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Getreidekoner-Schälmaschine.
Bei bekannten Getreidekörner-Walzenschälmaschinen läuft ein Schleifkörper innerhalb eines feststehenden Mantels mit etwa 400 bis 700 Umdrehungen pro Minute um, und zwischen beiden erfahren die Körner ihre Bearbeitung, die das Abschälen und das Entfernen der Kleie bezweckt, wobei ein künstlicher Windstrom die leichteren Schalen sowie Unreinlichkeiten mit sich reisst und vom geschälten Gut trennt. Der Wind wird üblicherweise durch Einpressen von Frischluft oder durch Absaugen erzeugt, auch wird manchmal Einpressen und Absaugen kombiniert.
Erfahrungsgemäss bildet das richtige Belüften des Arbeitsraumes die Voraussetzung guter Schalung, und es kommt dem Maschinenwind auch noch die wichtige Aufgabe zu, das Schälgut zu kühlen, das sich begreiflicherweise durch die Schälwirkung erheblieh erwärmt.
Um die Luft dem Arbeitsrallm zwischen Schleifwalze und Siebmantel zuzuführen, der bei der Maschine nach der Erfindung vom Schälgut von oben nach unten durchlaufen wird, bedarf es der Anordnung von Luftöffnungen in der Umfläche der hohlen Schleifwalze, durch die die Frischluft zugeführt wird, während der den Arbeitsraum nach aussen abschliessende Mantel entsprechend geschlitzt sein muss, für welchen Zweck er auch aus Drahtgeflecht hergestellt sein kann. Die abgetrennte Kleie gelangt durch den Siebmantel hindurch zur Abführung.
Schleifwalzen aus dem in Frage kommenden Material können nicht leicht mit Luftdurchtrittsöffnungen versehen werden, und es wird daher gemäss der Erfindung die umlaufende Trommel aus mehreren, etwa zylindrischen Schleifwalzen (Schüssen) zusammengesetzt, zwischen denen mit Luftdurchtrittsöffnungen versehene Zwischenkörper ungefähr gleichen Durchmessers, z. B. geschlitzte Distanzringe, angeordnet sind, welche Schlitzungen oder sonstige Durchtrittsöffnungen beliebige Form besitzen können, die in ihrem Gesamtausmass den Luftdurchtritt aus dem Schleiftrommelinneren in den Arbeitsraum ausreichend ermöglichen müssen. Bekanntlich wird die Schälarbeit der Walzenschälmaschine dadurch beeinflusst, dass der Austritt des Schälgutes durch Drosselung geregelt wird.
Der sich dadurch verschieden ergebende Anstau des Schälgutes im Arbeitsraum zwischen Trommel und Mantel ist massgebend für das jeweils notwendige Druekgefälle des Maschinenwindes, der auch bei verstärktem Anstau das durchzuwirbelnde Körnergut im Arbeitsraum genügend durchdringen muss, soll eine möglichst restlose Abfuhr der abgelösten Schalen usw. gesichert bleiben. Die Stärke des Luftdurchzuges einerseits, die Grösse des Anstaues des Schälgutes anderseits, schliesslich auch die Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleiftrommel, die bei der erfindungsgemässen Maschine sehr hoch gewählt wird, sind gemeinsam bestimmend für die Maschinenfunktion und für das verlässliche Entfernen der Kleie.
Die durch die Öffnungen der Distanzringe in den Arbeitsraum eintretende Luft wird das Körnergut in der Richtung der Schleiftrommelachse durchziehen, da der Luftzutritt von oben, der Luftabzug von unten (oder umgekehrt) erfolgt, so dass der Maschinenwind auch die Umflächen der einzelnen Schleifwalzenteile bestreichen wird, jedoch auch bei ansehnlichem Druckgefälle nur in solcher Art, dass nicht etwa ein Abdrängen der den Schleifwalzenumflächen nahekommenden Körner eintritt. Würde die Luft unmittelbar aus den Sehleifwalzenumflächen austreten, so würde an den betreffenden Stellen der Schleifwalzenumflächen naturgemäss ein Abdrängen der Körner die Folge sein, so dass also die erfindungsgemässe besondere Art der Luftzufuhr einen wesentlichen Vorteil für die Schleifwirkung begründet.
Die dargebotenen Voraussetzungen für die Maschinenwindführung machten sohin erst höhere Tourenzahlen als bisher üblich zulässig.
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Zwecks Vergleichmässigung des Luftdruckes im Inneren der Schleif trommel kann es sich als zweckmässig erweisen, diese in Sektoren zu unterteilen, auch können schraubenförmige Luftführungen in ihrem Inneren vorgesehen sein oder es kann der Wind durch Sonderleitungen zu den einzelnen Teilen der Trommel geführt werden.
