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Einrichtung zum Erwärmen von Fliissigkeiten und Gasen.
Vorliegende Erfindung hat eine Einrichtung zum Erwärmen von Flüssigkeiten und Gasen zum Gegenstand, die sich bei denkbar einfachster Konstruktion durch absolut verlässliche Wirkungsweise und Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Überdies ist die Einrichtung sehr raumsparend ausgebildet, lässt sich leicht einbauen und gewährleistet eine ungewöhnlich einfache und vollkommen gefahrlose Handhabung und Verwendung.
Vorstehende Vorteile werden erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die zu erwärmenden Medien, Flüssigkeiten oder Gase an der gemeinsamen Heizeinrichtung in voneinandergetrennten Strömen vorbeigeführt werden, wobei für die Steuerung der Strom-, Flüssigkeits-und Gaszufuhr zweckmässig ein selbsttätiger Schalter vorgesehen ist, der vorerst den Heizstrom einschaltet, nach dessen Unterbrechung die Öffnung des Flüssigkeitsdurehflusses bewirkt und nach Abschaltung des letzteren die Gaszufuhr einschaltet.
Es ist dabei vorteilhaft, wenn die als Heizspirale ausgebildete Heizvorrichtung in einem Hohlzylinder, der mit einem weiteren Hohlzylinder den Behälter für die zu erwärmenden Flüssigkeiten bildet, angeordnet ist und das zu erwärmende Gas durch den zwischen dem Träger der Heizspirale und dem Hohlzylinder gebildeten Raum hindurchgeführt wird und für den Flüssigkeitsdurchfluss ein Ventil vorgesehen ist, welches über eine unrunde Scheibe und einen Hebel durch einen Elektromagnet betätigt wird.
Auch ist es zweckmässig, für die Ableitung der erwärmten Flüssigkeit und des erwärmten
Gases eine Leitung vorzusehen, die aus einem biegsamen mit Mundstück versehenen Rohr für das Gas und einer durch dieses Rohr der ganzen Länge nach geführten Rohrleitung für die Flüssigkeit besteht, welch letztere mit einem hakenförmig gebogenen Ausflussrohr versehen ist. Schliesslich ist für die aufeinanderfolgende selbsttätige Schliessung und Unterbrechung der vorhandenen Stromkreise ein durch Triebwerk angetriebener Schalter vorgesehen, der im wesentlichen aus einer konzentrisch angeordnete Kontaktstreifen verschiedener Länge tragenden Scheibe und mit den Kontaktstreifen zusammenwirkenden Kontaktfedern besteht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Einrichtung schematisch, teils in Ansicht, teils im Schnitt, Fig. 2 zeigt eine Einzelheit, Fig. 3 veranschaulicht die Anordnung beispielsweise bei einer Klosettmuschel.
Die erfindungsgemässe Einrichtung besteht aus einem Hohlzylinder 1, der von einem weiteren Hohlzylinder 2 unter Belassung eines Hohlraumes 3 umgeben ist. Zwischen beiden Zylindern sind an den Enden Distanzringe 4 angeordnet. In dem Zylinder 1 ist gleichachsig mit diesem ein zylindrischer Hohlkörper 5 angeordnet, um dessen Umfang in Schraubenwindungen eine Heizdrahtspirale 6 gewickelt ist. In dem Hohlraum 3 (Wasserbehälter) mündet unten ein Rohr 7 und oben ein Rohr 8. Das zweite Ende des Rohres 7 ist mit einem Hahn 9 versehen und führt zum Spülwasserbehälter, der in der Zeichnung nicht weiter veranschaulicht wurde. Das Rohr 8 ist an seinem zweiten Ende an ein Ventil 10 angeschlossen und tritt aus diesem als Rohr 11 heraus. Dieses Rohr 11 wird in das Innere eines Rohres 12 geführt, welches in den Hohlzylinder 1 mit einem Ende eingesteckt ist.
