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SelbstfahrendeSchweiss-oderBrennschneidmaschine.
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in der einen Richtung unmittelbar an eine solehe in einer andern Richtung zu reihen, ohne dass eine Arbeitsunterbreehung stattfindet. Ferner versagen die bisherigen Maschinen beim Schneiden in einer Richtung, die nicht im rechten Winkel zur vorhergegangenen liegt. Traten derartige Fälle auf. so war
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einem Motor aus. was verwickelte und empfindliche Getriebe erfordert. Ein grosser Nachteil tritt bei derartigen Maschinen beim Übergang von der Gerad-in die Kreisbewegung dadurch auf, dass sich die Vorschubgeschwindigkeit mit dem Richtungswechsel ändert. Diesen Fehler versuchte man bisher durch Auswechslung von Zahnrädern oder durch Zusatzgetriebe auszugleichen.
Ein unbedingt gleichmässiger Vorschub konnte aber mit diesen Mitteln nicht erreicht werden : die Maschine musste vielmehr nach dem Einleiten der neuen Bewegung bei allzu krassen unterschieden in der Vorschubgeschwindigkeit am Hauptgetriebe nachgeregelt werden. Es ist dies ein grosser Mangel, denn gerade beim Schweissen oder Brennschneiden muss das Hauptaugenmerk auf den Bearbeitungsvolgang gerichtet sein. was sich nur erreichen lässt. wenn möglichst wenig Nebenumstände gleichzeitig zu beobachten sind.
Weitere Nachteile der bekannten Maschinen sind darin begründet, dass man Elemente übernommen hat. die sieh zwar im allgemeinen Werkzeugmaschinenbau bewährt haben. die aber gerade bei Schweissund Brennschneidmaschinen nicht als Ideallösung anzusehen sind. So wird z. B. der Richtungswechsel oder die Einleitung einer andern Bewegungsart des Brenners durch Zahn- oder Reibungskupplllngen. in manchen Fällen sogar durch unmittelbares Schalten von Zahnrädern herbeigeführt. Die dabei auftretenden Mängel sind Rutschen der Kupplung oder Aufeinanderstossen von Zähnen und Klauen. Ein augenblicklicher Stillstand des Brenners ist die Folge. Dieser muss aber unter allen Umständen vermieden werden, da sonst schwere Beschädigungen des zu bearbeitenden Werkstückes eintreten.
Alle diese Nachteile der bekannten Maschinen werden gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass bei einer Maschine mit längs, quer und im Kreise beweglichem Brenner für jede einzelne Bewegungsart eine besondere schalt-und in der Geschwindigkeit regelbare Kraftquelle vorgesehen ist. Es sind zwar auch schon Maschinen bekannt, bei denen einzelne dieser Bewegungsarten durch besondere Motoren herbeigeführt werden. Bei einer dieser Maschinen wird eine den Kreuzschlitten tragende Hängesäule zwecks Bewegung des Brenners im Kreise mittels eines besonderen Motors gedreht, ausserdem ist für die Längs-und für die Querbewegung ein gemeinsamer besonderer Motor vorgesehen.
An und für sich ist es mit dieser Maschine möglich, von einer Geraden in einen Kreis überzugehen, jedoch nicht unabhängig von der Geradbewegung.
Bei einer andern bekannten Maschine sind zwei Geradführungen im Winkel zueinander verstellbar und für jede dieser Führungen ist ein besonderer Motor vorgesehen. Bei dieser Maschine muss erst der Winkel der beiden FÜhrungen eingestellt werden : andere Winkelschnitte als den unter dem eingestellten
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vorzunehmen.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel einer Maschine gemäss der Erfindung.
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An Ständern 1 sind U-förmige Schienen 2,. 3 befestigt. Durch die Ständer 1 und die Schienen 2, : j wird eine Laufbahn für einen Querarm 4 gebildet. Die am Querarm 4 befestigten Laufrollen 5, 6 dienen zu dessen Führung an den Laufschienen 2, 3. An der Laufschiene 2 ist eine Zahnstange 7 angebracht. in die ein im Querarm 4 gelagertes Stirnrad 8 eingreift. Das Stirnrad 8 wird von dem Motor 9 angetrieben.
