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Billardtisch.
Die Erfindung betrifft einen Tisch mit von aussen nicht sichtbar unter der entfernbaren Tischplatte eingebautem Billard.
Es sind Tische bekannt, deren Tischgestell auseinanderziehbar ist. Die beiden Tischplattenteile sind an der in der Ausziehrichtung liegenden Stirnseite scharnierartig verbunden, so dass die obere Hälfte auf den ausgezogenen Teil ausgeklappt werden kann. Damit liegt der in die Tischplatte eingebaute Billardkasten frei. Der Billardboden ist geteilt, so dass die Teilungslinie einen wesentlichen Mangel darstellt, weil sich dort eine Falte im Tuch bildet und die beiden Bodenteile auch leicht eine gebogene Form annehmen können. Ferner sind die Tischblätter in der aufeinandergeklappten Lage entsprechend der Bandenhöhe sehr stark, was das Aussehen des Tisches unförmig macht.
Weiter kann das Billard in der ausgebreiteten Lage nicht als vergrösserter Tisch benutzt werden und endlich ist ein solches Billard zu gross, als dass es in normalen Zimmern der bürgerlichen Wohnung das Spielen erlaubt, weil es an Platz für das Führen des Queus fehlt.
Es sind ferner Tische bekannt, bei denen auch das Tischgestell auseinandergezogen wird. Das Billard soll auf der vergrösserten Tischplatte aus losem Zubehör in der Weise gebildet werden, dass man ein Billardtuch ausbreitet und dann die aus sechs Teilstücken bestehenden Banden mit Schraubzwingen befestigt. Eine solche Bande wird nie genau angebracht werden können, weil die Längsbanden aus je drei Teilen bestehen und diese Vorbereitung zu sehr vom Geschick des einzelnen abhängt. Hinsichtlich der Grösse gilt das oben Gesagte. Nachteilig ist auch, dass der Billardboden selbst nur aus mehreren Teil- stücken gebildet wird, so dass die Stosskanten an den Teilungslinien ebenfalls eine Ungenauigkeit bedingen.
Es sind ferner reine Spieltische bekannt, bei denen das Billard bereits in der richtigen Gestaltung im oberen Teil vorgesehen ist. Es ist bedeckt von einer Deckplatte, die an der einen Längsseite des Bandenrahmens scharnierartig befestigt ist und zur Freilegung des Billards herumgeklappt wird, so dass sie dann etwa senkrecht auf dem Fussboden steht. Ein solcher Tisch ist als Gebrauchstisch nicht verwendbar, weil man an ihm infolge seiner Kastenform, insbesondere wegen seiner tief herabreichenden Seitenwände, nicht sitzen kann.
Allen diesen Tischen haftet übrigens der Nachteil an, dass sie zu kompliziert im Aufbau und daher zu teuer sind. Diese Nachteile beseitigt die Erfindung.
Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, ein Billard mit einem Auszugtisch zu kombinieren.
Sie hat sich die Aufgabe gestellt, das Billardspiel auch innerhalb der Familie zu steigern, es also in die bürgerlichen Wohnungen einzuführen, wo nicht so viel Platz zur Verfügung steht, um ein grosses oder ein kleines Billard noch ausser dem notwendigen Tisch aufzustellen. Eine vollkommene, billige Lösung des Problems stellt die Erfindung dar durch die Kombination eines Billards mit einem Auszugtisch, d. h. einem Tisch, dessen Tischplatten zur Vergrösserung der Tischplattenfläche so weit voneinander entfernbar sind, dass dazwischen noch weitere einlegbare Platten Platz haben.
