AT140220B - Verfahren zur Herstellung von Überzügen aus Aminharzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Überzügen aus Aminharzen.

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AT140220B
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    Vpnahren zur Jtersteiiullg von Lbcrzugen aus Ammnarzcn.   



   Die in den Patenten   120862, 123866, 127008, 132705. 134996 und] 33902 beschriebenen oder in   analoger Weise erhaltenen Aminharze sind durch ihre wertvollen Eigenschaften hervorragend geeignet zur Herstellung von gegen physikalische und chemische Einflüsse besodners widerstandsfähigen Press- 
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 geformte Unterlagen gerade bei dieser Gruppe von Harzen mit Schwierigkeiten verbunden sind. 



   Abgesehen davon, dass die Anwendung von Lösungsmitteln immer eine Verteuerung des Verfahrens bedingt, können bei   der aminharzen   besondere   Erschwerungen   auftreten, die durch die Natur der erforder- 
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 sein können. 



   Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass diese Schwierigkeiten sich überwinden lassen, indem man diese Aminharze in Form von Suspensionen auf die Unterlagen aufbringt, auf denen sie sich ohne Beeinträchtigung ihrer Härtbarkeit oder thermoplastischen Eigenschaften so 
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 aushalten. Durch Einwirkung ausreichender Drucke und höherer Temperaturen, z. B. in einer   Heiz-   presse oder unter geheizten Druckwalzen, gehen diese Harzschichten in   iTjerzüge   von grösster Widerstandfähigkeit gegen chemische   und physikalische Einflüsse über. Als Suspensionsmittel kann jedes   
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 Alkohole oder Kohlenwasserstoffe in Betracht. 



   Es war in keiner Weise vorauszusehen, dass auch die unschmelzbaren und sehr schwer löslichen   Aminharze- unter Aminharzen sollen im   folgenden immer die in den erwähnten Patenten   beschriebenen   oder in analoger Weise erhaltenen Harze verstanden werden-sich ohne Lösungsmittel so fixieren lassen   würden,   dass sie nicht abstäuben oder abblättern. Dieser überraschende Erfolg wird erreicht einerseits durch Anwendung fein zerteilter Suspensionen, anderseits durch Fixierung der   anfänglich   losen und reibunechten   tberzüge durch Druck oder/und Wärme, z.   B. durch Kalandrieren.

   Auf dem so erzeugten Überzug kann gegebenenfalls auf gleiche Weise eine zweite Schicht angebracht werden und so fort, so dass sehr grosse Harzmengen aufgebracht werden können, ohne dass die Schicht abblättert oder   krümelt.   Das Auftragen und Fixieren kann auch in eine Operation zusammengezogen werden, wenn die Unterlage 
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 fixiert wird. indem man beispielsweise eine Papierbahn fest anliegend über einen geheizten Troekenzylinder führt und die Harzsuspension aufspritzt. Die Suspensionen werden in beliebiger Weise durch Aufstreichen, Spritzen, Tauchen, Quetschen, Bedrucken oder irgendeine übliche Massnahme aufgebracht. 



  Sie können durch   Nassmahlung   der Harze erzeugt werden, wobei es vorteilhaft sein kann, durch Netzmittel, Schutzkolloide u. dgl. die Zerteilung zu befördern, man kann aber auch bei der Herstellung der Harze die Fällung so leiten, dass die Harze direkt in der gewünschten Feinheit anfallen. Sollen   Härtung-     Fluss,   Weichmachungsmittel. Farbstoffe und sonstige Zusätze   mitaufgebracht   werden,   so können sie   dem Harz bei der Mahlung zugesetzt oder in geeigneten Fällen schon bei der Herstellung der Harz ein irgendeinem Stadium der Kondensation zugegeben werden, worauf das gefällte   und ausgewaschene   Gemisch vermahlen wird. 



