AT147769B - Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung beim Verquellen oder Auflösen pulverförmiger, gelbildender organischer Trockenklebstoffe. - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung beim Verquellen oder Auflösen pulverförmiger, gelbildender organischer Trockenklebstoffe.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung beim Verquellen oder Auflösen pulverförmiger gelbildender organischer Troekenklebstoffe. Feinpulvrige organische Trockenklebstoffe, die die Fähigkeit haben, Gele zu bilden, lassen sich bekanntlich oft mit Quellungs-oder Lösungsmitteln infolge Bildung von Klumpen oder Knötchen nicht oder nur sehr schwierig zu einem gleichmässigen Produkt verrühren. Das Auftreten dieser störenden Klumpen oder Knötchen ist dem Umstande zuzuschreiben, dass ein Teil des Pulvers infolge zu grosser Quellungs-bzw. Lösungsgesehwindigkeit beim Anrühren mit Lösungsmitteln so schnell zu einem Gel anquillt, dass von diesem Gel andere Teile des Pulvers, die noch nicht oder nur unvollkommen verquollen sind, eingeschlossen werden. Diese Klumpen verquellen entweder überhaupt nicht mehr oder nur sehr schwierig zu einer gleichmässigen Lösung. Vielfach lässt sich eine gleichmässige Auflösung dieser Klumpen auch nicht durch längeres Erhitzen herbeiführen, da die Trockenklebstoffe hiebei Abbauerscheinungen zeigen, die das ganze Erzeugnis unbrauchbar machen. EMI1.1 Abbaus besteht, überhaupt nicht durchführbar. Es ist bekannt, dass bei organischen Trockenklebstoffen durch Überführung in den gekörnten Zustand die Klumpenbildung beim Quellen oder Auflösen vermieden werden kann. Zu diesem Zweck wurden die in Fladenform anfallenden Produkte in Teile bestimmter Form und Grösse zerlegt. Die hiebei erhaltenen Körner sind aber kompakt, so dass sie zum Quellen oder Auflösen eine gewisse Zeit erfordern. Es ist nun gefunden worden, dass sich die Klumpenbildung beim Verquellen oder Auflösen von organischen Trockenklebstoffen dadurch beseitigen lässt, dass man die zu feinpulvrigen Trockenklebstoffe zu grösseren, mehr oder weniger porösen Teilchen aggregiert. Diese porösen Aggregate bestehen sozusagen aus kleinen Badeschwämmchen und zeigen schon durch ihre erhöhte Teilchengrösse eine Verringerung der Quellungsgeschwindigkeit. Der Hauptvorzug dieser Aggregate besteht aber darin, dass durch die Wirkung ihrer Kapillaren das Lösungsmittel vom äusseren Rande der Teilchen bis in deren Inneres gesaugt und dadurch ein Zusammenkleben der Teilchen zu Klumpen verhindert wird. Auf diese Weise wird also die ganze Masse gleichmässig durchfeuchtet und eine Ver quellung bzw. Lösung zu einem gleichmässigen Erzeugnis gewährleistet. Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung der geschilderten Aggregate wird in der Weise ausgeführt, dass man die zu fein gepulverten Trockenklebstoffe mit fein zerteilten Flüssigkeiten, Flüssigkeitsgemischen oder Emulsionen, die für die in Frage kommenden Stoffe ein gewisses Lösungsvermögen besitzen, behandelt und gegebenenfalls die überschüssige Flüssigkeit durch Trocknen entfernt. Man kann die beabsichtigte Wirkung noch dadurch verbessern, dass man den angewendeten Flüssigkeiten Stoffe zusetzt, die durch eine Art Gerbung die Lösungsgeschwindigkeit der Teilchen herabsetzen. Derartige Stoffe sind z. B. Aluminate, Borate, Citrate, Tannine u. dgl. Eine weitere Verbesserung kann man auch durch Zusatz von Stoffen mit Netzvermögen oder von Stoffen mit einem gewissen Adhäsions-oder Klebevermögen erreichen. <Desc/Clms Page number 2> Beispiel : 100 kg feinstpulverisierter tierischer Leim werden in einem Turm zerstäubt, dabei mit etwa 2'5 l Wasser in Nebelform angefeuchtet und schliesslich durch Trocknung wieder auf den ungefähren Wassergehalt des Ausgangsmaterials gebracht. Die aggregierten Leimteilchen lassen sich mit Wasser zu einem klumpenfreien Klebstoff anrühren. Dem zur Befeuchtung des Leims