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Veränderlicher Kondensator.
Veränderliche Kondensatoren, insbesondere für die Zwecke der Rundfunktechnik, sind bereits in den verschiedensten Formen vorgeschlagen worden und man hat sich bemüht, sowohl grösste Kapazität auf kleinstem Raum als auch möglichste Gleichmässigkeit des Abstandes zwischen den einzelnen Kapa- zitätsflächen zu erzielen.
Am vorteilhaftesten in dieser Beziehung und daher auch am meisten angewandt sind die Drehplattenkondensatoren, die aus einer Anzahl feststehender und dazwischen-schwenkbarer Platten bestehen, die meist halbkreisförmig ausgebildet sind und von denen die ersteren an mehreren Punkten ihres Umfanges, die letzteren jedoch hauptsächlich nur in ihrer Mitte gestützt sind, so dass der stets gleichmässige Abstand zwischen den einzelnen luftisolierten Kapazitätsflächen, abgesehen von der genauen Bearbeitung, im wesentlichen durch die Steifheit des beweglichen Plattenpaketes bestimmt ist. Die Steifheit der nur von der Drehachse getragenen beweglichen Platten ist naturgemäss von dem verwendeten Stoff abhängig.-Wählt man für diesen Zweck dünne, harte Bleche, so ist es trotz Anwendung von Kerbungen bzw.
Einprägungen an der Oberfläche selbst unter Anwendung grössten Druckes nicht möglich, absolut plane und spannungslose Flächen zu erzielen. Infolgedessen muss man, um ein gegenseitiges Berühren der sich werfenden Platten zu vermeiden, einen wesentlich grösseren Abstand zwischen den einzelnen Platten vorsehen, als dies die elektrische Isolation der Gegenpole bedingen würde, so dass dem oben erwähnten Ziel eine Grenze gesetzt ist. Wählt man dagegen Bleche aus leichter formbarem Metall, so kann man wohl durch die angewandten Planierungsmethoden einigermassen ebene Flächen erzielen, die Bleche müssen dann aber, um freitragend eben zu bleiben, eine gewisse Stärke besitzen, die wiederum, insbesondere bei einer grösseren Anzahl von Blechen, eine grössere Bauhöhe des Kondensators bedingt.
Das erstrebte Ziel : Grösste Kapazität auf kleinstem Raum, kann also auch hier nicht erzielt werden. Anderseits ist die Erreichung dieses Zieles für die Radiotechnik von wesentlicher Bedeutung, da durch die bauliche Grösse der Kondensatoren, die meist als alleiniges Abstimmittel vorgesehen sind, die Grösse des ganzen Radioapparates bestimmt wird.
Die Erfindung bezieht sich auf einen veränderlichen Kondensator, insbesondere für die Zwecke der Radiotechnik, bei welchem die grösste Kapazität in kleinstem Raum im wesentlichen dadurch erzielt
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nicht tragen können und deren planer Verlauf durch mechanische Spannung ineinander gesichert ist.
Die Verwendung solcher Kondensatormembranen ist für die festen Belegungen bereits vorgeschlagen worden, wobei jedoch für die beweglichen Belegungen die freitragende halbkreisförmige Plattenform und damit der oben erwähnte Übelstand beibehalten wurde, der nur dann beseitigt werden kann, wenn sowohl die feste als auch die bewegliche Belegung eines veränderlichen Kondensators aus solchen äusserst dünnen, durch Spannrahmen in den gewünschten Ebenen gehaltenen Kapazitätsflächen besteht.
Die mechanische Spannung beider Belegungen eines veränderlichen Kondensators bedingt naturgemäss ein Abweichen von der bisherigen Konstruktion und Form und macht für jedes Blechpaket einen Spann- rahmen erforderlich, der wiederum ein vollständiges Heraussehwenken der beweglichen Platten aus dem Raum der festen Platten verhindert, so dass eine gewisse Anfangskapazität nicht vermieden werden kann. Die Grösse dieser Anfangskapazität wird aber erfindungsgemäss dadurch vermindert, dass die gespannten Bleche an den sich noch überdeckenden Teilen derart mit Schlitzen versehen sind, dass lediglich eine punktförmige Überdeckung der gegenpoligen Platten stattfindet.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dar- gestellt. Die Fig. 1 zeigt den Kondensator im Schnitt nach der Linie AB der Fig. 2, welche den Konden-
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sator in einer Ansicht von oben in der Stellung der grössten Kapazität mit ausgezogenen bzw. punktierten Linien, in der Stellung der kleinsten Kapazität mit strichpunktierten Linien veranschaulicht.
Die Kapazitätsflächen werden erfindungsgemäss durch äusserst dünne Bleche bzw. Folien 1 von z. B. 0.05 mm Stärke aus zweckmässig hartem Metall, z. B. Kupfer, gebildet, deren Abstand voneinander durch metallische Zwischenlagen 2 von z. B.'0' mm Stärke bestimmt ist. In der Zeichnung sind die Abstände und Stärken grösser gewählt, da sich die erwähnten Bemessungen zeichnerisch nicht darstellen lassen. Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel von zwölf festen Platten ist die gesamte Bauhöhe des Plattenkondensatorpaketes praktisch nur 6-1 mm. Hieraus ist ohne weiteres der wesentliche Vorteil der geringen Bauhöhe gegenüber den bisherigen Kondensatoren gleicher Kapazitätsfläehe erkennbar, die Kapazität selbst ist infolge des geringeren Abstandes wesentlich grösser.
