AT139662B - Schaltungsanordnung für Fernsprech-Nebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsprech-Nebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb.

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AT139662B
AT139662B AT139662DA AT139662B AT 139662 B AT139662 B AT 139662B AT 139662D A AT139662D A AT 139662DA AT 139662 B AT139662 B AT 139662B
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Kapsch Telephon Telegraph
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
   ka Erfindung   bezieht sich auf Fernsprech-Nebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb und bezweckt,   einerseits die Schaltvorgänge   auf den   Amtsleitungen   (abgehender Ruf, ankommendes Amtsgespräch, Rückfrage,   Gesprächsweiterleitung)   ohne Benutzung interner Verbindungseinrichtungen durchzuführen und anderseits mit nur einem individuellen Relais je Teilnehmer auszukommen.

   Gemäss der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass als   Einstell und Spreehweg   bei Rückfrage sowie Gesprächsweiterleitung die jeder Amtsleitung zugeordneten Anrufsucher und Leitungswähler dienen, wobei die durch   Schaltmittel   der Spreehstelle bewirkte Schaltmassnahme, die in der Umsehalteeinrichtung die Einstellung des   Anrufsuchers   auf die rufende Leitung bzw. die Abschaltung des übergebenden Teilnehmers einleitet, so lange durchzuführen ist, bis der Vollzug des Schaltvorganges der Sprechstelle durch ein Signal rück-   gemeldet   ist.

   Die letztere Bedingung ergibt neben der bekannten Wirkung, die Zeitdauer für die Durchführung eines einzuleitenden Sehaltvorganges festzulegen, noch die Möglichkeit, auch die Rückstellung des   Schaltmittels   an der   Sprechstelle   zur Auslösung von   Schaltvorgängen     heranzuziehen,   wie in der BeBeschreibung näher ausgeführt werden wird. Es kann also ohne Kennzifferwahl, lediglich durch Betätigung des entsprechenden   Sehaltmittels   (Taste od.   dgl.)   an der Sprechstelle die Anschaltung an die gewiinschte Verkehrsrichtung erfolgen. 



   Weiters wird die Zahl der während einer bestehenden   Amtsverbindung   unter Strom stehenden   Sehaltorgane (Relais usw. ) so klein gemacht, dass die Ladung der lokalen Betriebsbatterie direkt über die   Amtsleitung genügt und während der   Gesprächspausen   erfolgen kann. 



   In der nachstehend als Ausführungsbeispiel beschriebenen automatischen Nebenstellenanlage   werden Sprechstellen mit mehreren Schaltmitteln (Tasten usw. ) verwendet. Bei Betätigung dieser an den   Sprechstellen vorhandenen Schaltmittel werden die gewünschten   Schalt vorgänge   (Anlaufen eines   Anruf-     suchers, Einleitung der Rückfrage usw. ) eingeleitet.   



   Die Unterscheidung des durchzuführenden Schaltvorganges wird durch die an den Sprechstellen angeordneten Schaltmittel (Tasten H T oder   A   T) dadurch bewirkt, dass sie allen Sprechstellen gemein- 
 EMI1.2 
 
Der Stromverbrauch während einer bestehenden Amtsverbindung wird dadurch herabgemindert, dass die für die Herstellung einer Verbindung dienenden Schaltorgane (Relais und Wähler) nur   während   der Betätigungsdauer der Sprechstellenschaltmittel (Tasten) erregt sind und dass während der bestehenden Verbindung lediglich zwei Relais unter Strom stehen und die Verbindung aufrechterhalten ;

   hievon wird das eine Relais in Serie mit der Sprechstelle vom   Amtsspeisestrom,   das andere-vom ersteren   beeinflusst-   von einer lokalen Stromquelle gespeist, u. zw. zum Zwecke, den kleinsten lokalen Stromverbrauch zu   er-   z'den und die Ladung aus der Amtsleitung während der   Gesprächspausen   anwenden zu können. 



   Das im nachfolgenden beschriebene und gezeichnete Ausführungsbeispiel beschränkt sich nicht nur auf den Aufruf der Teilnehmer mit Gleichstrom über eine Spreehader, sondern ist auch für Wechsdstromruf geeignet. 



