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Selbstschliessendes Einhandfeuerzeug.
Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung des Feuerzeuges nach dem Stammpatente, durch die die Ventilwirkung an der Verbindungsstelle zwischen dem Brennstoff behälter und der Ansaug-und Doehtkammer in erhöhtem Masse gesichert, die Einrichtung zum Aufschwenken des Doehtkappenträgers mittels des Druckstückes wesentlich vereinfacht wird, so dass mit nur einer Feder das Auslangen gefunden werden kann und eine leichte Auswechslung oder Nachstellung des Dochtes ermöglicht wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Feuerzeuges ist in Fig. 1 im Längsschnitt und in Fig. 2 in Ansicht veranschaulicht ; Fig. 3 stellt den Reibradmitnehmer dar.
Die Seitenwände des Gehäuses 1 werden unten von der feststehenden Drehachse 5 des U-förmigen Querschnitt besitzenden Druckstückes 4 und oben von der Achse 1" für den Dochtkappenträger 14 und das Reibrad 11 durchsetzt. In der einen Seitenwand des Gehäuses 1 und des Brennstoffbehälters l' sowie im Feuersteinrohr 29 sind fensterartige Schauöffnungen f vorgesehen, die den Stand der Brennstoffflüssigkeit bzw. den Abnutzungsgrad des Feuersteines 31 leicht von aussen feststellen lassen. Im Innern des Brennstoffbehälters l'ist in geringer Entfernung von dem Fenster eine entsprechend gefärbte Wand angebracht, die den Stand der Brennflüssigkeif leichter erkennen lässt.
Diese Wand kann mit
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gelagert, so dass das Verdampfen der Flüssigkeit infolge der Körperwärme und der Flüssigkeitsaustritt infolge des Dampfdruckes vermieden wird.
Im oberen Teil des Druckstückes 4 ist der Winkelhebel w um die Achse 9 drehbar gelagert. Das Ende des einen Hebelarmes steht durch die Drehachsen 13. die im Ruhezustand seitlich und etwas unterhalb der Drehachse 1" liegen, mit dem Dochtkappenträger 14 gelenkig in Verbindung, während sich gegen den ändern-nach abwärts gerichteten--Hebelarm der Schenkel einer Feder 6 (in Fig. 1 stark ausgezogen) derart stützt, dass dieser Hebelarm gegen das Innere des Feuerzeuges gedrückt und infolge der Hebelwirkung der Dochtkappenträger 14 mit der Dochtkappe 15 nach abwärts geschwenkt wird ;
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dicht ab.
Die Feder 6 ist beispielsweise um die Achse 5 gelegt und stützt sich mit dem inneren Schenkel gegen das unverrückbare Brennstoffgehäuse 1' ; mit dem mittleren Teil des äusseren, entsprechend gebogenen Schenkels sucht sie das Druckstück 4 nach aussen und mit dem oberen Teile den nach abwärts gerichteten Hebelarm des Winkelhebels w nach innen zu schwenken. Beide Bewegungen summieren sich in dem Bestreben, den DochtkappentrÅager 14 mit der Dochtkappe 15 nach abwärts zu schwenken und so einerseits die Dochthülse 17 mit der Dochtkappe 15 gut abzudichten, anderseits den Boden der Ansaugkammer 18 fest auf das darunterliegende Scheibchen 24 zu drücken. Die in Fig. 1 gestrichelt dargestellte Feder 6'stellt eine zweite Ausführung mit ähnlicher Wirkung dar.
Winkelhebel w und Dochtkappenträger 14 haben gleichfalls U-förmigen Querschnitt. Infolge des Ineinandergreifens ist das Druckstück 4 etwas schmäler als das Gehäuse 1, der Winkelhebel w schmäler als das Druckstück 4 und der Dochtkappenträger 14 schmäler als der Winkelhebel w. Die Dochthülse 17 ist in eine konische Öffnung der Dochtkammer 18'so eingesetzt, dass die Dochthülse durch einen einfachen Zug herausgezogen werden kann, um einen Dochtersatz oder eine Nachstellung des Dochtes zu ermöglichen. Das Reibrad 11 hat wie üblich an einer Seitenwand radiale Zähne, in die das Ende einer Feder des mit der einen Seitenfläche des Dochtkappenträgers 14 verbundenen Reibradmitnehmers (Fig. 3) eingreift.
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Der Brennstoffbehälter 1/nimmt die Brennstoffansaugkammer 18 auf, die durch einen unten eingesetzten Rohrstutzen 30 zentriert gehalten wird. Dieser Rohrstutzen hat unter der Brennstoffansaugkammer seitliche Löcher l für das Füllen des Brennstoffbehälters mit Brennflüssigkeit.
An der Spitze des unteren kegelförmig gestalteten Endes der Brennstoffansaugkammer 18 ist eine Ventilöffnung 19 angebracht, die auf ein in der Verschlussschraube 23 eingesetztes weiches Seheibchen24 abdichtend aufgedrückt wird. Diese Abdichtung bedeutet eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Nadelventil, da die Nadel leicht oxydiert und dann entweder festsitzt und den Brennstoffzutritt verhindert oder nicht abdichtet und den Brennstoffzutritt unbeschränkt freilässt.
