<Desc/Clms Page number 1>
Automatisches Geschütz mit mehreren Rohren.
Die Erfindung betrifft ein automatisches Gesehütz mit mehreren Rohren, bei welchem ein
Teil der Kraft des Rückstosses beim Abschuss eines Rohres zum Vorholen der andern Rohre ver- wendet wird.
Es sind bereits automatische Geschütze mit mehreren Rohren bekannt geworden, bei welchen die Rohre in zwei Gruppen von je mindestens einem Rohr angeordnet sind, bei welchen durch den Rücklauf der einen Rohrgruppe die andere vorgeholt, d. h. in Feuerstellung gebracht wird. Es schiessen somit zwei Rohre abwechselnd. Diesen bekannten Geschützen gegenüber zeichnet sich das Geschütz gemäss der Erfindung durch grössere Feuerkraft bei geringerer Beanspruchung der Rohre aus, denn es besitzt drei Rohre an Stelle von zwei der bekannten Geschütze. Ausserdem hat es den Vorteil, dass sich jedes Rohr nach erfolgtem Abschuss und Rücklauf eine Zeitspanne in Ruhe befindet, wodurch die Möglichkeit von Ladestörungen praktisch vollständig ausgeschlossen ist.
In der Zeichnung ist ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes rein schematisch veranschaulicht.
Es zeigen Fig. 1 eine schematische Skizze eines Geschützes gemäss der Erfindung mit drei Rohren nebeneinander, von oben gesehen, Fig. 2 das Schema der Bremszylinder mit Umleitung und Schiebern, Fig. 3 eine schematische Ansicht eines Geschützes mit drei im Kreise angeordneten Rohren, von vorn gesehen, und Fig. 4-9 eine schematische Darstellung der Wirkungsweise der Steuerung für Rüeklauf- brems-und Vorholeinriehtung.
Das Geschütz weist drei Rohre A, B und C auf, welchen je eine Rücklaufbremse zugeordnet ist, deren Zylinder mit a, bund c bezeichnet sind. Diese Zylinder a, bund c stehen durch eine Umleitung i !
EMI1.1
öffnet, und der Anschlag a", welcher denselben schliesst. Das Rohr B weist die Anschläge b'und b" zur Steuerung des Schiebers be und das Rohr C die Anschläge c'und c" zur Steuerung des Schiebers ca auf. Die Rohre A, B und C sind in bezug auf den Rücklauf so gegeneinander verstellt, dass, wenn sich ein Rohr in Feuerstellung befindet, das zweite Rohr um ein Drittel seines Rüeklaufes vorgeholt ist und das dritte Rohr sich ganz hinten befindet. Im dargestellten Falle ist A in Feuerstellung, B um ein Drittel vorgeholt und C ganz hinten.
Die drei Rohre A, B und C können auch im Kreise angeordnet sein, wie in Fig. 3 veranschaulicht.
Die Wirkungsweise der Steuerung für die Rücklaufbrems-und Vorholeinriehtung ist in Fig. 4-9 veranschaulicht. Die konzentrischen Kreise stellen den Grad des Rücklaufes der Rohre dar. Der äusserste Kreis bezeichnet die Feuerstellung, der innerste Kreis den vollständigen Rücklauf. In der Ausgangsstellung (Fig. 4) hat das Rohr A soeben geschossen und beginnt seinen Rücklauf, das Rohr B ist um ein Drittel vorgeholt und das Rohr C vollständig hinten. Der Schieber ab ist geöffnet, be und ac geschlossen. Durch seinen Rücklauf drückt das Rohr A das Rohr B vor. Wenn das Rohr A zwei Drittel seines Rücklaufes zurückgelegt hat, gelangt das Rohr B in vollständig vorgeschobene Stellung (Fig. 5).
Bei Erreichen dieser Stellung öffnet der Anschlag b'des Rohres B den Schieber be, und durch das weitere Zurückgleiten des Rohres J. wird nun das Rohr C um ein Drittel vorgeschoben. Erreicht das Rohr A seine hinterste Stellung, so schliesst sein Anschlag ( (" den Schieber ab. Nun befindet sich das Rohr B in Feuerstellung (Fig. 6). Bei seinem Rücklauf nach erfolgtem Abschuss bringt es das
<Desc/Clms Page number 2>
Rohr C vollständig nach vorn (Fig. 7), worauf durch den Anschlag c'der Schieber ac geöffnet wird und das Rohr A noch um ein Drittel vorgebracht wird. Erreicht das Rohr B seine hinterste Stellung, so schliesst sein Anschlag b" den schieber bc und das Rohr C ist zum Schusse bereit (Fig. 8).
Dieser Vorgang wiederholt sich in zyklischer Reihenfolge.
'Das Geschütz gemäss der Erfindung kann auch mit mehr als drei Rohren ausgerüstet werden, und durch geeignete Anordnung der Schieber kann die Steuerung der Rücklaufbrems- und Vorhol- einriehtung so getroffen werden, dass entweder die Rohre in vorgeholter Stellung verharren oder in der hintersten Lage verbleiben bevor sie wieder zum Schuss kommen. Die Einrichtung könnte aber auch so getroffen werden, dass das Vorholen der Rohre in mehr als zwei Etappen wie vorgängig beschrieben, geschehen würde.
Das Geschütz wird mit selbsttätiger Ladeeinrichtung und selbsttätigen Einrichtungen zum Öffnen und Schliessen des Verschlusses ausgerüstet. Diese Einrichtungen werden durch die Kraft des Rüekstosses betätigt.
Die Rücklaufbrems-und Vorholeinriehtung kann statt hydraulisch auch pneumatisch oder rein mechanisch ausgebildet werden.