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Einrichtung für Kraftfahrzeuge zur Verbreitung akustischer Reklame.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für Kraftfahrzeuge zur Verbreitung akustischer
Reklame mittels Sprechvorrichtung mit Elektromotorantrieb und zur Abgabe von Hupensignalen.
Die mit dem Kraftfahrzeug verbundene Lautsprechervorrichtung kann entweder durch den Fahr- zeugmotor oder durch einen besonderen Motor angetrieben werden und nach dem Willen des Führers
Signale in Worten oder Tönen hören lassen. Es kann beispielsweise statt der Hupentöne bei einem Opel- wagen das Warnsignal ertönen : Opel", oder Opel, Opel", oder hier ein Opel"oder"Achtung Opel" od. dgl. Hiedurch wird derselbe Zweck erreicht wie durch eine Hupe, und ausserdem wird für die Wagen- marke eine eindruckvolle Reklame gemacht.
Als Vorrichtungen, welche diese Töne erzeugen, können die gebräuchlichen Sprechvorrichtungen mit Platten, Walzen oder Bandstreifen, in denen die die Töne hervorbringenden Zeichen eingepresst sind, oder magnetisch wirkende Vorrichtungen, z. B. magnetisierte Bänder nach Art des sprechenden Drahtes, gewählt werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt : a ist die Batterie des
Fahrzeuges oder eine besondere Batterie, e ein Motor mit einer Sprechplatte o ; die Sprechmaschine ist nur schematisch dargestellt. n stellt die Nadel dar, die in noch zu beschreibender Weise gegen die Rille der Schallplatte o angedrückt werden kann, s sei der übliche Steckschlüssel des Fahrers für den Zündungsstromkreis.
Durch den Autoschlüssel s ist der von der Batterie a zum Elektromotor e führende Stromkreis so gelegt, dass der Schlüssel den Stromkreis schliesst, wenn der Schlüssel für die Fahrt eingestellt ist.
Die Batterie a dreht dann den Motor e und dieser (gegebenenfalls durch das übliche Übersetzungsgetriebe) die Sprechplatte o. Auf dieser Sprechplatte sind, u. zw. z. B. in einem einzigen Kreis, die Einpressungen vorgenommen, welche der Nadel n mit einer Membrane m die gewünschten Laute übermitteln, z. B.
Achtung ein Opel". Die Scheibe o kann z. B. aus Stahl oder auch aus einer billigen und leichten Masse bestehen, auf der der sprechend Teil als Kreisband aufgetragen oder eingelegt ist. Die Sprechnadel n mit der Membran m sind an einem Doppelhebel u, v befestigt, dessen Arm u durch einen Magneten b, wie noch beschrieben werden soll, angezogen werden kann. Geschieht dies, so drückt eine elastische Feder f den
Arm v nach oben und führt damit die Nadel n in die Sprechrille hinein. Der Ausschlag des Hebels v nach der andern Seite wird durch einen Anschlag r begrenzt.
Bietet sich dem Fahrer ein Hindernis, bei welchem er sonst die normale Hupe betätigen würde, oder hat er sonst die Absicht, Aufmerksamkeit zu erregen, so braucht er nur auf einen Schalter t zu drücken, welcher dem Hupenschalter entspricht. Dadurch schliesst sich der Kontakt c, und der Strom geht vom
Pluspol der Batterie über den Kontakt c, den Elektromagnet b zum Minuspol. Hiedurch wird der Hebel u angezogen, und die Laute ertönen so lange, als der Fahrer den Schalter t niederdrückt.
Nun soll aber auch, wenn der eine Stromkreis p durch den Schlüssel s unterbrochen ist, also wenn der Wagen z. B. steht, die Möglichkeit gegeben sein, die Vorrichtung in Gang zu setzen ; zu diesem Zweck ist noch ein Parallelstromkreis ausgebildet. Dieser verläuft vom Pluspol über die Unterbrechung c durch den Motor e und dann über den Minusstromkreis zum Minuspol der Batterie zurück, sobald man den Schalter tbetätigt und somit die Unterbrechung cgeschlossen hat. Ausserdem wird dann noch der Elektro- magnet b, wie vorher beschrieben, in Tätigkeit gesetzt.
Da es einige Sekunden dauert, bis der Motor e auf volle Touren gekommen ist und der Apparat arbeitet, so ist eine besondere Sicherheitsvorrichtung angebracht, um sofort, auch bei stehendem Wagen-
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motorf ein Warnungszeichen geben zu können. Solange der Elektromotor stillsteht, ist bei d, ein Kontakt geschlossen. Dieser steht in Verbindung mit einer Membrane g, welche den gewöhnlichen Hupenlaut von sich gibt. Ein Druck auf den Taster t hat also zunächst dieselbe Wirkung, wie sie mit den gewöhnlichen Hupen bei Autos erreicht wird.
Sobald der Elektromotor e aber in Drehung gerät, unterbricht ein Zentrifugalpendel q den Kontakt d, und statt des Hupenlautes wird die Membrane m hörbar. Durch Anordnung eines besonderen Elektromotors e wird die Vorrichtung besonders einfach. Indessen könnte man den Antrieb gegebenenfalls auch von einer der Wellen des Wagenmotors ableiten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung für Kraftfahrzeuge zur Verbreitung akustischer Reklame mittels Sprechvorrichtung mit Elektromotorantrieb und zur Abgabe von Hupensignalen bei Fahrzeugstillstand, gekennzeichnet durch eine Parallelleitung zu der den Sprechmaschinenmotor (e) mit einer Batterie (a) direkt verbindenden Leitung, die über einen nach Bedarf zu schliessenden Hebelkontakt (t) zu einem Elektromagneten (b) führt, dessen Anker (u, v) bei Anzug die Nadel (n) auf die Schallplatte (0) aufsetzt.