AT139208B - Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere Galanterieschuhen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere Galanterieschuhen.

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Karl Nevyjel
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Karl Nevyjel
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  Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere Galanterieschuhen. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Herstellungsverfahren für Schuhe, insbesondere für   Galanterieschuhe,   bei welchem am Oberteil neben der Brandsohle oder unterhalb dieser ein Wulst gebildet wird, in welchem eine Schnur, Leder oder Garn eingelegt wird. An den Wulst wird die Sohle genäht, u. zw. so, dass bei neben der Brandsohle laufendem Wulst die Naht sichtbar ist. Bei unterhalb der Brandsohle liegendem Wulst ist die Naht nicht sichtbar, die Sohle wird durch den Riss an den Wulst 
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 ohne dessen Nachteile zu haben. Der Wulst und die Naht können bis zum Absatz führen, oder es wird nur die Trittfläche, d. i. vom Innenballen um die Schuhspitze herum bis zum Aussenballen, genäht, während das Gelenk im vorhandenen Riss in bekannter Weise   durchgenäht   wird. 



   In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen des   erfindungsgemässen Verfahrens   dargestellt. 



   Fig. 1 und 2 zeigen den Schnitt durch einen   Schuh mit   aussen liegendem Wulst und Naht. Fig. 3 und 4 stellen einen Schnitt durch einen Schuh mit   unterhalb   der Brandsohle liegendem Wulst und verdeckter Naht dar. Fig. 5 und 6 veranschaulichen einen Schnitt durch einen Schuh, bei welchem die Naht eine Flechterei bildet. Fig. 7 zeigt einen fertigen Schuh mit Flechtnaht und   durchgenähtem   Gelenk. 



   Bei den der Erfindung gemäss hergestellten Schuhen wird in dem aufgezwickten Oberteil (Schaft) ein Wulst 7,   15, 23   eingepresst, u. zw. so, dass in dem   aufgezwiekten   bzw. eingebundenen Oberteil eine   Schnur mit   einer Nadel od. dgl. zwischen Oberleder und Futter eingezogen und das Oberleder beiderseits der Schnur mit einem dazu geeigneten Werkzeug niedergepresst wird. Bei unterhalb der Brandsohle liegendem Wulst kann die Schnur an der Brandsohle angebracht und mit einem   dünnen     Leinwandctreifen   überklebt werden, um ein Verschieben der Schnur während des Zwickens zu verhindern.

   Auch bei dieser   Ausführungsform   wird das Oberleder beiderseits der Schnur   niedergepresst,   so dass ein Wulst gebildet wird, welcher den Zweck hat, das Annähen des Oberteiles an die Sohle zu ermöglichen, ohne den Schuh   durchzunähen   oder wenden zu müssen, so dass die Sohle durch den Riss an den Oberteil genäht wird, wobei die Naht in der Rinne zwischen dem Wulst 7,   15,   23 und dem Oberteil 4, 12, 22 eingebettet wird. Die in dem Wulst eingelegte Schnur, Leder oder Garn hat den Zweck, ein Ausreissen der Stiche zu verhindern. Bei starken Ledersorten kann die Wulsteinlage wegfallen. 



   Fig. 1 und 2 stellen einen Schnitt durch einen Schuh mit einem um die Brandsohlenkante laufe nden Wulst 7, in welchem ein Garn 6 eingelegt ist, dar. Der Wulst 7 ist sehr schmal gehalten und legt sich knapp an den Oberteil 4 an, so dass nur die Naht   8,   mit welcher die Sohle 1 an den Oberteil 4 genäht ist, Platz findet. Da die Naht sichtbar ist, wird dieselbe weiss oder auf eine andere dem Auge gefällige   Alt   genäht. 



   Bei dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Schnitt durch einen Schuh mit unterhalb der Brandsohle angeordnetem Wulst 15 und Naht 17 wird die Sohle 9 mit einem Riss 13 in bekannter Art versehen, während auf der Fleischseite der Sohle 9 ein   Abdeckriss     14,   der von innen gegen den Sohlenrand geführt wird, angeordnet ist. Durch den vom Oberteil 12 abstehenden Wulst 15 wird das Annähen der Sohle 9 an den Oberteil 12 ermöglicht, ohne den Schuh wenden oder   durchnähen   zu müssen, da die Stiche vom Riss 13 nur schräg nach aussen zwischen Wulst 15 und Oberteil 12 führen. Während des Nähens ist der Abdeckriss 14 geöffnet und über den Sohlenrand nach aussen gebogen.

   Nach Fertigstellung der Sohlennaht   17,   welche zwischen Wulst 15 und Oberteil 12 liegt, wird der Abdeckriss 14 mit einem Klebemittel geschlossen und gegen die Naht 17 gepresst, so dass Wulst 15 und Naht 17 im   Abdeckriss   14 eingebettet sind. Diese Nähart kann bis zum Absatz führen, oder der Wulst 15 und Naht 17 führen vom Innen- 

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 ballen um die Kappe herum zum   Aussenballen, während   das Gelenk im vorhandenen Riss 13 in bekannter Art   durchgenäht   wird, so dass in dieser Ausführung die Vorteile eines gewendeten und die eines durchgenähten Schuhes : vereinigt sind. 



   Fig. 5 und 6 zeigen einen Schnitt durch einen Schuh, welcher wie in Fig. 3 und 4 genäht ist, jedoch keinen   Abdeckriss     14. besitzt,   sondern mit Lederriemen, mit dünn ausgeschärftem Leder umklebtem Garn oder   einem andern zum Nähen und Flechten geeigneten Material genäht ist   und zwischen der Sohle 18 und Oberteil 22 eine Flechterei 25 bildet, welche den Wulst 23 und die Naht 26   überdeckt.   Diese Naht   undflechtart führt   entweder bis zum Absatz oder, wie-Fig. 7 zeigt, nur bis zum Gelenk, welches in bekannter Art mit Garn   durchgenäht   wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere Galanterieschuhen, dadurch   gekenn-   zeichnet, dass am Oberteil ein entlang der Brandsohlenkante laufender Wulst angeordnet wird, der durch eine eingelegte Schur, Lederstreifen od. dgl. verstärkt ist und die Sohle am Oberteil mittels einer in der Rinne zwischen Wulst und Oberteil freiliegenden Naht vernäht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der am Oberteil gebildete Wulst unterhalb der Brandsohlenkante angeordnet und die an der Ober-und Unterseite gerisste Sohle durch eine schräg nach aussen zwischen Wulst und Oberteil liegende Naht mit dem Oberteil vernäht wird, worauf die Risslippen geschlossen werden, so dass Wulst und Naht im Abdeckriss eingebettet und verdeckt sind.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst des Oberteiles mit der Sohle durch einen Lederriemen oder ein anderes zum Flechten geeignetes Material derart vernäht wird, dass eine zwischen Oberteil und Sohle liegende, den Wulst überdeckende, sichtbare Flechterei gebildet wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen Oberteil und Sohle angeordnete Wulst bzw. die Flechterei nur den Vorfuss des Schuhes läuft, während im Gelenk Oberteil und Sohle in bekannter Weise durchgenäht werden. EMI2.1
AT139208D 1933-05-22 1933-05-22 Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere Galanterieschuhen. AT139208B (de)

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