   Die oben beschriebene Fixierung der Überzüge kann mit der endgültigen Druck-und Wiirmebehandlung vereinigt werden, wenn zwischen Trocknen und Fertigpressen keine   Manipulation nötig   ist, die ein Abblättern des nicht fixierten   Überzuges bewirken könnte. So kann man beispielsweise   auf 
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 leiten und dann zwischen geheizten Kalanderwalzen   durchführen,   um auf der behandelten Papierseite einen glatten, waschechten und widerstandsfähigen Überzug zu erhalten. Im allgemeinen wird man aber vorziehen, den Überzug zu fixieren, um nachher zu beliebiger Zeit die so behandelten Unterlagen für die endgültige Verformung etwa durch Schneiden, Falzen, Schichten usw. herrichten, oder gegebenenfalls in dieser Form in den Handel bringen zu können. 



   Diese nach dem   vorliegenden Verfahren erzeugten,   reaktiven   Aminharzschichten   sollen unter anderm einerseits zur Erzeugung chemisch und physikalisch widerstandsfähiger Oberflächen dienen, anderseits zur Verbindung gleicher oder verschiedener Unterlagen Verwendung finden. 



   Die   Aminharze   zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Zähigkeit und Elastizität aus, die durch 
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 während bei wenig temperatur- und druckempfindlichen Unterlagen Harze gewöhlt werden können, die bei höheren Pressdrucken- und -temperaturen besonders günstige Eigenschaften aufweisen. 



   Als sehr wertvoll haben sich Überzüge von Aminharzen auf Unterlagen erwiesen, die bereits.   z.   B. nach Patent Nr. 127008 und Nr. 137674, mit Aminharzen durchsetzt sind. Sollen aus geschichteten Harzpapieren Platten mit besonders glänzenden und dichten, eventuell gefärbten oder gemusterten 
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   Handelt es sieh um die Herstellung aussergewöhnlich harzreicher Platten aus harzhaltigen Papieren nach Patent Nr. 127008 und   137674. so kann   es ans   technischen Gründen zweckmässig sein.   dem Papier nicht alles Harz schon bei der Herstellung einzuverleiben. Nach dem vorliegenden Verfahren ist es nun ein leichtes, weitere   Harzmengen   ein-oder beidseitig in fast beliebiger Stärke   aufzubringen   und diese Papiere dann in üblicher Weise zu schneiden, schichten und verpressen. 



   Es steht natürlich frei. zu den   Überzügen dasselbe Aminharz zu   verwenden wie in der Unterlage oder ein anderes oder   Gemische   von solchen. Die Unterlage kann auch andere Harze als Aminharze enthalten, wenn dieses für besondere Zwecke Vorteile bietet. 



   In gleicher Weise wie hier die Pressung der Unterlage mit der   Erzeugung   der widerstandsfähigen   Oberfläche   in einem Arbeitsgang geschieht,   können     auch Überzüge und Auflagen   auf andersartige Unter- 
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 platten, wie sie zur Herstellung von Sperrhölzern verwendet werden. in üblicher Weise mit gekreuzten Fasern aufeinandergeschichtet werden, nachdem sie beidseitig mit einem Überzug   von Aminharz   nach vorliegendem Verfahren versehen wurden.   Durch Pressung   bei   erhöhter Temperatur etwa zwischen   polierten Metallplatten erhält man ein Sperrholzbrett vom Aussehen hochglanzpoliertenm Holzes, dessen einzelne Schichten ausserordentlich fest. wasserbeständig und elastisch miteinander verbunden sind.

   Die 
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 überzogenen Papieren oder Geweben erfolgen. 