Insbesondere besteht eine Ausführungsform der Erfindung darin, dass das Billard so eingearbeitet ist, dass das Tischgestell selbst in seiner Benutzung als Billard mit einem flachen Rahmen abschliesst, in dessen beiden langen Teilen Auszugschienen eingelassen sind. Diese bestehen aus zweiTeilen, die ineinander laufen und von denen der eine Teil am Blattrahmen, der andere an den beiden, die Tischplatte bildenden Teilen befestigt ist. Diese werden durch die Schienen gleichzeitig versteift. Der Boden des Billards ist unterhalb dieses den oberen Abschluss
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bildenden Blattrahmens innerhalb der Zargenwände vertieft angeordnet. Die Banden sind innerhalb des Blattrahmens angeschraubt und stossen auf den Billardboden auf.
Der Billardboden bildet zusammen mit den Tischausziehplatten einen Raum, in dem gleichzeitig das Zubehör (die Queus, Bälle, Kegel) liegt. Es kann aber auch unter dem Billardboden noch ein Schubkasten zur Aufnahme dieser Teile angearbeitet sein. Dadurch erhält man einen vollwertigen Ausziehtisch und ein vollwertiges Kleinbillard, welches Gerät sehr billig herstellbar ist. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel zur Erläuterung des allgemeinen Erfindungsgedankens dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Vorrichtung in Ansicht von vorn und von der Seite, Fig. 3 zeigt die Benutzung als Ausziehtisch mit zwei einlegbaren Platten, Fig. 4 die Verwendung als Billard, die Fig. 5 und 6 zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen im Querschnitt vergrössert.
Als Beispiel ist ein einfacher Auszugtisch mit Klotzfüssen, Grösse 130 x 80 cm, gewählt. Es sind natürlich auch alle andern Ausführungen und Grössen eingeschlossen.
Das Tischgestell besteht aus Füssen 1 und den langen und kurzen Zargenwänden 2 a, 2 b. Auf ihm ist ein Blattrahmen befestigt, der aus langen Blättern 3 a und kurzen Blättern 3 b besteht. In den langen
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und der eine Teil ist an den Blattleisten 3 a, der andere an den Ausziehplatten 5 befestigt. Sie sind so ausgebildet, dass man die Tischplattenteile 5 ganz nach der Stirnseite des Tisches abziehen kann, um das Billard nach Fig. 4 zum Spielen bereitzustellen. : Man kann die Platten 5 auch nach Fig. 3 einstellen und ein oder zwei Einlegeplatten 6 zwischenlegen. An dem flachen Blattrahmen 3 a, 3 b sind die Bandenleisten 7 befestigt, die den Boden 8 berühren, der durch den Zwischenrahmen 8 a verstärkt ist. In den Raum 9 unter den Platten 5 kann man die Queus, Kegel und Bälle einlegen.
Der Boden 8 ist vorzugsweise ein fünffach verleimtes und imprägniertes Sperrholz, kann aber auch aus anderm Material bestehen.
Die Führungsschienen 4 a, 4 b, die vertieft liegen, stören beim Spielen nicht. Sie können beliebig, z. B. nach Fig. 5 oder Fig.. 6, durchgebildet sein, dabei kann man die Rille, durch die die Führungsorgane der Tischplatte hineinragen, gemäss Fig. 6 ganz schmal halten.
An den beiden Stirnseiten des Blattrahmens 3 b können Riegel bzw. Schlösser 10 angeordnet sein,
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dem ob der Tisch in der Lage nach Fig. 1, nach Fig. 3 oder auch bei Verwendung von nur einer Einlage 6 als Tisch verriegelt werden soll. Auf die besondere Art der Konstruktionsdurchbildung des Kombinationsgedankens kommt es erst in zweiter Linie an. Es sei bemerkt, dass es bei Ausziehtischen bereits an sich bekannt ist, die ausziehbaren Hälften gegenüber der Zarge zu verriegeln.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Billardtisch mit von aussen nicht sichtbar unter der entfernbaren Tischplatte eingebautem Billard, dadurch gekennzeichnet, dass das Billard mit einem Ausziehtisch derart kombiniert ist, dass der Billardboden (7, 8) unterhalb zweier, vorzugsweise nach den Stirnseiten hin abziehbarer Platten-
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