AT144326B - Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser. - Google Patents
Walzwerk mit Walzballen von verhältnismäßig kleinem Durchmesser.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Walzwerk mit Walzballen von verhältnismässig kleinem Durchmesser. Erfahrungsgemäss erzeugen Ungenauigkeiten in den Abmessungen der vorgewalzten Werkstücke, insbesondere beim Walzen von breiten Bändern, auch Ungenauigkeiten des Fertigprodukts, so dass ein Werfen, Faltenbildung am Rande sowie Ungeradheit in der Längsrichtung des Bandes entsteht. Diese Schwierigkeiten treten besonders oft auf, wenn das Rohmaterial aus mehreren zuammengeschweissten Stücken besteht, da dann zu den Massungenauigkeiten noch die Härteunterschiede der einzelnen Stücke hinzutreten. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Walzwerk, welches alle erwähnten Unzuträglichkeiten zu beseitigen erlaubt und welches zu der bekannten Art von Walzwerken mit Walzballen von verhältnismässig kleinem Durchmesser gehört, die beiderseits auf ihrer ganzen wirksamen Länge durch zwei Reihen von Rollen unterstützt sind, die auf in mehreren Punkten durch den waagerechten Rahmenbalken unterstützten Wellen angeordnet sind. Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. 1 und 2 stellen die Gesamtanordnung der Walzanlage in der Seitenansicht und im senkrechten Längsschnitt dar. Fig. 3 und 4 sind Stirnansichten des Walzgestelles mit Einzelheiten der Einrichtung zum Einstellen der Walzen. In Fig. 5 und 6 ist ein senkrechter Längsschnitt und ein Querschnitt der Wellenlagerung, in Fig. 7 und 8 ebenfalls ein senkrechter Längsschnitt und ein Querschnitt einer andern Ausführungsform der Wellenunterstützung dargestellt. Der Walzwerkrahmen besteht aus zwei waagerechten Balken 20 und zwei oder vier senkrechten Säulen, welche Teile entweder aus einem Stuck hergestellt oder miteinander so fest verbunden sind, dass alle Durchbiegungen möglichst vermieden werden. Erfindungsgemäss sind die Balken 20 mit zwei oder drei zu den Walzballen parallelen Rinnen 1 von kreisförmigem Querschnitt für jeden Walzballen ausgerüstet, welche Rinnen mindestens so lang wie die Breite des zu walzenden Bandes sind. In den Rinnen 1 sind Stützbock 2 angeordnet, deren Bohrung den die Stützringe 4 tragenden Wellen 3 angepasst ist. Die Bohrung aller Stützbocke oder mindestens einer Reihe derselben ist zum äusseren Umfang um die Entfernung e (Fig. 6) exzentrisch angeordnet, so dass durch Änderung der Winkellage der einzelnen Stützböcke eine ähnliche Wirkung erzielt werden kann wie etwa durch Anpassen der Balligkeit der Walzen durch deren Schleifen. Auf diese Weise ist es möglich, das Walzwerk schnell betriebsfähig zu machen, Rohmaterial von verschiedener Dicke, Härte und verschiedenen metallur- EMI1.1 wären ; ausserdem wird dadurch die Unannehmlichkeit umgangen, dass bei balligen Walzen das gewalzte Metall an den Seiten zur Faltenbildung neigt und zu Brüchen des Bandes Anlass geben kann. Der technische Vorteil halbkreisförmiger Rinnen 1 mit besonderen Stützböcken 2 gegenüber etwaigen in den waagerechten Balken angeordneten Vorsprüngen zur unmittelbaren Unterstützung der Zapfen der Wellen 3 oder gegenüber Rinnen von anderem Querschnitt als einem runden besteht darin, dass bei halbkreisförmigen Stützböcken in der Bohrung des Stützbockes beide Oberflächen gehärtet und geschliffen werden können, so dass hohe spezifische Drücke in der Bohrung ermöglicht werden. Ausserdem können halbkreisförmige Rinnen 1 viel genauer bearbeitet werden als andere Querschnitte, und gerade das genaue Zusammenpassen ist wesentlich für die richtige Wirkungsweise dieser Art Walzwerk. <Desc/Clms Page number 2> Die steife und kurze Rahmenkonstruktion, in welcher alle Walzballendrücke durch verhältnismässig dünne Stützwalzen aufgenommen und durch die Stutzböcke schliesslich in die steifen Rahmenbalken