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Pyrophores Benzinfeuerzeug in Taschenuhrform.
Die Erfindung besteht in weiterer Ausgestaltung des Benzinfeuerzeuges nach Patent Nr. 135985 darin, dass die Freigabe der Flammenöffnung durch einen um eine zur Längsrichtung des Armbandes parallele Achse in der Richtung auf das Armgelenk zu ausschwenkenden Springdeckel erfolgt, durch dessen Schwenkbewegung gegebenenfalls Stoffteil der Bekleidung vom Feuerzeug weggedrängt und vor Beschädigungen bewahrt werden. Der Zündmechanismus wird vorzugsweise durch einen Stift betätigt, der parallel zur Drehachse des Deckels angeordnet ist, wodurch es ermöglicht ist, das Feuerzeug durch Daumen und Zeigefinger der freien Hand (einer dieser Finger dient dabei zur Abstützung) zu bedienen.
Der Stift ist mit einer Hemmung versehen, der den Deckel in der Schliesslage festhält, bei Beginn der Bewegung des Stiftes jedoch freigibt, so dass vor der Zündung reichlich frische Luft zum Docht zuströmen kann.
Die Ausbildung der Zündeinrichtung kann in verschiedener Weise erfolgen, entweder so, dass in der Ruhelage des Stiftes eine mit dem Stift zusammenarbeitende Feder voll gespannt, oder so, dass sie nahezu entspannt ist : im ersten Falle ergeben sich die Möglichkeiten, die Zündung entweder durch eine oder durch zwei aufeinanderfolgende Fingerbewegungen zu betätigen. Im Falle von zwei Fingerbewegungen bewirkt die erste lediglich das Hochgehen des Deckels, wodurch unbeabsichtigte Zündungen vermieden werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht. Die Fig. 1--ss zeigen eine Ausführungsform mit am Längsende des Stiftes angeordnetem Knopf, u. zw. stellt Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Draufsicht. Fig. 3 eine Untersicht des Feuerzeuges in geschlossenem Zustande, Fig. 4 eine Draufsicht, Fig. 5 einen Schnitt A-A der Fig. 4 und Fig. 6 einen Schnitt B-B der Fig. 4 in geöffnetem Zustande des Feuerzeuges dar. Die Fig. 7-9 zeigen die zweite Ausführungsform des Feuerzeuges mit seitlich am Stift angeordnetem Knopf, u. zw. Fig. 7 eine Vorderansicht des geschlossenen, Fig. 8 eine Draufsicht und Fig. 9 eine seitliche Ansieht des geöffneten Feuerzeuges.
Bei beiden Ausführungsformen hat das die Form einer Taschenuhr besitzende Feuerzeug ein flaches, rechteckiges Gehäuse 1, an dessen Schmalseiten Langlochösen 2 zum Durchziehen des Armbandes 3 angeordnet sind. Der Brennstoffbehälter 4 hat in der Mitte eine Einbuchtung 5, auf deren Grund sich der Docht 6 befindet ; diese Einbuchtung dient als Flammenöffnung und ist oben durch den unter der Wirkung einer nicht gezeichneten Feder stehenden, mit der Dochtkappe 7 versehenen Springdeckel 8 verschlossen, der um eine an der einen Längsseite des Gehäuses angeordnete, parallel zur Längsrichtung des Armbandes (bzw. senkrecht zur Richtung des Unterarmes) verlaufende Achse 9 drehbar ist.
Das Feuerzeug ist so zu tragen, dass die Deckelachse näher zum Armgelenk liegt und der Deckel beim Aufspringen sich auf das Armgelenk zu bewegt. Auf der gleichen Gehäuselängsseite befindet sich auch die Füllsehraube. 10 und die Schraube 11, welche den Feuersteinkanal J2 verschliesst.
Der Antrieb des gleichfalls in der Einbuchtung 5 angeordneten Reibrades 13 erfolgt mittels eines mit dem Reibrad auf der gleichen Achse 14 sitzenden Zahnrades 15. Reibrad und Zahnrad sind durch einseitig abgeschrägte Klauen, die durch eine Feder 16 in Eingriff gehalten werden, in einer Drehrichtung gekuppelt. Das Zahnrad 15 kämmt mit den Zähnen 17 einer als Druckstift dienenden Stange 18. Dieser Stift ist in einem vor dem Brennstofibehälter an der der Handwurzel näheren Längsseite des Gehäuses
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liegenden Kanal 19 geführt, so dass seine Achse gleichfalls senkrecht zur Richtung des Unterarmes und parallel zur Drehachse des Springdeckels liegt.
In einer Vertiefung auf der Unterseite des Brennstoffbehälters ist die Feder 20 eingebettet, die gegen einen am Stift 18 befestigten, durch einen Schlitz 21 der unteren Wand des Kanals ? 9 hindurchtretenden Anschlag 22 wirkt. Der Stift 18 trägt ferner eine durch einen Schlitz 23 in der oberen Wand des Kanals 19 ragende Nase M, in die im Ruhezustand der Anschlag 25 des Springdeekels greift.
