Induktivität auftreten, die ihrerseits wieder auf die elektrischen Verhältnisse des Entladungsgefässes, insbesondere auf die Kommutierung, nachteilig einwirken können.
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Dies kann dadurch vermieden werden, dass der induktive Widerstand in der bzw. jeder Anodenstromleitung aus einem Schwingungskreis in Sperrkreisschaltung besteht. Dieser Schwingungskreis wird vorteilhaft wenigstens annähernd auf die Frequenz der zur Steuerung benutzten Hochfrequenzschwingungen abgestimmt, d. h. seine im wesentlichen durch Wahl seiner Selbstinduktion und seiner Kapazität bestimmte Eigenfrequenz ist annähernd gleich der Frequenz der Hochfrequenzschwingungen. Falls der Schwingungskreis in Sperrkreisschaltung genau auf die Frequenz der Hochfrequenzschwingungen abgestimmt ist, stellt der resultierende Widerstand des Schwingungskreises einen
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l'den Ohmschen Widerstand des Schwingungskreises bedeutet.
Willman erreichen, dass der Schwingungkreis in Sperrkreisschaltung einen induktiven Widerstand darstellt und dieser gleich oder wenigstens
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frequenzschwingungen nach der richtigen Seite um einen gewissen Betrag abweichen. Der Schwingungkreis in Sperrkreisschaltung kann von vornherein in dieser Weise dimensioniert sein. In manchen Fällen ist es jedoch zweckmässig, den Schwingungskreis so einzurichten, dass er vorzugsweise durch Einstellung seines veränderbar (als Drehkondensator) ausgebildeten Kondensators zunächst auf die Hochfrequenzschwingungen (maximal) abgestimmt und danach so weit ausser Resonanz gebracht werden kann, dass sein resultierender Widerstand einen induktiven Widerstand gewünschter Grösse darstellt. An Stelle des Kondensators kann auch die Induktivität veränderlich eingerichtet werden, beispielsweise als Variometer ausgebildet sein.
Gegebenenfalls kann sowohl die Kapazität als auch die Induktivität einstellbar sein.
Wie schon angedeutet, wird der Schwingungskreis in Sperrkreisschaltung hinsichtlich der Grösse seiner Induktivität und seiner Kapazität am besten so gewählt, dass er für die Betriebsströme des Entladungsgefässes einen praktisch zu vernachlässigenden Spannungsabfall ergibt. Die Induktivität des Schwingungskreises kann bei der bevorzugten Benutzung von Hochfrequenzschwingungen von einer Frequenz von 106 Hz oder mehr aus einigen Windungen, gegebenenfalls einer einzigen Windung aus Kupferdraht, Kupferrohr oder Kupferband, bestehen.
In gewissen Fällen ist es auch vorteilhaft, auch die Frequenz der zur Steuerung benutzten Hoehfrequenzsehwingungen so zu bemessen (also verhältnismässig hoch zu wählen), dass der Schwingungskreis bzw. seine Selbstinduktion auf die Betriebsstromverhältnisse möglichst wenig Einfluss hat und für die Betriebsströme einen möglichst geringen Spannungsabfall ergibt.
Die Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Schaltung. Dieses unterscheidet sieh von der Ausführungsform gemäss Fig. 1 nur dadurch, dass in den Anodenstromleitungen der Anoden 3 nicht eine Induktivität 107, 107'eingeschaltet ist, sondern ein Schwingungskreis in Schwungradschaltung. Die als Drehkondensator ausgebildete Kapazität dieses Schwingungskreises ist mit 127 bzw. 127'bezeichnet, seine Induktivität mit 128 bzw. 128'.
Der Schwingungskreis 127, 128 bzw. 127', 128'ist in der oben angegebenen Weise so gewählt bzw. mit Hilfe des Drehkondensators 127, 127' eingestellt, dass er nahezu auf die Frequenz der Hochfrequenzsohwingungen abgestimmt ist, jedoch
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wiederum die Kapazität zwischen der Anode und ihrer Umgebung und M die Kreisfrequenz der Hochfrequenzsehwingungen bedeutet.