   Die Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Gleichstromruf der Nebenstelle, während in der Fig. 2 die   Rufmögliehkeit   mit Wechselstrom unter Weglassung aller sonstigen Teile als   Beisp cl   gezeigt wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Allgemeine Funktion der Anlage (Fig. 1). 
 EMI2.1 
 
1. Der Teilnehmer drückt die Amtstaste A T seines Apparates so lange, bis er das Wahlaufforderungssignal erhält. Während dieser Zeit läuft der   Anrufsucher   AAS einer jeweils freien Amtsleitung an und sucht den den Anreiz gebenden Teilnehmer. 



   2. Will der mit Amt sprechend Teilnehmer im Hause Rückfrage halten, so   drückt   er die Haustaste   HT,   bis er wieder das Wahlaufforderungszeichen erhält. Die nachfolgende   Nummernwahl   stellt den der Amtsleitung zugeordneten Rückfrageleitungswähler RLW ein. Ist der gewählte Teilnehmer frei, so wird er mit Gleichstrom über die a-Ader und Erde oder mit Wechselstrom über a-und b-Ader angerufen, der rückfragende Teilnehmer erhält das Kontrollsignal. Die Gesprächsverbindung erfolgt vom rückfragenden Teilnehmer über AAS, RLW zum gerufenen Teilnehmer. Ist der gewählte Teilnehmer besetzt" so erfolgt vom RLW Aufschaltung mit gleichzeitigem   Aufschaltesignal  
3.

   Die Auslösung der   Rückfrageverbindung   und   Rückschaltung   auf die Amtsleitung erfolgt durch den rückfragenden Teilnehmer durch Drücken der Amtstaste AT. Legt der rückgefragte Teilnehmer zuerst auf, so wird er sofort frei, und der Rückfrageleitungswähler RLW bleibt stehen,   u.   zw. so lange, bis der rückfragende Teilnehmer die Amtstaste neuerlich drückt. 



   4. Die direkte Übergabe eines Amtsgespräches von einer Nebenstelle an eine andere erfolgt in der   Rückfragestellung,   u. zw. im Gesprächszustand. Der übergebende Teilnehmer, also der   rückfragende   Teilnehmer, drückt zu diesem Zwecke nochmals die Haustaste   HT.   Es wird dadurch der   AAS,   der auf den übergebenden Teilnehmer eingestellt ist, freigegeben ; die Amtsleitung wird dabei gehalten. Der   iS   beginnt nun zu drehen und stellt sich auf den durch den RLW gekennzeichneten   Teilnehmeranschluss   ein. 



  Hat der AAS diesen Teilnehmer erreicht, so wird der   Rückfragezustand   der Relaiseinrichtung ausgelöst, die Amtsleitung nun über den AAS zum neuen Teilnehmer durchgeschaltet und gleichzeitig der RLW freigegeben. 



   Dieser Übergabevorgang ist in allen Fällen gleich für ankommende oder abgehende   Amtsgespräche   oder bei der Übergabe von der Hauptstelle zu einer Nebenstelle bzw. von Nebenstelle zu Nebenstelle, 
B. Ankommende   Amtsgespräehe     (Tagschaltung).   



   Übernahme durch eine Hauptstelle. 



   1. Alle ankommenden Amtsrufe langen bei der Hauptstelle ein und werden von dieser in der unter Absatz A4 beschriebenen Weise an die Nebenstellen weitergeleitet. 



   2. Ein auf einer Amtsleitung einlangender Amtsruf bringt das im Hauptstellenuntersatz dieser Amtsleitung zugeordnete Schauzeichen zum Ansprechen, und gleichzeitig ertönt bei der Hauptstelle der allen Amtsleitungen gemeinsam zugeordnete Anrufwecker. 



   3. Durch   Drücken   der der Amtsleitung zugeordneten Übernahmstaste ÜT im Hauptstellenuntersatz wird der AAS angelassen und stellt sich auf den Hauptstellenapparat ein. Dadurch ist die Haupt- 
 EMI2.2 
 beschriebenen Weise ab. 



