AT144927B - Vorrichtung zur Hervorbringung einer Suchspur bei Lawinenunglücken. - Google Patents

Vorrichtung zur Hervorbringung einer Suchspur bei Lawinenunglücken.

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AT144927B
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Inventor
Karl Dr Dobnigg
Franz Ing Rieser
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Karl Dr Dobnigg
Franz Ing Rieser
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Description


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  Vorrichtung zur Hervorbringung einer Suchspur bei   Lawinenunglücken.   



   Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Hervorbringung einer Suchspur bei   Lawinenunglücken   zur leichteren Auffindung des Verunglückten mittels einer Pistole zum Abschiessen eines Geschosses, das mit einem Ende einer innerhalb eines auf den Pistolenlauf aufsteckbaren Behälters vorgesehenen Schnur verbunden ist, deren zweites Ende an der gefährdeten Person befestigt ist. Die Pistole wird von der gefährdeten Person im Augenblick der Gefahr abgeschossen und das aus den Schneemassen herausragende Ende der Schnur soll den Weg zum Verunglückten weisen.

   Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art wurde ein voller Erfolg darum nicht erzielt, weil auch oftmals das mit dem   Geschoss   versehene freie Ende der Suchschnur unter die den Verunglückten bedeckenden Schneemassen gerät und dann nicht leicht zu finden ist.   Erfindungsgemäss   wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, dass der diese Schnur aufnehmende Behälter aus einem ein Aufsteckrohr tragenden starren Boden und einer dünnen Hülle aus Gummi   od.   dgl. gebildet ist und dass innerhalb dieses Behälters Streukörper, z. B. aus farbigen Papierstücken od. dgl., untergebracht sind.

   Diese Streukörper, die gegebenenfalls auch farbiges Streupulver sein können, werden beim Abrollen der Schnur verstreut und zeigen auf der Oberfläche der Schneedecke die Stelle an, an der das am Geschoss befestigte Ende der Leitschnur zu suchen ist. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und 
 EMI1.1 
 



   Die am Körper des Skifahrers zu befestigende Pistole besteht aus einem Gehäuse 12, in welchem ein Schlagbolzen 14 derart vorgesehen ist, dass dessen unteres Ende aus dem Gehäuse 12 herausragt und mit einem Handgriffe 24 versehen werden kann, während sein oberes, die Schlagspitze bildendes Ende in einen zylindrischen Ansatz des Gehäuses 12 hineinragt. Der Schlagbolzen 14 besitzt einen Schlitz 16, in den das freie Ende einer Blattfeder 15 eingreift, die innerhalb des Gehäuses 12 derart befestigt ist, dass sie bestrebt ist, den Schlagbolzen aufwärts zu drücken. Im Gehäuse 12 ist ferner eine Sperrklinke 17 um den Bolzen 18 drehbar vorgesehen, deren äusserer Hebelarm 19 aus dem Gehäuse 12 herausragt und mit einer Reissleine 20 versehen ist.

   Die Sperrklinke wird von einer am Bolzen 21 befestigten Spiralfeder 22, die bei 23 an der Sperrklinke 17 angreift, derart gegen den Schlagbolzen gedrückt, dass sich das obere hakenförmige Ende der Sperrklinke gegen einen Widerhalt des Schlagbolzen legt, wenn letzterer mittels des Griffes 24 herabgezogen wurde und ihn in dieser Stellung festlegt. 



   In den Hals des Gehäuses 12 ist der Pistolenlauf 10 eingeschraubt, der an seinem eingeschraubten Ende Vertiefungen, Nuten   od.   dgl. zur Aufnahme einer adjustierten Patrone 11 aufweist. 



   Auf den Lauf 10 ist ein Behälter aufsteckbar, der aus einem starren Boden und einer diesen überwölbenden Hülle aus Gummi od. dgl. leicht zerstörbarem Material besteht. Der starre Boden ist aus den mittels der Schrauben 3 miteinander verbundenen Platten 1 und 2 gebildet, die am äusseren Rande den Gummiring 5 zwischen sich klemmen, welcher Gummiring 5 mit der Gummi-od. dgl. Hülle 4 fest verbunden ist. Die Platte 2 trägt innen ein Rohr 6, welches über den Pistolenlauf 10 geschoben wird. 



  Die Anordnung kann auch so getroffen sein, das die Platte 1, 2 so weit auf den Lauf aufgeschoben werden kann, dass sie am Gehäuse 12 aufsitzt. 