   Die Maserung kommt durch den Harzüberzug voll zur Geltung, besonders wenn als   oberste Schicht   ein gleich behandeltes Furnierblatt genommen wird
Einer weiten Anwendung sind beidseitig mit Überzügen versehene Papier- und Gewebebahnen fähig. Einerseits lassen sich daraus durch Heisspressung Folien von besodners gleichmässiger Oberfläche erzeugen, anderseits können sie. wie schon erwähnt, dazu verwendet werden, besodners beständige Verbindungen zwischen Unterlagen, auf denen   sich Überzüge weniger einfach anbringen   lassen, herzustellen. 
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 versehen und daraus äusserst zähe und   elastische Presskörper erhalten werden,   oder man kann durch Quetschen u. dgl. dafür sorgen, dass das Harz das Gewebe völlig durchsetzt und durch Pressen völlig durchtränkte Formlinge entstehen. 



   Weiterhin können auch provisorisch vorgeformte Unterlagen gleichzeitig mit der Erzeugung der   widerstandsfähigen Oberflächen verpresst werden, indem   man beispielsweise ein nach Patent 127008. 



  133902 und 137674 hergestelltes trockenes Gemisch von Zellstoff mit Aminharz kalt zu einem Karton verpresst und auf diesen eine Suspension von   Aminharz   aufträgt oder ein nach vorliegen- 
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 arbeitet (Papier 1). 



   B. Ein wie oben   hergestelltes Aminharz   wird nach Entfernung der   Säure filtriert und gründlich   
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 mit Aminharz überzogenen Gewebes aufeinandergeschichtet und in üblicher Weise verpresst so erhält man ausserordentlich zähe, biegsame und elastische Presskörper. 
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  Geschmeidigkeit und Aufklebbarkeit derselben zu beeinträchtigen. 



   Beispiel 8 : A. Eine analog Beipsiel 1 aus 93 Teilen Anilin, 80 Teilen Salzsäure, 85 Teilen Formaldehyd zig und 500 Teilen Wasser hergestellte Kondensationslösung wird mit 30   Teilen Titanoxyd   
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 mit 1000 Teilen   Tragantverdickung und 1000 Teilen   Wasser zu einer   gleichmässigen Druckpaste verrieben.   



   C. 100 Teile einer 20% igen Suspension eines Aminharzes nach Beispiel 1 werden mit 10 Teilen eines Pigmentes, wie Signalrot,   Miloriblall,   vermahlen und mit 100 Teilen Trangantverdickung zu einer glatten Druckpaste verrieben. 
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 fixiert wird. b) Auf diesem Papier können nun mit Hilfe der Druckfarben nach B und C in üblicher Weise farbige Muster erzeugt werden, sei es durch AUfstreichen oder Aufspritzen mit Hilfe von Schablonen oder durch Druckwalzen u. dgl. Auch diese Muster werden in gleicher Weise durch Erwärmen oder Kalandrieren fixiert. 



   Zur Erzeugung von klaren Farbtönen auf hellem doer hellfarbigem Untergrund wird nun beispiels- 
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 auf der Oberfläche aufgerauht, worauf zur   Verdeckung   der Grundfarbe zwei Blatt nach D   (i)   behandeltes Papier aufgelegt und als Deckblatt ein ebensolches nach D b) mit einem farbigen Muster versehenes Blatt aufgebracht wird. Durch Verpressen erhält man nun eine   homogene   Platte,   deren Oberfläche   ein Muster in klaren Farben auf hellem Grunde zeigt, das gegen Lösungsmittel und snstige physikalische und chemische Einflüsse ausserordentlich beständig ist. Natürlich kann die Herstellung der Platte auch gleichzeitig mit dem Aufbringen der   Deekblätter   erfolgen. 



   Beispiel 9 : Eine nach   Beispiel : J hergestellte Suspension eines Aminharzes wird auf   ein Furnierblatt beidseitig in dünner Schicht aufgebracht und fixiert.   Dieses Furnierblatt   legt man auf ein Paket 
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 dessen   Oberfläche   das Aussehen eines   hoehglanzpolierten     Edelholzes zeigt. Das Fnrnierblatt   ist ausserordentlich fest mit der Unterlage verbunden, die ganze Platte zeigt eine grosse mechanische und ehemische Widerstandsfähigkeit und ist für Wandbekleidungen u. dgl. gut geeignet. 



