AT142227B - Anlage zur ununterbrochenen und unmittelbaren Destillation und Rektifikation von vergorenen Flüssigkeiten, die Aceton, Äthylalkohol und Butylalkohol enthalten. - Google Patents
Anlage zur ununterbrochenen und unmittelbaren Destillation und Rektifikation von vergorenen Flüssigkeiten, die Aceton, Äthylalkohol und Butylalkohol enthalten.Info
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Description
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Anlage zur ununterbrochenen und unmittelbaren Destination und Rektifikation von vergorenen Ftussigkeiten, die Aceton, Äthylalkohol und Butylalkohol enthalten.
Unter dem Einfluss gewisser Butylfermente liefern stärke-oder zuckerhaltige Stoffe vergorene Maischen, die zugleich Aceton, etwas Äthanol und endlich einen starken Anteil von Butanol enthalten.
Die unten beschriebene Anlage gestattet, direkt von der vergorenen Maische ausgehend, also ohne eine vorherige Destillation, diese drei verschiedenen Substanzen abzuscheiden und sie bis zur Reinheit zu rektifizieren.
In der Zeichnung ist diese Anlage schematisch dargestellt.
Die Maische wird durch eine geeignete Pumpe, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, durch
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von Aeetondämpfen auf, aber diese können ihr kaum mehr als 48 -500 geben, Sie fällt dann durch das Rohr 2, um in dem Rekuperator 0 viel höher erhitzt zu werden, aus dem die Schlempe von seinen drei Komponenten ganz befreit abzieht. Da diese Schlempe bei ungefähr 1040 C austritt, kommt die Maische auf eine viel höhere Temperatur als der Siedepunkt des Aeetons (58 C).
Die Maische, die dieserart wohl vorbereitet ist zur Abgabe des Acetons, steigt durch das Rohr 3, um die Kolonne A zu speisen, die eine Zahl von Platten besitzt, die hinreicht, um die vollständige Austreibung des Acetons aus der Maisehe sicherzustellen.
Die sich entwickelnden Dämpfe werden in der Plattenkolonne B rektifiziert mit Hilfe des Rückflusses aus dem Erhitzer D und der Kühlkondensatoren E, EI. Das Aeeton wird wasserfrei, aber es enthält einige Aldehyde, die abgeschieden werden müssen. Zu diesem Zwecke wird die Gesamtheit der
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um sich dort zu pasteurisieren. Einige Platten tiefer zieht man sie in reinem Zustande beim Hahn 6 ab, kühlt sie im Kühler R ab, von wo sie zur Ausflusseprouvette 7 gehen.
Um nicht Aceton zu verlieren, geht der Rest an Gasen und Dämpfen, der aus dem Unterteil von E' austritt, in einen kleinen Wasserskrubber F und das Wasser, das diese geringen Mengen von Aceton gelöst hat, kehrt durch das Rohr 8 auf die Platten im Unterteil der Rektifizierkolonne B zurück.
Auf diese Art erfolgt die Destillation und Rektifikation des Acetons.
Die davon befreite Maische fliesst nunmehr auf die unteren Platten von A, denen die Aufgabe zukommt, die Maische endgültig an Äthanol und Butanol zu erschöpfen. Die Dämpfe, die von den oberen
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A'und von B, um die Destillation und die Rektifikation des Acetons zu bewirken.
Der zweite Teil wird durch das Rohr 10 in den unteren Teil der Kolonne G geleitet, die bestimmt ist, das Äthanol zu rektifizieren und es gänzlich von Butanol zu trennen mittels der klassischen Verfahren der kontinuierlichen Rektifikation nach Barbet, d. h., der Kondensationskühler H liefert der Kolonne G
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nicht pasteurisiert, der einige Spuren von Aceton enthält, wird durch das Rohr 11 zu den unteren Platten von B geschickt, während der Rest zur Gänze als Rückfluss im Kopf von G eintritt.
Einige Platten tiefer zieht man durch den Hahn jM den reinen pasteurisierten Alkohol ab, der sich in j abkühlt und durch die Ausflusseprouvette 1., abzieht. Da das Butanol bei einer viel höheren Temperatur siedet als Alkohol, trotz des azeotropischen Punktes, den es in Gegenwart von Wasser zeigt, wird es zur
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Gänze gegen den Unterteil der Kolonne G gedrängt. Man zieht es von dort durch das Rohr 14 ab und dank dem Umstande, dass es ganz befreit ist vom Äthylalkohol und deshalb wenig löslich in Wasser ist, schickt man es in einen Scheider 1. Die Scheidung ist noch besser, wenn man die Flüssigkeit im Kühler R abgekühlt hat.
Die Rückstandswässer der Kolonne G kehren auf die Destillierplatten A zurück.