Die Block-oder Sperrkondensatoren 124 und 124'werden zweckmässig so bemessen, dass sie für die Hochfrequenzschwingungen praktisch einen Kurzschluss bilden, so dass sie auf die Angleichung zwischen dem resultierenden Widerstand des Schwungradschwingungskreises 127, 128 bzw. 127', 128' und dem kapazitiven Widerstand der Anodenkapazität einen untergeordneten, praktisch kaum merkbaren Einfluss haben.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen werden die durch die Hilfsentladung erzeugten Hoehfrequenzsehwingungen unmittelbar zur Steuerung des Gitters 6 benutzt. Unter Umständen reicht aber die Hochfrequenzleistung, welche der Anode 9 entnommen werden kann, nicht aus, um die Sperrwirkung der Steuergitter 6 aufzuheben. In einem solchen Falle benutzt man die hochfrequenten Schwingungen dazu, eine Hilfsgasentladungsrohre zu steuern, die dann ihrerseits die Steuergitter selbst steuert.
Z. B. kann man in den Steuerstromkreisen für die Hauptgasentladung Glimmstreeken anordnen, welche normalerweise keinen Strom durchlassen, aber bei einer Ionisierung durch die hochfrequenten Schwingungen zünden. Durch einen Umschalter können dann die hochfrequenten Schwingungen auf die Glimmstrecken in den verschiedenen Steuerstromkreisen verteilt werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Anordnung zur Steuerung der Gas-oder Dampfentladung in einem elektrischen Entladunggefäss, insbesondere einem Stromrichter, mit Sperrelektrode, bei welcher im gewollten Zündmoment der Umgebung der sperrenden Elektrode ohne Änderung der Spannung in einem den Zusammenbruch des Sperrfeldes bewirkenden Ausmass positive Ionen zugeführt werden, die mittels hochfrequenter Schwingungen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, dass jede Anode des Gefässes einen Teil eines Schwingungskreises bildet, der im gewollten Zündmoment durch die Zuführung einer im wesentlichen der Resonanzfrequenz des Schwingungskreises entsprechenden Hochfrequenzspannung aufgeladen wird und hiedurch das Gas bzw.den Dampf zwischen der Anode und der ihr vorgesetzten Sperrelektrode derart ionisiert, dass die Anode durch das Sperrfeld der Sperrelektrode hindurchgreifen kann.2. Anordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungskreis, welcher die als Steuerelektrode wirkende Anode enthält, so ausgebildet ist, dass er den Übergang der der Anode zugeführten Hochfrequenzenergien in das Wechselstromnetz verhindert.3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazität des Sehwingungskreises aus der Anode und ihr gegenüberstehenden Metallteilen, z. B. Sperrelektrode, Anodenhülse, Gefässwandung und Einführung, besteht.4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivität des Schwingungskreises aus einer in den Anodenstromkreis eingeschalteten Drosselspule besteht, wobei die der Anode zuzuführende normale Betriebsspannung durch einen Block- oder Sperrkondensator von den der Anode gegenüberstehenden metallenen Gefässteilen ferngehalten werden kann.5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode von einer die Sperrelektrode tragenden Anodenhülse umgeben ist, die gegenüber dem metallenen Vakuumgefäss isoliert ist, und dass die Anodenhülse mit dem von der Anode abgelegenen Ende der Induktivität über einen Block-oder Sperrkondensator verbunden ist, der die der Anode zugeführte normale Betriebsspannung von der Anodenhülse und der Sperrelektrode fernhält.6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und/oder 2 bis 4 für Vakuument1adungsapparate, mit Glasgefäss, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe der Sperrelektrode an der Aussenseite des Gefässes eine Metallbelegung vorgesehen ist, die zweckmässig den ganzen Umfang der Sperrelektrode umgibt, und dass diese Metallbelegung mit dem von der Anode abgelegenen Ende der in den Anodenkreis eingeschalteten Induktivität verbunden ist.7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode von einer die Sperrelektrode tragenden metallenen Anodenhülse umgeben ist und dass diese Anodenhülse sowie die äussere Belegung eng an den Wandungen des Glasgefässes anliegen.8. