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Verfahren zur Herstellung von Troelkenpräparaten aus Friiehten, Gemiispn u. dgl.
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Der Brei wird mit Hilfe eines Trichters 14, der etwa die Länge der Trommel 11 besitzt, unmittelbar vor einer Walze 13 aufgebracht, die dazu dient, den Brei in einer später genauer zu beschreibenden Weise in die Form von einzelnen dispersen Teilchen zu überführen.
Die Walze 13 wird zweckmässig durch Innenheizung auf eine Temperatur etwas unter 1005 bei- spielsweise 95 , erhitzt, um zwischen ihr und der Heiztrommel-H einen engen Zwischenraum von ver- hältnismässig hoher Temperatur zu schaffen, den der Brei durchwandern muss. Der aus dem Trichter 14 herabfallende Brei bildet vor der Walze 13 eine kleine Anhäufung, die durch die Drehung der Trommel 11 und der Walze 2. 3 veranlasst wird, den obenerwähnten heissen Zwischenraum zu durchwandern.
Während des Durchganges des Breies durch den heissen Zwischenraum beginnt die Verdampfung der Feuchtigkeit der einzelnen Teilrhen, und eswird eine Dampfschicht um jedes einzelne Teilchen gebildet, so dass ein Dampfdruck entsteht. Die Anhäufung der Masse vor der Walze 13 verhindert das Entweichen des Dampfes nach vorn, so dass der Dampf nach hinten entweichen muss, wodurch eine Trennung der einzelnen Teilchen bewirkt wird. Die meisten Teilchen haften an der Trommelwand 11 ; der Rest. der an der Walze 13 haftet, wird durch die Drehung derselben der verhältnismässig kühlen Masse wieder zu-
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Hieraus ist ersichtlich, dass die Teilchen in so disperser Form getrocknet werden, dass sie voneinander getrennt sind.
Zwischen den einzelnen Teilchen muss ein genügender Zwischenraum vorhanden sein. damit die Verdampfung der Feuchtigkeit eines Teilchens nicht die Verdampfung der Feuchtigkeit anderer Teilchen beeinträchtigt.
Durch die Verdampfung des Feuchtigkeitsgehaltes bis zu dem gewünschten Punkt erhält man die getrockneten Teilchen, die über die Trockenoberfläche mehr oder weniger zerstreut verteilt sind. Die Teilchen
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der Masse zu entfernen, so dass die Oberfläche vollständig rein und frei von allen Breiresten wird. Ein biegsames Blattmesser 2J aus rostfreiem Stahl, dessen Kante 16 mit genügendem Druck gegen die Trockenfläche gepresst wird, hat sich als in jeder Hinsicht geeignet erwiesen.
Die mit der Messerkante in Berührung kommenden Teilchen. die mit den konzentrierten natürlich klebenden Bindemitteln, wie Pektin, Zucker u. dgl.. umgeben sind, werden an der Kante des Blattmessers oder in dessen Nähe aneinandergedrückt und zu einer zusammenhängenden Masse in Form einer endlosen porösen Schicht oder eines Films 17 verfestigt. Dies geschieht zweckmässig bei einer solchen Temperatur, bei der die natürlichen Bindemittel ihre Klebeeigenschaften nicht verloren haben.
Statt der Trommel 11 kann irgendeine andere Art Trockenfläche, z. B. eine Scheibe, ein endloses Band oder sonst eine Einrichtung, verwendet werden. Insbesondere kann man sich auch anderer Verteilungsvorrichtungen bedienen, beispielsweise Zentrifugalverteiler, Spritzpistolen, Regeneinriehtungen. Tropfvorrichtungen, Verteilerbürsten od. dgl. Bei der Anwendung von Spritzpistolen kann die Temperatur der Trockentrommel unter Umständen unter 1000 liegen. Die Trocknung kann unter Vakuum erfolgen, für gewöhnlich wird sie jedoch bei Atmosphärendruck vorgenommen.
Manche Stoffe, wie Trauben, Kirschen u. dgl., haben einen für das vorliegende Verfahren etwas zu geringen Zellulosegehalt. Dem Brei dieser Früchte setzt man daher zweckmässig eine entsprechende Menge Zellulose anderer Herkunft zu. Hiefür eignen sich in erster Linie Trester oder ähnliche Rückstände, wie sie bei manchen industriellen Verfahren, z. B. der Pektingewinnung, zurückbleiben und die im wesentlichen aus denZellteilen vonFrüchten bestehen, denen alle Aromastoffe, Zucker, Pektin u. dgl. entzogen sind.