   4. Kann ein Amtsgespräch von der Hauptstelle nicht weitergeleitet werden oder kommt auf einer andern Amtsleitung ein Anruf an, so muss die   augenblicklieh   im   Gesprächszustand   befindliehe. Amtsleitung durch Drücken der ihr zugeordneten Wartetaste WT im Hauptstellenuntersatz in die'Wartestellung gebracht werden. Dadurch wird die Amtsleitung gehalten und gleichzeitig der AAS freigegeben. 
 EMI2.3 
 der Amtsleitung an. 



   5. Soll die in Wartestellung befindliche Amtsleitung neuerlich abgefragt werden, so wird wieder die zugehörige Übernahmstaste ÜT gedrückt, wodurch der AAS neuerlich die Verbindung herstellt,   C.   Ankommende   Amtsgespräche     (Nachtschaltung).   



   Übernahme durch irgendeine Nebenstelle. 



   1. Alle ankommenden Amtsgespräche können, entgegen der Tagsehaltung, von jeder beliebigen Nebenstelle übernommen werden. 



   2. Ein auf einer Amtsleitung einlangender Amtsruf bringt den allen Amtsleitungen gemeinsamen   Anrufwecker   sowie die parallelgeschalteten Nebenwecker zum Ertönen. 



   3. Eine Nebenstelle, die den Ruf übernehmen will, drückt die am Apparat befindliche   Amts-   taste AT. Es läuft dabei nur der   AAS an,   der zu der anrufenden   Amtsleitung   gehört, und schaltet diese Amtsleitung zur   übernehmenden   Nebenstelle durch. Alle weiteren Vorgänge, wie   Rückfrage   und Übergabe, erfolgen wie unter Absatz   A 2-4.   



   4. Kommen mehrere Amtsrufe gleichzeitig an, so werden dieselben der Reihe nach von verschiedenen Nebenstellen übernommen, da der Amtsanrufweeker und die parallelgeschalteten   Nebenwecke1'so   lange läuten, bis alle Amtsrufe übernommen sind. 

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 EMI3.1 
 gespräch eingeleitet werden, weil zuerst das ankommende Gespräch übernommen werden   muss.   



   Teilnehmerstation (Fig. 1). 



   Die Einleitung von abgehenden Amtsgesprächen und Auflösung einer Rückfrageverbindung erfolgt durch die Taste AT. Die Einleitung einer   Rückfrage   oder Gesprächsübergabe erfolgt durch die Taste HT. 



   Jedem Teilnehmer ist in der Zentraleinrichtung ein Relais N zugeordnet. Allen Teilnehmern   gum meinsam   sind die Relais Z und H zugeordnet. 



   Wenn der Teilnehmer die Taste HT drückt, so spricht das N-Relais an   über :  
Plus, Automat Aut, HT, N, n1, z1, alle   ii. 2   in Serie, Minus. 



   Der Kontakt nl schaltet unterbrechungslos um und erregt die parallelgeschalteten Relais Z und H : 
 EMI3.2 
 



   Es wird dadurch an die d-Leitung Plus über den Widerstand Wi3 gelegt :
Plus, hl, Wi3, n2, d-Leitung. 



   Wenn der Teilnehmer die Taste AT drückt, so spricht wieder   N an   ; aber da im Stromkreis jetzt   d < r Widerstand 700   liegt, so kann nach dem Umschalten des Kontaktes nl nur das Z-Relais (niederohmig)   @ ziehen.   



   Es wird dadurch der direkte Pluspol an die d-Leitung gelegt :
Plus, h1, z2, n2, d-Leitung. 



   Durch die geänderten Widerstandsverhältnisse auf der d-Leitung wird erreicht, dass in der nachbe chriebenen Schaltung durch Betätigung von HT nur das R-Relais und durch Betätigung von AT de   Relais. 1 und N ansprechen.   



   Die Schaltung der Sprechgarnitur sowie des Nummernschalters der   Teilnehmerstelle   ist bekannt   u) d   in den Zeichnungen vereinfacht durch M dargestellt. 
 EMI3.3 
 



    DAAS, Q1, r4, Minus.   



