AT139401B - Werkzeugträger für Bohrwerke. - Google Patents

Werkzeugträger für Bohrwerke.

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  Werkzeugträger für Bohrwerke. 



   Die Erfindung betrifft   einen Werkzeugträger   für Bohrwerke und ähnliche Maschinen, z. B. Flanschenabdrehmaschinen, bei dem das Werkzeug neben der Umlaufbewegung eine Hin-und Herbewegung senkrecht zur Achse der Bohrspindel ausführt. Die bekannten Werkzeugträger haben hinsichtlich der guten und sicheren Führung des Werkzeugschlittens Mängel, die sich aus der schematischen Darstellung in Fig. 1 der Zeichnung ergeben. Die durch den Werkzeugdruck Pr ausgelösten, der Drehung im Pfeilsinne entgegenwirkenden Kräfte werden nur an den Stellen A von den Führungen aufgenommen. Infolge der an diesen Stellen auftretenden hohen spezifischen Drücke ist eine Verstellung des Werkzeugschlittens in der Richtung der Führung nur mit grossem Kraftaufwand möglich.

   Der aus dem gleichen Grunde auftretende starke Verschleiss der Führungen bedingt deren häufige Nachstellung, die in der Regel schwierig   durchzuführen   ist. Gemäss der Erfindung werden die Mängel der bekannten Einrichtungen dadurch beseitigt, dass zwischen dem das Werkzeug tragenden Schlitten und der Schlittenführung Führungleisten vorgesehen sind, die an dem Werkzeugschlitten ausschliesslich auf der den Arbeitsdruck übertragenden Seite derart anliegen, dass sie ein Kippen zwischen Werkzeugschlitten und Führungsleisten ermöglichen. Gerade die Berücksichtigung der Lage der Auflegestellen am Werkzeugschlitten hinsichtlich des Arbeitsdruckes ist dabei von Bedeutung. 



   Fig. 2 und 3 der Zeichnung zeigen im senkrechten Schnitt und im Grundriss ein Ausführungsbeispiel eines Werkzeugträgers gemäss der Erfindung. 



   Wie Fig. 2 erkennen lässt, wird der Druck Pa auf das Werkzeug 1 durch den Schlitten 2 an den Stellen B auf Führungsleisten 3, 4 übertragen, wobei die Stellen B als Gelenke ausgebildet sind. Durch die Eigenart dieser Übertragung gelangen die Führungsleisten 3,4 an den Gegenführungen im Kasten K, der von der Bohrspindel 7 gedreht wird, voll zur Auflage und die Führungsdrücke verteilen sich über die ganzen Führungsflächen. 



   Der Druck Pr wird, wie Fig. 3 zeigt, durch den Schlitten 2 auf die Führungsleisten   8,   9 an den Stellen   C   übertragen, die ebenfalls als Gelenke ausgebildet sind, so dass die gleiche Wirkung wie an den Stellen B auftritt. 



   Durch die Federn 5 (Fig. 2) und 10 (Fig. 3) wird, wie an sieh bekannt, ein ständiger Schluss der Führungen erreicht. Zum Nachstellen können Stellschrauben 11 (Fig. 3) vorgesehen sein. 



   Mit Hilfe der neuen Einrichtung wird die Abnutzung der Führungen wesentlich vermindert und die Verschiebung des Werkzeugschlittens während des Schneidens wesentlich erleichtert. Dies ist für Bohrwerke von grösster Bedeutung, um einen guten und sauberen Schnitt zu erzielen, z. B. bei Bohrwerken oder Vorrichtungen zum Bearbeiten von Pilgerwalzenkalibern. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Werkzeugträger für Bohrwerke, bei dem das Werkzeug neben der Umlaufbewegung eine Hinund Herbewegung senkrecht zur Achse der Bohrspindel ausführt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem das Werkzeug tragenden Schlitten und der   Schlittenführung   Führungsleisten vorgesehen sind, die an dem Werkzeugschlitten ausschliesslich auf der den Arbeitsdruck übertragenden Seite derart anliegen, dass sie ein Kippen zwischen Werkzeugschlitten und Führungsleisten ermöglichen. 
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