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Hochhfrequenzkabel.
Die Erfindung betrifft elektrische Mehrleiterkabel für hohe Frequenzen, wie sie beispielsweise in Trägerstromanlagen verwendet werden.
Es ist bekannt, dass bei hohen Frequenzen der wirksame Widerstand von Stromkreisen in einem Fernsprechkabel nahe an dem Bleimantel rascher ansteigt als in den Stromkreisen, die unterhalb der äussersten Schicht liegen. Im gleichen Masse und mehr sinkt die Selbstinduktion. Jede dieser Wirkungen bringt eine Veränderung der Übertragungscharakte1'Ístik der Stromkreise in der äusseren Lage, die dem Bleimantel benachbart ist, im Vergleich zu den Stromkreisen in den inneren Lagen mit sieh, was unerwünscht ist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird der Einfluss des Mantels auf die ihm benachbarten Stromkreise dadurch aufgehoben, dass man in den dem Mantel benachbarten Stromkreisen Leiter verwendet, deren Gleichstromwiderstand niedriger ist als der der Leiter der inneren Stromkreise, u. zw. um so viel, dass bei einer bestimmten Frequenz innerhalb des Bereiches, über den das Kabel arbeiten soll, der Wechselstromwiderstand der inneren und äusseren Stromkreise im wesentlichen gleich ist.
Dies kann man dadurch erreichen, dass man für die Stromkreise in der äusseren Schicht Kupfer mit grösserer Leitfähigkeit verwendet, dies würde jedoch nur den Widerstand und nicht die Selbstinduktion
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sowohl der Widerstand geringer als auch die Selbstinduktion grösser würde. Der Durchmesser der Leiter wird im Verhältnis zu den Leitern der inneren Stromkreise durch die höchste übertragene Frequenz oder durch die wichtigste Frequenz bestimmt.
Auf diese Weise können die einzelnen Stromkreise in den zur Verlegung gelangenden Fabrikationlängen nach Belieben miteinander verspleisst werden, und es werden bessere Ergebnisse als mit einem Hochfrequenzkabel, dessen Stromkreise gleiche Aderndurehmesser haben, erreicht.
Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher die Anordnung eines typischen 19 paarigen Kabels nach der Erfindung gezeigt ist.
In dieser Zeichnung stellt 1 das mittlere Leiterpaar, : 2 die erste Lage aus sechs Leiterpaaren und 3
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Kabel aus 19 Paaren dieser Leitergrösse wurden folgende durchschnittliche wirksame Widerstände bei 50 Kilohertz gemessen :
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<tb>
<tb> äussere <SEP> Schicht.................... <SEP> 67#7 <SEP> Ohm <SEP> per <SEP> Schleifenmeile
<tb> innere <SEP> Schieht <SEP> 64'9 <SEP> Ohm <SEP> per <SEP> Schleifenmeile.
<tb>
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verwendet werden. Dies ist eine erste ungefähre Angabe, die in der Praxis einige kleine Richtigstellungen erfordern kann.
Es ist klar, dass die Erfindung nicht, wie dargestellt, auf Kabel mit Doppelleitungen beschränkt ist, sondern ebensogut für andere Mehrleiterkabel anwendbar ist, die Paare oder Vierer, die in mehreren Lagen angeordnet und von einem Metallmantel umschlossen sind, enthalten. Der Einfluss des Bleimantels auf die benachbarten Stromkreise in dem Kabel wird grösser, wenn höhere Frequenzen übertragen werden, und es können nach dieser Erfindung Kabel zur Übertragung von Frequenzen bis zu 120 Kilohertz und mehr erzeugt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Hochfrequenz-Mehrleiterkabel mit Metallmantel zur elektrischen Nachrichtenübertragung, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfluss des Metallmantels auf die ihm benachbarten Stromkreise dadurch ausgeglichen ist, dass in den dem Mantel benachbarten Stromkreisen Leiter verwendet sind, deren Gleichstromwiderstand geringer ist als der der Leiter in den inneren Stromkreisen, und zwar um so viel, dass bei einer bestimmten Frequenz innerhalb des Bereiches, über welchen das Kabel arbeiten soll, der Wechselstromwiderstand der inneren und äusseren Stromkreise im wesentlichen gleich ist.