   Der Anrufsucher dreht so lange, bis er über die d-Ader aufprüft über :
2....Plus, h1, z2, n2, d-Ader, d-Lamelle, d-Arm AAS, q4, A und R parallel, Minus. 
 EMI3.4 
   . ....   Plus, alle ü3-Kontakte, x7, wk1, d1, an1, a6, B, b-Leitung, Amt, Minus, Das B-Relais zieht an und die Amtsschleife ist vorbereitet über : 
 EMI3.5 
 
6.... Plus, b5, ü4, C4, c2, C, Wi1, Minus. 



   Mit dem Kontakt e2 wird das Sperrpotential (Pluspol) an die c-Ader gelegt über :
7.... Plus, b5, ü4, c2, c-Arm AAS, c-Lamelle AAS, c-Leitung. 



   Die Kontakte e8 und e9 schalten die Wählerarme a und b des AAS durch, und der Teilnehmer erhält des Wahlaufforderungssignal (Summersignal) über : 
 EMI3.6 
 nur das B-und C-Relais angezogen. 



   Legt nach   Gesprächsschluss   der Teilnehmer auf, so fällt B ab und trennt mit b5 den Haltekreis für das C-Relais, wodurch der Ruhezustand wieder erreicht ist. 



   Die Einleitung der Rückfrage erfolgt durch Drücken der Haustaste   HT :  
10.... Plus, hl, Wi3, n2, d-Lamelle, d-Arm AAS, c5, A und R parallel, Minus. 



   Durch die Widerstandsverhältnisse spricht jetzt nur das R-Relais an und leitet die Rückfrage ein :
11.... Plus, a7, c1, r8, i7, y7, X, Minus. 



   X-Relais spricht an und schaltet das   Durchschalterelais D ein   :
12..... Plus, a7, cl,   a, Dl.   Minus. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
D zieht an,   MIt mit cl7-Kontakt   die   Amtsschleife   aufrecht und schaltet mit den Kontakten   r74     owie < ?   auf den Rückfrageverbindungsweg um. Es spricht das J-Relais   an :   
 EMI4.1 
 



   Dadurch wird der Summer eingeschaltet   über :  
15.... Plus, a7, Y2,   q2, Summer Eu   2, Minus. 



   Der Summerton wird von   F über   den Kondensator 2 MF auf das J-Relais übertragen und so dem Teilnehmer als Wahlaufforderung vernehmbar. Es kann nun die Taste   HT   losgelassen und mit der Wahl 
 EMI4.2 
 
Durch die   Wählimpulse   fällt das J-Relais impulsmässig ab und schaltet den Wähler RLW weiter über :   17....Plus, i1, x8, q8, DRLW, Q1, r4, Minus.   
 EMI4.3 
 der Stromkreis 14 unterbrochen'wird. Das Q-Relais hält sich im Stromkreis 17 abfallverzögert. 



   Der gewählte Teilnehmer ist besetzt. In diesem Falle liegt an seiner c-Ader das Sperrpotential (Plus), und das Q-Relais hält sich weiter : 
 EMI4.4 
 



   Der Teilnehmer erhält das Summersignal wie früher   (15)   beschrieben. Gleichzeitig aber erfolgt Aufschaltung über die Mithorchkondensatoren K, und das Summersignal wirkt als   Aufschaltesignal.   



   Die Auslösung der Rückfrageverbindung geschieht durch Drücken der Amtstaste AT, wodurch über den Stromweg 2 nun auch das. 4-Relais zum Ansprechen gebracht wird und mit Kontakt a7 den Stromkreis. 12 für das D-Relais unterbricht. Dadurch fällt auch das J-Relais und das X-Relais ab. 



   Ist der gewählte Teilnehmer frei, so fällt nach der Wahl das Q-Relais ab, und der gewählte Teilnehmer wird mit Gleichstrom über die a-Leitung angerufen :   19....Minus, Y1, x6, q1, a-Arm, a-Lamelle RLW, a-Leitung, Station, Wecker, Erde, Plus.   
 EMI4.5 
 das J-Relais weiterhält und daher auch das D-Relais angezogen bleibt. 



