<Desc/Clms Page number 1>
Maschine zum Verstricken eines Grundfadens und von Kettenfäden.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Verstricken eines Grundfadens und von Kettenfäden. Die Maschine arbeitet in der Weise, dass nach dem Herumlegen der Kettenfäden um die Nadeln gewisse Nadeln so verstellt werden, dass auf ihnen nur der Grundfaden zu Maschen umgebildet wird.
In der Ware erscheinen die Kettenfäden teils auf der Vorderseite, teils auf der Rückseite.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Beispiel der Ware veranschaulicht. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 3 und zeigt in lotrechtem Schnitt den oberen Teil der Maschine. Fig. 3 ist ein Schnitt
EMI1.1
zeigt eine Abwicklung der Nockensysteme für die Kettenfadenführer, für die Fadenbieger und für die Nadeln. Fig. 7 zeigt die in der Maschine verwendeten Nadeln. Die Fig. 8,9 und 10 zeigen den Kettenfadenführerfuss. Fig. 11 zeigt schematisch die Zusammenarbeit der Kettenfadenführer und der Fadenbieger. Fig. 12 ist eine Draufsicht zu Fig. 11.
Fig. 1 zeigt die Ware, von der Rückseite aus gesehen. In der Maschenreihe A ist der dunkel gezeichnete Kettenfaden im Maschenstäbchen 2 zu einer auf der Vorderseite der Ware erscheinenden Masche verstrickt, wogegen die Kettenfäden in den Maschenstäbchen 2 und 3 auf der Rückseite der Ware verschlungen sind. In der nächsten Maschenreihe B sind die Kettenfäden der Maschenstäbchen 1 und 3 zu Maschen verstrickt und ist der Kettenfaden des Maschenstäbehens 2 auf der Warenrückseite verschlungen. Die Reihen C, B sind der Reihe A'und die Reihen D, F der Reihe B gleich.
EMI1.2
befestigt.
Auf der Achse 20 ist ferner ein Haltering 22 für die Fadenführer 50, 51 befestigt, in welchem durch einen. Klemmring 122 und Schrauben 223 Zwischenwände 224 festgehalten sind. Jeder der auf dem Haltering 22 schwenkbar gelagerten Fadenführer 50, 51 liegt zwischen zw'ei Zwischenwänden 124 (Fig. 3). Am umlaufenden Sc1ùossmantel 24 ist ein aufwärts reichender Arm 25 befestigt. Dieser fasst mit seinem gegabelten oberen Ende eine Klaue 26 an, die an dem mit einer Kegelradverzahnung versehenen Ring 27 befestigt ist. Der Ring 27 steht mit einem Kegelrad 28 in Eingriff, dessen Welle 29 in der ortsfesten Glocke 21 gelagert ist. Auf der Welle 29 sitzt ein Kegelrad 30 fest, welches in einen gezahnten Ring 31 eingreift, der mit einer Büchse 32 fest verbunden ist.
Mit der Büchse 32 sind Daumenringe 132, 133 verbolzt, welche zusammen mit der Büchse 32 Daumennuten 135, 136 für die Nasen 152, 153 der Fadenführer 50, 51 (Fig. 4 und 5) ergeben. Die Fadenführer 50, 51 unterscheiden sich voneinander dadurch, dass die Nase 152 des Fadenführers 50 seitlich und nach innen zu vorragt, wogegen die Nase 153 des Fadenführers 51 nach oben und aussen vorspringt. Die Form der Daumennut 135 für die Fadenführer 50 wirkt sich in zur Tragachse 20 parallelen Richtungen aus, wogegen die Daumennut 136 für die Fadenführer 51 ihre Wirkung senkrecht zur erwähnten Richtung ausübt. Die Fadenführer 50, 51 werden durch die Nuten 135, 136 hin und her geschwungen.
Sie sind durch die Zwischenwände 124 so geführt, dass ihre Bewegungen tangential zu einer Zylinderfläche erfolgen, welche mit dem Nadelzylinder gleichachsig ist (Fig. 3).