verwendeten Wasser können auch Netzmittel oder Stoffe hinzugesetzt werden, die die Quellungsgesehwindigkeit des Leims in Wasser herabsetzen, so z. B. Aluminate, Gerbstoffe oder organische Lösungsmittel. Als Ausgangsstoffe für das angemeldete Verfahren können beispielsweise folgende Stoffe verwendet werden : Leim, Gelatine, Pflanzengummistoffe, Harze, Gummiharze, Stärke, Stärkepräparate (Quellstärke), Dextrine u. dgl. Das neue Verfahren lässt sich selbstverständlich sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich durchführen. Es ist bereits bekannt, pulverförmige Stoffe durch eine Wärmebehandlung und gegebenenfalls auch Druckbehandlung in stückige Form zu überführen. So ist z. B. zur Herstellung von Gelatinetabletten vorgeschlagen worden, Gelatinepulver ohne Anwendung von Druck zu befeuchten und in geeigneten Schichten zu formen, die sodann in Tabletten oder Würfel geteilt wurden und nach Trocknen die notwendige Konsistenz aufwiesen. Diese Tabletten besassen aber keine gute Lösefähigkeit. Zum Überführen von pulverförmigen Stoffen in eine für die Reaktion mit Gasen geeignete, gleichmässig kleinstückige Form ist ein Verfahren bekannt, bei dem auf die Oberfläche der Pulverschicht Tropfen einer Flüssigkeit aufgetropft werden und die sich bildenden kugligen Formlinge durch Absieben von dem übrigen Pulver getrennt und darauf getrocknet werden. Hiebei handelt es sich jedoch nur um anorganische Stoffe. Ausserdem ist zur Herstellung von kaltquellender Stärke schon eine Wärmedruckbehandlung verwendet worden. Sodann hat man bei der Herstellung von Arzneitabletten die Tablettenmasse vor dem Pressen in einer geeigneten Flüssigkeit so weit angefeuchtet, dass sie beginnt, zusammenzubacken. Im Gegensatz hiezu werden gemäss der Erfindung fein pulvrige Trockenklebstoffe mit feinzerteilten Flüssigkeiten od. dgl., die für die in Frage kommenden Stoffe ein gewisses Lösungsvermögen besitzen, behandelt. Man erhält hiedurch gekörnte Produkte, die sich infolge einer porösen Struktur durch eine besonders grosse Lösungsund Quellungsfähigkeit ohne Gefahr einer Klumpenbildung auszeichnen. Sodann ist bereits zur Verhinderung der Klumpenbildung bei der Auflösung von kaltquellender Stärke oder von Leim-oder Gelatinepräparaten vorgeschlagen worden, diesen Präparaten Stoffe zuzusetzen, die das Quellen verlangsamen oder Kleister verdicken oder gegebenenfalls den Lösungsvorgang beschleunigen. Hiebei wurden aber keine porösen Aggregate gewonnen, wie es bei der vorliegenden Erfindung der Fall ist. Die gemäss dem vorstehenden Beispiel verwendete Vorrichtung ist bereits zum ununterbrochenen schnellen Trocknen und Eindampfen fein zerstäubter Flüssigkeiten unter Mitwirkung fein verteilter fester Körper benutzt worden. Gemäss dem vorstehenden Beispiel erfolgt aber nicht lediglich eine Trocknung, sondern vielmehr zunächst eine Befeuchtung der Produkte. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung beim Verquellen oder Auflösen pulverförmiger, gelbildender organischer Trockenklebstoffe durch Überführung in den gekörnten Zustand, dadurch gekennzeichnet, dass man feinpulvrige Trockenklebstoffe, ohne dass sie dabei ihren Aggregatzustand verändern, mit fein zerteilten Flüssigkeiten, Flüssigkeitsgemischen oder Emulsionen, die für die in Frage kommenden Stoffe ein gewisses Lösungsvermögen besitzen, behandelt und gegebenenfalls die überschüssige Flüssigkeit durch Trocknen entfernt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Behandlungsflüssigkeiten Stoffe zusetzt, die durch eine Art Gerbung die Lösungsgeschwindigkeit der Teilchen herabsetzen.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Behandlungsflüssigkeiten Stoffe mit Netzvermögen zusetzt.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Behandlungsflüssigkeiten Stoffe zusetzt, die ein gewisses Adhäsions- oder Klebevermögen besitzen.
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