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triebenen Motor bestehen und bei denen ausser der hydraulischen Kraftübertragung von der Pumpe über den Motor auf die getriebene Welle das Reaktionsmoment der von der treibenden Welle angetriebenen Flüssigkeitspumpe mechanisch auf die getriebene Welle zur Einwirkung gebracht wird. Die Erfindung bezweckt eine einfache Bauweise solcher Getriebe mit hohem Wirkungsgrad und besteht darin, dass die Kolben der Pumpe durch eine Exzenterbahn geführt sind. während die Kolben der stillstehenden Zylinder der Kraftmaschine auf eine Exzenterbahn wirken, und dass beide Exzenterbahnen unverdrehbar auf der getriebenen Welle sitzen. Das Prinzip der Erfindung ist in der Ausführung mit Kolbenzellen, z.
B. in den Fig. 1 bis 4, veranschaulicht. 1 ist die Pumpe (Primärteil), welche von der Kraftquelle angetrieben wird, 11 der Motor (Sekundärteil). Auf der Welle 11 sitzt unverdrehbar der zentrale Führungskörper 10, der gleichzeitig mit Welle 11 die Saug-und Druckleitung zwischen Pumpe I und Motor II bildet. Auf dem Führungskörper 10 sind die zwei Hohlexzenter 5 und 6 in den Führungen 17 verschiebbar gelagert. Die Hohlexzenter 5 und 6 haben Zahnstangen 16, in welche das Zahnrad 1. 5 eingreift und durch Verdrehen desselben in ihrer Exzentrizität gegenläufig verstellt werden.
In den Hohlexzentern J und 6 laufen die Rollen 4 bzw. 7, die mit den Kolben 8 bzw. 9 verbunden sind und je nach der Exzentrizität der beiden Hohlexzenter im Zylinderkörper 3 und 12 eine auf und ab gehende Bewegung erzeugen.
Die Pumpe 1 erzeugt bei ihrer Drehung Drucköl, welches, von der Steuerwelle 11 entsprechend gesteuert, vom Motor 11 verarbeitet wird. Pumpe und Motor sind in der Zeichnung beispielsweise als
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gehalten, so dass sich daher nur der Hohlexzenter 6 drehen kann. Das Zahnrad 15 wird mittels Hebel 13. welcher in die Schaltstange 14 eingreift, verstellt. Diese Sehaltstange wird durch die Klauenkupplung 1. in deren Schlitz eine Schaltgabel eingreift, verstellt und somit auch die Exzentrizität der beiden Hohlexzenter 5 und 6.
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den mit ihr verbundenen Zylinderstern 3. Nach Fig. 1 ist die Exzentrizität des Hohlexzenters 5 gleich Null, so dass die Rollen 4 innerhalb des Hohlexzenters 5 laufen, ohne die Kolben 8 relativ zu den Zylindern 3 zu bewegen, somit auch das 01 nicht unter Druck setzen.
Welle 11 steht still.
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etwas verdreht und dadurch über Zahnstangen 16 der Hohlexzenter 5 aus dem Mittel x-x verschoben, so dass die Pumpe 1 Drucköl erzeugt. Dieses fliesst durch die aus Steuerwelle 11 und Führungskörper 10 gebildeten zwei rautenförmigen Rohren (siehe Fig. 3 und 4) zum : Motor 11, welcher die im Drucköl aufgespeicherte Energie in Drehbewegung umsetzt. Da aber der Zylinderstern 12 sich nicht drehen kann, so dreht dafür der Hohlexzenter 6 im selben Sinne wie Welle 2 den mit ihm verbundenen Führungskörper 10. Da beide Hohlexzenter 5 und 6 durch die Führungen 17 am Führungskörper 10 gefiihrt werden, so drehen beide diesen und somit auch die Steuerwelle 11.
Die Steuerwelle erhält also das Drehmoment der Kraftquelle verlustlos und nur die tberschuss- leistung wird von der Pumpe I mittels Drucköl auf den Motor 11 übertragen, welcher je nach der Grösse der Exzentrizität das zusätzlich notwendige Drehmoment erzeugt. Hydraulischen Verlusten ist daher nur diese Uberschussleistung ausgesetzt, so dass ein ziemlich hoher Gesamtnutzeffekt die Folge ist.
