AT141498B - Verfahren zur Herstellung von geschichteten Massen unter Verwendung von Dicyandiamid-Formaldehydkondensationsprodukten als Bindemittel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geschichteten Massen unter Verwendung von Dicyandiamid-Formaldehydkondensationsprodukten als Bindemittel.

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AT141498B
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   Die Kondensationsprodukte. die bei der Einwirkung von Formaldehyd auf Dicyandiamid entstehen (vgl. die österr. Patentschriften   Nr. 122275,   123884 und 125704), zeigen bei   vorzüglichen   Eignungen als Bindemittel zur Herstellung von geschichteten Stoffen die unangenehme Eigenschaft, beim Pressen an den Metalloberflächen sehr stark zu haften. Das   übliche   Fetten der   Pressbleche   ist kein brauchbares Mittel zur Behebung dieses Missstandes, weil hiedurch das Aussehen der geschichteten Massen beeinträchtigt wird.

   Das gleiche gilt auch für das Bestäuben der   Pressbleche   mit Metallseifen, wie Aluminium-, Chrom-, Zink-, Calzium-, Magnesium-und Bariumseife, eine Massnahme, die bei der Verarbeitung von natürlichen Harzen, wie Schellack, Kopal, oder   künstlichen   Harzen, wie Phenol-Formaldehydharzen. 



  Phtalsäure-Glyeerinprodukten und Harnstofformaldehydharzen, in der amerikanischen Patentschrift Nr. 1558440 in Vorsehlag gebracht worden ist. 



   Der Erfindung gemäss wird bei der Herstellung von geschichteten Massen unter Verwendung von   Dicyandiamid-Formaldehydkondensationsprodnkten   als Bindemittel den Kondensationsprodukten selbst eine geringe Menge von Seife einverleibt. Wenn man mindestens in der Decklage solche seifenhaltige Kondensationsprodukte als Bindemittel verwendet, so wird das Haften an den   Pressblechen   ohne sonstige Nachteile vollkommen vermieden. 



   Die Seifen können, in fester Form fein verteilt oder zweckmässiger gelöst (z. B. in wässrigem Alkohol), entweder den Kondensationsprodukten oder den zur   Tränkung   der Papier-oder sonstigen Faserstoffbahnen verwendeten Lösungen der Kondensationsprodukte zugesetzt werden. 



   Durch die hohe   Lösungsfähigkeit   des Dicyandiamid-Formaldehydkolloids wird die Lösung der Seifen sehr erleichtert. Wird die Kondensation, wie dies in der österr. Patentschrift Nr. 123884 empfohlen ist, unter Einhaltung einer Wasserstoffionenkonzentration durchgeführt, die geringer ist, als dem Wert ph = 5 entspricht, etwa bei einem ph-Wert zwischen 8 und 10. so tritt die alkalische Reaktion des Reaktionsgemisches befördernd hinzu. Bei diesem Verfahren kann man die Seifen den Kondensationsprodukten auch in der Weise einverleiben, dass man sie zur Einstellung des   gewünschten   ph-Wertes schon in den Kondensationsprozess einbringt. 
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 und unsubstituierter höherer Fettsäuren oder Gemische solcher Verbindungen Verwendung finden. 



   Ausführungsbeispiel : 168 Gewichtsteile Dicyandiamid werden in 400 Gewichtsteile eigen Formaldehyd gelöst, dem 3 Gewichtsteile   n-Pyridiniösung   zugegeben werden (entsprechend 1 Mol Dieyandiamid zu 2 Mol Formaldehyd). Dieser Reaktionsansatz wird etwa 20 Minuten lang am Rückflusskühler gekocht. Eine von Verunreinigungen des Dicyandiamid herrührende Gilbung der Lösung kann durch Behandlung mit entsprechenden Entfärbungsmitteln, wie beispielsweise Tierkohle. entfernt werden. Zu der   Kondensationslösung   fügt man nun   0#5-1 Gewichsteil stearinsaures Natrium, welches   in 10 Gewichtsteilen Spiritus gelöst ist, zu. Das Natriumstearat löst sieh in der   Kondensationslösung   vollkommen klar auf.

   Durch die so hergestellte Lösung wird die Papierbahn hindurchgezogen, hierauf kurze Zeit bei einer Temperatur von   20-250 C belassen.   wobei bereits infolge des hydrophoben Charakters der Kondensationsprodukte ein grosser Teil des Wassers abdunstet. Zur Beschleunigung der Verdunstung muss für entsprechende Erneuerung der Luft Sorge getragen werden. Hierauf wird die Papierbahn. wieder unter stetiger   Luftel'l1euerung.   einer Temperatur von   80-1000 C unterworfen.   Die   Temperaturen   und Zeiten der Vortrocknung bzw.

   Polymerisation können innerhalb weiter Grenzen schwanken : bis- 

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 behandlung eine gewisse Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. um eine zu   rasche. \btrocknung-vor Er-   reichung des   gewünschten     Polymerisationsgrades-zu   vermeiden. 



   Das so hergestellte getränkte Papier kann als sogenannte,. Decklage", z. B. als oberste Schichte bei geschichteten Platten, die sonst ohne Zusatz von Seife zu den Kondensationsprodukten hergestellt sind. verwendet werden. Es ist aber auch   möglich,   durchgehend Bahnen, die seifenhaltige Kondensations- 
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 Herausnehmen aus der Heisspresse vollkommen frei zwischen den Pressbleehen und verlassen die Presse mit dem   Presshochglanz   der Metallplatten. 



    PATENT-ANSPRITHE :   
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 sationsprodukten eine geringe Menge Seife einverleibt und solche seifenlialtige Kondensationsprodukte mindestens in der Decklage als Bindemittel verwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Patentanspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Seife in den Kondensationsprozess eingebracht oder der Lösung der Kondensationsprodukte in gelöster Form. zweckmässig in Form einer wässrig-alkoholiselhen Lösung, zugesetzt wird.
AT141498D 1932-10-10 1932-10-10 Verfahren zur Herstellung von geschichteten Massen unter Verwendung von Dicyandiamid-Formaldehydkondensationsprodukten als Bindemittel. AT141498B (de)

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