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Einrichtung zur Herstellung kurzzeitiger Röntgenaufnahmen.
Die Erfindung hat eine Einrichtung zur Herstellung kurzzeitiger Röntgenaufnahmen zum Gegenstand, u. zw. insbesondere solcher, die in schneller Reihenfolge hintereinander gemacht werden, wie Serien-und kinematographische Aufnahmen. Die kurzzeitigen Stromstösse werden der Röntgenröhre durch ein im Hochspannungskreis liegendes Dreielektrodenventil zugeführt, dessen Steuerelektrode jeweils ein Potential erhält, das den Elektronenstrom ungehindert von der Kathode zur Anode zu fliessen' gestattet. Die Verwendung von Dreielektrodenröhren zu ähnlichen Zwecken war bekannt ; doch benötigten die bekannten Einrichtungen rotierende Polwender (Kommutatoren), um dem Gitter der Steuerelektrode abwechselnd positive und negative Spannungen zuzuführen.
Nach der Erfindung ergibt sich eine wesentlich einfachere Einrichtung durch Verwendung eines Widerstandes, der zwischen Kathode und Stellerelektrode des Drpidektrodenrohres geschaltet und auch mit der Anode der Röntgenröhre verbunden ist. In diesem Widerstand tritt ein Spannungsabfall auf, der so gross ist, dass eine hohe negative Spannung an der Steuerelektrode wirksam wird, wodurch der das Ventil durchfliessende Strom stark beschränkt wird und die Röntgenröhre praktisch nicht belastet wird.
Weil hiedurch die Ventilspannung sehr hoch wird, empfiehlt es sich, dass Mittel vorgesehen werden, welche eine vom Ventil ausgehende Röntgenstrahlung unschädlich machen, wozu bekannte Schirm- anordnungen dienen können. Um den Belastungsstrom der Röntgenröhre einzuschalten, wird der Widerstand kurzgeschlossen. Die Steuerelektrode ist dann ohne negative Vorspannung. Um auch die Raum- ladungswirkung der Steuerelektrode zu beseitigen, wird zwischen Gitter und Begrenzungswiderstand eine Gleiehspannungsquelle, beispielsweise eine Batterie oder ein durch Wechselstrom gespeistes Aggregat, bestehend aus einem Kondensator und einem Ventil, eingeschaltet.
Durch eine solche positive Spannung wird verhindert, dass die Dreielektrodenröbre bei den in Frage kommenden Stromstärken von z. B. einigen 100 mA eine zu grosse Leistung aufnimmt. Es genügt eine positive Spannung von 100-150 Volt, um bei einer dem Spannungsabfall im Widerstand entsprechenden Anodenspannung einige 100 mA durch die Röhre hindurchzulassen.
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schliesser erfolgen, der z. B. durch einen Pendel oder einen Kontrollhammer oder durch die Bildtransport- vorriehtung eines kinematographischen Aufnahmeapparates gesteuert wird. Durch die geometrische Bemessung des Kurzschlussorgans können die Schaltzeiten beliebig gewählt werden.
Soll die neue Einrichtung für Einzelaufnahmen verwendet werden, so empfiehlt sich die Benutzung eines Schalters, der in einem Schaltgang selbsttätig die verschiedenen Schaltvorgänge in der richtigen Reihenfolge auslöst, also zunächst das Bewegungsorgan zum Kurzschliessen in der Ruhestellung arretiert, dann die Heizspannung an die Röntgenröhre und das Dreielektrodenrohr anlegt, darauf die Spannung
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kurzzeitigen Kurzschluss des Begrenzungswiderstandes freigibt, ihn dann wieder arretiert und darauf die Hochspannung abschaltet.
In der Fig. 1 ist schematisch die Schaltung einer Röntgenanlage nach der Erfindung dargestellt.
Die Röntgenröhre 1 mit der Glühkathode 2 und der Anode 3 erhält die nötige Hochspannung durch den Hochspannungstransformator 4, dessen Primärwicklung von einer Wechselspannungsquelle 5 gespeist wird. Kathodenseitig liegt in Reihe mit der Röntgenröhre ein Dreielektrodenrohr 6, zwischen dessen Gitter 7 und Glühkathode 8 ein hochohmiger Widerstand 9 und eine Spannungsquelle 10, die aus einer
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Batterie oder einem Kondensator mit Gleichrichter bestehen kann, geschaltet ist. Die kurzzeitige Überbrückung des Widerstandes 9 erfolgt mit Hilfe eines Schalters 11, der als Pendel ausgebildet ist. Das Pendel wird in seiner jeweiligen Ruhelage mit Hilfe elektromagnetischer Spulen 12 oder 13 festgehalten.
Der Schalter 15 löst selbsttätig die einzelnen Schaltvorgänge in der richtigen Reihenfolge aus.
Für kinematographische oder Serienaufnahmen wird an Stelle eines. pendels zweckmässig ein rotierendes Kontaktorgan nach Fig. 2 verwendet. Die mit dem Widerstand 9 verbundenen Kontaktteile sind als Bürsten 12 ausgebildet, welche gemeinsam auf einem auf der Oberfläche einer Walze 13 angeordneten Metallstück 14 schleifen. Die Walze 13 wird zweckmässig bei kinematographischen Aufnahmen von der Filmtransporteinrichtung in Drehung versetzt. Um die Belichtungszeiten variieren zu können, trägt die aus Isoliermaterial bestehende Walze 13 zweckmässig mehrere Metallstreifen (J,. 16) verschiedener Länge, welche wahlweise durch Verschieben der Walze in Richtung der Achse in Kontakt mit den Bürsten 12 gebracht werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Röntgenanlage zur Herstellung kurzzeitiger Aufnahmen, insbesondere für Serienaufnahmen und Röntgenkinematographie, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils einen kurzzeitigen Stromstoss in der Röntgenröhre verursachende Schaltvorgang durch die vorübergehende Überbrückung eines zwischen Kathode und Steuerelektrode eines im Hochspannungskreis liegenden Dreielektrodenrohres geschalteten Widerstandes gebildet wird.
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