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Baukasten.
Die Erfindung betrifft Baukasten zum Zusammensetzen von Eisenbahnfahrzeugen und Zügen aus Formstücken und besteht darin, dass die Formstücke zur Bildung des Fahrzeuggestelles aus zwei Endteilen mit Einrichtungen zur Befestigung von Laufachsgestellen oder Drehgestellen und zum Aufbau des Lokomotiv-bzw. Waggonkörpers bestehen, mit welchen (Querstücken) Längsträger, die z. B. zur Befestigung des Motors und der Triebräder dienen, auswechselbar verbunden sind. Hiedurch wird mit den einfachsten Mitteln die Möglichkeit gegeben, die Abänderung bzw. den Umbau der Fahrzeuge in jeder Richtung in verschiedenartigster Weise vorzunehmen, so dass die Abänderungsmöglichkeit im Vergleich zu den bisher bekannten Baukasten dieser Art nicht nur vervielfacht, sondern auch eine möglichst naturgetreue Nachbildung wirklicher Fahrzeuge ermöglicht wird.
Hiebei werden die einzelnen Teile der Fahrgestelle durch Organe verbunden, die keine Lockerung der Verbindung befürchten lassen, beispielsweise durch Schrauben, während für den Fahrzeugkörper einfachere Verbindungsmittel, beispielsweise federnde Stifte, vorgesehen werden. Die Formstücke sind, soweit sie nach aussen sichtbar in Erscheinung treten, derart geformt und gefärbt, dass sie zusammengesetzt naturgetreue Nachbildung wirklicher Fahrzeugmodelle möglichst unterstützen, wodurch sie auch ein Lehrmittel bilden, indem sie das mit dem Baukasten spielende Kind an technisch richtige Formen gewöhnen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen eine Lokomotive und zwei Waggons verschiedener Ausbildung im Längsschnitt und die Fig. 4, 5 und 6 stellen die zugehörigen Fahrgestelle schaubildlich dar.
Gemäss den Fig. 1 und 4 wird das Gestell der Lokomotive durch zwei Querstücke 1, 2 und zwei Längsträger 3,4 gebildet. Die Querstücke sind Z-förmig und weisen an ihrem oberen Flansch einen Schlitz 5 zur Befestigung des Fahrzeugkörpers 6 und eines Kupplungsteiles 7, an ihrem unteren Flansch Löcher zur Befestigung eines Radgestelles oder Drehgestelles 8 für die Laufräder auf. Der Steg der Querstücke ist mit Lappen 9 versehen, die ebenso wie die Seitenträger 3,4 Bohrungen zum Durchstecken der Verbindungsmittel (Schrauben) besitzen. Die Seitenträger sind mit einer Anzahl von Bohrungen zur verschiedenartigen Lagerung der Triebräder, des Motors und der Vorgelegewellen versehen, wodurch eine weitgehende Variationsmöglichkeit gegeben ist.
Ausserdem können aber auch verschiedene Längsträger benutzt oder diese in verschiedener Höhe an den Querstücken befestigt werden.
Der Körper 6 der Lokomotive wird aus Formstücken, die zweckmässig aus Holz bestehen, in beliebiger Weise zusammengesetzt ; die Verbindung erfolgt durch federnde Stifte, die in Löcher der Formstücke eingesteckt werden. Zur Verbindung des Körpers 6 mit dem Fahrgestell können Stifte oder Schrauben benutzt werden, die in die Schlitze 5 eingreifen. Der Kupplungsteil 7 wird durch eine Platte gebildet, von welcher ein Stift 10 abwärts ragt ; dieser greift in einen Schlitz 11 des zweiten Kupplungsteiles 12 ein.
Das Fahrzeuggestell des Tenders und der Waggons besteht nach denFig. 2 und 5 aus einer dreiteiligen Bodenplatte, deren Endteile 13, 14 an dem Mittelteil-M in verschiedenen Stellungen befestigt werden können, indem diese Teile mit einer Reihe von Löchern versehen sind, durch die Verbindungsschrauben gesteckt werden. Dieselben Schrauben können auch die Bodenplatte 16 des Fahrzeugkörpers und die Rad-bzw. Drehgestelle 17 festhalten. Die Endteile 13, 14 sind bei 18 rechtwinklig aufgebogen und mit Löchern versehen, durch die Stifte 19 in Ausnehmungen des Fahrzeugkörpers gesteckt werden und eine zusätzliche Sicherung für den Fahrzeugkörper bilden.
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Eine einfachere Art des Fahrzeuggestelles ist in den Fig. 3 und 6 dargestellt. Es besteht aus einer Zugstange 20, die die den Boden 16 der Waggonkörper bildenden Formstücke zusammenhält und deren Enden mit Kupplungsteilen 12 versehen sind. Die Rad-bzw. Drehgestelle 17 sind unmittelbar an dem Boden 16 befestigt. Auch hier ergibt sich die Möglichkeit, durch Benutzung verschieden langer Zugstangen 20 das Fahrgestell zu ändern und dem jeweils zusammenzusetzenden Waggonkörper anzupassen, ohne dass die Sicherheit der Verbindung der einzelnen Fahrzeuge miteinander und ihrer Bestandteile gefährdet wird.
Die Ausführung des Fahrgestelles nach den Fig. 1 und 4 eignet sich insbesondere für Lokomotiven, jene nach den übrigen Figuren für Tender und Waggons, doch können auch letztere für Lokomotiven und erstere für Tender und Waggons angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Baukasten zum Zusammensetzen von Eisenbahnfahrzeugen aus verschiedenartig zusammensetzbaren Formstücken, dadurch gekennzeichnet, dass die Formstücke zur Bildung des Fahrzeuggestelles aus zwei Endteilen (1, 2 bzw. 13, 14) mit Einrichtungen zur Befestigung von Laufachsgestellen oder Drehgestellen (8, 17) und zum Aufbau des Lokomotiv-bzw. Waggonkorpers bestehen, mit welchen (Querstücken) Längsträger (3, 4 bzw. 15), die z. B. zur Befestigung des Motors und der Triebräder dienen, auswechselbar verbunden sind.