Die Ventilstange 13 ist federbelastet und wird durch eine unter Wirkung einer Feder 14 stehende unrunde Scheibe 15 betätigt. Die Scheibe 15 ist um 16 drehbar angeordnet und ist mit einem Hebell7 fest verbunden, an dessen freiem Ende der Anker 18 eines Elektromagnetes 19 angelenkt ist. Auf den Hohlzylinder 2 ist ein Gehäuse 20 aufgesteckt, in dem ein Ventilator mit Motor 21 untergebracht ist. Auf das Rohr 12 kann ein biegsames Verlängerungsbzw. Verbindungsrohr 22 aufgesteckt werden, welches ein durch Flachdrücken hergestelltes Mundstück 23 aufweist. Im Mundstück 2. 3 ist ein Rohr 24 befestigt. Dieses Rohr wird mit dem Rohr 11 durch einen Gummischlauch 25 verbunden, der im Inneren des Verlängerungsrohres 22 angeordnet ist.
Das Rohr 24
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tritt aus dem Mundstück 23 in Form einer hakenförmig gekrümmten Ausflussröhre 26 heraus. 27 ist ein zweipoliger Stecker und 28 ist ein Verteiler. Alle bisher beschriebenen Bestandteile der Einrichtung, ausser dem Verlängerungsrohr 22, dem Hahn 9 und Stecker 27, sind in einem in der Zeichnung weiter nicht dargestellten Gehäuse untergebracht.
Der Verteiler 28 besitzt fünf Klemmen I, 11, 111, IV, r zum Befestigen der Leitungsdrähte, wobei, wie aus dem Zeiehnungssehema ersichtlich, zu der Klemme I auf einer Seite ein Pol des Steckers 27 und auf der andern Seite ein Pol der Heizdrahtspirale 6, ein Pol des Elektromagneten 19 und ein Pol des Ventilatormotors : 21 befestigt sind. Der zweite Pol des Steckers 27 ist an der Klemme V, der der Heizdrahtspirale 6 an der Klemme III, der des Elektromagneten 19 an der Klemme Il und schliesslich der des Ventilatormotors 21 an der Klemme IV befestigt. Von den Klemmen II-V führen Leitungsdrähte zu einem automatischen Schalter X.
Dieser Schalter besteht aus einem in einem Gehäuse 29 angeordneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Triebwerk, welches durch eine auf dessen Hauptwelle 30 sitzende Kurbel-37 im Sinne des eingezeichneten Pfeiles aufgezogen
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durch den die Kurbelbewegung bei Verdrehen um 3600 begrenzt ist. Auf der Welle 30 sitzt ferner lose eine Scheibe 34 aus irgendeinem nichtleitenden Material, die mit konzentrisch angeordneten Kontaktstreifen 35, 36, 37 und 38 verschiedener Längen versehen ist. Auf jeden der Kontaktstreifen gleitet je eine Kontaktfeder 39,40, 41 und 42. Von den Kontaktfedern ist die Feder 39 mit dem Kontakt V, die Feder 40 mit dem Kontakt IV, die Feder 41 mit dem Kontakt 111 und die Feder 42 mit dem Kontakt 11 verbunden.
Die Kontaktstreifen 3o-38 stehen untereinander in Verbindung, wie aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich. Die Seheibe 34 ist mit der Hauptwelle 30 durch ein Freilaufgesperre beliebiger
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Ventilteller auf seinem Sitz auf, der Anker 18 befindet sieh ausserhalb der Elektromagnetspule, die Kurbel 37 stützt sich mit ihrem Fortsatz 33 an den Anschlag 32 ab und die Scheibe 34 ist in einer Stellung, bei welcher die Enden der Kontaktfedern39-4 : 2, in der Drehrichtung der Scheibe :
J4 gesehen, unmittelbar vor den zugehörigen Kontal,-tstreifen auf der Scheibe 34 aufruhen. Die Fig. 3 zeigt schliesslich einen Teil der eben beschriebenen Einrichtung bei der Verwendung bei einem Klosett mit Wasserspülung.
Hiebei ist 42 das Sitzbrett und 43 die Klosettmuschel. Die Einrichtung wird mittels des Rohres 44 an den Spülwasserbehälter des Klosetts und der Stecker 27 an die Netzleitung angeschlossen.
