DE359293C - Verfahren zur Herstellung eines teienfreien schwarzen Tees aus den Blaettern geeigneter einheimischer Pflanzen, inbesondere aus Brombeerblaettern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines teienfreien schwarzen Tees aus den Blaettern geeigneter einheimischer Pflanzen, inbesondere aus Brombeerblaettern

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DE359293C
DE359293C DEF43546D DEF0043546D DE359293C DE 359293 C DE359293 C DE 359293C DE F43546 D DEF43546 D DE F43546D DE F0043546 D DEF0043546 D DE F0043546D DE 359293 C DE359293 C DE 359293C
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leaves
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native plants
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F3/00Tea; Tea substitutes; Preparations thereof
    • A23F3/34Tea substitutes, e.g. matè; Extracts or infusions thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Tea And Coffee (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines te'fnfreien schwarzen Tees aus den Blättern geeigneter einheimischer Pflanzen, inbesondere aus Brombeerblättern. Es ist bereits vielfach versucht worden, aus den Blättern einheimischer Pflanzen, wie den Brombeerblättern, einen Ersatz für den teinhaltigen (chinesischen) Tee herzustellen.
  • Eingehende und ausgedehnte Versuche haben ergeben, daß die Übertragung der von der Behandlung der Blätter der tropischen Teepflanzen bekannten Verfahren des Rolleis und Fermentierens auf die Verarbeitung der einheimischen Blätter zu einem als, Tee anzusprechenden Erzeugnisse nicht zum Ziele führt. Es wurde zwar bei der Herstellung von Tee aus Brombeerblättern u. dgl. auch schon vorgeschlagen, die Blätter vor der Fermentation zu erhitzen und den Blättern vor dein Rollen Feuchtigkeit zuzuführen. Erst durch die Vereinigung der bei dem vorliegenden Verfahren angewendeten Maßnahmen und deren richtige Aufeinanderfolge gelingt es aber, einen als »Tee« ,anzusprechenden Ersatz für den chinesischen Tee herzustellen. Gemäß vorliegender Erfindung werden die Blätter schon beim Welken, also vor dem Rollen, durch entsprechende Erwärmung in einen Zustand der Vorgärung gebracht, ferner wird den Blättern beim Rollen unter Erwärmung noch Feuchtigkeit zugeführt. Die gerollten Blätter dürfen alsdann nicht lose aufgeschüttet fermentiert werden, sondern die Fermentation muß in einem: geeigneten heizbaren Gefäße, das nicht aus Blech o. dgl., sondern aus Holz besteht, erfolgen. Die Fermentation wird so lange fortgesetzt, bis die Blätter eine ungefähr dunkelrotbraune Farbe angenommen haben.
  • Das ganze Verfahren (von der Vorgärung an) darf nicht durch ein Erkalten der Blätter unterbrochen werden, das Welken muß bei einer Temperatur von etwa 30° C, die Fermentation bei einer Temperatur von etwa 45' C stattfinden, auch die @d4--n gerollten Blättern zuzuführende Feuchtigkeit (Wasser) muß warm, wenn auch nicht heiß sein. Werden die angegebenen Temperaturen nicht innegehalten, so wird der gewünschte Erfolg (ein denn chinesischen Tee entsprechendes Produkt) nicht erreicht.
  • Nach der Fermentation werden die Blätter getrocknet. Das Trocknen der fermentierten Blätter darf jedoch nicht am offenen Feuer, auch nicht in eineue geschlossenen Dörrofen, Röstkessel o. dgl. stattfinden, sondern hierzu muß, was an sich ebenfalls nicht mehr neu ist, reine, insbesondere nicht mit Heizgasen geschwängerte, auf etwa roo° C erhitzte Luft verwendet werden. Geschieht die Trocknung nicht auf diese Weise, so geht -der durch eine richtig geleitete Fermentation erzielte feine Geruch verloren.
  • Zur Erläuterung des Verfahrens diene folgendes Beispiel: roo kg frische Brombeerblätter werden 3 Stunden bei 30°C welken gelassen, dann bei derselben Temperatur % Stunden lang in der Teerollmaschine gerollt, nun mit zo 1 warmem Wasser von etwa 45°C besprengt und nach % Stunde gerollt. Das gerollte Produkt wird zu je 2o Pfund in feuchte Leinentücher eingeschlagen und so lose in kleine Kisten eingelegt, die man in den Gärschrank bringt. Hier bleibt der Tee bei einer Temperatur von etwa 45° C 4 Stunden der Gärung überlassen. Der Tee wird nun aus den Kisten und aus den Tüchern genommen, zerteilt und dann im Trockenapparat unter Zuführung von bis auf ioo° C erhitzter Luft und unter Wenden so lange behandelt, bis er trocken ist.
  • Am besten haben sich zur Herstellung des Teeersatzes die Blätter der Brombeere bewährt; es wurden aber auch bei der Verarbeitung von Hitnbeer-, Erdbeer-, Haselnuß- und ähnlichen Blättern gute Ergebnisse erzielt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung eines teinfreien schwarzen Tees aus den Blättern geeigneter einheimischer Pflanzen, insbesondere aus Brombeerblättern; dadurch gekennzeichnet, daß man die frischen Blätter unter Erwärmung bei einer Temperatur von etwa 30°C welken läßt und rollt, hierauf mit warmem Wasser anfeuchtet und nochmals kurze Zeit rollt, dann in kleinen Holzbehältern unter Erwärmung bei etwa 45° C fermentiert, bis sie eine etwa dunkelrotbraune Farbe angenommen haben, um sie schließlich nach geeigneter Zerteilung in bekannter Weise durch einen auf etwa ioo° C erhitzten Luftstrom zu trocknen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900774C (de) * 1951-07-21 1954-01-04 Hans Braeutigam Verfahren zur Herstellung von Tee-Ersatz

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