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Anordnung zum Senden und Empfangen ultrakurzer Wellen.
Wie schon bekannt, können zum Senden und Empfangen von ultrakurzen Wellen Glühkathodenröhren verwendet werden, die als ; 3ehwingungssystem Spiralkreise enthalten. Bei geeignet gewählten Spannungen an den Elektroden der Röhren können diese Spiralkreise durch die Elektronenbewegung
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gelingt jedoch ohne weiteres nicht, trotz richtig angelegter Spannungen und genügend hoher Emission. Dies hat seinen Grund darin, dass ein solcher Spiralenkreis im wesentlichen nur einen Freiheitsgrad besitzt, nämlich den der Grundwelle.
Man kann nun ein zunächst homogenes Resonanzgebilde, wie es
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ein Spa, nnungsknoten. Das ganze Gebilde besitzt in dieser Form neben der Grundwelle, die nunmehr eine. viel grössere Dämpfung besitzt als früher, einen ganz ausgeprägten zweiten Freiheitsgrad, welcher der durch die Teilabschnitte festgelegten Oberwelle entspricht und es gelingt verhältnismässig leicht, den Spiralenkreis in dieser Oberwelle anzuregen. Die Abgriffe sind zweckmässig senkrecht mit dem Schwingkreis geführt, um Kopplungen zu vermeiden. Der geschlossene bzw. offene Schwingkreis kann irgendeine der Elektroden als anregenden Bestandteil enthalten. Er kann auch mehreren Elektroden gleichzeitig angehören.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt die Fig. 1. Mit I ist die Kathode, mit 2 die Gitterelektrode und mit 3 die Bremselektrode einer Ultrahochfrequenz-Dreielktrodenanordnung bezeichnet.
Die als Drahtspirale ausgebildete Gitterelektrode bildet zusammen mit dem Bügel 4 den ultrakurz-
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geschlossene Gitterspirale 9 gebildet. Mit 11 ist die Glühkathode bezeichnet. Diese Zweielektrodenanordnung kann beispielsweise mit Magnetfeld zu Schwingungen angeregt werden. Durch die passend verteilten Zuleitungen , M, 14 und 13 wird der geschlossene Spiralenkreis wieder in eine gerade Anzahl von Abschnitten eingeteilt und kann in der entsprechenden Oberwelle erregt werden. Zur Vermeidung schädlicher Kopplungen sind die vier Zuleitungen senkrecht zu dem Schwingkreis geführt. Die Zuleitungen sind ausserdem noch durch die gemeinsame Abschirmplatte 16 zu verstimmen. Die auftretende Spannungsverteilung auf dem Spiralenkreis ist ebenfalls angedeutet.
In Fig. 3 ist die gleiche Anordnung nur mit einem offenen Spiralenkreis 17 dargestellt. Der Spiralenkreis ist durch die drei Zuleitungen 18, 19 und 20 in vier Abschnitte eingeteilt und kann in der ersten Oberwelle erregt werden. Die Zuleitungen sind wieder senkrecht zum Schwingkreis geführt und durch
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Fig. 4 stellt die gleiche Dreielektrodenanordnung wie Fig. 1 mit Glühkathode 1, Gitterelektrode 2, Bremselektrode 3, Verbindungsbügel 4 und Zuleitung 5 dar. Nur sind an Stelle der weiteren Zuleitungen Verbindungsstücke 22, 23 und 24 getreten, die die Stellen des ultrahoehfrequenten Schwingkreises überbrücken, die zu Spannungsknoten werden sollen. Zweckmässig sind diese Verbindungsstücke kurz im Vergleich zur Wellenlänge gehalten.
Mit den dargestellten Verbindungsstücken schwingt der Spiralenkreis in der ersten Oberwelle.
Die Zahl solcher Verbindungsstücke kann beliebig vergrössert werden.
Würde man extrem kurze Wellen mit Anordnungen erzeugen wollen, die in der Grundwelle schwingen, so käme man zu sehr kleinen Abmessungen und damit auch zu sehr kleinen Energien. Durch die vorliegende Erfindung gelingt es, mit Hilfe noch grosser Schwinggebilde extrem kurze Wellen zu
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erzeugt werden. Die Zuleitungen bzw. Verbindung-un Haltestreben verleihen der Anordnung weithin eine grosse Festigkeit, so dass keine Formänderungen des Eletkrodensystems und damit auch keine Wellen- längenänderungen auftreten. Ferner tritt durch die grosse Zahl der Zuleitungen eine vermehrte Wärme-
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PATENT-ANSPRtCHE :
1. Anordnung zum Senden und Empfangen ultrakurzer Wellen mittels Drei-und Mehrelektroden- anordnung in Bremsfeld-bzw.
Rückkopplungsschaltung bzw. Zweielektrodenanordnung in Magnetronschaltung, die als Ultrahochfrequenzsehwingsystem offene oder geschlossene Schwingkreise enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingkreise an mehreren Stellen mit Zuleitungen, Haltestreben bzw.
Verbindungsleitungen versehen sind, so dass diese Stellen die Sehwingungsknoten einer erregten Oberwelle werden oder werden können.