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Auslösevorrichtung für Druekluttbremsen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Auslösevorrichtung für Druckluftbremsen, mittels deren in bekannter Weise willkürlich am einzelnen Fahrzeug die mit Druckluft gefüllten Räume (Bremszylinder, Hilfsluftbehälter, Steuerkammer u. dgl.) entlüftet werden und die an jedem Auslöseventil bekannter Bauart zur Anwendung gebracht werden kann.
Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich durch Einfachheit aus und vermeidet Nachteile, die bei einer bekannten Auslösevorrichtung auftreten, die eine mit dem Handzug der Auslöseventile verbundene hydraulische Hemmvorrichtung und eine zwischen dem Handzug und dem Betätigungshebel des Ventils befindliche Feder besitzt (D. R. P. Nr. 601201).
Die Auslösevorrichtung nach der Erfindung zeichnet sieh dadurch aus, dass an ihrem Handzug ein Anschlag od. dgl. vorgesehen ist, der bei der Bedienung der Auslösevorrichtung dadurch, dass der zum Öffnen der Auslassventile in der horizontalen Ebene bewegte Handzug in einer zu dieser Ebene ungefähr senkrechten Ebene verschoben wird, hinter eine Sperrvorrichtung gelangt, die den Handzug so lange in der Gebrauchslage festhält, bis eine durch die vorhergehende Bewegung gewissermassen aufgezogene mit Verzögerung arbeitende Stellvorrichtung den Handzug aus dem Bereich der Sperrvorrichtung herausführt, so dass er in bekannter Weise in seine der Verschlusslage der Auslöseventile entsprechende Ruhe-oder Normallage zurückgehen kann.
Dabei ergibt sich gegenüber der oben erwähnten bekannten Auslösevorrichtung, bei welcher zwischen dem Handzug und dem Auslöseventil eine Feder eingeschaltet ist, der Vorteil, dass bei der erfindungsgemässen Vorrichtung diese Feder in Fortfall kommt und daher keine Leerbewegung des Handzuges gegenüber dem eigentlichen Auslöseventil und keine Möglichkeit des Schlappwerdens einer Feder mit dem bekannten nachteiligen Folgeerscheinungen gegeben ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt sie in der Ruhelage ; Fig. 2 in der Gebrauchslage bei wirksamer Sperrvorrichtung ; Fig. 3 stellt einen senkrechten Längsschnitt durch die Stellvorrichtung, die mit Verzögerung den Handzug der Auslösevorriehtung aus den Bereich der Sperrvorrichtung herausführt, dar.
An der Zugstange a, die in bekannter Weise mit dem Hebel b des Auslöseventils c gelenkig verbunden ist, befindet sich ein Ansatz d, der durch eine Rast od. dgl. ersetzt sein kann. Im Bewegungsbereich dieses Ansatzes ist ein feststehender Teil e angeordnet ; mit dem Handzug a ist ferner eine pendelnd aufgehängte Stellvorrichtung t verbunden ; sie besteht-wie aus Fig. 3 ersichtlich-aus einem mit Öl, Glyzerin od. dgl. gefüllten Gehäuse, in dem ein Wälzkolben g angeordnet ist, der mit einem die Rolle einer Stopfbüchse spielenden Wälzkolben h auf gemeinsamer Stange i angeordnet ist. Die Räume oberhalb und unterhalb des Kolbens g sind mit Flüssigkeit gefüllt. Der Kolben g hat eine Drosselbohrung k und eine weitere Öffnung l, über der sich ein Rückschlagventil m befindet, das sich nach dem oberhalb des
Kolbens g befindlichen Gehäuseraum hin öffnet.
Auf der Unterseite des Kolbens g ist eine Feder n angeordnet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Wird der Handzug a im Sinne des Öffnens des Auslöseventils c gezogen und bei dieser Bewegung gleichzeitig etwas nach unten gedrückt, so gelangt der Anschlag d hinter den Teil e, wodurch die Auslöse- vorrichtung bei geöffnetem Auslöseventil gesperrt ist. Bei der Bewegung wurde der Kolben g nach unten bewegt und die Federn n gespannt. Die Abwärtsbewegung des Kolbens g liess das Rückschlagventil m
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sich öffnen und die vom Kolben g verdrängte Flüssigkeit in den oberhalb des Kolbens befindlichen Gehäuseraum treten.
Die Feder n sucht sich nun zu entspannen und den Kolben g wieder nach oben zu treiben ; da das Rückschlagventil m hiebei geschlossen ist, so kann die Kolbenbewegung nur langsam in dem Masse von statten gehen, wie die Flüssigkeit aus dem oberen Gehäuseraum durch die Drosselbohrung k unter den Kolben g gelangen kann. Wenn bei dieser Bewegung der Kolben den Anschlag d über den festen Sperrteil e hinaus gehoben hat, ist die Sperrung gelöst und die Vorrichtung geht in die Normallage zurück.
Die dargestellte Vorrichtung ist lediglich als Ausführungsbeispiel zu betrachten. Man kann z. B. den Handzug ziehen und gleichzeitig drehen, wobei ein schlüsselbartähnlicher Teil gegen einen feststehenden Teil gelegt wird und die Vorrichtung sperrt. Die Rückstellvorrichtung muss dann statt auf Anheben des Handzuges a auf dessen Rückdrehung wirken.