Beim Einschrauben der Verschlussschraube 23 in den mit einem Innengewinde versehenen Hals 27 wird-wie bekannt-durch Zusammenpressen des in die Ringnut 26 der Verschlussschraube eingelegten Dichtungsringes 28 ein sicherer Abschluss erzielt. Im oberen Teil der Brennstoffansaugkammer 18 ist die Dochtkammer 18/eingeschraubt, die innen auch mit Ansaugstoff a ausgelegt ist, um einen allfälligen
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hindurchgeführt ist. An der Verbindungsstelle von Ansaug-und Dochtkammer sind diese Kammern durch ein elastisches membranartiges Aufhängescheibehen oder Blättchen 19', das an der oberen Wand des Brennstoffbehälters l'abdichtend, z.
B. durch Verlöten, befestigt ist, derart aufgehängt, dass die Ansaug-und Dochtkammer eine geringe Bewegung in der Längsrichtung ausführen kann. Nach oben wird der Hub dieser Kammer durch Zungen s, die von der Gehäusewand 1 nach innen ragen, begrenzt.
Die erläuterte Art der Kammeraufhängung entspricht im wesentlichen jener gemäss dem Stammpatente.
Ausser durch die Ans. augkammer 18 wird das Innere des Brennstoffbehälters noch durch das Feuersteinrohr 29 mit dem Feuerstein 31 und der Druekfeder 32 durchsetzt ; das Feuersteinrohr ist unten durch die Druckschraube 33 abgeschlossen.
Das Zünden erfolgt wie beim Feuerzeug nach dem Stammpatent durch Druck auf die rückwärtige Fläche des Druckstückes 4 in der Richtung des Pfeiles in Fig. 2.
Durch diesen Druck wird-wie beim Stammpatent-durch die sich verstärkende Hebelwirkung (Hebelarm zwischen Achse 1" des Dochtkappenträgers und Achse 13) unter Überwindung der Kraft der Feder 6, die im unteren Teile stärker gespannt wird, der Dochtkappenträger 14, mit ihm der Reib- radmitnenmer und durch diesen das Reibrad 11 gedreht, das am Feuerstein 31 die Funkenbildung herbeiführt, durch die der beim Aufwärtsschwenken der Dochtkappe 15 frei gewordene Docht gezündet wird.
Durch das Abziehen der Dochtkappe 15 von dem konischen Hals 16 der Docntkammer. 18'wird diese infolge der Adhäsion bei 16 leicht angehoben, dadurch die Ventilöffnung 19 der Ansaugkammer 18 etwas vom Dichtungsseheibehen 24 entfernt und so der Zutritt von Brennstoff in die Ansaugkammer 18 für die nächste Zündung während der ganzen Dauer des Geöffnetseins des Fahrzeuges ermöglicht. Das Abheben der Ventilöffnung 19 vom Dichtungsscheibchen 24 kann auch durch Einschieben einer Blattfeder zwischen den unterteil der Dochtkammer 18'und der oberen Wand des Brennstoffbehälters r unterstützt werden..
Nach Aufhören. des Druckes auf das Druckstück 4 trachtet sich die Feder 6 zu entspannen, der Drehpunkt 13, Fig. 1, wird nach rechts gezogen, dadurch der Dochtkappenträger 14 mit der Dochtkappe 15 nach abwärts geschwenkt und mit Unterstützung des oberen äusseren Schenkelteiles der Feder 6, der den nach abwärts gerichteten Hebelarm des Winkelhebels 7V nach einwärts zu schwenken trachtet, die Dochtkappe 15 noch fester auf den Dochtkammerhals 16 und dadurch die Ventilöffnung 19 auf das Dichtungsscheibchen 24 gedrückt.
Bei diesem Verschwenken des Dochtkappenträgers wird der Reibradmitnehmer ebenfalls zurückgedreht, wobei seine entsprechend geformte Feder über die Zähne des durch den Druck des Feuersteins 31 festgehaltenen Reibrades 11 gleitet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbstsehliessendes Einhandfeuerzeug nach Patent Nr. 140460, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Richtung ihrer Längsachse bewegliche aufgehängte Ansaug-und Dochtkammer , / mit der am unteren Ende der Ansaugkammer (18) angeordneten Ventilöffnung (19) in deren Schliesslage abdichtend auf ein in die Verschlussschraube (23) des Brennstoffbehälters (1') eingelegtes weiches Scheibchen (24) gepresst und bei dem durch Betätigung des Druckstückes (4) bewirkten Aufschwenken der Dochtkappe (15) infolge der Adhäsion zwischen den konischen Sitzflächen der Dochtkappe und des Dochtkammerhalses (16) bis zu einem Anschlag (z) angehoben wird,
was durch eine zwischen den Unterteil der Dochtkammer (18') und die obere Wand des Brennstoffbehälters eingeschobene Blattfeder unterstützt werden kann.