<Desc/Clms Page number 1>
Sohlendichtung für Versenk - Wehrverschliisse.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sohlendichtung für Versenk-Wehrverschlüsse, bei welcher der Dichtungsbalken am unteren Ende einer mit dem Stauschild gelenkig verbundenen elastischen Platte angeordnet ist, welche im Sinne des Patentes Nr. 119096 durch federnde Streben gegen den Wehrkörper abgestützt ist. Diese Abstützung der den Dichtungsbalken tragenden Platte ergibt u. a. den Vorteil, dass die am Wehrkörper gelagerten Federn vom Unterwasser, selbst bei verhältnismässig hohem Unterwasserstand, gar nicht oder nur wenig überflutet werden, so dass sie leicht überwacht werden können und, z. B. zwecks Schmierung oder Auswechslung, auch in der Schliesslage des Wehrkörpers leicht zugänglich sind.
Bei hohem Oberwasserdruck kann es aber vorkommen, dass die Federn, obwohl sie entsprechend stark ausgebildet sind, nach einer für einen wirtschaftlichen Betrieb zu kurzen Zeit ermüden oder brechen, so dass sie ausgewechselt werden müssen.
Die Erfindung hat den Zweck, eine Entlastung der federnden Abstrebung der den Dichtungbalken tragenden elastischen Platte herbeizuführen, ohne dass grundsätzlich an dem Wesen dieser Sohlendichtung und an der leichten Überwachbarkeit und Zugänglichkeit der Federn etwas geändert zu werden braucht.
Zu diesem Zwecke bedient sich die Erfindung des bei Wehr-Sohlendichtungen an sich bekannten, am unteren Ende des Stauschildes anzubringenden und dem Oberwasser zugänglichen Wasserkastens mit den Dichtungsbalken tragender beweglicher Vorderwand.
Die Erfindung besteht darin, dass zwischen die am Wehrkörper abgestützten Federn und die den Dichtungsbalken tragende bewegliche Platte, auf welche die Federn mittels der angelenkten Streben einwirken, ein solcher am Stauschild angebrachter und dem Oberwasser zugänglicher Wasserkasten eingeschaltet ist, dessen Vorderwand durch die bewegliche Platte gebildet wird und durch dessen Rückwand die an dieser Platte angelenkten Streben wasserdicht durchgeführt sind.
Es wird dadurch erreicht, dass die ausserhalb des Unterwassers oder dicht unter dem Unterwasserspiegel liegenden Federn wesentlich entlastet sind und im allgemeinen nur noch die Stosskräfte aufzunehmen haben, die beim Absenken des Verschlusskörpers, besonders beim Auftreffen des Dichtungsbalkens auf die Sohle auftreten, sowie die zusätzlichen Kräfte, die z. B. bei breiten Wehren erforderlich sind, um Undichtheiten zu vermeiden, die sich infolge Durchbiegung des Verschlusskörpers und Verziehung der den Dichtungsbalken tragenden federnden Platte ergeben können. Die Gesamteinrichtung erhält dadurch eine lange Lebensdauer, und die Federung braucht nur von Zeit zu Zeit nachgeschmiert zu werden, was infolge ihrer leichten Zugänglichkeit mühelos durchgeführt werden kann.
Trotzdem etwa auftretende Schäden können angesichts der leiehten Überwaehbatkeit der federnden Abstrebung sofort festgestellt werden.
Die Ausbildung dieser Sohlendichtung kann verschieden erfolgen, je nach der Höhe des Unterwasserstandes, mit der im Betrieb zu rechnen ist. Je ein Ausführungsbeispiel für hohen und niedrigen Unterwasserstand ist in der Zeichnung im lotrechten Querschnitt durch ein Walzenwehr dargestellt.
Bei der Ausführung nach Fig. 1, die für hohen Unterwasserstand gedacht ist, befindet sich am unteren Ende des mit dem Walzenkörper a verbundenen Stauschildes b ein an sich bekannter Wasser-
<Desc/Clms Page number 2>
kasten n, der durch das Spantwerk v gegen den Walzenkörper a abgestützt ist. Die Vorderwand r dieses Wasserkastens, die den Dichtungsbalken s trägt, ist mit seinem Boden durch ein abgedichtetes Scharnier d verbunden, während ein oberer Randstreifen r'der Vorderwand einwärts so gebogen ist, dass zwischen ihm und der Decke des Kastens ein den Zutritt des Oberwassers erlaubender Spalt verbleibt. An der Wand r greifen gelenkig die Streben g an, die z.
B. aus Rundstäben bestehen, wasserdicht durch die Rückwand des Wasserkastens n durchgehen, in Querstegen des Spantwerkes v geführt sind und deren freie, mit Gewinde versehene Enden durch eine Winkelstütze u durchgehen, die die Rückwand einer Art Gehäuse bildet, das mit dem Walzenkörper a starr verbunden ist. Gegen die Winkelstütze u legen sich die Pufferfedern l an, die sich anderseits gegen eine auf das Gewinde der Streben g aufgeschraubte Mutter M an- legen. Auf den über die Winkelstützen u hinausreichenden Enden der Streben g sind die zur Regelung der Federspannung dienenden Muttern o, p angeordnet.
EMI2.1
Rückwand des Wasserkastens n aufgesetzt ist, der mit dem Walzenkörper durch das Spantwerk v starr verbunden ist.
Die Rückwand w dieses Gehäuses bildet dabei das Widerlager für die Pufferfedern !, die sich anderseits gegen einen Bund q der Streben g'anlegen und deren Spannung wiederum durch Muttern o, p geregelt werden kann, die von aussen auf'die freien Enden der Streben g'auf- geschraubt sind.
Es ergibt dies den Vorteil, dass man wesentlich kürzere Streben für die Abstützung der federnden Platte r am Wehrkörper verwenden kann, nachdem nunmehr die Abstützung an diesem Körper mittelbar mit Hilfe des Spantwerkes v und des mit diesem starr verbundenen Wasserkastens erfolgt, auf dessen Rückwand das Federgehäuse sitzt. Im übrigen ist die Wirkungsweise dabei die gleiche wie bei dem Beispiel nach Fig. 1.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sohlendichtung für Versenk-Wehrverschlüsse, bei welcher der Dichtungsbalken an einer mit dem Stauschild gelenkig verbundenen elastischen Platte angeordnet ist, die im Sinne des Patentes Nr. 119096 durch federnde Streben gegen den Wehrkörper abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die am Wehrkörper (a) abgestützten Federn und die den Dichtungsbalken tragende bewegliche Platte, auf die Federn mittels der angelenkten Streben (g) einwirken, ein an sich bekannter, am Stauschild angebrachter und dem Oberwasser zugänglicher Wasserkasten (n) eingeschaltet ist, dessen Vorderwand (r) durch die bewegliche Platte gebildet wird und durch dessen Rückwand die an dieser Platte angelenkten Streben (g) wasserdicht durchgeführt sind.