Die Fadenführer liegen so, dass sich ihre Augen stets oberhalb der Haken der Nadeln befinden, auch wenn diese in die Stellung zur Aufnahme der Kettenfäden gehoben sind. Da jeder Fadenführer seitlich von der Ebene der ihm zugeordneten Nadel hin und her schwingt, ist es notwendig, eine Einrichtung vorzukehren, mit deren Hilfe der Faden um die Nadel gelegt werden kann. Diesem Zweck dienen Biege-oder Ablenkorgane 100 (Fig. 2 und 3), u. zw. je eines für jeden Fadenführer. Die Biegeorgane sind dünne Blechstreifen und liegen in einem genuteten Ring 101, der am unteren Ende der Achse 20 befestigt ist. Aufwärts gerichtete Nasen der Biegeorgane 100 spielen in einer Daumennut 103 eines Ringes 102, welcher mit der Büchse 32 umläuft.
Aus den Fig. 11 und 12 ist ersichtlich, dass sich die Biegeorgane 100 annähernd im Niveau der Haken der zur Aufnahme der Kettenfäden gehobenen Nadeln befinden, und dass sie inBahnen bewegt werden, die zu denBahnen derFadenführer50, 51 entgegengesetzt schräg sind. Damit die Nuten im Ring 101 nicht zu eng sein müssen, ist jedes Biegeorgan 100 an seinem Ende gekröpft und liegen je zwei entgegengesetzt gekröpfte Enden, zu einer Gabel vereinigt, in einer Nut des Ringes 101 und bedienen benachbarte Nadeln.
Die Nadeln c, d (Fig. 7) sind abwechselnd im Zylinder angeordnet und haben die üblichen Füsse 68
EMI1.3
Aus Fig. 6, welche die Abwicklung der Nockensysteme für die Nadeln, für die Fadenführer und für die Biegeorgane darstellt, ist ersichtlich, dass das Nadelnockensystem aus den üblichen Dreieck- nocken60, 61, 62,63 besteht, dass der Schlossmantelring eine Ausnehmung64 hat, und dass Nocken65, 66, 67 angeordnet sind. Bevor die Ausnehmung 64 die Nadeln erreicht, werden alle Nadeln durch den Schlossmantelring all die gleiche Höhe gebracht. Der Nocken 65 kommt mit den Füssen 69 der Nadeln d in
<Desc/Clms Page number 2>
Berührung und zieht die Nadeln d herab. An dieser Stelle werden die den nicht herabgezogenen Nadeln c zugeordneten Fadenführer 51 durch die Daumennut 136 nach aussen geschwungen, so dass sie ihre Fäden zu den Aussenseiten der Nadeln führen (Fig. 12).
Nun werden die Biegeorgane 100 durch den Daumenring 102 nach aussen bewegt. Wenn der Fadenführer 51 seine äussere Grenzlage erreicht hat, tritt das ihm zugeordnete Biegeorgan 100 (Fig. 11 und 12) zwischen die Nadel und jenes Fadenstück, welches sich zwischen dem Fadenführer 51 und jener Stelle spannt, wo der Faden den Nadelschaft kreuzt. Wenn hierauf der Fadenführer 51 zurückschwingt, bleibt der Faden am Biegeorgan 100 hängen. Dieses wird alsdann allmählich zurückgezogen, nimmt den Faden zunächst mit und gibt ihn dann frei. Wenn der Fadenführer vollständig rückgeführt ist, ist der Faden um die Nadel herumgelegt (Fig. 11 und 12 links).
Bei der weiteren Bewegung des Schlossmantels 24 greift der Nocken 67 an den Füssen 68 der Nadeln c an und zieht diese Nadeln herab. Sodann werden durch den Angriff des Nockens 66 an den Füssen 69 die Nadeln d gehoben. An dieser Stelle werden die Fadenführer 50 durch die Daumennut 135 in die äussere Grenzlage geschwungen. Die Biegeorgane 100 werden durch den Daumenring 102 vorgeschoben, so dass sie mit den Fäden der Fadenführer 50 in Berührung treten. Der Vorgang ist derselbe wie bei den Fäden der Fadenführer 51. Während einer Umdrehung des Schlossmantels werden demnach die Nadeln c und hierauf die Nadeln d mit Kettenfäden umlegt.