   Will der rückfragende Teilnehmer wieder mit dem Amtsteilnehmer sprechen, so drückt er die Amtstaste AT. Es sprechen im Stromweg 2 das   A   und R-Relais an. Durch den Kontakt a7 wird der Haltekreis 21 für das D-Relais unterbrochen. D fällt ab, trennt bei d4 und d5 den Rückfrageweg 22 und 
 EMI4.6 
 bis in der Nullstellung der Wellenkontakt wk3 öffnet. 



   Die Übergabe eines   Amtsgespräehes   erfolgt in der   Rückfragegesprächsstellung.   Die rückfragende Station ist in dieser Stellung auch zur Übergabe vorbereitet. 



   Es sind die Relais B, 0, D, J, Y angezogen, der   Anrufsueher   AAS steht auf dem Anschluss des 
 EMI4.7 
   D : c Relais   J und Y werden gehalten über :   .'....   Plus, a7, Y2, i6, ü9, J2, Minus. 



    Das D-Relais wird gehalten über :. 



  .... Plus, b5, ü4, D1, Minus.   

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   Der Kontakt ü4 unterbricht den Haltekreis 6 für das C-Relais, welches abfällt, so dass der Anrufsucher frei wird. Beim Abfallen des Relais C öffnen die Kontakte c8, c9, wodurch der Speisegleichstrom des übergebenden Teilnehmers abgeschaltet wird und in seinem Telephon ein Knack hörbar wird, so dass die Taste HT losgelassen werden darf. Es zieht nun das Relais An an, so dass an Stelle des Kontaktes c4 der Kontakt an7 die Umschaltung im Anlasskreis der AAS aufrechterhält, wenn der Teilnehmer die Taste   HT   loslässt. 
 EMI5.1 
 



   A und   R   sprechen an. 



   R trennt mit r4 den Stromkreis 31 und setzt den.   Anrufsucher AAS still.   



   Das Ansprechen des A-Relais bewirkt die Unterbrechung des Stromkreises 26, so dass   Ü   abfällt. 



  Mit dem Kontakt a8 wird wieder das C-Relais erregt (Stromkreis 5), welches sich im Stromweg 6 selbst   hält. Mit il4   wird der Stromweg 28 für das D-Relais unterbrochen ; D fällt ab, wodurch die Amtsschleife wieder durchgeschaltet wird. Der Kontakt a7 trennt den Stromweg 27, so dass die Relais J und Y abfallen und in schon beschriebener Weise den Heimlauf des Wählers RLW einleiten. Nach dem Abfall von Ü trennt der Kontakt   M7   den Stromweg 2, so dass das A-Relais abfällt, u. zw. verzögert durch seine Kurz-   schlusswieklung   (Kontakt a5). Wenn A abfällt, so wird der Stromweg 30 für das An-Relais getrennt und mit den Kontakten al und a2 die Amtsschleife zum neuen Teilnehmer durchgeschaltet. Damit ist die Übergabe vollendet, und es sind nur wieder die Relais B und C angezogen. 



   E. Ankommender Amtsruf (Tagschaltung). 



     Der Amtsrufweehselstrom   bringt das Anrufrelais An zum Ansprechen über : 
 EMI5.2 
 



   Mit dem Kontakt   an8   wird das Thermorelais Th eingeschaltet über :   36....Minus, r1, ü1, an8, Th, Plus.   



   Sollte während der Ansprechzeit des Thermorelais der   Amtsruf   verschwunden sein und wird die. 



  Leitung nicht abgefragt, so wird das.   Anrufrelais   An durch den Thermokontakt th kurzgeschlossen und abgeworfen (Kontakt an4 im Stromweg 34 unterbricht den Haltekreis). 
 EMI5.3 
 



     Der Anrufsucher AAS beginnt   zu drehen :
39....Plus, Unterbrecher, alle a4 in Serie,   i'M, DALS", Ql, t', Minus   und prüft über :   40....Plus, ÜT1, d-Ader (Hauptstelle), d-Lamelle, d-Arm AAS, q4, A und R parallel, Minus.  
Es sprechen. 4 und R an. Durch   1'4   wird der Stromkreis 39 unterbrochen und der AAS stillgesetzt. 