Soll nun die Einrichtung in Betrieb gesetzt werden, so wird die Kurbel.'31 in der Pfeilrichtung
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Drehung der Scheibe 34 läuft zunächst die Kontaktfeder 39 auf den Kontaktstreifen B5 auf, wodurch das Gerät an das Netz angeschlossen wird. Der Kontaktstreifen 35 ist derart bemessen, dass das Gerät auf eine vorher festgesetzte Dauer an das Netz angeschlossen bleibt. Daraufhin läuft die Kontakt-
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streifen 36 besitzt nun eine derartige Länge, dass die Heizspirale 6 so lange erhitzt wird, dass sie das später durch den Behälter 1, 2 fliessende Wasser auf etwa 400 C erwärmt. Ist nun die Heizspirale genügend erhitzt, so wird der Stromkreis der Heizspirale 6 durch Herabgleiten der Kontaktfeder 40 vom Kontaktstreifen 36 unterbrochen.
Sofort nach Unterbrechung dieses Stromkreises wird aber durch Auflaufen der Kontaktfeder 41 auf den Kontaktstreifen 37 ein neuer Stromkreis, in dem der Elektromagnet 19 eingeschaltet ist, geschlossen. Hiedureh wird der Anker 18 (wie veranschaulicht) angezogen, der Hebel 17
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in die gezeigte Stellung herabgedrückt. Dadurch wird der Ventilteller von seinem Sitz abgehoben, so dass das Wasser nunmehr aus dem Behälter 1, 2, in welchem es auf 40 C erwärmt wurde, durch das Rohr 8, das geöffnete Ventil 10, das Rohr 11, den Schlauch 25, das Rohr 23 und das Ausflussrohr 26 ins Freie tritt und hier zur Abspülung beispielsweise des Gesässes verwendet wird. Dieser Flüssigkeitsstrom wird unterbrochen, sobald die Kontaktfeder 41 vom Kontaktstreifen 37 abgleitet.
Dadurch wird der Elektromagnet 19 stromlos, der Anker 18 fällt unter der Wirkung der Feder 14 des Hebels 17 ab und die Ventilstange wird durch ihre Feder derart verschoben, dass der Ventilteller auf seinen Sitz zu liegen
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läuft die Kontaktfeder 42 auf den Kontaktstreifen 38 auf. Dadurch wird der Stromkreis des Ventilators 21 geschlossen. Durch den Ventilator 21 wird kalte Luft angesaugt und diese an der Heizspirale 6, die noch genügend warm ist, um die Luft anzuwärmen, vorbeigetrieben. Die erwärmte Luft strömt sodann durch das Rohr 12, das Verlängerungsrohr 22 und tritt durch das Mundstück 23 aus.
Der mit einer gewissen Geschwindigkeit austretende warme Luftstrom dient zum Abtrocknen der vorher mit Warmwasser abge- spülten Körperteile, also beispielsweise des Gesässes. Diese Trocknungsperiode dauert ungefähr 70 Sekunden, je nach Länge des Kontaktstreifens 38. Hiemit ist aber die Wirkung der Einrichtung beendigt, die Kontaktfeder 42 gleitet vom Kontaktstreifen 88 ab und die Kontaktfeder.' ? verlässt nunmehr ebenfalls ihren
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Kontaktstreifen. 35, wodurch der Anschluss des Gerätes an das Netz unterbrochen wird. Die Kurbel 31 wird durch den Anschlag an ihrer Weiterbewegung gehindert und verbleibt in dieser Lage bis zur neuerlichen Betätigung. Das Triebwerk kann nunmehr neuerlich aufgezogen werden.
Im vorstehenden wurde bloss ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben, und können naturgemäss die verschiedensten Abänderungen vorgenommen werden, ohne dass hiedureh
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Schalter X ohne weiteres als Münzautomat ausgebildet sein. Aber auch die Verwendungsmöglichkeit des Erfindungsgegenstandes ist durch das angeführte und veranschaulichte Beispiel keineswegs erschöpft. Die Einrichtung kann vielmehr ganz allgemein in Verbindung mit Wascheinriehtungen beliebiger Art Verwendung finden, ohne dass wesentliche Änderungen erforderlich wären, und kann in dieser Eigenschaft in allen Waschräume untergebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Erwärmen von Flüssigkeiten und Gasen mittels gemeinsamer elektrischer Heizeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die zu erwärmenden Medien, Flüssigkeiten oder Gase, durch eine Umschaltvorrichtung abwechselnd an der gemeinsamen Heizeinrichtung in voneinander getrennten Strömen vorbeigeführt werden.