AT139424B - Verfahren zur Verarbeitung von korrosionsbeständigen austenitischen Chromnickel-, Chrommangan- und Chromstählen, insbesondere von austenitischen Grenzstählen durch Kaltverformung oder sonstige Kaltbearbeitung. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von korrosionsbeständigen austenitischen Chromnickel-, Chrommangan- und Chromstählen, insbesondere von austenitischen Grenzstählen durch Kaltverformung oder sonstige Kaltbearbeitung.

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  Verfahren zur Verarbeitung von korrosionsbeständigen austenitischen   Chromnickel-, Chrommangan-   und Chromstählen, insbesondere von austenitischen Grenzstählen durch Kaltverformung oder son- stige Kaltbearbeitung. 



   Es hat sich gezeigt, dass korrosionsbeständige austenitisch Chromnickel-, Chrommangan-und Chromstähle durch Kaltverformung bzw. Kaltbearbeitung, z. B. durch Ziehen, Walzen, Pressen, Schmieden, Drehen, infolge einer mehr oder weniger weitgehenden Umwandlung der (-Mischkristalle in   a-Misch-   kristalle magnetisch werden und an Korrosionsbeständigkeit einbüssen. Dabei erstreckt sich die genannte Umwandlung je nach der Art der Kaltverformung bzw. Kaltbearbeitung entweder auf den ganzen Quer-   schnitt (Ziehen, Stauchen, Walzen usw. ) oder auf einzelne verformte bzw. bearbeitete Stellen (Stanzen, Schneiden, Biegen usw. ) oder nur auf die Oberfläche (Polieren, Abdrehen usw. ) des Werkstückes. Besonders   treten diese durch Kaltverformung bzw.

   Kaltbearbeitung hervorgerufenen Eigenschaftsänderungen bei den sogenannten austenitischen Grenzstählen in Erscheinung, d. h. bei Stählen, die auf Grund ihrer Zusammensetzung an der Grenze des austenitischen und ferritischen bzw. martensitischen Beständigkeitsgebietes liegen. 



   Eine Möglichkeit, die durch Kaltverformung bzw. Kaltbearbeitung irgendwelcher Art hervorgerufenen Eigenschaftsänderungen der erwähnten Stähle wieder rückgängig zu machen, besteht darin, dass man durch Erhitzen auf hohe Temperatur und anschliessendes schnelles Abkühlen den rein austenitischen Zustand wieder herbeiführt. Diese Massnahme kann jedoch, z. B. wegen des Mangels an grossen Ofen, wie sie für die Behandlung umfangreicher Stücke erforderlich sind, nicht immer angewendet werden. Bei genieteten Apparaturen stellt sich überdies der Übelstand ein, dass die Nieten sich bei der angegebenen Nachbehandlung lockern.

   Die praktische Verwendbarkeit der austenitischen Stähle hat deshalb infolge dieser Schwierigkeiten gewisse Einschränkungen erfahren, insbesondere weil aus technischen und wirtschaftlichen Gründen gerade die sogenannten Grenzstähle eine grosse Bedeutung haben. 



   Es wurde nun gefunden, dass korrosionsbeständige austenitisch Chromnickel-, Chrommanganund Chromstähle ohne Gefahr für ein Nachlassen der Korrosionsbeständigkeit einer Kaltverformung oder sonstigen Kaltbearbeitung unterworfen werden können, wenn man diese Behandlung nicht bei Zimmertemperatur, sondern bei einer Temperatur zwischen 70 und   5200 C,   am besten zwischen 200 und 450  C vornimmt, wodurch eine Nachvergütung der verformten oder sonstwie bearbeiteten Legierungen entfallen kann. Bei einer Verformung bzw. Bearbeitung bei derartigen Temperaturen tritt gleichzeitig dieselbe starke Verfestigung (Erhöhung der Streckgrenze, Festigkeit und Härte) ein, wie bei einer Verformung bzw. Bearbeitung bei Zimmertemperatur.

   Die Fig. 1 zeigt die Härte eines bei 20 und 400  C gewalzten austenitischen Chromnickelstahles mit 8% Nickel und 18% Chrom in Abhängigkeit vom Walzgrad. Wie hieraus ersichtlich ist, erfährt die bei 400  C gewalzte Legierung eine mit steigendem Walzgrad immer grösser werdende Härtesteigerung, d. h. Verfestigung, die allerdings bei grösseren Walzgraden nicht ganz die entsprechende Verfestigung der bei   200 gewalzten   Legierung erreicht. 



   Die Erwärmung der Stähle auf die erwähnten Temperaturen kann nicht nur durch äussere Wärmezufuhr erfolgen, sondern auch dadurch, dass die Verformung bzw. Bearbeitung mit einer derartigen Stärke und Schnelligkeit durchgeführt wird, dass sich ohne äussere Wärmezufuhr eine Temperatur von mindestens 70  C einstellt. 



   In Fig. 2 ist die magnetische Sättigung (Induktions-Feldstärke) und in Fig. 3 die Lösunggeschwindigkeit in   60% iger Schwefelsäure   des obenerwähnten austenitischen Chromnickelstahles mit 

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 8% Nickel und 18% Chrom in Abhängigkeit vom Walzgrad für Walztemperaturen von   200 und 4000 C   dargestellt. Die Fig. 2 lässt erkennen, dass die bei 20  C gewalzte Legierung eine mit steigendem Walzgrad ansteigende magnetische Sättigung besitzt, während die magnetische Sättigung der bei 400  C gewalzten Legierung bei allen Verformungsgraden äusserst gering ist, d. h. dass diese bei 400  C gewalzte Legierungim Gegensatz zu der bei 20  C gewalzten - bei allen Verformungsgraden praktisch unmagnetisch ist. 



  Aus Fig. 3 geht hervor, dass die chemische Beständigkeit gegen 60%ige Schwefelsäure der bei 400  C gewalzten Legierung bei allen Walzgraden weitaus besser ist als die der bei 20  C gewalzten Legierung.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verarbeitung von korrosionsbeständigen austenitischen Chromnickel-, Chrom- mangan-und Chromstählen, insbesondere von austenitischen Grenzstählen durch Kaltverformung oder sonstige Kaltbearbeitung, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitung bei einer Temperatur zwischen 70 und 520 C, am besten zwischen 200 und 450"C, unter Ausschluss einer Nachvergütung der verformten oder sonstwie bearbeiteten Legierungen vorgenommen wird. EMI2.1
AT139424D 1931-12-02 1932-11-23 Verfahren zur Verarbeitung von korrosionsbeständigen austenitischen Chromnickel-, Chrommangan- und Chromstählen, insbesondere von austenitischen Grenzstählen durch Kaltverformung oder sonstige Kaltbearbeitung. AT139424B (de)

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