AT144326B - Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser. - Google Patents

Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser.

Info

Publication number
AT144326B
AT144326B AT144326DA AT144326B AT 144326 B AT144326 B AT 144326B AT 144326D A AT144326D A AT 144326DA AT 144326 B AT144326 B AT 144326B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
support
rolling mill
mill according
roll
shaft
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Tadeusz Ing Sendzimir
Original Assignee
Tadeusz Ing Sendzimir
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tadeusz Ing Sendzimir filed Critical Tadeusz Ing Sendzimir
Application granted granted Critical
Publication of AT144326B publication Critical patent/AT144326B/de

Links

Landscapes

  • Metal Rolling (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Walzwerk mit Walzballen von verhältnismässig kleinem Durchmesser. 



   Erfahrungsgemäss erzeugen Ungenauigkeiten in den Abmessungen der vorgewalzten Werkstücke, insbesondere beim Walzen von breiten Bändern, auch Ungenauigkeiten des Fertigprodukts, so dass ein Werfen, Faltenbildung am Rande sowie Ungeradheit in der Längsrichtung des Bandes entsteht. Diese Schwierigkeiten treten besonders oft auf, wenn das Rohmaterial aus mehreren zuammengeschweissten Stücken besteht, da dann zu den   Massungenauigkeiten noch die Härteunterschiede   der einzelnen Stücke hinzutreten. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Walzwerk, welches alle erwähnten Unzuträglichkeiten zu beseitigen erlaubt und welches zu der bekannten Art von Walzwerken mit Walzballen von verhältnismässig kleinem Durchmesser gehört, die beiderseits auf ihrer ganzen wirksamen Länge durch zwei Reihen von Rollen unterstützt sind, die auf in mehreren Punkten durch den waagerechten Rahmenbalken unterstützten Wellen angeordnet sind. 



   Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. 1 und 2 stellen die Gesamtanordnung der Walzanlage in der Seitenansicht und im senkrechten Längsschnitt dar. Fig. 3 und 4 sind Stirnansichten des Walzgestelles mit Einzelheiten der Einrichtung zum Einstellen der Walzen. In Fig. 5 und 6 ist ein senkrechter Längsschnitt und ein Querschnitt der Wellenlagerung, in Fig. 7 und 8 ebenfalls ein senkrechter Längsschnitt und ein Querschnitt einer andern Ausführungsform der Wellenunterstützung dargestellt. 



   Der Walzwerkrahmen besteht aus zwei waagerechten Balken 20 und zwei oder vier senkrechten Säulen, welche Teile entweder aus einem Stuck hergestellt oder miteinander so fest verbunden sind, dass alle Durchbiegungen möglichst vermieden werden. Erfindungsgemäss sind die Balken 20 mit zwei oder drei zu den Walzballen parallelen Rinnen 1 von kreisförmigem Querschnitt für jeden Walzballen ausgerüstet, welche Rinnen mindestens so lang wie die Breite des zu walzenden Bandes sind. 



   In den Rinnen 1 sind Stützbock 2 angeordnet, deren Bohrung den die Stützringe 4 tragenden Wellen 3 angepasst ist. Die Bohrung aller   Stützbocke   oder mindestens einer Reihe derselben ist zum äusseren Umfang um die Entfernung e (Fig. 6) exzentrisch angeordnet, so dass durch Änderung der Winkellage der einzelnen Stützböcke eine ähnliche Wirkung erzielt werden kann wie etwa durch Anpassen der Balligkeit der Walzen durch deren Schleifen. Auf diese Weise ist es möglich, das Walzwerk schnell betriebsfähig zu machen, Rohmaterial von verschiedener Dicke, Härte und verschiedenen metallur- 
 EMI1.1 
 wären ; ausserdem wird dadurch die   Unannehmlichkeit   umgangen, dass bei balligen Walzen das gewalzte Metall an den Seiten zur Faltenbildung neigt und zu Brüchen des Bandes Anlass geben kann. 