   Beispiel 10 : Eine naelh Patent Nr. 120862, Beispiel 1 aus Aminharz gepresste Platte wird auf einer Seite aufgerauht, ebenso eine Platte aus einem Harnstoff-Formaldehyde-Kondensationsprodukt. 
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 platten gegeneinander gekreuzt sind. Durch Verpressen bei geeigneten Drucken und Temperaturen erhält man eine Sperrholzplatte, deren einzelne   Schichten sehr   fest miteinander verbunden sind und deren Oberflächen das Aussehen politierten Holzes zeigen, indem die   Maserung des Holzes durch die   dünnenAminharzdeckschichtensichtbarist. 



   - Beispiel 12 : Eine glatte Eternitplatte wird mit einer Suspension eines Aminharzes bestrichen. die analog Beispiel 8 A hergestellt wurde und auf 100 Teile Harz 15 Teile Asbestin und 420 Teile Titanweiss enthält.   Der Überzug wird durch Erwärmen   fixiert und dann nach Beispiel 8 D b1 ein farbiges Muster erzeugt und ebenfalls   fixiert. Wird nun   die Platte zwischen   politierten   Metallplatten   gepresst, so erhält   man einen   emailartigen   Überzug von grosser mechanischer und chemischer Widerstandsfähigkeit und hohem Glanz. 
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 Zinkstearat vermischt und zu einer homogenen Suspension vrmahlen.

   Diese Suspension wird nun in bekannter Weise beidseitig auf ungeleimtes papier aufgebracht und dieses bei etwa 140  durch einen Troekenkanal zwecks   Fixierung   und Trocknung geführt. Wenn nötig, wiederholt man die Operation, bis ein Harzgehalt von   50" n erreicht ist. worauf   man es in Blätter von passender   Grösse schneidet. Diese   Blätter können als Deckschiechten auf verschiedenen Unterlagen dienen, besonders wenn von einem 
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 Durch Aufeinanderschichten und Verpressen mehrerer solcher Blötter werden Frmstücke mit ausgezeichneten mechanischen und chemischen Eigenschaften erhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur   Herstellung von Überzügen aus Aminharzen, wie sie durch   saure   Kondensation   von primären   aromatischen     Aminen   mit 1 und mehr Mol Formaldehyd oder durch   Behandlung von   
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 Entfernung der Säure oder durch Vereinigung dieser Harze mit Aldehyden und aldehydabgebenden Substanzen. Fluss-, Härtungs- und Weichmachungsmitteln u. dgl. entstchen. dadurch gekennzeichnet, dass man die Aminharze in Form von Suspensionen auf die zu überziehenden geformten Unterlagen 
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 unterwirft.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Form von Suspensionen aufgebrachten Aminharze, gegebenenfalls nach dem Trocknen, durch Anwendung geringerer drucke oder/und Temperaturen zu festhaftenden Überzügen fixiert werden, als zur endgültigen Verformung nötig sind. EMI5.6 o. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, dass ein-oder beiderseitig iberzogene Unterlagen auf gleichartige oder andere mit Aminharzen behandelte oder unbehandelte Unterlagen aufgebracht oder zwischen solche eingelegt und durch Einwirkung von Druck und Wärme nit diesen vereinigt werden.
    6. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch, gekennzeichnet, dass solehe Unterlagen als Präger für die Aminharzüberzüge gewählt werden, die selbst noch einer Pressbehandlung zu ihrer end- @ültigen Fertigstelhung bedürfen und dass diese gleichzeitig mit der Pressung des Aminharzüberzunges erfolgt.
AT140220D 1930-12-30 1931-12-15 Verfahren zur Herstellung von Überzügen aus Aminharzen. AT140220B (de)

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