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Zug-und Lastkraftfahrzeug mit drei oder mehreren Treibachsen.
Die Erfindung betrifft ein mit drei oder mehreren Treibachsen versehenes, vorzugsweise geländegängiges Motorfahrzeug, das gleichzeitig als Lastfahrzeug, als Zugmaschine oder zum Antrieb verschiedener Maschinen dient. Die an solche Fahrzeuge gestellten Anforderungen sind : leichte Beweglichkeit im
Gelände, vollkommene Übersicht für den Lenker und eine möglichst gleichmässige Verteilung der ganzen Last des belasteten Wagens auf die Treibachsen.
Gemäss der Erfindung werden diese Forderungen dadurch erfüllt, dass der gesamte Führerstand in an sieh bekannter Weise vor der hinter der Vorderachse angeordneten Motoranlage angeordnet ist und der Wagenkasten bzw. die Ladefläche erst hinter der Motoranlage beginnt. Das ganze Wagengewicht ist somit sehr gleichmässig auf die Achse verteilt.
Ein weiteres Merkmal der Anordnung gemäss der Erfindung besteht darin, dass zwischen der mittleren und hinteren Achse unter der Ladeeinrichtung eine Seil-oder Riemenscheibe bzw. eine Seilhaspel mit lotrechter Wellevorgesehen ist, die von der in an sich bekannter Weise nach hinten verlängerten Motorwelle ange-trieben wird.
Der Wagenrahmen besteht zweckmässig aus einem Rohrtragkörper, durch den die vom Motor ausgehenden Achsenantriebsvorrichtungen hindurchgehen.
An einem oder beiden Enden des Fahrzeuges sind Zughaken angebracht. Ferner sind das eine Ende oder beide Enden des Tragkörpers, insbesondere aber das hintere Ende, mit einem durch einen Deckel abgeschlossenen Flansch versehen, an dem gegebenenfalls eine Verlängerung des Wagenuntergestelles, beispielsweise eine eine weitere Achse aufweisende Verlängerung, angebracht werden kann.
Das Fahrzeug gemäss der Erfindung ist demnach nicht nur für die Beförderung und das Ziehen von Lasten in beiden Fahrtrichtungen verwendbar, sondern kann mit Hilfe der angetriebenen Scheibe oder Haspel auch für verschiedene andere Zwecke, z. B. zum Antrieb von Hebewerkzeugen, Feuerwehrund landwirtschaftlichen Maschinen, Sägen, zum Aufwinden von Seilen usw., Verwendung finden.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Das Fahrzeug besitzt drei Radpaare, deren Achsen 1, 2, 3 von dem Motor 4 angetrieben werden.
Dieser Motor ist in Richtung gegen die Wagenmitte in den Raum zwischen die vordere und mittlere Achse verlegt, wodurch eine gute Verteilung seines Gewichtes auf diese beiden Achsen erzielt wird. Mittels I-förmiger Querträger 5,6 od. dgl. ist der Motor auf dem den Rahmen ersetzenden, sich über die ganze Wagenlänge erstreckenden mittleren Rohrtragkörper 7 gelagert. In diesem Tragkörper sind die Antriebsvorrichtungen für alle drei Achsen angeordnet ; diese Antriebsvorrichtungen sind mittels der hinter dem Schaltgetriebekasten angeordneten Vorrichtung 9 an die Hauptwelle 8 des Motors angeschlossen.
Durch die Verlegung des Motors kann der Raum 10 über der vorderen Achse 1 für den Fahrer ausgenutzt werden, der dadurch eine vollkommene Übersicht über das Gelände gewinnt.
Über der mittleren Achse 2 und der hinteren Achse 3 ist der Wagenkasten 11 für die Ladung angeordnet, deren Last somit gleichmässig auf diese beiden Achsen verteilt ist.
Unter der Ladeeinrichtung ist eine Seilscheibe oder-haspel 12 mit lotrechter Achse angeordnet, die durch Übersetzungsräder 13, 14 in bekannter Weise von der verlängerten Motorwelle 8 angetrieben wird.
Das mittlere Tragrohr 7 trägt am vorderen Ende einen Haken 15 zum Ziehen der Last bei Rückwärtsfahrt. Hinten ist das Rohr 7 durch einen Deckel abgeschlossen. Selbstverständlich könnte auch der Zughaken hinten angebracht sein oder beide Enden könnten einen Zughaken aufweisen. An den hinteren Flansch 16 des Tragkörpers bzw. einen entsprechenden Flansch am vorderen Ende kann zur
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etwaigen Verlängerung des Fahrzeuges ein entsprechender Rohrabschnitt gegebenenfalls ein zusätzliches
Wagenuntergestell angesetzt werden.
Es ist für die Erfindung nicht erforderlich, dass sämtliche Achsen angetrieben werden, insbesondere kann unter Umständen ein Antrieb der vorderen Achse unterbleiben.
Die erfindungsgemässe Ausführung ist besonders bestimmt für solche Fahrzeuge, bei denen die
Räder unabhängig voneinander auf-und abbeweglich gegenüber dem Fahrgestellrahmen bzw. dem
Tragkörper abgefedert sind, beispielsweise durch Lagerung der Räder auf dem Tragkörper angelenkten
Pendelhalbachsen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zug-und Lastkraftfahrzeug mit drei oder mehreren Treibachsen, insbesondere drei Treibachsen, sowie gegenüber dem Tragkörper oder Fahrgestellrahmen unabhängig voneinander abgefederten
Rädern, wobei der Führersitz im Vorderteil des Wagens und der Motor hinter der Vorderachse angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Führerstand (10) in an sich bekannter Weise vor der
Motoranlage angeordnet ist und der Wagenkasten bzw. die Ladefläche (11) erst hinter der Motoranlage (4) beginnt.