   Der technische Vorteil halbkreisförmiger Rinnen 1 mit besonderen   Stützböcken   2 gegenüber etwaigen in den waagerechten Balken angeordneten Vorsprüngen zur unmittelbaren Unterstützung der Zapfen der Wellen 3 oder gegenüber Rinnen von anderem Querschnitt als einem runden besteht darin, dass bei halbkreisförmigen   Stützböcken   in der Bohrung des Stützbockes beide Oberflächen gehärtet und geschliffen werden können, so dass hohe spezifische   Drücke   in der Bohrung ermöglicht werden. Ausserdem können halbkreisförmige Rinnen 1 viel genauer bearbeitet werden als andere Querschnitte, und gerade das genaue Zusammenpassen ist wesentlich für die richtige Wirkungsweise dieser Art Walzwerk. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die steife und kurze Rahmenkonstruktion, in welcher alle Walzballendrücke durch verhältnismässig dünne Stützwalzen aufgenommen und durch die   Stutzböcke   schliesslich in die steifen Rahmenbalken übergehen, hat zur Folge, dass die Gesamtlänge der unter Beanspruchung befindlichen Teile nur wenig mehr als ein Drittel von dem ausmacht, was in neuzeitlichen Walzwerken der Vierwalzentype üblich ist. Infolgedessen macht die gesamte Durchbiegung beim Arbeiten nur einen Bruchteil der üblichen aus. Ein Walzen auf genaues Mass wird dadurch mehr erleichtert als bei andern Maschinentypen.

   Hiezu tritt noch die Tatsache, dass die Stützringe, die. exzentrischen Wellen 3 und allenfalls auch die Zwischenwellen 5 mit einem kühlenden Schmiermittel versehen werden können, was örtliche Erhitzungen zu vermeiden und infolgedessen die Genauigkeit des Walzproduktes zu vergrössern erlaubt. 



   Die Winkeleinstellung der Stützböcke 2 schafft jedoch auch die Möglichkeit, die äusseren Stützböcke so einstellen zu können, dass beim Walzen von Bändern von einer Breite, die kleiner als die maximale Walzbreite der Maschine ist, die ausserhalb der Bandränder befindlichen Stützringe an der Aufnahme der Walzdrücke nicht teilnehmen. Es ist klar, dass bei dem verhältnismässig kleinen Durchmesser der angewandten Walzballen jede Unterstützung am Rande oder   ausserhalb   des Randes des Bandes nachteilig ist, weil sie eine Durchbiegung des Ballenendes nach dem Bande zu erzeugt, was zur Folge hat, dass die Nachbarschaft des Randes wellenförmig und dünner wird. 



   Erfindungsgemäss erzielt man die Einstellung der   Stätzböcke   entweder (Fig. 6) dadurch, dass man die Zunge 6 entfernt, den Stützbock 2 von Hand in die neue Winkellage dreht und dann die Zunge 6 wieder verschiebt und durch die Schraube 7 sichert. Hiebei treten die Zähnchen 8 der Zunge 6 in eine Teilzabnung auf dem äusseren Umfange des Bockes 2. Die Drehung um einen Zahn entspricht dem Einstellungsunterschied von wenigen Tausendsteln eines Millimeters. Ein Bruchteil davon kann noch erzielt werden, wenn unter die Zungen 6 dünne Unterlagen gelegt werden.

   Die Parallelität der   Stützböcke   2 wird in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 durch Distanzstücke 9 gesichert, und auf dem letzten seitlichen Stützbock sind Klemmschrauben angeordnet, welche die ganze Reihe der   Stützböcke   2 und Distanzstücke 9 in axialer Richtung zusammenpressen und hiedurch festhalten. 



   Eine andere Einrichtung zum Einstellen der Winkellage der   Stützböcke   2 ist in Fig. 7 und 8 dargestellt. Hier ist der Rand der   Stützböcke   2 breiter, und ein Teil des Umfanges ist mit   Schneckenzähnen   versehen, die mit der Schnecke 10 im Eingriff stehen, was zur Folge hat, dass durch Drehung der Wellen 45 der Schnecken 10 die Stützböcke genau eingestellt werden können. 



