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Österreichische
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SIEMENS Lcz HALSKE AKTIENGESELLSCHAFT IN WIEN.
Geschlossene, explosionsfeste Sicherungspatrone.
Es hat sich mehr und mehr eingebürgert, die Schmelzsicherungen für elektrische Installationen als sogenannte Patronen oder Stöpsel auszubilden, die einfach und leicht in geeigneten Gestellen festgelegt und in die Leitung eingeschaltet werden können. Zur Vermeidung der zerstörenden Wirkung der austretenden Explosionsflamme ist dann besonders die geschlossene Sicherungspatrone in Aufnahme gekommen und es hat sich gezeigt, dass sich solche vollständig geschlossene Patronen, die dem Drucke der Explosionsgase sicher widerstehen, für verhältnismässig grosse Leistungen verwenden lassen, so dass sie auch vom Kostenstandpunkte aus zu bevorzugen sind. Als die wirtschaftlich zweckdienlichste Schmelzsicherung für Installationen ist deshalb die verhältnismässig kleine, widerstandsfähige Patrone
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Die einfachen Ausführungsformen derartiger Patronen zeigen aber den Übelstand, dass man den Zustand des Schmelzfadens nicht erkennen kann. Der starkwandige Patronen- körper kann wohl nur aus Porzellan hergestellt werden, das genügende Festigkeit mit grosser Bildsamkeit vereinigt, die Undurchsichtigkeit des Porzellans aber durch besondere Einrichtungen an der Patrone auszugleichen, beispielsweise durch Kontrolldrähte usw.,
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Herstellung. Andererseits sind Glasröhre, die man gelegentlich zur Herstellung von Schmelzsicherungen benutzt, für allseitig fest abgeschlossene und explosionsfeste Schmelzsicherungen von mässiger Grösse nicht brauchbar.
Bei der nachfolgend beschriebenen Sicherungspatrone ist der Schmelzfaden durch die Anbringung eines Schauloches in dem Porzellankörper der Patrone sichtbar gemacht, wie dies bisher nur bei nicht vollkommen geschlossenen Sicherungspatronen, also bei solchen, welche das Entweichen der beim Abschmelzen des Schmelzefadens sich bildenden Dämpfe gestatten, bekannt ist. Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, die Verwendung eines Schauloches in der Sicherungspatrone auch dann zu ermöglichen, wenn der Schmelzraum der Patrone nach aussen hin vollkommen abgeschlossen bleiben muss.
In den Figuren ist eine Sichcrungspatrone einfachster Form dargestellt, und zwar in Fig. 1 in einer Ansicht und in Fig. 2 in einem Schnitte, dessen Ebene zur Bildebene der Fig. 1 um 90 versetzt ist. Der starkwandige Porzellankörper . enthält in seinem Inneren den hier gerade verlaufenden Schmelzraum, durch den der Rchmelzfaden.'1 gP- streckt ist. Der Schmelzfaden verbindet leitend die beiden kappenförmigen Anschlussstücke p. die fest eingekittet sind und ausserdem in dem Sicherungsgestello fest gegen din Stirnseiten des Körpers k gedrückt werden, um einen zuverlässig dichten Abschluss zu geben.
Um nun den Schmelzfaden von aussen sichtbar zu machen, ist ein kleines Schauloch f in dem Körper k vorgesehen und um nun die Öffnung in der Schmelzraumwand abzuschliessen, ist der ganze Schmelzraum durch das Glasröhrchen r gewissermassen ausgefüttert, wobei durch sorgfältiges Einkitten des Röhrchens in den Sicherungskörper für innige Verbindung der be ; den Teile gesorgt ist. Es hat sich gezeigt, dass ein so durch den Porzellankörper verstärktes Giasrohr bei nicht zu grosser Weite des Schauloches schon bei mässiger Wandstärke genügend explosionsfest ist.
Dabei ist die Herstellung der Sicherung ungemein
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Glasrohres und des Porzellankörpers geben eine zuvorlässige Dichtung gegen den Austritt von Explosionsgasen durch das Schauloch. Wenn der Schmelzraum bezw. das Glasrohr, wie üblich, mit indifferenten Stoffen geftlllt worden soll, ist natürlich Vorsorge zu treffen, den Schmelzfaden sichtbar zu lassen. Zu dem Zwecke kann etwa in bekannter Weise um den Schmelzfaden in der Höhe des Schauloches ein von Füllung freier Raum geschaffen werden. Besonders einfach und zweckmässig wird aber die Absicht auf folgende Art erreicht.
Der Schmetzfaden wird an der Schauloebstelle dicht an der Glaswand vorbeigeführt (Fig. 2), wobei er etwa durch einen kleinen Pfropfen fl) von Asbest oder dgl. durch die Füllung selbst oder in sonst zweckdienlicher Weise in seiner Lage erhalten wird. Es hat sich gezeigt, dass dadurch die Wirkung der Sicherung nicht störend beeinflusst wird, während der zweckmässig als dünner breiter Streifen ausgeführte Schmelzfaden von aussen sehr deutlich sichtbar ist.
Die vorbeschriebene Einrichtung ist natürlich nicht auf diese einfachste Form beschränkt. Beispielsweise kann auch bei Patronen mit mehreren und zusammenhängenden Schmelzräumen ein Sc1ll\uloeh in der beschriebenen Weise hergestellt werden, nämlich allgemein dadurch, dass der Sicherungskörper eine Durchbrechung nach dem Schmelzraume hat, die durch ein den Schmelzraum in zweckdienlicher Ausdehnung auskleidendes und in ihm eingekittetes Glasrohr verschlossen ist. Selbstverständlich kann auch der Sicherungkörper aussen mit Gewinde, Absätzen u. dgl. versehen sein, so dass er andere Formen, wie die gezeichnete, beispielsweise die eines Edisonstöpsels annimmt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschlossene, explosionsfeste Sicherungspatrone aus Porzellan oder gleichwertigen Stoffe. dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzraum im Innern des Porzellankörpers durch ein eingeschobenes und eingekittetes Glasrohr (r) von solchen Abmessungen, dass es bei der Explosion nicht zerstört wird, ausgekleidet und gegen das Schauloch abgeschlossen ist, zu dem Zwecke, den Zustand des Schmelzefadens (s) von aussen trotz des explosionsfesten Abschlusses der Patrone erkennen zu können.