   Die   Amtssehleife   wird hergestellt über :
41....   b-Leitung,   B, a6,   @   in1, a-Leitung. 



   Die Durchschaltung erfolgt mit dem. Ansprechen des C-Relais (vgl. Stromweg 5, 6). 



   Im Mikrotelephon ist wieder das   8uullnerzeichen   hörbar, und es darf jetzt die Taste ÜT ausgelassen werden. Es fallen die Relais C, An, A und R ab und nur B und C bleiben angezogen (Gesprächszustand). 



  Die Weiterleitung des   Amtsgespräehes erfolgt   in der früher beschriebenen Weise durch direkte Übergabe zur   Nebenstelle.   



   Soll eine   \mtsleitung,   die ankommend oder abgehend belegt ist, in Wartestellung gebracht werden, so kann dies durch die Hauptstelle geschehen. Die Hauptstellenbedienung drückt ihre Haustaste   HT,   
 EMI5.4 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
Durch den Kontakt WT4 wird die Amtsschleife gehalten. Der Kontakt WT1 schliesst das C-Relais   kurz, welches abfällt und mit c2 seinen Haltestromkreis 6 öffnet. Dadurch ist die Hauptstelle frei geworden.   
 EMI6.1 
 



   Das An-Relais spricht an über :   45....Plus, WT3, An2, Wi2, Minus   und hält sich selbst über :   46....   Plus, a7, el, an4, An2, Wi2, Minus. 



   An gibt wieder mit   an7   die Sperrung der   Amtsleitung.   



     Das Warteschauzeichen TVZ   wird eingeschaltet :   47....   Minus, r1, WZ, Plus. 



   Es kann nun die Wartetaste   11'7'losgelassen werden.   



   In der Wartestellung sind angezogen die Relais :
B, An und R   (Vorhub).   



   Soll die Amtsleitung wieder abgefragt werden, so geschieht das wie bei ankommendem Ruf durch   Dj   ücken der Übernahmstaste ÜT ; alle Vorgänge so wie vorhin beschrieben. 



    F. Ankommender Amtsruf (Nachtsehaltllng).   



   In der Nachtschaltung ist der Nachtkipper NI umgelegt, und es liegt jetzt der Kontakt   0 ! 7 an   einer andern Stelle. Dadurch wird erreicht, dass jede Nebenstelle   bei Nacht ankommende Amtsrufe   abfragen kann. 



   Der   ankommende   Amtsruf betätigt wieder das An-Relais (Stromkreise 33, 34, 35, 36). 



   Drückt nun ein Nebenstellenteilnehmer die Amtstaste AT seines Apparates, so wird der der anrufenden   Amtsleitung   zugeordnete Anrufsucher AAS angelassen. 



   48....   Plus, Unterbrecher,   alle a4 in Serie, h2, z3, NK, an7, NK, DAAS, Q1, r4, Minus. 



   Die Prüfung erfolgt laut Stromweg 2. Der Erdimpuls auf die b-Leitung wird unterdrückt, weil der Kontakt   anl umgeschaltet   und den Stromweg   3   unterbrochen hat. Die erste Schleifenbildung erfolgt 
 EMI6.2 
 Relais B und C (Gesprächszustand). 



   G. Ladung der Lokalbatterie. 



   Die Ladung erfolgt aus der Amtsbatterie über die   b-Leitung.   



   49.... Minus, Amt,   b-Leitung,   B, r7, c7, L, l4, Minus, Lokalbatterie. 



   Die Ladung wird während eines Gespräches durch die Kontakte r7 oder e7 unterbrochen. 



   H. Anschluss von Nebenstellen ohne   Amtssprechberechtigung.   



   Bei solchen Teilnehmerstellen ist die d-Leitung nicht in   die Wählerbänke eingelötet, und   ausserdem besitzen die Teilnehmerapparate keine Amtstaste. AT. 



   Es können daher abgehend keine Amtsleitungen belegt werden. 