   Selbstverständlich erschöpfen die dargestellten zwei   Ausführungsbeispiele   der   Einstell-und Bloekier-   einrichtung der   Stützböeke   nicht die Möglichkeiten, da noch andere an sich bekannte Mittel angewandt werden können, wobei deren Verwendung innerhalb des Schutzbereiches dieses Patentes liegt. 



   Mindestens eine, zweckmässig jedoch zwei symmetrisch angeordnete Wellen 3, auf welchen Stützringe angeordnet sind, besitzen zwischen je zwei Vorsprüngen angeordnete exzentrische Zapfen 11, was zur Folge hat, dass durch Drehung der Welle 3 eine   senkrechte Verstellung des Walzballens 18 erzielt wird,   An jedem Ende der Wellen 3 sind Sehneckenradsegmente 14 fest angeordnet. Eine genaue Winkeleinstellung der Wellen 3 kann mittels irgendeines bekannten Mittels erzielt werden, z. B. durch eine Welle 15 mit zwei Schnecken, von denen die eine rechtsgängig, die andere   linksgängig   ist und die mit je einem
Schneckenradsegment 14 im Eingriff stehen. Am Ende der Welle 15 ist ein durch eine Schneckenwelle 17 angetriebenes Schneckenrad 16 aufgekeilt. Die Schneckenwelle 17 erhält ihrerseits den Antrieb z.

   B. von einem Elektromotor, etwa mit Hilfe einer   Zahnrad-oder Kettenübersetzung.   



   In der Gesamtanordnung gemäss Fig. 2 wird das Band 18 nacheinander durch die Bremsvorrich- 
 EMI2.1 
 durchgeführt, worauf es um die   Strecktrommel. ?   läuft, u. zw. unterhalb von   Anpressrollen     21,   welche die Reibung zwischen dem Band 18 und der   Strecktrommel. 22 vergrössern.   Die freien Bandenden können entweder jedes für sich aufgewickelt werden oder sie können zweckmässig miteinander (z. B. durch Schweissen) verbunden und über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Spannrolle geführt sein. Natürlich muss der Abstand zwischen der Spannrolle und dem Walzwerk veränderlich sein, um der wachsenden Bandlänge Rechnung zu tragen. Der Zug wird auf den ausserhalb der Maschine liegenden Teil des Bandes ausgeübt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Walzwerk mit Walzballen von verhältnismässig kleinem Durchmesser, welche beiderseits auf ihrer ganzen wirksamen Länge durch zwei Reihen von Rollen unterstützt sind, die auf in verschiedenen Punkten durch den waagerechten Rahmenbalken unterstützten Wellen angeordnet sind, dadurch ge- 
 EMI2.2 
 rechten, die Walzballen unterstützenden Balken bestehenden steifen Walzwerkrahmen die Rahmenbalken mit mindestens zwei zu den Walzballen parallelen Rinnen von halbkreisförmigem Querschnitt versehen sind, die als   Stützflächen   für eine grössere Zahl von Stützböcken   (2)   dienen, welche ihrerseits Unterstützungen der die Stützringe tragenden Wellen   (3)   bilden.

Claims (1)