übergehen, hat zur Folge, dass die Gesamtlänge der unter Beanspruchung befindlichen Teile nur wenig mehr als ein Drittel von dem ausmacht, was in neuzeitlichen Walzwerken der Vierwalzentype üblich ist. Infolgedessen macht die gesamte Durchbiegung beim Arbeiten nur einen Bruchteil der üblichen aus. Ein Walzen auf genaues Mass wird dadurch mehr erleichtert als bei andern Maschinentypen. Hiezu tritt noch die Tatsache, dass die Stützringe, die. exzentrischen Wellen 3 und allenfalls auch die Zwischenwellen 5 mit einem kühlenden Schmiermittel versehen werden können, was örtliche Erhitzungen zu vermeiden und infolgedessen die Genauigkeit des Walzproduktes zu vergrössern erlaubt. Die Winkeleinstellung der Stützböcke 2 schafft jedoch auch die Möglichkeit, die äusseren Stützböcke so einstellen zu können, dass beim Walzen von Bändern von einer Breite, die kleiner als die maximale Walzbreite der Maschine ist, die ausserhalb der Bandränder befindlichen Stützringe an der Aufnahme der Walzdrücke nicht teilnehmen. Es ist klar, dass bei dem verhältnismässig kleinen Durchmesser der angewandten Walzballen jede Unterstützung am Rande oder ausserhalb des Randes des Bandes nachteilig ist, weil sie eine Durchbiegung des Ballenendes nach dem Bande zu erzeugt, was zur Folge hat, dass die Nachbarschaft des Randes wellenförmig und dünner wird. Erfindungsgemäss erzielt man die Einstellung der Stätzböcke entweder (Fig. 6) dadurch, dass man die Zunge 6 entfernt, den Stützbock 2 von Hand in die neue Winkellage dreht und dann die Zunge 6 wieder verschiebt und durch die Schraube 7 sichert. Hiebei treten die Zähnchen 8 der Zunge 6 in eine Teilzabnung auf dem äusseren Umfange des Bockes 2. Die Drehung um einen Zahn entspricht dem Einstellungsunterschied von wenigen Tausendsteln eines Millimeters. Ein Bruchteil davon kann noch erzielt werden, wenn unter die Zungen 6 dünne Unterlagen gelegt werden. Die Parallelität der Stützböcke 2 wird in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 durch Distanzstücke 9 gesichert, und auf dem letzten seitlichen Stützbock sind Klemmschrauben angeordnet, welche die ganze Reihe der Stützböcke 2 und Distanzstücke 9 in axialer Richtung zusammenpressen und hiedurch festhalten. Eine andere Einrichtung zum Einstellen der Winkellage der Stützböcke 2 ist in Fig. 7 und 8 dargestellt. Hier ist der Rand der Stützböcke 2 breiter, und ein Teil des Umfanges ist mit Schneckenzähnen versehen, die mit der Schnecke 10 im Eingriff stehen, was zur Folge hat, dass durch Drehung der Wellen 45 der Schnecken 10 die Stützböcke genau eingestellt werden können. Selbstverständlich erschöpfen die dargestellten zwei Ausführungsbeispiele der Einstell-und Bloekier- einrichtung der Stützböeke nicht die Möglichkeiten, da noch andere an sich bekannte Mittel angewandt werden können, wobei deren Verwendung innerhalb des Schutzbereiches dieses Patentes liegt. Mindestens eine, zweckmässig jedoch zwei symmetrisch angeordnete Wellen 3, auf welchen Stützringe angeordnet sind, besitzen zwischen je zwei Vorsprüngen angeordnete exzentrische Zapfen 11, was zur Folge hat, dass durch Drehung der Welle 3 eine senkrechte Verstellung des Walzballens 18 erzielt wird, An jedem Ende der Wellen 3 sind Sehneckenradsegmente 14 fest angeordnet. Eine genaue Winkeleinstellung der Wellen 3 kann mittels irgendeines bekannten Mittels erzielt werden, z. B. durch eine Welle 15 mit zwei Schnecken, von denen die eine rechtsgängig, die andere linksgängig ist und die mit je einem Schneckenradsegment 14 im Eingriff stehen. Am Ende der Welle 15 ist ein durch eine Schneckenwelle 17 angetriebenes Schneckenrad 16 aufgekeilt. Die Schneckenwelle 17 erhält ihrerseits den Antrieb z. B. von einem Elektromotor, etwa mit Hilfe einer Zahnrad-oder Kettenübersetzung. In der Gesamtanordnung gemäss Fig. 2 wird das Band 18 nacheinander durch die Bremsvorrich- EMI2.1 durchgeführt, worauf es um die Strecktrommel. ? läuft, u. zw. unterhalb von Anpressrollen 21, welche die Reibung zwischen dem Band 18 und der Strecktrommel. 