So ergeben beispielsweise Kirschen beim Zermahlen eine breiige Masse, die nur etwa 10% feste Bestandteile, aber etwa 90% Flüssigkeit enthält. Einem solchen Brei setzt man zweckmässig etwa 3% Trester mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 3'5% zu, was also einem 2% igen Zusatz an trockener Zellulose entspricht.
Im folgenden seien eine Anzahl Beispiele von Trockenzeiten und-temperaturen für verschiedene Materialien angegeben :
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<tb>
<tb> Ausgangsmaterial <SEP> Dampfdruck <SEP> Temperatur <SEP> Trockendauer
<tb> Äpfel <SEP> ............................2#1 <SEP> Atm. <SEP> 104 <SEP> 18 <SEP> Sekunden
<tb> # <SEP> ................................3#5 <SEP> # <SEP> 114 <SEP> 8 <SEP> #
<tb> # <SEP> ................................5#3 <SEP> # <SEP> 123 <SEP> 3 <SEP> #
<tb> Bananen <SEP> 2., <SEP> 103 <SEP> 20
<tb> .......................4#75 <SEP> # <SEP> 120 <SEP> 3
<tb> Tomaten <SEP> 910 <SEP> 60
<tb> .......................2#1 <SEP> # <SEP> 104 <SEP> 28
<tb> Rüben <SEP> 3-5,, <SEP> 114 <SEP> 4
<tb> ".............
<SEP> 2'3 <SEP> " <SEP> 1060 <SEP> 7'5 <SEP> "
<tb>
Die angegebenen Dampfdrücke. beziehen sich auf den Druck des zur Innenbeheizung der Trommel 11 verwendeten Wasserdampfes.
Als spezielles Beispiel, das die Arbeitsleistung einer Vorrichtung gemäss der Erfindung erkennen lässt, sei folgendes gegeben.
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Auf eine Trockentrommel von etwa 3 in Breite und l'5 m Durchmesser lassen sieh mit Hilfe einer
Spritzpistole innerhalb 24 Stunden etwa 13. 500 kg Tomatenbrei auftragen, der etwa 95% Wasser und 5% Trockensubstanz enthält. Die Trockentemperatur wird hiebei, wie oben angegeben, auf 910 und die Trockendauer auf 60 Sekunden eingestellt. Unter diesen Umständen werden innerhalb 24 Stunden etwa 675 leg Trockenpräparat erhalten.
Beim Trocknen solcher Futter-oder Nahrungsmittel, die einen hohen Prozentgehalt an Invertzueker besitzen, ist es ratsam, sobald die Teilchen von der Trockenfläche abgehoben sind, die Kühlung zu beschleunigen, damit der Zucker hart wird und ein Anbacken oder Zusammenkleben des Materials am Schaber verhindert wird. Dies wird zweckmässig durch Kühlung des Messers erreicht. Diese Massnahme hindert nicht nur ein Anbacken des Materials am Messer, sondern beseitigt auch die überschüssige Hitze, die in dem Material noch vorhanden ist, im Augenblick seines Abhebens von der Troekenfläehe, so dass es rasch fest wird. Zu diesem Zweck kann das Messer von einem Wasserbehälter 20 umgeben sein.
Naturgemäss kann man auch andere Kühlmittel anwenden, beispielsweise einen Luftstrom, der auf das Messer bzw. das abgeschabt Material gerichtet wird.
Die Geschwindigkeit der Trockenfläche gegenüber dem Schaber kann etwa 50 ein in der Sekunde. aber je nach den Umständen auch mehr oder weniger betragen. Es sei jedoch besonders betont, dass die getrocknete Masse oder die Schichte der festgewordenen Teilchen das Messer nicht annähernd mit einer derartigen Geschwindigkeit verlässt. Vielmehr muss infolge der zerstreuten Anordnung der Teilchen auf der Trockenfläche ein verhältnismässig grosser Teil derselben, etwa 3-20 m, je nach der Natur des Produktes abgeschabt werden, um etwa 1 m des zusammenhängenden Trockenproduktes zu erhalten.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Endproduktes kann für gewöhnlich etwa 4'5-7% betragen.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Trockenpräparaten aus Früchten, Gemüsen und ähnlichen zellhaltigen Stoffen durch Aufbringung eines Breies des Ausgangsmaterials auf eine Heizfläche, von der sie nach beendeter Trocknung abgehoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Brei über die Heizfläche vermittels einer Walze, eines Zerstäubers od. dgl. derart verteilt wird, dass die Teilchen, welche aus einzelnen Zellen oder Zellengruppen bestehen, so weit voneinander getrennt werden, dass jedes Teilchen für sich unmittelbar der Wärmewirkung unterworfen wird, worauf nach der Trocknung die Teilchen unter gleichzeitiger Bildung einer zusammenhängenden porösen Masse abgehoben werden.
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