   Die   Gesprächsübergabe   von   Amtsgesprächen   wird folgendermassen verhindert :
Die Anschlüsse auf den   Lötspitzen   des Wählerarmes d des   RLTV   sind bei Hausstellen mit dem   Wählerarm d   des Anrufsuchers AAS verbunden. Steht nun der Wähler RLW auf einem solchen   Anschluss   und drückt der übergebende Teilnehmer seine Taste HT, so spricht das Übergaberelais Ü in bekannter Weise an. Mit dem Kontakt   M7 wird   aber jetzt der direkte Pluspol an den   d-'\. rm des AAS gelegt, so   dass auch das A-Relais anzieht über : 
 EMI6.3 
   parallel, Minus.   



   Durch das Ansprechen des Relais   A   erfolgt aber die Auslösung der Rückfrageverbindung und die Rückschaltung des übergebenden Teilnehmers auf die Amtsleitung. 



   J. Wechselstromruf. 



   Die in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung zeigt das Prinzip für Wechselstromruf der Teil-   nehmerstellen,   die in diesem Falle mit Wechselstromweckern   If ausgerüstet   sind. 



   Der Unterschied gegen die früher beschriebene Schaltung   Fig. l   besteht nur im Anruf des rück-   n'efragten   Teilnehmers (vgl. Stromkreis   19) :   
 EMI6.4 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schaltungsanordnung für Fernsprech-Nebenstellenanlagen, bei denen jede Spreehstelle selbsttätig Amtsverbindungen herstellen und an die andern Sprechstellen weiterleiten kann, dadurch gekennzeichnet, dass ohne Benützung interner Verbindungseinrichtungen bei allen Amtsverbindungen, bei Rückfrage sowie Gesprächsweiterleitung als Einstell-und Sprechweg die jeder Amtsleitung zugeordneten Anrufsucher und Leitungswähler dienen und von jeder für Amtsverbindungen berechtigten Sprechstdle beeinflusst werden können, wobei zum Zwecke, nur mit einem individuellen Relais je Teilnehmer auszukommen, die durch Schaltmittel der Sprechstelle bewirkte Schaltmassnahme, die in der Umschalteeinrichtung die Einstellung des Anrufsuchers auf die rufende Leitung bzw.
    die Abschaltung des übergebenden Teilnehmers einleitet, so lange durchzuführen ist, bis der Vollzug des Schaltvorganges der Sprechstelle durch ein Signal rückgemeldet ist 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke des kleinsten lokalen Stromverbrauches lediglich während der Betätigungsdauer der Schaltmittel an der Sprechstelle die für die Herstellung einer Verbindung dienenden Sehaltorgane (Relais und Wähler) erregt sind, dass EMI7.1 Verbindung aufrechterhalten, wobei das eine in der Schleife liegende Relais (B) zur ScMeifenbildung dient, während das zweite (C) auch die Abschaltung des Ladekreises (L) herbeiführt.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung einer EMI7.2
    4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das während einer bestehenden Verbindung erregte Relais (C) die über den Anrufsueher erreichte Spreehstelle durch Anschalten des Sperrpotentials an einen Wählerarm (e) als besetzt kennzeichnet und die für die einzuleitenden Schaltvorgänge (Rückfrage, Gesprächsweiterleitung u. dg].) dienenden SchaItorane (. 1, R) vorbereitend an einen andern Wählerarm (d) anschaltet.
    5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein unter dem Einfluss der Schaltmittel (AT und HT) der Teilnehmerstelle stehendes Relais (R) als Prüfrelais zur Stillsetzung des Anrufsuchers (AAS) dient, die Amtsschleife vorbereitend schliesst, die Rückfrage und die Gesprächs- übergabe einleitet sowie die Schleife zum Amt in der Wartestellung der Ajntsleitung aufrechterhält. EMI7.3 unter dem Einfluss eines Schaltmittels (AT) irgendeiner Teilnehmerstelle, dieselbe befähigt, einlangende Amtsrufe direkt zu übernehmen ;
    schliesslich, unter dem Einfluss des Leitungswählers (RLIV) und des ebergaberelais (Ü) stehend, bei der Übergabe eines Amtsgespräehes die Durchschaltung der Amtsleitung zum andern Teilnehmer bewirkt.
AT139662D 1931-01-10 1931-01-10 Schaltungsanordnung für Fernsprech-Nebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb. AT139662B (de)

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