Die in möglichst grosser Anzahl verteilten, ein Durchschlüpfen der Körner hindernden länglichen Ausnehmungen im feststehenden Mantel, der die rotierende Trommel umgibt, sind vorzugsweise achsparallel angeordnet, was die Einstellung der den Arbeitsraum zwischen Trommel und Mantel füllenden länglichen Körner zu begünstigen scheint. Die den Arbeitsraum passierenden Körner gelangen infolge der Rotation der Schleiftrommel vermutlich in eine mehrfache Bewegung, indem sie sich um die eigene Längsachse drehen, sich zugleich umeinander abwälzen und schliesslich in der Drehrichtung der Schleiftrommel, vermutlich hinter dieser etwas zurückbleiben, mitgenommen werden, zudem der Arbeitsrichtung folgen.
Es ist anzunehmen, dass diese mehrfachen Bewegungen der Körner innerhalb des Arbeitsraumes schon eine gewisse Schleifwirkung aneinander ausüben.
Es ist geboten, die Distanzringe zwischen den einzelnen Schleiftrommelteilen aus einem Material herzustellen, das sich im Verschleiss möglichst ebenso verhält wie die Schleifoberfläche der Trommelschüsse. Die Trommel kann auch mässig konisch, gegen das Austrittsende des Schälgutes sich verbreiternd, ausgebildet werden. Bei konischer Trommel nimmt der Arbeitsraum zwischen ihr und dem zylindrischen Mantel gegen das Austrittsende zu an Breite ab, so dass die Dichte des Anstaues in der Richtung des Körnerdurchlaufes zunimmt, was den Schleifvorgang begünstigen kann. Man kann auch den Schleifbelag der Trommelteile in der Richtung des Körnerdurchganges durch die Maschine kontinuierlich immer feiner werden lassen.
Der Anstau der im Arbeitsraum der Maschine befindlichen Körner ist von dem Ausmass der Auslassöffnung abhängig. Um den Austritt des geschälten Gutes zu vergleichsmässigen und um tote Winkel in der Körnerschichtung zu vermeiden, kann der Auslass vorteilhaft konzentrisch um das Ende des Mantels über mehrere Öffnungen verteilt sein. Die Regelung der Auslassgrösse für das geschälte Gut erfolgt in an sich bekannter Weise durch Drosselklappen od. dgl. Die Betätigung dieser Regelung kann auf einen ausserhalb der Maschine befindlichen Zeiger übertragen werden, der auf einer Skala spielt und feststellbar ist, so dass der jeweils gewünschte Grad des zu bewirkenden Anstaues entsprechend der zur Schälung gelangenden Frucht äusserlich erkennbar und einstellbar wird.
Die Zeichnungen zeigen schematisch in Fig. 1 einen Teil der Maschine, nämlich die Anordnung von Trommel und Mantel, teilweise abgebrochen, in Perspektive, in Fig. 2 die Sektorenunterteilung des Trommelhohlraumes, in Fig. 3 schraubenförmige Windführungen im Trommelhohlraum, in Fig. 4 Sonderführungen zu den einzelnen Trommelteilen. Fig. 5 veranschaulicht in einer Ausführungsform die Einrichtungen zur Abfuhr des geschälten Gutes, zugleich die der Kleie, die Anordnung der Drosselklappe für die Regelung des Anstaues der Körner im Arbeitsraum, und Fig. 6 bringt den einstellbaren Zeiger
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ist die Anordnung der Trommel1 und des feststehenden Mantels 2 innerhalb des Gehäuses H. zu ersehen.
Das geschälte Gut gelangt durch die beispielsweise konzentrisch verteilten Bodenöffnungen 12 zu einem Abführrohr lo, an dessen Ende eine Drosseleinrichtung 14 eingebaut ist, die von aussen durch den Hebel 15, der zugleich als Zeiger dient, betätigt wird. Der Hebel spielt längs der Ableseskala 16, und er kann mittels Schraube 17 festgeklemmt werden (Fig. 6). Dadurch wird auch die Einstellung der Abdrosselung, sohin auch des Anstaues in der Maschine ermöglicht. Die Kleie gelangt aus dem Gehäuse 11 durch Kanäle 18 zum Ventilator 19, der sie in den Pfeilrichtungen 20 nach aussen abbefördert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Getreidekörner-Schälmaschine mit innerhalb eines feststehenden mit Durchbrechungen versehenen Mantels umlaufender geschlitzter hohler Schleiftrommel mit künstlichem Luftdurchgang und mit regelbarem Schälgutauslass, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiftrommel aus mehreren zylindrischen Schleifwalzen (Schüssen) besteht, zwischen denen mit Luftdurchtrittsöffnungen versehene Zwischenkörper gleichen Durchmessers, z.
B. geschlitzte Distanzringe, angeordnet sind, wodurch der Luftdurchtritt aus dem Schleiftrommelinneren in den Arbeitsraum in solchem Ausmass ermöglicht wird, dass auch bei durch Drosselung des Schälgutauslasses erhöhtem Anstau der den Arbeitsraum zwischen Trommel und Mantel von oben nach unten durchlaufenden Körner ein für die Sehälwirkung ausreichendes Druckgefälle des Maschinenwindes erhalten bleibt.