Der Zweck des Trennens der Nadeln in die Gruppen c und d besteht, wie in der Patentschrift Nr. 141401 erläutert ist, darin, dass bei Maschinen für Feinware die Zwischenräume zwischen den Nadeln vergrössert und auf diese Weise der Durchgang der Fadenführer zwischen den Nadeln erleichtert wird. In der Mitte des Stricknockensystems 60, 61, 62, 63 ist der Grundfadenführer angeordnet. Demnach findet das Zuführen des Grundfadens zu den Nadeln erst statt, nachdem diese in zwei Gruppen c und d von den Fadenführern 51 und 50 mit Kettenfäden versehen worden sind.
Um zu bestimmen, ob die Kettenfäden durch ihre Nadeln zu verstricken sind oder nicht, d. h., ob sie in den Nadelhaken zu bleiben haben, oder ob sie unter die Nadelzungen zu führen sind, bevor die Nadeln zur Bildung von Maschen aus dem Grundfaden herabgezogen werden, folgt dem Umlegen der Kettenfäden um die Nadeln eine Auswahl der Nadeln. Hiezu dienen Daumen 165, 166 (Fig. 6). Diese können wahlweise mittels bekannter Mittel aus dem Schlossmantel 24 heraus nach innen zu bewegt werden. Der Daumen 166 fasst die Füsse 69 der Nadeln d an ; er fasst die Füsse 169 der Nadeln c nicht an, weil die Füsse 169 nicht in seiner Bahn liegen. Der Daumen 165 fasst die Füsse 169 der Nadeln c an, lässt aber die Füsse 69 der Nadeln d unbeeinflusst.
Durch Einstellung der Daumen 165, 166 können entweder die Nadeln c oder die Nadeln d oder auch die Nadeln c und d vor Erreichen des Stricknockensystems so hoch gehoben werden, dass die um die Nadeln herumgelegten Kettenfäden unter die Nadelzungen zu liegen kommen.
Die Fig. 8,9 und 10 zeigen die Ausführung des freien Endes des Fadenführers. An der Unterseite des Endes ist ein Schlitz 150 mit bogenförmigem oberen Rand eingeschnitten (Fig. 8). Von einer Seite des Endes her ist ein Schlitz 151 eingearbeitet, welcher an seinem unteren Ende den Schlitz 150 schneidet.
Der Faden kann sohin durch den Schlitz 151 hindurch leicht in den Schlitz 150 eingeführt werden.
Wie bereits erwähnt, besteht jedes Biegeorgan 100 aus einem gekröpften Blechstreifen und sind zusammengehörige Biegeorgane entgegengesetzt zueinander gekröpft. Sie bilden also bei Nebeneinanderlagerung eine Gabel, die sich wie ein einziges Organ bewegt. Wenn ein Paar dieser Biegeorgane vorbewegt wird (Fig. 12), damit eine der Zinken zusammen mit dem Fadenführer das Umlegen des Fadens um eine Nadel bewirkt, wird die andere Zinke wohl in das gleiche Lagenverhältnis zur nächsten Nadel gebracht, kann aber nicht wirksam werden, weil der dieser Nadel zugeordnete Fadenführer nicht nach aussen bewegt worden ist. Jedes Paar von Biegeorganen wird während einer Umdrehung des Schlossmantels zweimal vorbewegt, was durch die aus Fig. 3 ersichtlichen zwei Ecken der Daumennut 103 bewerkstelligt wird.
Dadurch entfällt die Notwendigkeit des Einschneiden zweier Daumennuten für die Biegeorgane. In Fig. 11 sind nur die auswärts geschwungenen Fadenführer 51 dargestellt. Fig. 12 dagegen zeigt die Fadenführer 50, 51 in ihren Lagen zueinander.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Verstricken eines Grundfadens und von Kettenfäden, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Herumlegen der Kettenfäden um die Nadeln gewisse Nadeln so verstellt werden, dass auf ihnen nur der Grundfaden zu Maschen umgebildet wird.
EMI2.1