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Die Kondensationsprodukte. die bei der Einwirkung von Formaldehyd auf Dicyandiamid entstehen (vgl. die österr. Patentschriften Nr. 122275, 123884 und 125704), zeigen bei vorzüglichen Eignungen als Bindemittel zur Herstellung von geschichteten Stoffen die unangenehme Eigenschaft, beim Pressen an den Metalloberflächen sehr stark zu haften. Das übliche Fetten der Pressbleche ist kein brauchbares Mittel zur Behebung dieses Missstandes, weil hiedurch das Aussehen der geschichteten Massen beeinträchtigt wird.
Das gleiche gilt auch für das Bestäuben der Pressbleche mit Metallseifen, wie Aluminium-, Chrom-, Zink-, Calzium-, Magnesium-und Bariumseife, eine Massnahme, die bei der Verarbeitung von natürlichen Harzen, wie Schellack, Kopal, oder künstlichen Harzen, wie Phenol-Formaldehydharzen.
Phtalsäure-Glyeerinprodukten und Harnstofformaldehydharzen, in der amerikanischen Patentschrift Nr. 1558440 in Vorsehlag gebracht worden ist.
Der Erfindung gemäss wird bei der Herstellung von geschichteten Massen unter Verwendung von Dicyandiamid-Formaldehydkondensationsprodnkten als Bindemittel den Kondensationsprodukten selbst eine geringe Menge von Seife einverleibt. Wenn man mindestens in der Decklage solche seifenhaltige Kondensationsprodukte als Bindemittel verwendet, so wird das Haften an den Pressblechen ohne sonstige Nachteile vollkommen vermieden.
Die Seifen können, in fester Form fein verteilt oder zweckmässiger gelöst (z. B. in wässrigem Alkohol), entweder den Kondensationsprodukten oder den zur Tränkung der Papier-oder sonstigen Faserstoffbahnen verwendeten Lösungen der Kondensationsprodukte zugesetzt werden.
Durch die hohe Lösungsfähigkeit des Dicyandiamid-Formaldehydkolloids wird die Lösung der Seifen sehr erleichtert. Wird die Kondensation, wie dies in der österr. Patentschrift Nr. 123884 empfohlen ist, unter Einhaltung einer Wasserstoffionenkonzentration durchgeführt, die geringer ist, als dem Wert ph = 5 entspricht, etwa bei einem ph-Wert zwischen 8 und 10. so tritt die alkalische Reaktion des Reaktionsgemisches befördernd hinzu. Bei diesem Verfahren kann man die Seifen den Kondensationsprodukten auch in der Weise einverleiben, dass man sie zur Einstellung des gewünschten ph-Wertes schon in den Kondensationsprozess einbringt.
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und unsubstituierter höherer Fettsäuren oder Gemische solcher Verbindungen Verwendung finden.
Ausführungsbeispiel : 168 Gewichtsteile Dicyandiamid werden in 400 Gewichtsteile eigen Formaldehyd gelöst, dem 3 Gewichtsteile n-Pyridiniösung zugegeben werden (entsprechend 1 Mol Dieyandiamid zu 2 Mol Formaldehyd). Dieser Reaktionsansatz wird etwa 20 Minuten lang am Rückflusskühler gekocht. Eine von Verunreinigungen des Dicyandiamid herrührende Gilbung der Lösung kann durch Behandlung mit entsprechenden Entfärbungsmitteln, wie beispielsweise Tierkohle. entfernt werden. Zu der Kondensationslösung fügt man nun 0#5-1 Gewichsteil stearinsaures Natrium, welches in 10 Gewichtsteilen Spiritus gelöst ist, zu. Das Natriumstearat löst sieh in der Kondensationslösung vollkommen klar auf.
Durch die so hergestellte Lösung wird die Papierbahn hindurchgezogen, hierauf kurze Zeit bei einer Temperatur von 20-250 C belassen. wobei bereits infolge des hydrophoben Charakters der Kondensationsprodukte ein grosser Teil des Wassers abdunstet. Zur Beschleunigung der Verdunstung muss für entsprechende Erneuerung der Luft Sorge getragen werden. Hierauf wird die Papierbahn. wieder unter stetiger Luftel'l1euerung. einer Temperatur von 80-1000 C unterworfen. Die Temperaturen und Zeiten der Vortrocknung bzw.
Polymerisation können innerhalb weiter Grenzen schwanken : bis-
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behandlung eine gewisse Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. um eine zu rasche. \btrocknung-vor Er- reichung des gewünschten Polymerisationsgrades-zu vermeiden.
Das so hergestellte getränkte Papier kann als sogenannte,. Decklage", z. B. als oberste Schichte bei geschichteten Platten, die sonst ohne Zusatz von Seife zu den Kondensationsprodukten hergestellt sind. verwendet werden. Es ist aber auch möglich, durchgehend Bahnen, die seifenhaltige Kondensations-
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Herausnehmen aus der Heisspresse vollkommen frei zwischen den Pressbleehen und verlassen die Presse mit dem Presshochglanz der Metallplatten.
PATENT-ANSPRITHE :
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sationsprodukten eine geringe Menge Seife einverleibt und solche seifenlialtige Kondensationsprodukte mindestens in der Decklage als Bindemittel verwendet.