Die einzelnen Kondensatorbleche werden mit ihren Spannlöchern unter gleichzeitiger Planpressung
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wenn die Löcher etwas grösser gewählt werden, als der Durchmesser der Bolzen 3, so dass sie lose auf diese aufgereiht werden können. Die Kondensatorbleche haben in dem Ausführungsbeispiel die Form eines ungleichschenkligen rechteckigen Dreiecks, die nach den angestellten Versuchen sich sowohl für die Erzielung der grössten Überdeckungsflächen als auch der kleinsten Anfangs-bzw. Restkapazität als eine der günstigsten erwiesen hat.
Für das Spannen der Bleche sind diese an jeder Ecke mit einem die Dreiecksform überragenden Lappen versehen, an welchem bei der Montage des Ganzen Gewichte oder beliebige andere Kräfte angreifen können, so dass ein vollkommen ebenes Spannen der einzelnen Bleche in sich und untereinander ermöglicht ist. Nach erfolgtem Strecken der Bleche und Festklemmen in dem gestreckten Zustand können diese nicht dargestellten Lappen entfernt werden.
Das Spannen der Kondensatorfolien erfolgt in einem der endgültigen Form der Platten entsprechenden Rahmen 4, der in dem Ausführungsbeispiel als Doppelrahmen dargestellt ist. In dem Rahmen 4 sind die drei Bolzen 3 an den Ecken angeordnet, die zwecks leichterer Befestigung der festen Belegungen im Gehäuse und gleichzeitig zwecks leichterer Aneinanderreihung mehrerer Kondensatoren z. B. als Rohrbolzen ausgeführt sind. Natürlich kann die Befestigung des Ganzen im Gehäuse auch'auf andere Art, z. B. mittels an den Rahmen vorgesehener Lappen oder Füsse durchgeführt werden.
Das Festklemmen der Kondensatorbleche mit dem Rahmen erfolgt durch Muttern 5, die zweckmässig in den Rahmen eingelassen sind, um eine möglichst geringe Bauhöhe des Ganzen zu erreichen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind zwischen dem Rahmen 4 und den Blechen des festen Kondensatorpaketes noch Abstandhalter 6 angeordnet, um so den Raum für das Schwenken des Rahmens 7 des beweglichen Kondensatorpaketes zu erhalten.
Die Bleche des feststehenden und des beweglichen Teiles sowie ihre Rahmen bilden, wie aus der Zeichnung ersichtlich, vollkommen gleiche Dreiecke, was zur Erleichterung der Fabrikation wesentlich beiträgt. Jeder Rahmen besitzt einen im Zuge seiner kürzesten Kante verlaufenden Ausleger 8, die gemeinsam mit der Hohlachse 9 das Schwenklager für das bewegliche Kondensatorpaket bilden. Hiebei ist der Rahmen 4 von dem Rahmen 7 und der Achse 9 durch Isolierbuchsen 10 isoliert. Die Achse 9 ist in nicht näher dargestellter Weise, mit den Auslegern des Rahmens 7 fest verbunden und kann entweder mit einem Antriebsknopf, einem Übersetzungsgetriebe oder auch mit der Schwenkachse eines benachbarten Kondensators vereinigt werden. In der Zeichnung ist der Antrieb des mittels Schrauben an einer Montageplatte befestigten Kondensators durch einen Drehknopf dargestellt.
Es ist natürlich ohne weiteres möglich, durch ein und dieselbe Antriebsachse sowohl mehrere in der Achsrichtung aneinandergereihte als auch in gleicher Ebene nebeneinander angeordnete Kondensatoren anzutreiben, deren Spannrahmen getrennt oder als gemeinsame Rahmen ausgeführt sind. Es ist ohne weiteres auch möglich, die. festen und die beweglichen Belegungen des Kondensators in je einem nur einseitig angeordnetem Spannrahmen aufzubauen und die genauen Abstände zwischen den Belegungen durch eine Führung des beweglichen Rahmens in oder an dem festen Rahmen zu. sichern.
Die um einen Punkt ausserhalb ihrer wirksamen Fläche verschwenkbaren beweglichen Kondensatorplatten sind in ihrer äussersten Stellung in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt. Man sieht, dass nur verhältnismässig kleine Ecken in dieser Stellung sich noch überdecken. Um diese Anfangskapazität noch herabzusetzen, werden gemäss der weiteren Erfindung sowohl die festen als auch die beweglichen Bleche an der die Anfangskapazität bedingenden Ecke mit Ausnehmungen 11 derart versehen, dass in der herausgeschwenkten Stellung diese Ausnehmungen einander kreuzen und so nur punktförmige Teile der Belegungen einander gegenüberliegen. Um ein gegenseitiges Berühren der Rahmen bzw. der Kondensatorbleche in den beiden Endstellungen zu vermeiden, werden in bekannter Weise Anschläge an geeigneten Stellen vorgesehen.
Man kann natürlich an Stelle des metallischen Rahmens auch einen solchen aus Isolierstoff verwenden, wobei dann die Isolierbuchsen 10 sich erübrigen.
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