AT143757B - Elektrolytischer Kondensator. - Google Patents

Elektrolytischer Kondensator.

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  Elektrolytischer Kondensator. 



   Es ist üblich, Akkumulatoren mit einer   Entlüftungseinrichtung   zu versehen, die gleichzeitig den Flüssigkeitsaustritt verhindert. Derartige bekannte Einrichtungen bestehen aus einer mit dem Luftraum des Akkumulators kommunizierenden und mit Glaswolle oder einem ähnlichen Material gefüllten Kammer von so grossem Querschnitt, dass auch bei heftiger Gasentwicklung noch ein hinreichend rascher Druckausgleich möglich ist. Das Fiillmittel hat dabei die Aufgabe, die etwa vom Gasstrom mitgerissene Flüssigkeit zu binden. Aus diesem Grunde wählt man ein Material, das, wie z. B. Glaswolle, von der Flüssigkeit benetzt wird und sie dadurch aufsaugt. Bei Elektrolytkondensatoren hingegen liegen hier andere Verhältnisse vor.

   Es ist dort die Gasentwicklung so ausserordentlich gering und erfolgt so langsam, dass der Reibungswiderstand für das ausströmende Gas unbedenklich sehr hochgehalten werden kann. Es wurde deshalb bereits vorgeschlagen, bei Elektrolytkondensatoren für den Abschluss der Auslassöffnung einen Pfropfen aus porösem Stoff zu verwenden, wobei die Wände der Öffnungen in diesem Pfropfen mit einem Flüssigkeit abwehrenden Überzug versehen werden. Diese Konstruktionen waren jedoch ziemlich kompliziert und teuer. Ein besonders einfacher und billiger Abschluss wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass in eine Aussenwand des Kondensators an Stelle des Pfropfens ein Stück eines Woll-oder Textilfaserfadens eingesetzt wird.

   Besonders zweckmässig verwendet man einen Faden von solcher Oberflächenbeschaffenheit, dass er von der   Elektrolytflüssigkeit nicht   benetzt wird. 



   In der Zeichnung ist eine   beispielsweise Ausführungsform   des Erfindungsgegenstandes im Schnitt dargestellt. 



   1 ist ein beispielsweise aus Pappe hergestellter zylindrischer Behälter, der an den beiden Enden durch Scheiben   4,   4', die zweckmässig ebenfalls aus Pappe sind, verschlossen ist. Die Scheiben 4, 4'weisen zentrale Bohrungen auf, durch welche die Elektroden 2,   3   in das Behälterinnere geführt sind. Die Elektroden werden durch Drähte gebildet, die im   Behälterinnern   zwei äquidistante Schrauben bilden. Das Innere des Behälters 1 ist mit Elektrolytpaste 7 gefüllt. 



   In dem oberhalb der   Elektrolytoberfläche   angeordneten   Pappscheibchen   ist eine Durchbrechung   (Auslassöffnung)   vorgesehen, in welche erfindungsgemäss ein Stück eines Wollfadens 6 eingesetzt ist. Dieser Faden aus Wolle oder auch einem andern Faserstoff besitzt einen solchen natürlichen Fettgehalt, dass das Hängenbleiben der Elektrolytpaste und damit das   Auskriechen   des Elektrolyten aus dem Behälter 1 
 EMI1.1 
 Kondensators dadurch zu erzielen, dass ausserhalb der   Pappscheiben 4,   4'eine Vergussmasse   5, 5'auge-   bracht wird. Der Wollfaden 6, der vor dem Vergiessen in das Scheibchen 4 eingesetzt wurde, tritt durch die Vergussmasse hindurch und wird infolge seines natürlichen Fettgehaltes auch nicht von der Vergussmasse benetzt.

   Durch das Vergiessen, beispielsweise mit Kabelfüllmasse, werden die Kosten der Anordnung von besonderen Deckeln und der Herstellung von Öffnungen in diesem Deckel vermieden. Nach erfolgtem Vergiessen wird der Faden 6 knapp über der   Oberfläche   der Vergussmasse abgeschnitten. Der Wollfaden gestattet nunmehr einen hinreichenden Luftdurchtritt, so dass der notwendige Druckausgleich während des Betriebes des Kondensators zwischen dem Kondensatorinnern und der Aussenluft jederzeit erfolgen kann, ohne dass eine schädliche Verdunstung eintreten würde. 



   Selbstverständlich kann man den Kondensator noch in verschiedener anderer Weise ausbilden ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann das Material des Behälters und der Scheibchen aus einem andern Stoff, etwa aus Metall, hergestellt sein. Es kann der Behälter selbst als eine Elektrode ausgebildet werden, oder es können die Elektroden beliebig ausgebildet sein. Schliesslich kann auch der Abschluss des Behälters beliebig variiert werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrolytischer Kondensator, dadurch gekennzeichnet, dass in eine Aussenwand ein Stück eines Woll- oder Textilfaserfadens an Stelle eines Abschlusspfropfens eingesetzt ist.
    2. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch'l, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden eine solche Oberflächenbeschaffenheit hat, dass er von der Elektrolytpaste nicht benetzt wird.
    3. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden eine solche Oberfläehenbeschaffenheit hat, dass er von der geschmolzenen Vergussmasse nicht benetzt wird.
    4. Verfahren zur Herstellung eines elektrolytischen Kondensators entsprechend Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Abschlusswand aus einer Vergussmasse hergestellt wird, in welche beim Vergiessen ein luftdurchlässiger Faden eingesetzt wird.
    5. Verfahren zur Herstellung eine selektrolytischen Kondensators gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Öffnung einer Abschlusswand vergossen und vorher ein luftdurelhlässiger Faden eingesetzt wird, den die geschmolzene Vergussmasse nicht benetzt. EMI2.1
AT143757D 1934-04-03 1934-04-03 Elektrolytischer Kondensator. AT143757B (de)

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