Durch weiteres Verschieben der Klauenkupplung 1 nach rechts wird die Exzentrizität der Pumpe 1 und ihre Förderleistung immer grösser. Die Exzentrizität und damit auch die Schluckfähigkeit des Motors II
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ist aber immer kleiner. so dass Exzenter 6 sich immer schneller zu drehen beginnt. Der zu übertragende Leistungsüberschuss, dessen Grösse bestimmt ist durch die Differenz der Drehzahlen von Welle 2 und 11wird stetig kleiner, der Gesamtwirkungsgrad immer grösser.
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moment ist gleich dem der Kraftquelle.
In diesem Falle sind noch immer diverse Verluste vorhanden ; um auch diese zu beseitigen, wird die Klauenkupplung 1 aus der Stellung, wie Fig. 2 zeigt, noch weiter nach rechts verschoben, so dass der
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trieben nicht erzielt wurde.
In diesem Falle wird durch die immer vorhandenen Leckverluste eine automatische Entspannung des Drucköles erreicht. somit Kolben und Exzenter entlastet, wodurch sich das Getriebe nur leer mit- dreht. Um die geringen Leckverluste während der hydraulischen Kraftübertragung auszugleichen wird durch Bohrung 18, welche mit der Saugseite der Steuerwelle 11 in Verbindung steht, Öl unter geringen
Druck nachgeliefert. Um ein Zurückströmen des Öls zu verhindern, ist ein Rückschlagventil vorgesehen.
Bei Motoren, die eine Schmierpumpe besitzen, kann diese, gleichzeitig an Bohrung 18 angeschlossen, das
Leckölergänzen.
Wird die Klauenkupplung 7 aus der Stellung, wie Fig. 1 zeigt, nach links verschoben, so erreicht man, dass sieh Welle 11 entgegengesetzt dreht (Rückgang).
Durch diese Erfindung wird erreicht :
1. Geringe hydraulische Verluste, da das Drehmoment der Kraftquelle verlustlos übertragen wird, die im günstigsten Falle gleich Null sind (Normalstellung). Kurze leicht zu glättende Verbindung- leitungen. ohne Krümmern, engen Verbindungsstellen und Ventilen.
2. Bei der Übersetzung l : l (Normaldrehzahl) erfolgt die Kraftübertragung auf rein mechanischem
Wege mit geringstem Verlust.
3. Hohe Drehzahl möglich, da sich die Massenkräfte von Pumpe und Motor gegenseitig aufheben.
4. Da Pumpe und Motor reguliert werden. ist die Drehzahl von Null bis zu der der Kraftquelle stufenlos veränderlich.
5. Irgendwelche Anfahrvorrichtung, Kupplung, Sicherheitsventile erübrigen sich.
6. Eine Kühlung des Getriebeöls, auch bei grossen Leistungen ist entbehrlich, da ja bei normalen
Drehzahlen die Übertragung rein mechanisch erfolgt.
7. Bei mechanischer Kraftübertragung wird durch die immer vorhandenen Leckverluste eine Entspannung des Drucköls herbeigeführt, so dass sich das Getriebe leer mitdreht.
8. Nur ein Drehsehieber für Pumpe und Motor vorhanden, der gleichzeitig als Motorwelle dient.
9. Bedienung ist einfach und erfolgt nur durch Verschieben der Kupplung.
10. Das Verstellen der Kupplung könnte bei Kraftfahrzeugen mit Explosionsmotor automatisch vom Unterdruck im Ansaugrohr erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Flüssigkeitsgetriebe mit einer Pumpe und einem von dieser angetriebenen Motor, bei dem
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das Reaktionsmoment der von der treibenden Welle angetriebenen Flüssigkeitspumpe mechanisch auf die getriebene Welle zur Einwirkung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben der Pumpe durch eine Exzenterbahn geführt sind, während die Kolben der stillstehenden Zylinder der Kraftmaschine auf eine Exzenterbahn wirken, und dass beide Exzenterbahnen unverdrehbar auf der getriebenen Welle sitzen.