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eprouvette 15 austritt, ist ein hydrierter Butylalkohol, der ungefähr 83-80% Butanol enthält und demnach seinen azeotropischen Punkt übersteigt, der 630 Butanol ist für 37 Wasser. Von dem Augenblick an, wo der azeotropische Punkt überschritten ist, folgt diese Flüssigkeit der allgemeinen Regel aller azeotropischen Körper : Durch eine letzte Plattenkolonne erhält man einen Dampf, der beim azeotropischen
Punkt ist (63 ) und der bei 92'70 C siedet, d. h. bei einem Punkt, der niedriger ist als der Siedepunkt des flüchtigsten Körpers.
Es destilliert demnach am Kopfe der Kolonne K eine solche Menge von Dampf, dass alles Wasser dort entfernt wird (Kühler M). In der Kolonne K ist kein Rückfluss nötig. Die kondensierte Flüssigkeit kehrt zur Gänze in die Kolonne G zurück, in einer Höhe, die ungefähr 63% Butanol entspricht. Zu gleicher Zeit wird, wenn irgendwelche Reste von Äthanol zurückgeblieben sind, diese Verunreinigung endgültig entfernt und nach G zurückgeschickt. Das Butanol hingegen entwässert sich mehr und mehr, indem es in den Platten K hinuntersinkt, und es ist ganz wasserfrei, wenn es am Grunde der Kolonne angelangt ist, von wo es in Dampfform durch das Rohr 16 abgezogen wird, um in N kondensiert und abgekühlt zu werden, worauf es zur Ausflusseprouvette 17 fliesst.
Wenn der wässerige Alkohol, der diese Kolonne speist, eine geringe Menge von Buttersäure enthält, schickt man diesen Alkohol, bevor man ihn in die Kolonne K eintreten lässt, durch das Gefäss P, das Kreide oder ein Alkali enthält, um ein fixes Butirat zu bilden. Es ist deshalb der bei der Ausflusseprouvette 17 abgezogene Alkohol nicht nur wasserfrei, sondern auch vollkommen rein.
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erhalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anlage zur ununterbrochenen und unmittelbaren Destillation und Rektifikation von vergorenen
Flüssigkeiten, die Aceton, Äthylalkohol und Butylalkohol enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus zwei übereinanderliegenden Teilen bestehende Destillationskolonne (A, A1) vorgesehen ist, der die Maische in vorgewärmtem Zustand zugeführt wird, wobei der obere Teil (i der Destillations- kolonne mittels einer Rohrleitung mit einer Rektifizierkolonne (B) in Verbindung steht, der das unreine
Aceton zur Rektifizierung zugeführt wird und die mittels Rohrleitungen mit einem Vorwärmer, einem
Kondensator und einem KÜhler in Verbindung steht, während der untere Teil (A) der Destillations- kolonne mittels einer Rohrleitung mit einer zweiten Rektifizierkolonne (G)
zur Trennung des Äthyl- alkohols vom Butylalkohol verbunden ist, der ebenfalls ein Kondensator und Kühler zugeordnet ist, wobei der mittlere Teil der Kolonne (G) mittels eines Rohrstranges mit einem Dekantiergefäss in Verbindung steht, das die Scheidung des Butylalkohols vom Wasser durehführt, und dieses Dekantiergefäss (1) mittels eines Rohrstranges mit einer zweiten Rektifizierkolonne (K) verbunden ist, aus der unten der Butylalkohol in Dampfform entnommen wird und einem Kondensator und Kühler zustömt, während der obere Teil dieser Kolonne (K) mittels Rohrsträngen mit einem Kondensator und dem Dekantiergefäss (I) sowie auch mit der Rektifizierkolonne (G) verbunden ist, um das oben der Kolonne (K) entnommene dampfförmige Gemisch aus Wasser und Butylalkohol teils dem ersteren dz teils der letzteren (G)
zuzuführen.
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Claims (1)
- zum Rektifizieren des Acetons (B) ein mit Wasser betriebener Wäscher (F) zur Gewinnung der letzten, nicht kondensierten Spuren von Aeeton angeordnet ist, dessen Waschwasser der Kolonne zum Rektifizieren des Acetons (B) zugeführt wird.3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am oberen Teil jeder der Rektifizierkolonnen abgenommenen unvollkommenen (nicht pasteurisierten) Produkte in die vorhergehenden Kolonnen zurückgeführt und hier von neuem rektifiziert werden.4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstandswässer der beiden Kolonnen zum Rektifizieren des Acetons (B) und des Äthylalkohols (G) alle beide der Anfangskolonne (A,A1) je in geeigneter Höhe wieder zugeführt werden und dass auch der Rückfluss des Dekantier- EMI2.4 führt wird.5. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen das Dekantiergefäss (1) und die Kolonne zum Rektifizieren des Butylalkohols (K) ein mit alkalischer Flüssigkeit beschickter Wäscher P eingeschaltet ist, in dem die Buttersäure zurückgehalten wird, die in dem von dem Dekantiergefäss kommenden Butylalkohol enthalten sein kann.
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1933
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