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Wendepflug.
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dem durch den Bolzen 9 bestimmten Drehpunkt liegt, wird auch der Druck gemäss Pfeil 18 auf den Hebel 15 infolge der Drehbewegung 38 der Sterzenstellgabel, die Zugstange 11 in der Richtung gegen den Pflugführer ziehen, wodurch bei gleichzeitiger Überwindung der Kraft einer am Wendeschnapper 12 befestigten Feder 13 ersterer aus einem der Stellappen 37 herausgezogen, also entkuppelt und die insbesondere für den Wendevorgang erforderlielle Verdrehbarkeit des Grindelkopfes 35 im Rohrstutzen 36 freigegeben wird. Wie die Fig. 4 zeigt, ist-das Kupplungsorgan der Sterzenstellgabel 7 als dreizinkige Gabel ausgebildet, deren Mittelzinke 39 die mit Aufgleitfläche 40 ausgestatteten Seitenzinken 10 überragt.
Die Länge dieses vorragenden Stückes der Mittelzinke 39 ist derart gewählt, dass bei ausgekuppeltem Zustand der Sterzenstellgabel 7 die Versteifungsschiene 41 des Pflugkörpers 2 wohl in der Richtung der ihr näher liegenden Seitenzinke 40, nicht aber in der Richtung gegen die Mittelzinke 39 abgewendet werden kann. Hiedurch wird erreicht, dass die Bewegungsbahn der Sterzenstellgabel 7 während der Wendevorgänge stets auf ein und demselben Kreisbogenstück, dessen Länge von den Endlagen der jeweils in die Arbeitsstellungen gewendeten Molleisen 27 bestimmt ist, erfolgt. Gemäss dem Ausführungbeispiel ist die Bewegungsbahn ein Halbkreis, dessen Mittelpunkt auf der Grindellängsachse und das Bogenstück auf der Seite des Wendeschnappers liegt.
Das Hauptmerkmal der Erfindung liegt nun darin, dass eine Entkupplung des Wendeschnappers 12
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stellgabel 7 mit der Versteifungsschiene 41 des Pflugkörpers 2 vorgenommen werden kann, wobei die entkuppelte Wendeschnapperlage erfindungsgemäss feststellbar ist. Diese Massnahme ist, insbesondere beim Spitzackern mittels handgeführten Pfluges, von ausschlaggebender Bedeutung und stellt daher einen wesentlichen Vorteil gegenüber den bekannten Pflugkonstruktionen dar.
Zu diesem Zweck ist die Befestigung der Zugstange 11 an der Sterzenstellgabel 7 eine mittelbare.
Diese Befestigung kann beispielsweise an einem Bolzen 20 erfolgen, dessen eines Ende als Öse 22 aus-
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sich in einem am Ansatz 8 angebrachten schraubengangähnlichen Schlitz 19. Durch Verdrehung des mit der Hülse 42 starr verbundenen Handgriffes in Richtung des sehraubengangähnliehen Ansteigens des Schlitzes 19 wird die Hülse 42 im angegebenen Pfeilsinn 43 verschoben (Schraubensperre). Das der Öse 22 abgekehrte Ende des Bolzens 20 trägt beispielsweise eine Schraubenmutter 23, die sich an der Planfläche 44 der Hülse 43 abstützt, wodurch die Mitnahme des mit der Zugstange gelenkig verbundenen Bolzens 20 unter gleichzeitigem Einrücken der Öse 22 in die Ausnehmung 45 und des weiteren die Auskupplung des Wendeschnappers 12 aus dem jeweiligen Stellappen 37 erfolgt.
Zur Feststellung des entkuppelten Wendeschnappers kann beispielsweise der Schlitz 19 an seinem der Schraubenmutter 23 nahe gelegenen Ende zu einer Rast 26 abgewinkelt sein, in welche sich der zylindrische Ansatz 24 des Handgriffes 25 einlegen und der rückziehenden Kraft der Feder 13 Widerstand bieten kann. Zur Rück- führung des Hebels 25 in seine Ruhestellung ist es nur erforderlich, denselben aus dem Wirkungsbereich der Rast 26 zu bringen, worauf unter dem Einfluss der Feder 13 und des sehr kleinen Reibungswinkels des schraubenförmigen Schlitzes 19 ein selbsttätiges Rückgleiten des Handgriffes in die Ausgangsstellung eintreten wird.
Zur Erleichterung des Wendevorganges sind die Abstände des äussersten Punktes des Molleisens 27 und der Schareisenspitze 29, die in der Zeichnung mit 28 und 30 bezeichnet sind, von der Längsachse des Grindels 1 ungefähr gleichgehalten.
Das Endstück 31 trägt einen ringförmigen Ansatz 32, welcher als Stützlager für eine Rolle 33 vorgesehen ist. Diese Rolle hat lediglich den Zweck, den Pflug als selbständiges Fahrzeug zum bzw. vom Arbeitsplatz zu fahren, womit das lästige und häufig nicht ganz einfache Verladen des Pfluges auf einen Transportwagen od. dgl. vermieden wird. Zu Beginn des Pflügen wird diese Rolle 33 entfernt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wendepflug mit einer Vorrichtung zur gleichzeitigen Entkupplung des Pflugkörper sowohl vom Vorderkarren als auch von den Sterzen, dadurch gekennzeichnet, dass von dieser Vorrichtung unabhängig mit Hilfe eines zusätzlichen Ausloseorgans S, 42, 25) die Kupplung (12, 37) zwischen dem Pflugkörper (2) bzw. dem mit diesem festverbundenen Grindel (1) und dem Vorderkarren (34) auch für sich allein gelöst werden kann.