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Wandklappbett.
Es sind Wandklappbetten bekannt, bei welchen das Bettgewicht durch Zugfedern auszugleichen versucht wird. Es sind auch solche Betten bekannt, bei denen das Spannen der Federn durch Spannhebel erfolgt, welche mit einem Ende mit dem Drehgestell und mit dem andern Ende mit dem Bettrahmen in Eingriff stehen. Alle diese Betten haben den Nachteil, dass die Federspannung erst im letzten Teil der Niederklappbewegung voll wirksam wird. Es sind auch Wandklappbetten bekannt, bei welchen das Bettgewicht durch die Zugfedern in jeder Stellung ausgeglichen ist. Diese Betten weichen aber von den bekannten einfachen Konstruktionen wesentlich ab.
Die Erfindung betrifft ein Wandklappbett, bei welchem die Federn durch Spannhebel, die mit einem Ende mit dem Drehgestell und mit dem andern Ende mit dem Bettrahmen in Eingriff stehen, beim Herunterklappen gespannt werden und bei welchem-trotz der an sich bekannten einfachsten Mittel-ein vollkommener Gewichtsausgleich des Bettes erreicht wird. Erfindungsgemäss wird dies durch ganz bestimmte Anordnungen erreicht, u. zw. insbesondere dadurch, dass die drei Punkte : Bettrahmenlagerung am Drehgestell, Spannhebellagerung am Drehgestell und Spannhebeleingriff am Bettrahmen, in jeder Klapplage miteinander ein Dreieck bilden, ferner dadurch, dass der Winkel, den der
Spannhebel mit dem Bettrahmen zusammen bildet, in der Hochklappstellung mindestens ebenso gross ist wie in der Tieflage.
Es zeigen die Fig. 1 der Zeichnung den unteren Teil eines Ausführungsbeispieles des Erfindungsgegenstandes in hochgeklappter Lage und Fig. 2 das Bett halb heruntergeklappt.
Ein Wandklappbett ruht in hochgeklappter Stellung mit dem ganzen Gewicht auf dem Drehgestell. Klappt man es herunter, so wird in den ersten Phasen der Bewegung die betätigende Person ein ganz geringes Gewicht zu tragen haben, welches aber um so grösser wird, je weiter die Klappbewegung fortschreitet, um in der waagrechten Lage das Maximum zu erreichen. Genau so ist zum Spannen einer Feder in den ersten Phasen wenig Kraft erforderlich, während man sich um so mehr anstrengen muss, je mehr man die Feder ausdehnt. Daraus ergibt sich, dass man bloss dafür zu sorgen hat, dass sich die Federn im selben Masse spannen, als die Klappbewegung des Bettes fortschreitet, um einen annähernden Gewichtsausgleich zu erzielen.
Dies wird nun erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die drei Punkte : Bettrahmenlagerung am Drehgestell, Spannhebellagerung am Drehgestell und Spannhebeleingriff am Bettrahmen, so gewählt werden, dass sie zusammen in jeder Klapplage ein Dreieck bilden (Fig. 1 und 2).
Bei den bekannten Betten war die Anordnung bisher eine solche, dass die erwähnten drei Punkte in der Hochklapplage eine Gerade bildeten bzw. dass der Spannhebel parallel zum Liegerahmen gelegen war.
Dadurch ergab sich bei Beginn der Klappbewegung eine fast parallele Bewegung von Bettrahmen und Spannhebel und somit fast keine Verschiebung des oberen Endes des Spannhebels gegenüber dem Liegerahmen, also auch fast keine Spannung der Federn.
Wenn man die vorerwähnten drei Punkte so wählt, dass der durch den Liegerahmen einerseits und den Spannhebel anderseits gebildete Winkel w in jeder Klapplage gleich gross ist, so wird eine ganz gleichmässige zunehmende Spannung der Feder erreicht. Nun ist es aber zweckmässig, das Bett in der Hochklapplage durch eine stärkere Wirkung der Feder zu sichern und umgekehrt in der Tieflage die Wirkung der Feder etwas abzuschwächen, damit das Bett auch ohne Matratzenbelastung aus seiner Gebrauchslage nicht hochgezogen wird. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass man die erwähnten drei Angriffspunkte so anordnet, dass der vom Bettrahmen einerseits und dem Spannhebel anderseits gebildete Winkel w in der Hochklapplage grösser ist als in der Gebrauchslage.
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Nach dem Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist an einem Drehgestell a der Bettrahmen b im Punkte fi drehbar gelagert. Ebenso je ein Spannhebel c im Punkte g, welcher an seinem freien Ende mit einer Rolle d versehen ist. Diese Rolle d steht in Eingriff mit dem Bettrahmen b. Nahe der Rolle d ist am Spannhebel das eine Ende einer Zugfeder e befestigt, welche mit dem andern Ende am unteren Ende des Bettrahmens aufgehängt ist. Diese Feder e füllt den Raum innerhalb des Bettrahmenwinkels aus.
Um nun der Feder einerseits freien Spielraum zu geben und anderseits das Drehgestell nicht ausserhalb des Bettrahmens anordnen zu müssen, ist der Bettrahmen nicht unmittelbar am Drehgestell gelagert, sondern mittels einer Lasche f. Die Lagerstelle fi des Bettrahmens sowie die des Spannhebels am Drehgestell (bei g) sind zweckmässigerweise in einer Horizontalen angeordnet.
Beginnt man das Bett herunterzuklappen, so wird der Spannhebel-wegen seiner stark gegen den Bettrahmen geneigten Stellung-in eine noch grössere Drehung versetzt als der Bettrahmen, wodurch sofort eine starke Ausdehnung der Feder eintritt (Fig. 1, die strichlierten Kreisbögen). Mit dem Fortschreiten der Bewegung verkleinert sich der Winkel w und somit die Verschiebungsgeschwindigkeit der Rolle d gegenüber dem Bettrahmen b, wodurch also die Wirkung der Federkraft gegenüber der Wirkung der Schwerkraft des Bettes zurückbleibt, um in der Gebrauchslage gerade nur so weit wirksam zu sein, dass sie das Bettgewicht ohne Matratzenbelastung ausgleicht.
Die wirksame Länge des Spannhebels einerseits sowie die Entfernung seiner Anlenkstelle g am Drehgestell von seiner Eingriffsebene am Bettrahmen anderseits können beliebig sein, -doch stehen beide in einem bestimmten Verhältnis zueinander, u. zw. wird dieses Verhältnis mit 3 : 2 bis 2 : 1 dem Idealzustand am nächsten sein aber auch noch bis etwa 5 : 1 wirksam bleiben. Ebenso kann man die Grösse des Winkels w beliebig wählen ; massgebend ist nur das Verhältnis dieses Winkels in der Anfangsstellung gegenüber der Endstellung.
Man könnte dieses Bett beispielsweise auch so ausführen, dass der Spannhebel sowohl am Drehgestell als auch am Bettrahmen fix angelenkt ist, dagegen aber der Bettrahmen am Drehgestell gleitet.
In diesem Falle müsste die Feder mit einem Ende am Drehgestell befestigt sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wandklappbett, bei welchem ein mit dem Drehgestell einerseits und mit dem Bettrahmen anderseits in Eingriff stehender Spannhebel die zum Gewichtsausgleich vorgesehene Zugfeder beim Herunterklappen des Bettes spannt, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Punkte : Bettrahmenlagerung (f J am Drehgestell, Spannhebellagerung (g) am Drehgestell und Spannhebeleingriff (Rolle d) am Bettrahmen, in jeder Klapplage miteinander ein Dreieck bilden.