   In diesem aufsteckbaren Behälter ist eine farbige Schnur 7 von etwa 10 bis 15 m Länge untergebracht, deren eines Ende 8 mit einem Geschoss 9, das z. B. aus einem zylindrischen, oben zugespitzten Metallstück bestehen kann, verbunden, während das zweite Ende dieser Schnur 7 an einem der starren Teile des Behälters 1, 2, 4 befestigt ist. Die zweckmässig um das   Rohrstück   6 umgewickelte Schnur 7 

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 ist in Streukörper 30 eingebettet, die vorteilhaft aus farbigen   Papierstückchen   oder aus einem spezifisch leichten farbigen Streupulver bestehen. 



   Die Vorrichtung kann entweder an der Kappe des Skifahrers befestigt werden oder an einem Stirnband   28,   und zu diesem Zwecke ist das Gehäuse 12 an einer Blattfeder 25 befestigt, die auf einer Seite einen Zapfen 26 und auf der zweiten Seite einen umgebogenen federnden Lappen 27 trägt. Auf dem Stirnband 28 ist eine Spange 29 vorgesehen, die einen   Bajonettschlitz   zur Aufnahme des Bolzens 26 aufweist, sowie eine verschiebbare Hülse   30,   die über das zweite Ende der Blattfeder 25 geschoben wird. 



  Der federnde Lappen 27 verhindert das Herausgleiten der Hülse 30. 



   Durch Anziehen des Handgriffes 24 wird die Feder 15 gespannt, die Sperrklinke 17 hält den Schlagbolzen 14 in der niedergezogenen Stellung fest und der Skifahrer hat bei Gefahr die Reissleine 20 anzuziehen, wodurch der Schlagbolzen 14 freigegeben wird, auf die Patrone 11 schlägt und den Sprengstoff in der Patrone entzündet. Das Geschoss 9 wird aus dem Laufe 10 geschleudert, zerreisst die Gummi-   od.   dgl. Hülle 4 und wickelt die Schnur 7 ab, die Streukörper 30 dabei verstreuen. Die leichten Streukörper fliegen hoch und senken sich dann auf die beruhigte Schneefläche nieder, woselbst sie durch ihre Farbe ein leicht erkennbares Zeichen abgeben, an welcher Stelle das Unglück geschah. Man hat dann mit einem Rechen die Stelle, auf der die Streukörper sich befinden,   aufzurechen, um   das das Geschoss 9 tragende Ende der Schnur 7 zu finden.

   Durch vorsichtiges Schaufeln in der von der Schnur gegebenen Richtung findet man den Körper des Verunglückten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Hervorbringung einer Suchspur bei   Lawinenunglücken   zur leichteren Auffindung des Verunglückten mittels einer Pistole zum Abschiessen eines Geschosses, das mit einem Ende einer Schnur verbunden ist, deren zweites Ende an der gefährdeten Person befestigt und die innerhalb eines auf den Pistolenlauf aufsteckbaren Behälters vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schnur   (7)   aufnehmende Behälter aus einem ein Aufsteckrohr   (6)   tragenden starren Boden (1, 2) und einer dünnen Hülle   (4)   aus Gummi   od.   dgl. gebildet ist und dass innerhalb dieses Behälters Streukörper (30), z. B. aus farbigen   Papierstücken,   farbigem Streupulver   od.   dgl., untergebracht sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines am Körper des Gefährdeten befestigten Gehäuses (12) ein unter Federwirkung stehender Schlagbolzen (14) vorge- sehen ist, der entgegen dieser Federwirkung durch eine Handhabe (24) zurückziehbar ist, und dass im Gehäuse eine Sperrklinke (17) untergebracht ist, die bei Zurückziehen des Schlagbolzen (14) diesen EMI2.1 Schlagbolzen (14) freigegeben wird und zwecks Zündung des Kapselinhaltes der Kapsel (11) vorwärtsschnellt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Pistolenlauf (10) in das Gehäuse (12) einschraubbar ist und an seinem inneren Ende Vertiefungen od. dgl. zur Aufnahme der Patrone (11) aufweist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (17) unter Federwirkung steht und an ihrem aus dem Gehäuse (12) ragenden Hebelarm eine Reissleine (20) trägt.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (12) an einer Blattfeder (25) befestigt ist, die einerseits den Bolzen (26) trägt und am zweiten Ende eine Umbiegung (27) aufweist, zum Zwecke, die Vorrichtung im Bajonettschlitze einer am Stirnband (28) angebrachten Spange (29) festlegen und durch Aufschieben einer am Stirnband verschiebbar vorgesehenen Hülse (30) am Stirnband (28) fixieren zu können.
AT144927D 1934-11-08 1934-11-08 Vorrichtung zur Hervorbringung einer Suchspur bei Lawinenunglücken. AT144927B (de)

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