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kohlen 13, 14 wird der Strom zum Druckknopfschalter 15 und von hier über den Regelwiderstand 16 zu dem Motor 9 geleitet. Von den drei Druckknöpfen des Schalters 15 dient der mittlere zu Stromunterbrechung, einer der beiden andern Druckknöpfe schaltet den Rechts-, der andere den Linkslauf des Motors 9 ein. Die Schaltungsart ist bekannt und nicht weiter erläutert.
Durch den Widerstand 16 wird in bekannter Weise die Drehzahl des Motors 9 verändert, die an der Skala 17 abzulesen ist. Wird
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arm 4 an der Schiene 2 entlang. Der Querarm 4 ist als Laufbahn für den den Brenner tragenden Laufwagen 18 ausgebildet (Fig. 3). Mittels der Laufrollen 19, 20 wird der Laufwagen 18 am Querarm 4 geführt. Das im Laufwagen 18 gelagerte Stirnrad 22 greift in die am Querarm 4 befestigte Zahnstange 21 ein. tber die Kegelräder 23, 24 sowie die Stirnräder 2J, 26 wird es vom Motor 27 angetrieben. Der Motor 27
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bewegung. Zur Steuerung dieses Motors 35 dient der Druckknopfschalter 41, zur Drehzahlregelung der Widerstand 42.
Der Strom für die Motoren 27, 35 wird über die Schleifkohlen. 30, 31 von den im Querarm 4 auf der Isolierunterlage 34 befestigten Stromschienen 32, 33 abgenommen. Die Skala 4-5 zeigt die Geschwindigkeit, mit der der Laufwagen 18 fortbewegt wird. an. während auf der Skala 46 die einzelnen Kreisgeschwindigkeitel1 ablesbar sind. Verschiebbar im Lager 40 ist ein Rohr 43 angeordnet. das den Brenner 44 trägt. Durch Verschiebung des Rohres 4. 3 im Lager 40 lassen sich wie bekannt die jeweils gewünschten Kreisdurchmesser einstellen.
Fig. 7 zeigt eine Sehnittform. die häufig in allen eisen-und stahlverarbeitenden Betrieben auftritt, sei es in Gestalt von Knotenblechen oder in Gestalt von Aussparungen in Trägern oder Rahmen.
Derartige und ähnliche Aufgaben konnten bis jetzt von den eingangs erwähnten bekannten Maschinen nur unter Verwendung von Schablonen in einem Zuge geschnitten werden. Nachstehend soll gezeigt werden, wie diese Form mit der Maschine gemäss der Erfindung nur durch Schalten der einzelnen Bewegungsarten und deren Zusammensetzung unter verschiedenen Geschwindigkeiten hergestellt werden.
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schneiden. Das Werkstück wird mit seiner der Maschine zugekehrten Seite 51 parallel zu den Schienen 2. 3 gelegt.
Bei a wird mit dem Schneiden begonnen. u. zw. durch Eindrücken des rechten Druekknopfes des Schalters 28. wobei angenommen ist, dass die rechten Druckknöpfe der einzelnen Schalter den Rechts-
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des Sehalters 13 eingedrückt, worauf sich der Querwagen 4 nach links auf den Schienen 2.. 3 bewegt. Es laufen jetzt also der Querwagen 4 und der Laufwagen 18. Die Geschwindigkeit des Motors 9 muss dabei etwas grösser sein als die des Motors 27. Diese Motorgeschwindigkeiten hängen natürlich immer ab von der zu bearbeitenden Stärke des Werkstückes und vom Verhältnis der beiden Katheten. die sieh ergeben, wenn man die unter Anwendung der beiden Motoren 9, 27 erzielte Schnittlinie als Hypotenuse betrachtet.
Das Verhältnis der Motorgeschwindigkeit muss also dem Kathetenverhältnis entsprechen. Die für die einzelnen Winkel nötigen Geschwindigkeiten können auf einer Tabelle festgelegt sein. Nachdem der Brenner bei e angelangt ist, wird der Mittelknopf des Sehalters 15 gedrückt, wodurch der Motor 9 ausser Betrieb gesetzt wird, während der Motor 27 den Laufwagen 18 von c bis cl bewegt. Kurz vor dem
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mittels des Schalters 28 stillgesetzt.
