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Sendeanordnung mit flüssigkeitsgekühlten Röhren.
Bei Sendeanlagen mit flüssigkeitsgekühlten Röhren bereitet die Zuführung der Kühlflüssigkeit immer noch Schwierigkeiten. Die bisherige Lösung ist die, dass man an den Anodenzylinder einen auf eine Schlauchtrommel aufgewickelten langen Schlauch anschliesst und das andere Ende erdet. Neuerdings hat man an Stelle der Schlauchtrommel eine aus Porzellan oder Steingut hergestellte, spiralförmig aufgewickelte Röhre verwendet.
Schwierigkeiten ergeben sich nun dadurch, dass es aus räumlichen Gründen in den meisten Fällen unmöglich ist, die Schlauchtrommel in der unmittelbaren Nähe der wassergekühlten Röhre aufzustellen.
Es ist infolgedessen nötig, eine Rohrleitung von der Senderöhre nach der Schlauchtrommel zu führen, die aus Zweckmässigkeitsgründen, der leichteren und stabileren Montage wegen, aus Kupferrohr besteht.
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und wirkt deshalb als Antenne. Daraus ergeben sich unangenehme Störungen. Einmal bedeutet die
Strahlung der Rohrleitung einen zusätzlichen Verlust und eine Verringerung des Wirkungsgrades ; dann aber gibt diese Antenne in der unmittelbaren Nähe des Senderaufbaus leicht Anlass zur Entstehung von wilden Schwingungen. Es ist zu beachten, dass ja die Rohrleitung auch alle an der Anode liegenden Oberwellen gut ausstrahlt.
Erfindungsgemäss werden die oben geschilderten Schwierigkeiten dadurch umgangen, dass in die Flüssigkeitsleitung an der Austrittsstelle aus dem Anodenzylinder ein Isolierrohr, vorzugsweise aus Porzellan, eingeschaltet wird, das durch eine Hochfrequenzdrossel überbrückt ist und dessen metallener Anschlussstutzen an der der Anode abgekehrten Seite kapazitiv geerdet ist.
Die erfindungsgemässe Anordnung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. R ist die Wasserkühl- röhre mit dem Anodenzylinder A, von dem die zwei Kühlwasserleitungen abgehen. (Die beiden Leitungen sind ganz gleichmässig ausgebildet ; zur Vereinfachung ist nur eine gezeichnet.) P ist das erwähnte Isolierrohr, das durch die Drossel D überbrückt ist. An das Isolierrohr schliesst sich eine Kupferrohrleitung F an, die bei E an die Schlauch- oder Steinguttrommel l'angeschlossen ist. An der Austrittsstelle B des Kühlwassers aus der Trommel schliesst sich eine weitere Kupferrohrleitung an, die zur Kühlvorrichtung führt und geerdet ist.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist nun folgende : Bei J i ist die Hochfrequenz gezwungen, in die Wassersäule überzugehen. Deren Widerstand ist aber so hoch, dass die kapazitiv längs P nach Erde übertretende Hochfrequenzströme nur verhältnismässig gering sind. Weiter werden die am Ende des Rohres noch vorhandenen Hochfrequenzströme durch den Kondensator C nach Erde abgeleitet, so dass also das lange, nach der Trommel T führende Kupferrohr F hochfrequenzmässig geerdet ist und demzufolge die oben geschilderten Schwierigkeiten wegfallen.
Die Drossel D hat die Aufgabe, das Isolierrohr P gleichstrommässig zu überbrücken. Wäre sie nicht vorhanden, so wäre auch der durch das Kühlwasser abfliessende Gleichstrom gezwungen, an der Stelle PI in das Wasser überzutreten, und es würde dabei Elektrolyse auftreten, die eine Zerstörung des Anodenzylinders bzw. des Anschlussstutzens zur Folge hätte. Man könnte die Schwierigkeiten dadurch umgehen, dass man hier eine Elektrolysesehutz- vorrichtung anbringen würde, was aber gerade an dieser Stelle unbequem ist. Durch Anordnung der Drossel werden diese Schwierigkeiten auf einfache Weise umgangen.
Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, ist bei der Anordnung nach dieser Figur ein beträchtlicher Mehraufwand durch die Erfindung nicht nötig. Hier ist R die Senderöhre mit Anode A und Kathode H, zwischen
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denen der aus Induktivität L und Kondensator 0 bestehende Schwingkreis in Serie mit dem Blockkondensator K liegt. P ist wieder das in die Flüssigkeitszuleitung eingeschaltete Isolierrohr, das bei P mit der Anode elektrisch verbunden ist, während es auf der andern Seite in das Kupferrohr F übergeht. Die erfindungsgemässe Anordnung wird dadurch hergestellt, dass an dem der Anode abgekehrten Ende des Isolierrohres P eine Verbindung des Kupferrohres F mit der positiven Gleichspannungsquelle durch die Leitung G hergestellt wird.
Dann übernimmt die Schwingkreisinduktivität L die Aufgabe der Drossel D der Fig. 1 und der Blockkondensator J diejenige des Kondensators C der Fig. 1.
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sind die beiden in die Zuführungsleitungen eingeschalteten Isolierrohre konstruktiv vereinigt und so ausgebildet, dass sie gleichzeitig als Röhrenhaltevorrichtung dienen. Der so entstandene Isolierkörper J ist zweckmässig als runder Porzellankörper ausgebildet, in dessen Innerem zwei Hohlräume K vorgesehen sind.
Das obere Ende trägt die Senderöhre S mit dem Anodenzylinder A. Der Isolierkörper wird zweck- mässigerweise als Durchführungsisolator ausgebildet, so dass die Weiterleitung der Kühlflüssigkeit und Aufstellung der Trommel in dem unter dem Senderaum liegenden Stockwerk stattfinden kann. Zum Auffangen von unvermeidbarem Tropfwasser dient die Wanne If. Der Abflussstutzen L'dieser Wanne wird beim Vorhandensein von mehreren Wasserkühlröhren mit denen der andern Röhren zu einer Leitung vereinigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sendeanordnung mit flüssigkeitsgekühlten Röhren, bei der die Schlauchtrommeln entfernt von den Röhren angeordnet und durch lange metallene Flüssigkeitsleitungen mit diesen verbunden sind. dadurch gekennzeichnet, dass in die Flüssigkeitsleitungen möglichst nahe an der Anode je ein aus Isoliermaterial bestehendes Zwischenstück eingeschaltet ist und dass die Flüssigkeitszuleitungen an der der Anode abgekehrten Seite der Isolierstücke kapazitiv geerdet sind.