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Bergeversatzverfahren und-Vorrichtung.
Derzeit sind mehrere Bergeversatzverfahren bekannt, u. zw. das hydraulische Verfahren, welches
Wasser als Fördermittel verwendet, das pneumatische Verfahren, welches komprimierte Luft als Förder- mittel benutzt, und Verfahren, welche mechanische Mittel, wie Bänder, Schleudern usw. benützen.
Das hydraulische und pneumatische Verfahren ergeben eine grosse Dichte der Versatzberge, aber das Fördermittel, verursacht bei Verwendung von Wasser, unterirdische Schäden und ist bei Verwendung komprimierter Luft teuer und unwirtschaftlich.
Es ist richtig, dass die mechanischen Mittel billig sind, da aber die Fördergeschwindigkeit der
Materialien gering ist, wird durch die Verwendung dieser Mittel eine nicht sehr kompakte Berge erzielt und es kann auch das Versatzgut nur auf eine verhältnismässig geringe Entfernung befördert werden.
Ausserdem müssen die mechanischen Mittel, um wirksam zu sein, grosse Abmessungen besitzen, so dass sie sieh nicht zur Arbeit in Stollen jeder Art eignen.
Gemäss vorliegender Erfindung werden alle Vorteile des pneumatischen Versetzens wie kompakte
Berge und Leichtigkeit des Transportes erzielt und dabei alle Nachteile des pneumatischen Versetzens ausgeschaltet, wobei 80% der Energie in Form von Druckluft, also einer teueren Energie, einzig und allein für die Beschleunigung des Materials verbraucht wird.
Zu diesem Zwecke wird die Beschleunigung des Materials bis zur Fördergesehwindigkeit durch rein mechanische Mittel bewirkt, während man eine Luftströmung unter sehr schwachem Druck verwendet, um die Förderung des Materials fortzusetzen,
Die Erfindung ist darin gelegen, den Versatzmaterialien durch mechanische Vorrichtungen eine höhere Anfangsgeschwindigkeit zu erteilen, unter deren Wirkung die Materialien in ein Schleuderrohr eingeführt werden, in welchem eine Luftströmung mit einer Geschwindigkeit herrscht, welche möglichst gleich ist der der Materialien.
Die zu versetzenden Materialien, welche durch die mechanischen Mittel eine grosse Anfangsgeschwindigkeit erhalten, bewegen sich im Schleuderrohr mit einer Geschwindigkeit weiter, welche nahe an die des eingeführten Luftstromes heranreicht. Dieser in das Rohr eingeführte Luftstrom dient dazu, die Reibung im Rohr zu überwinden.
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. Fig. 1 eine Gesamtansicht des Erfindungsgegenstandes, während die Fig. 2 und 3 die gleiche Vorrichtung, u. zw. in Seitenansicht bzw. im Querschnitt zeigen.
In der Zeichnung bezeichnet 1 das Schleuderrohr, 2 das Speiserohr, 3 das Rohr zum Einführen des Luftstromes, 4 das Schleuderrad mit den Schaufeln 5, 5' (beispielsweise zwei Stück) ; 6 sind die Schaufeln des oder der Ventilatoren, 7, 7'Trennungsscheiben oder Separatoren ; 8, 8'ist die Ansaug- öffnung des oder der Ventilatoren, 9 das Gehäuse der Maschine, 10, 10'der Boden des Schleuderrohres ; 11 und 12 sind die Ventilatoren.
Die Wirkungsweise der Maschine ist die folgende : Die zu versetzenden Materialien fallen durch das Speiserohr 2 auf das Schaufelrad, welches mit grosser Geschwindigkeit umläuft. Die Materialien fallen auf die Schaufeln 5 bzw. 5', welche sie in das Schleuderrohr 1 werfen.
Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, sind zwei Ventilatoren gleichachsig zu beiden Seiten des Rades 4 angeordnet. Diese Ventilatoren saugen die Luft durch die Öffnungen 8 und 8'an, die dann durch die Öffnung 3 in das Schleuderrohr 1 getrieben wird. Die Luft, welche eine genügend grosse Geschwindig-
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keit besitzt, trägt dazu bei, dass die Materialien nicht durch die Reibung im Schleuderrohr aufgehalten werden und ungefähr die Geschwindigkeit beibehalten, welche sie von der Schaufel erhalten haben.
Das Schaufelrad sowie die gleichachsigen Ventilatoren werden durch einen Elektromotor oder einen Pressluftmotor angetrieben, der mit ihrer beispielsweise gemeinsamen Achse gekuppelt ist.
Da das Schleuderrohr 1 einen breiten Boden besitzt, sind die Materialien über die ganze Fläche dieses Bodens verteilt, wodurch eine Übereinanderlagerung der Materialien verhindert wird, und das
Gleiten der zu versetzenden Materialien in einer dünnen Schichte, u. zw. ausschliesslich auf dem Boden des Schleuderrohres erfolgt.
Die Trennungsscheiben 7 und 7'dienen dazu, das Herabfallen der Materialien aus dem Speiserohre 2 in die Ventilatoren 11 und 12 zu verhindern.
Die Schaufeln des Schleuderrades sind abnehmbar, so dass sie im Falle eines Bruches oder im Falle einer Abnutzung leicht ausgetauscht werden können.
Das Speiserohr 2 ist mit einer an sieh bekannten und in der Zeichnung nicht dargestellten Einrichtung versehen, welche jede gewünschte Winkelstellung des Speiserohres gegenüber der Schaufelebene gestattet.
Mittels einer andern Einrichtung, die ebenfalls an sich bekannt und in der Zeichnung nicht dargestellt ist, kann der ganze Apparat so aufgestellt werden, dass die Neigung des Schleuderrohres j ! nach Wunsch geändert werden kann.
Die Sehleuderrohre sind aus Weissblech, u. zw. aus einzelnen Elementen, die zwecks Erhaltung der Dichtheit aneinandergeschweisst sind, hergestellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bergeversatzverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass das Material durch eine Schleuderrohrvorrichtung in einen Rohrstrang eingeschleudert wird, in welchen Ventilatoren Wind mit der dem Material durch die Sehleudervorrichtung erteilten Geschwindigkeit einblasen.