  1. 2. Abart des Walzwerkes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem seiner Rahmenbalken mindestens drei zu den Walzballen parallele Rinnen (1) von halbkreisförmigem Querschnitt <Desc/Clms Page number 3> vorgesehen sind, welche als Stützflächen für eine grössere Zahl von Stutzböcken (2) dienen, welche Wellen (. 3) tragen, die mit drehbaren Stützringen (4) versehen sind, die ihrerseits Zwischenwellen (5) und durch diese die Walzballen (1. 3) unterstützen.
    3. Walzwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (4) auf exzentrischen Zapfen (11) der Welle (3) angeordnet sind, zum Zweck, durch Drehen der besagten Welle eine parallele Einstellung des Walzballens zu erzielen.
    4. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stützwellen mittels an sich bekannter Mittel, z. B. Schneckengetrieben, gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung um einen bestimmten Winkel gedreht werden können, zum Zweck, eine parallel Einstellbarkeit beider Walzballen zu erzielen.
    5. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren kreisbogenförmigen Oberflächen der Stützböcke (2) in den Rinnen der Rahmenbalken ruhen und zwischen den Stützböeken (2) Distanzstücke (9) angeordnet sind, um die parallele Lage der Stützböcke zu gewährleisten.
    6. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützböcke (2) mit inneren, zu den äusseren Oberflächen exzentrischen Bohrungen versehen sind zwecks Ermöglichung einer feinen Höheneinstellung jeder Wellenunterstützung durch Drehen der besagten Stützböeke um ihre Achse und der Verwendung von auf ihrer ganzen Länge einen gleichen Durchmesser aufweisenden Walzballen.
    7. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei drei Reihen von Stütz- bücken nur die beiden äusseren Reihen mit zu ihren äusseren Oberflächen exzentrischen Bohrungen versehen sind, zum Zweck, durch Drehung der einzelnen Stützböeke die Unterstützungshöhe an einer bestimmten Stelle der Walzballen und infolgedessen den durch diesen Ballen aufzunehmenden Druck genau einstellen zu können.
    8. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Teil der äusseren Stützbockoberfläche Zähnchen angeordnet sind, in welche eine gezahnte Zunge (6) eingreift, welche am Balken, z. B. durch Schrauben (7), befestigt ist.
    9. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Teil der äusseren Stützbockoberfläche eine Schneckenzahnung vorgesehen ist, mit welcher eine mittels Welle (45) drehbare Schnecke (10) im Eingriff steht. EMI3.1
AT144326D 1933-07-27 1934-07-24 Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser. AT144326B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PL144326X 1933-07-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT144326B true AT144326B (de) 1936-01-10

Family

ID=19936096

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT144326D AT144326B (de) 1933-07-27 1934-07-24 Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT144326B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2206912C3 (de) Walzgerüst
DE3038865C1 (de) Walzgeruest mit axial verschiebbaren Walzen
DE3600144A1 (de) Anordnung zum entfernen von zunder von warmgewalzten stahlbaendern
DE503092C (de) Richt- und Poliermaschine fuer rundes Stangengut
DE2448814B2 (de) Vorrichtung zur stanzdruckregulierung einer tiegelstanzpresse sowie zur justierung der tiegel zueinander
DE3029668A1 (de) Stuetzwalzen-einstellvorrichtung fuer ein sendzimir-walzwerk
DE3843434C1 (de)
AT144326B (de) Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser.
DE554001C (de) Mehrrollenwalzwerk
DE69110645T2 (de) Anlage zum Walzen von flachen Produkten.
DE3644628A1 (de) Rollenmaschine zum kalten biegen von profilen
EP0102014B1 (de) Walzgerüst zum Auswalzen von Bandmaterial unterschiedlicher Breite
DE3419766A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum walzen von metallband
DE540599C (de) Friemelwalzwerk zum Richten und Glaetten von runden Werkstuecken, wie Rundeisen, Rohren u. dgl.
EP0471115A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von strangförmigem metallischen Gut
CH186607A (de) Walzwerk.
DE335292C (de) Zuckerrohrmuehle mit pendelnder oberer Walze
DE2634305C3 (de) Korrektureinrichtung für die Rollbandspannung an dem Antrieb für die Werkstückdrehung an einer Zahnradschleifmaschine
DE463891C (de) Vorrichtung zur Lagerung der Walzen bei Walzwerken
DE1752283A1 (de) Mehrgeruestiges Universalwalzwerk,insbesondere Drahtwalzwerk mit drei nicht anstellbaren Walzen je Geruest
DE413365C (de) Vorrichtung an Walzwerken zum Verschieben und Kanten der Bloecke
DE1752415C3 (de) Walzgerüst zum Bearbeiten von Bändern aus Metall
DE653251C (de) Rollenrichtmaschine
DE510800C (de) Radscheibenwalzwerk mit konischen Walzen, besonders fuer Radscheiben von Automobilscheibenraedern mit nach dem Umfang zu abnehmender Dicke
DE3206556A1 (de) Verfahren und walzgeruest zum auswalzen von bandmaterial unterschiedlicher breite