DE274454C - Feldgeschuetz zur Abfeuerung von Geschossen verschiedener Kaliber - Google Patents
Feldgeschuetz zur Abfeuerung von Geschossen verschiedener KaliberInfo
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- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 3
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F41A21/00—Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
- F41A21/10—Insert barrels, i.e. barrels for firing reduced calibre ammunition and being mounted within the normal barrels
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 274454 KLASSE
72 c. GRUPPE
SCHNEIDER & CIE in LE CREUSOT, Frankr.
Feldgeschütz zur Abfeuerung von Geschossen verschiedener Kaliber.
Es ist bekannt, an Rohrrücklaufgeschützen den für die Wirkung der Rücklaufbremsen
nötigen Massenüberschuß durch eine zusätzliche, von dem Rohr mitgenommene Hilfsmasse
zu schaffen. Dies hat den Nachteil, daß bei jedem Schuß eine tote Masse beschleunigt
werden muß, die sonst ohne Nutzen ist.
Demgegenüber wird nach der Erfindung der für die Anwendung der bekannten Rückstoß-
Lo begrenzungsmittel nötige Überschuß an Masse
nicht als tote Masse, sondern in Form eines zusätzlichen Hilfsrohres von anderem Kaliber
hinzugefügt, wobei dieses zusätzliche Rohr stets mit dem Hauptrohr verbunden bleibt,
ί 5 um mit ihm zusammen die nötige Rückstoßmasse
zu bilden. Es kann jedoch in zwei verschiedenen Lagen verwendet werden, und zwar
entweder außerhalb des Hauptrohres befestigt oder in dieses hineingesteckt. Hieraus ergibt
äo sich, daß man, ohne in irgendeiner Weise die
Gesamtrückschlagmasse zu ändern, mit demselben Geschütz Geschosse von zwei verschiedenen
Kalibern abfeuern kann, je nachdem man das Hilfsrohr in die eine oder die andere
Lage bringt.
Man kann so einerseits die Widerstandsfähigkeit der neuzeitlichen Stahlsorten ausnutzen,
um jedes der Rohre zu erleichtern; anderseits vereinigt man auf der gleichen
Lafette zwei Rohre mit der Möglichkeit, sich des einen oder des anderen nach Bedürfnis
und den Kampfbedingungen entsprechend zu bedienen, so daß eine erhebliche Ersparnis an
Bau- und Betriebskosten erreicht wird.
Wohlverstanden können die einzelnen Hilfsteile zur Vereinigung der beiden Rohre verschieden ausgebildet werden.
Eine dieser Ausführungsformen ist beispielsweise auf der Zeichnung dargestellt; es zeigt
Fig. ι die beiden Rohre im Schnitt von der Seite in der Anordnung übereinander; Fig. 2
und 3 zeigen Schnitte nach A-A, B-B in Fig. 1; Fig. 4 zeigt die beiden Rohre ineinandergesteckt,
und Fig. 5 eine Einzelheit.
Das Hauptrohr α von mittlerem Kaliber
ist aus Stahl von hoher Widerstandsfähigkeit ausgebildet und kann demgemäß eine verhältnismäßig
geringe Dicke und Masse erhalten. Der für die Wirkung der Rücklaufbremsen nötige Masseüberschuß ist nach der Erfindung
durch die Anordnung eines Hilfsrohres b von kleinerem Kaliber, erreicht, das ebenfalls aus
Stahl von hoher Widerstandsfähigkeit besteht. Die beiden Rohre sind derart verbunden, daß
sie beim Rückstoß gemeinsam zurückgeschleudert werden und mit Einrichtungen versehen,
durch die sie rasch für das Verfeuern von Geschossen von großem oder kleinem Kaliber
angeordnet werden können.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel trägt das Hauptrohr von großem Kaliber an
seiner Außenseite Haltevorrichtungen für das Rohr b. Zu diesem Zwecke ist über der Mündung
des Rohres α ein Ring d mit Innengewinde d1 angeordnet, das von glatten Kreisausschnitten
d2 unterbrochen wird. Das kleinkalibrige
Rohr b besitzt entsprechendes, ebenfalls von glatten Kreisausschnitten b1 unterbrochenes
Außengewinde δ2. Am Hinterende der Rohre kann eine entsprechende Befesti-
gungsvorrichtung angebracht sein, doch genügt
es, wenn oberhalb des Verschlußstückes des Rohres α eine Kramme c ausgebildet ist, unter
die das Hinterende des Rohres b geschoben werden kann (Fig. i, 2).