Bei der Ausführung gemäss den Fig. 1-6 ist angenommen, dass die mit dem Stift 18 zusammenarbeitende Feder 20 in der Ruhelage des Feuerzeuges voll gespannt ist, wobei die Nase 24 gegen den Anschlag 25 gedrängt wird, wodurch einerseits der Deckel geschlossen, anderseits der Stift 18 in der Ruhelage festgehalten wird. Der Arbeitshub der Zahnstange kann erst erfolgen, nachdem der Stift 18 durch Druck auf seinen Knopf 26 um ein so grosses Stück entgegen der Richtung der Federkraft bewegt worden ist, dass die Nase 24 ausser Eingriff mit dem Anschlag 25 gekommen ist. Nun springt der Deckel auf und gleichzeitig kann sich bei Loslassen des Stiftes 18 die Feder 20 entspannen, die dabei den Stift im Kanal vorwärtstreibt.
Nunmehr ergeben sich zwei Ausführungsmöglichkeiten : Wenn die Kupplung bei dieser Bewegungsrichtung des Stiftes (also in Richtung der Federkraft) das Reibrad mitnimmt, erfolgt die Zündung sofort nach Aufspringen des Deckels durch die Kraft der sich entspannenden Feder. Wenn aber-und dies ist die zweite Möglichkeit-die Kupplung bei der andern Bewegungsrichtung des Stiftes (gegen die Richtung der Federkraft) das Reibrad mitnimmt, so erfolgt zuerst bei der Betätigung des Feuerzeuges ein kurzer, bloss die Freigabe des Deckels bewirkender Hub des Stiftes entgegen der Wirkung der Feder, welcher nach dem Loslassen leer gleitet, worauf erst nach nochmaligem Drücken des Stiftes unter neuerlichem Anspannen der Feder die Zündung bewirkt wird.
Wenn also der erste, auf den Stift einwirkende Druck durch eine unbeabsichtigte Berührung verursacht worden ist, so hat dies lediglich das Öffnen des Springdeckels, aber keine Zündung zur Folge, so dass auf diese Weise keine Beschädigungen verursacht werden können. In beiden Fällen wird beim Schliessen des Feuerzeuges der Stift durch Fingerdruck in seine Ruhelage gebracht und hierauf der Deckel heruntergeklappt, worauf der Stift losgelassen wird und die Nase 24 in den Anschlag 25 einfällt.
Wenn gemäss den Fig. 1-6 der Stift in der Ruhelage unter voller Federspannung steht, kann mit Vorteil der zum Angriff des Fingers am Stift dienende Knopf 26 an einem Längsende des Stiftes ) angeordnet werden, denn in der Ruhelage braucht der Abstand des Knopfes vom Gehäuse bloss so gross zu sein, als zum Freigeben des Anschlages 25 erforderlich ist. Auch bei dieser Ausführung kann indessen der Knopf seitlich am Stift angeordnet sein.
Gemäss den Fig. 7-9 ist die auf den Stift 18 einwirkende Feder 20 in der Ruhelage des Stiftes entspannt. Der Anschlag 25 ist hier ebenso wie die Nase 24 hakenförmig ausgebildet und beide haben ) abgeschrägte, zusammenarbeitende Aussenflächen. Die Zahnung auf dem Stift 18, der durch einen seitlichen, in einem Schlitz 27 des Gehäuses geführten Knopf 26 zu betätigen ist, beginnt in der Ruhelage des Stiftes erst in einem so grossen Abstand vom Eingriffpunkt mit dem Zahnrad 15, als dem zum Freigeben des Hakens 25 erforderlichen Hubwege entspricht. Beide Stirnseiten des Kanals 19 sind hier geschlossen und der Stift verläuft zur Gänze innerhalb des Gehäuses.
Bei Bewegung des Stiftes 18 aus der Ruhelage entgegen der Kraft der sich spannenden Feder gleitet zuerst die Nase 24 vom Haken 25 ab, so dass der Deckel aufspringt. Bei Weiterbewegung des Stiftes kommen die Zähne in Eingriff und es erfolgt die Zündung. Nach Loslassen des Stiftes geht dieser unter der Kraft der sich entspannenden Feder selbsttätig in die Ruhestellung zurück, wobei aber der Deckel offen bleibt. Nach erfolgter Benutzung braucht bloss der Deckel niedergeklappt zu werden, wodurch die abgeschrägte Aussenfläche des Anschlages 25 die Nase 24 verdrängt und den Stift neuerlich entgegen der Federwirkung ein kleines Stück bewegt, bis der Anschlag in die Nase einschnappt. Der hiebei zu überwindende Widerstand ist gering, da die Zahnreibung sowie die Reibung in der Kupplung wegen der Verkürzung der Zahnstange wegfallen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Pyrophores Benzinfeuerzeug in Taschenuhrform nach Patent Nr. 135985, gekennzeichnet durch einen zwecks Freigabe der Flammenöffnung (5) um eine zur Längsrichtung des Armbandes parallele Achse in der Richtung auf das Armgelenk zu ausschwenkenden Springdeckel (8), durch dessen Schwenkbewegung gegebenenfalls Stoffteil der Bekleidung vom Feuerzeug weggedrängt werden.