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochfrequenzspannung dem Schwingungskreis auf induktivem Wege, vorzugsweise mittels der in den Anodenkreis eingeschalteten Drosselspule, transformatorisch zugeführt wird.9. Anordnung nach den Ansprüchen 4 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass der induktive Widerstand L) im Anodenstromkreis wenigstens annähernd gleich dem kapazitiven EMI5.1 10. Anordnung nach den Ansprüchen 4 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass der in den Anodenstromkreis eingeschaltete induktive Widerstand aus einem Schwingungskreis (128, 127) in Sperrkreissehaltung besteht (Fig. 6).11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungskreis (128, 127) annähernd auf die Frequenz der Hochfrequenzschwingungen abgestimmt ist. EMI5.2 sators (127) genau auf die zugeführten Hochfrequenzschwingungen (maximal) abgestimmt und danach so weit ausser Resonanz gebracht werden kann, dass sein resultierender Widerstand einen induktiven EMI5.313. Anordnung nach den Ansprüchen 10 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der Induktivität (128) des Sehwingungskreises (128, 127) derart gewählt ist, dass der Schwingungskreis (128, 127) für die Betriebsströme des Entladungsgefässes nur einen praktisch zu vernachlässigenden Spannungsabfall bewirkt.14. Anordnung nach den Ansprüchen 10 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivität (128) des Schwingungskreises (128, 127) bei vorzugsweiser Benutzung von Hoch- <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 weise einer einzigen Windung, aus Kupferdraht, -rohr oder -band besteht.15. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und/oder den folgenden, dadureh gekennzeiehnet, dass ein mit regelbarer Phase und Gesehwindigkeit umlaufender Umsehalter, dessen Verteilerkontakte als Glimmstrecken oder sonstige, sieh nicht mechanisch berührende Kontakte ausgebildet sind, mit den Drosselspulen der einzelnen Schwingungskreise transformatorisch gekoppelte Wieklungen abwechselnd kurzzeitig mit dem Sehwingungsgenerator verbindet.16. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Erregung des Schwingungskreises dienenden hochfrequenten Schwingungen dem Anodenkreis einer Hilfsentladugsstreeke mit einer zwischen der Kathode und der von einer Hülse umgebenen Anode in der Nähe der Anode angeordneten Blende entnommen werden, deren Entladung auf eine solehe Stromstärke gebracht ist, dass zwischen Anode und Blende Ionenverarmung eintritt.17. Schaltanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsentladungsstrecke zur Erzeugung der hochfrequenten Schwingungen in dem gleichen Vakuumgefäss wie die Hauptentladung untergebracht ist, wobei beide Entladungen zweckmässig nach einer gemeinsamen Kathode erfolgen, und dass die der Hilfsanode vorgesetzte Blende derart eng bemessen ist, dass bereits bei dem normalen Betriebsdruck des Gefässes die gewünschten hochfrequenten Schwingungen erzeugt werden.18. Schaltanordnung nach den Ansprüchen 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass in den EMI6.2 Schwingungen abgenommen werden.19. Schaltanordnung nach den Ansprüchen 16 und/oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels der Hilfsentladung erzeugten hochfrequenten Schwingungen weitere Gasentladungen steuern, welche ihrerseits die zur Steuerung der Hauptgasentladung dienenden Sperrelektrode beeinflussen.20. Schaltanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass in den Steuerstromkreisen für die Hauptgasentladung Glimmstrecken, z. B. Glimmröhren, angeordnet sind, welche normalerweise keinen Strom durchlassen, aber bei einer Ionisierung durch die hochfrequenten Schwingungen zünden.21. Schaltanordnung nach den Ansprüchen 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umschalter die hochfrequenten Schwingungen auf die Glimmstrecken in den verschiedenen Steuerstromkreisen verteilt.
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