22 vergrössern. Die freien Bandenden können entweder jedes für sich aufgewickelt werden oder sie können zweckmässig miteinander (z. B. durch Schweissen) verbunden und über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Spannrolle geführt sein. Natürlich muss der Abstand zwischen der Spannrolle und dem Walzwerk veränderlich sein, um der wachsenden Bandlänge Rechnung zu tragen. Der Zug wird auf den ausserhalb der Maschine liegenden Teil des Bandes ausgeübt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Walzwerk mit Walzballen von verhältnismässig kleinem Durchmesser, welche beiderseits auf ihrer ganzen wirksamen Länge durch zwei Reihen von Rollen unterstützt sind, die auf in verschiedenen Punkten durch den waagerechten Rahmenbalken unterstützten Wellen angeordnet sind, dadurch ge- EMI2.2 rechten, die Walzballen unterstützenden Balken bestehenden steifen Walzwerkrahmen die Rahmenbalken mit mindestens zwei zu den Walzballen parallelen Rinnen von halbkreisförmigem Querschnitt versehen sind, die als Stützflächen für eine grössere Zahl von Stützböcken (2) dienen, welche ihrerseits Unterstützungen der die Stützringe tragenden Wellen (3) bilden.
Claims (1)
- 2. Abart des Walzwerkes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem seiner Rahmenbalken mindestens drei zu den Walzballen parallele Rinnen (1) von halbkreisförmigem Querschnitt <Desc/Clms Page number 3> vorgesehen sind, welche als Stützflächen für eine grössere Zahl von Stutzböcken (2) dienen, welche Wellen (. 3) tragen, die mit drehbaren Stützringen (4) versehen sind, die ihrerseits Zwischenwellen (5) und durch diese die Walzballen (1. 3) unterstützen.3. Walzwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringe (4) auf exzentrischen Zapfen (11) der Welle (3) angeordnet sind, zum Zweck, durch Drehen der besagten Welle eine parallele Einstellung des Walzballens zu erzielen.4. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stützwellen mittels an sich bekannter Mittel, z. B. Schneckengetrieben, gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung um einen bestimmten Winkel gedreht werden können, zum Zweck, eine parallel Einstellbarkeit beider Walzballen zu erzielen.5. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren kreisbogenförmigen Oberflächen der Stützböcke (2) in den Rinnen der Rahmenbalken ruhen und zwischen den Stützböeken (2) Distanzstücke (9) angeordnet sind, um die parallele Lage der Stützböcke zu gewährleisten.6. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützböcke (2) mit inneren, zu den äusseren Oberflächen exzentrischen Bohrungen versehen sind zwecks Ermöglichung einer feinen Höheneinstellung jeder Wellenunterstützung durch Drehen der besagten Stützböeke um ihre Achse und der Verwendung von auf ihrer ganzen Länge einen gleichen Durchmesser aufweisenden Walzballen.7. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei drei Reihen von Stütz- bücken nur die beiden äusseren Reihen mit zu ihren äusseren Oberflächen exzentrischen Bohrungen versehen sind, zum Zweck, durch Drehung der einzelnen Stützböeke die Unterstützungshöhe an einer bestimmten Stelle der Walzballen und infolgedessen den durch diesen Ballen aufzunehmenden Druck genau einstellen zu können.8. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Teil der äusseren Stützbockoberfläche Zähnchen angeordnet sind, in welche eine gezahnte Zunge (6) eingreift, welche am Balken, z. B. durch Schrauben (7), befestigt ist.9. Walzwerk nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Teil der äusseren Stützbockoberfläche eine Schneckenzahnung vorgesehen ist, mit welcher eine mittels Welle (45) drehbare Schnecke (10) im Eingriff steht. EMI3.1
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