Wie aus den Fig. 1 bis 3 zu ersehen ist, laufen die beiden Rohre α und b gemeinsam zurück,
indem das Rohr b mit seiner Befestigungsvorrichtung die für die Wirkung der Rückstoßbremse
nötige Masse vervollständigt.
Soll das Geschütz für das Verfeuern von kleinkalibrigen Geschossen aus dem Rohr b
dienen, so genügt es, das Rohr b abzuschrauben, indem man die Gewindeabschnitte b2 den
glatten Abschnitten d2 des Ringes d gegenüberstellt, das Rohr nach vorn herauszieht und
hierauf in das Rohr α einschiebt, das vor seiner Mündung eine Buchse g trägt, deren Bohrung
ebenfalls mit Gewindeabschnitten a1 abwechselnd
mit glatten Abschnitten a2 versehen ist. Das Rohr b ist so lang, daß es nach dem Einschrauben
η das Rohr a mit seinem rückwärtigen Ende in entsprechendem Abstand von
dem gemeinsamen Verschlußstück e liegt. Die Verschlußvorrichtung kann natürlich von irgend
beliebigem Aufbau sein, ebenso wie die anderen zugehörigen Einrichtungen, wie Zündung,
Bremsung u. dgl.
Das Rohr b kann unter Umständen an seinem Hinterende oder an einer anderen Stelle
in der Kammer des Rohres α mittels eines herausnehmbaren Ringes f zentriert sein.
Auch in der Stellung nach Fig. 4 laufen die beiden Rohre α und b gemeinsam bei jedem
Schuß zurück. Man kann demgemäß sagen, daß diese Anordnung von vereinigten Rohren
ein Geschütz von kleinem Kaliber verwirklicht, das' bei üblichem Gewicht zusätzlich die Möglichkeit
bietet, Geschosse von mittlerem Kaliber zu verfeuern; umgekehrt kann man aber auch
von einem Geschütz von mittlerem Kaliber sprechen, das ohne Überschreitung des üblichen
Gewichtes die Möglichkeit bietet, auch noch kleinkalibrige Geschosse zu verfeuern.
Die Gewinde a1 zum Einschrauben des
Rohres b in das Rohr α können beim Verfeuern von großkalibrigen Geschossen, d. h. wenn die
Rohre nach Fig. 1 angeordnet sind, gegen Ausbrennungen durch eine Einschraubhülse h
gesichert werden, die, wie in Fig. 5 von vorn und von der Seite gezeigt, ebenfalls unterbrochenes
Gewinde aufweist und die Breite der Buchse g besitzt.
Wenn es auch wohl aus praktischen Gründen kaum in Frage kommen wird, mehr als zwei
Geschützrohre zu vereinigen, so könnte doch die vorliegende Erfindung auf eine derartige
Anordnung erstreckt werden, indem z. B. zur Vereinigung von drei Kalibern an dem Rohr a
außerdem noch Befestigungsvorrichtungen für ein Rohr von kleinerem Kaliber als b angeordnet
würden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Feldgeschütz zur Abfeuerung von Geschössen verschiedener Kaliber; dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzrohr von kleinerem Kaliber auf dem Geschützrohr größeren Kalibers befestigt ist, so daß es sowohl bei Gebrauch als auch bei Nichtgebrauch mit dem Rohr größeren Kalibers beim Schuß zurückläuft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR455761T | 1912-05-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE274454C true DE274454C (de) | 1914-05-22 |
Family
ID=88863921
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1912274454D Expired DE274454C (de) | 1912-05-31 | 1912-10-15 | Feldgeschuetz zur Abfeuerung von Geschossen verschiedener Kaliber |
| DE1914322981D Expired DE322981C (de) | 1912-05-31 | 1914-03-14 | Feldgeschuetz zur Abfeuerung von Geschossen verschiedener Kaliber |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1914322981D Expired DE322981C (de) | 1912-05-31 | 1914-03-14 | Feldgeschuetz zur Abfeuerung von Geschossen verschiedener Kaliber |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE274454C (de) |
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| GB (2) | GB191309065A (de) |
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Families Citing this family (2)
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-
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- 1914-03-23 NL NL4379A patent/NL1529C/nl active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR455761A (fr) | 1913-08-08 |
| DE322981C (de) | 1920-07-13 |
| FR19712E (fr) | 1915-07-06 |
| GB191406416A (en) | 1914-10-22 |
| GB191309065A (en) | 1913-08-21 |
| NL1529C (nl) | 1916-09-15 |
| NL1305C (nl) | 1916-05-15 |
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