Diese Schaltungsart ist deshalb nötig, damit der Brenner keinen Augenblick stillsteht und das Werkstück beschädigt. Somit müssen alle Bewegungen unabhängig voneinander schaltbar sein, damit es möglich ist, erst die neue Bewegung vor Stillsetzung der vorhelgehenden einzusehalten. Durch den Motor 85 wird nun der Brenner im Kreisbogen von cl bis e geführt. Der Halbmesser des letzteren wurde natürlich vor Beginn des Schnittes bereits eingestellt durch entsprechendes
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entlang von e bis f.
An Punkt tangelangt, wird der linke Druckknopf des Schalters 28 eingedrückt und zu der vom Motor 9 erzeugten Bewegung entlang den Schienen 2, 3 tritt noch die Bewegung des Laufwagens 18 am Querarm 4 durch den Motor 27. In diesem Falle ist nun die eintretende Brennerrichtung/-g parallel zu der bereits geschnittenen Linie b-c und die bereits für diese Linie eingestellten Geschwindigkeiten für die Motoren 9, 27 können daher beibehalten werden. Es wäre ebenso gut möglich, in einen andern Winkel überzugehen, nur müssten die Geschwindigkeiten entsprechend anders eingestellt werden. was natürlich vor Umschalten auf Motor 27 durch entsprechendes Einstellen des Widerstandes 29 geschehen müsste.
Die Geschwindigkeit des Motors 9 dagegen müsste während der Bewegung auf der Linie e-i ebenfalls kurz vor Punkt f entsprechend eingestellt werden. Bei Punkt g angelangt, wird der Motor mittels des Schalters J abgestellt : der Brenner steht nur noch unter dem Bewegungseinfluss
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der Halbmesser R'eingestellt wurde. Durch Einschalten des linken Druckknopfes des Schalters 15 bewegt sich der Brenner zunächst von ibis k. Hier wird mittels des Schalters 41 die Kreisbewegung ausgelöst und dann der mittlere Knopf des Schalters 15 bedient. Kurz vor 1 werden die rechten Druckknöpfe der Schalter 15, 28 gedrückt und dann der mittlere Knopf des Schalters 41.
Die Geschwindigkeiten der beiden eingeschalteten Motoren 9. 27 werden zuvor, wie bei dem Schnitt der Fig. 7 bereits erläutert, auf einander abgestimmt. Der Brenner bewegt sich nun von Ibis m. Kurz vor 111 wird wieder
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Kreisbewegung mit dem'Schalter 41 vor dem Stillsetzen mittels der Schalter 15, 28 eingeschaltet wird. wodurch der Brennerweg o-p herbeigeführt wird. Hier Bedienung der-linken Druckknöpfe der Schalter 15, 28 und Stillsetzen der Kreisbewegung mittels des Schalters 41. Der Brenner läuft in Richtung p-q. In q Wiedereinschalten der Kreisbewegung mittels Schalter 41 und Stillsetzen mittels
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vor dem Stillsetzen der Bewegungen der Brenner abgestellt.
Die sich ergebenden Anwendungsmöglichkeiten zur Herstellung von Schnitten aller Art von Teilen, die aus Geraden in verschiedenen Winkeln aneinanderstossend und mit anschliessenden Kreisbögen bestehen, sind unzählig. Bei grossen. sperrigen Werkstücken kann es vorkommen, dass der Be-
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kann damit abgeholfen werden, dass man diese beiden Teile in dem Laufwagen 18 unterbringt und den Strom über Schleifkohlen, ähnlich den Kohlen-30.. 31, und entsprechend angeordnete Stromschienen, ähnlich den Stromschienen. 32.,'33, zuführt. Vor Beginn seiner Arbeit kann der Bedienungsmann die notwendigen Geschwindigkeiten einstellen. so dass er sich um diese während der ganzen Arbeit nicht mehr zu kümmern braucht.
Durch das Fehlen von Kupplungs- und Zahnräderschaltungen ist das durch
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1. Selbstfahrende Schweiss- oder Brennschneidmaschine mit längs. quer und im Kreise beweglichem Brenner, bei der jede einzelne Bewegungsart für sich schalt- und regelbar i st, dadurch gekennzeichnet, dass jede einzelne Bewegungsart von einer besonderen schalt- und in der Geschwindigkeit regelbaren elektrischen Kraftquelle aus herbeigeführt wird.
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