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Verfahren zur Aufnahme photographischer Schallaufzeichnungen.
Bei Tonfilmen mit wechselnder Breite der Tonaufzeichnung war bis nun in der Regel die durchschnittliche Belichtungsbreite konstant, sie entsprach einer Schwärzung, die sich auf 50% der Tonspurfläche erstreckte. Mit andern Worten, die Nullinie der Tonaufzeichnung fällt in die Mittellinie der Tonspur.
Als Folge der verhältnismässig hohen mittleren Lichtdurchlässigkeit einer derartigen Tonspur treten in die wiederzugebenden Töne Störgeräusche, die von den Unregelmässigkeiten und Rissen in der Emulsionsschicht der Tonspur herrühren und allgemein als sogenanntes Hintergrundgeräusch bezeichnet werden.
Dieses Hintergrundgeräusch wird um so störender, je geringer die Lautstärke der wiederzugebenden Töne ist.
Um das Hintergrundgeräusch zu beseitigen oder abzumindern, wurde bereits für jene Verfahren der Tonaufnahme, bei denen ein Lichtstrahl auf den laufenden Film gerichtet und die Länge der dadurch auf dem Film erzeugten transversalen Lichtlinie in Übereinstimmung mit den Schallschriftamplituden geändert wird, vorgeschlagen, die Lage der Nullinie der Tonaufzeichnung während der Aufzeichnung durch Beeinflussung des Schallaufzeichnungsorgans mittels eines Gleichstromes, dessen Stärke durch einen gleichgerichteten Teil des Tonumwandlungsstromes in Übereinstimmung mit der Lautstärke gesteuert wird, so zu verlegen, dass die Breite des belichteten Teiles bei abnehmender Lautstärke abnimmt.
Ein von einem solchen Aufnahmefilm kopierter Wiedergabefilm zeigt geschwärzte Flächenteile der Tonspur, die mit abnehmender Lautstärke der wiederzugebenden Töne wachsen. Infolgedessen ist die mittlere Lichtdurchlässigkeit des Wiedergabefilms um so geringer, je lautschwächer die wiederzugebenden Töne sind, und darin liegt die Möglichkeit zur wesentlichen Herabsetzung des den Unregelmässigkeiten der lichtempfindlichen Schicht auf dem herzustellenden Wiedergabefilm entspringenden Hintergrundgeräusches.
Es ist auch bekannt, den die Verlegung der Nullinie steuernden Strom von einem Anfangswert, der die grösste Verschiebung der Nullinie bewirkt, mit wachsender Lautstärke abnehmen zu lassen.
Um ein Abreissen der wiederzugebenden Töne zu vermeiden, darf die maximale Verlegung der Nullinie der Tonaufzeichnung kein den Abstand der Anfangslage der Nullinie von der Tonspurmitte übersteigendes Ausmass überschreiten, weil andernfalls der Lichtstrahl bei einer der halben Tonspurbreite entsprechenden Amplitude, als bei maximaler Lautstärke, über den Rand der Tonspur hinausschwingen und daher ein Teil der Tonwellen nicht aufgezeichnet würde. An einer Seite wären die Schallschriftspitzen sozusagen weggeschnitten.
Erfindungsgemäss wird nun der mit wachsender Lautstärke abnehmende Gleichstrom, der die Verlegung der Nullinie steuert, so eingestellt, dass er bis auf Null abnimmt, wenn die Lautstärke der aufzuzeichnenden Töne oder, genauer gesagt, wenn die Grösse der Amplitude des diesen entsprechenden Wechselstromes, der im folgenden als Tonumwandlungsstrom bezeichnet werden mag, einen Grösstwert erreicht. Die Tonaufzeichnungsvorrichtung ist derart abgestimmt, dass die Nullinie der aufgezeichneten Tonwellen bei auf den Wert Null gesunkenem, gleichgerichtetem Strom in die Mittellinie der Tonspur fällt oder nahe dieser Mittellinie liegt.
Diese Einstellung hat den Vorteil, dass sich die Nullinie nicht über die Mittellinie hinausbewegen kann, weil ja der Gleichstrom, der meistens der Anodenstrom einer Elektronenröhre sein wird, nicht
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negativ werden kann, so dass also die Symmetrie der Aufzeichnung unter allen Umständen gewahrt bleibt.
Damit ferner während der Aufnahme jede Möglichkeit zum Auftreten von Mikrophongeräusch oder von Geräusch aus andern im Aufzeichnungssystem verwendeten Mitteln in Zeiträumen vollständiger Stille beseitigt werden kann, wird erfindungsgemäss die Tonaufzeichnungsvorrichtung in bezug auf den Aufnahmefilm in eine Stellung gebracht, bei der die Nullinie der Aufzeichnung zu Beginn der Arbeit ausserhalb des Films in einem solchen Abstand vom Filmspurrand liegt, dass Tonwellen mit den Amplituden des Mikrophongeräusches die Nullinie nicht auf den Film zu verlegen vermögen, weil die durch derart schwache Geräusche bewirkte seitliche Verlagerung der Nullinie zur Überwindung des Abstandes nicht ausreicht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch veranschaulicht. Die Figur zeigt ein Stück eines Tonfilmbandes, auf dem der Abstand zwischen einem Rande der Tonspur und der durch die gestrichelte Linie a-b angedeuteten Nullinie der Tonaufzeichnung mit wachsender Lautstärke der aufgezeichneten Töne sich vergrössert. Wenn die Lautstärke der aufzuzeichnenden Töne den Grösstwert erreicht, ist der Abstand des Tonspurrandes von der Nullinie a-D gleich der halben Breite der Tonspur, so dass die Nullinie der erfolgten Aufzeichnung in die Mittellinie der Tonspur fällt.
Der Abstand zwischen dem Tonspurrand und der Nullinie a-b wird während der Aufzeichnung durch eine transversale Verlegung der Nullinie verändert, und diese Verlegung wird von einem Gleichstrom herbeigeführt, der von einem gleichgerichteten Teil des Tonumwandlungsstromes gesteuert wird und die Tonaufzeichnungsvorrichtung derart beeinflusst, dass sie ihre Mittelstellung, um welche sie infolge der Einwirkung des Tonumwandlungsstromes schwingt, ändern kann.
Nimmt die Lautstärke ab, so steigt der Gleichstrom an und bewirkt eine Verlegung der Nullinie gegen ihre Anfangslage hin, nämlich jene Lage, die von der Nullinie eingenommen wird, wenn keine aufzuzeichnenden Töne vorliegen, und die erfindungsgemäss in geringem Abstande ausserhalb des Tonspurrandes verläuft, wie die Linie e-d der Figur zeigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufnahme photographischer Schallaufzeichnungen, bei dem die Länge einer den Schallaufzeichnungsträger treffenden, vom Schallaufzeichnungsorgan gesteuerten Lichtlinie in Übereinstimmung mit den Schallschwingungsamplituden um einen mit der Lautstärke veränderlichen Mittelwert schwankt und dieser Mittelwert durch Beeinflussung des Schallaufzeichnungsorgans mit Hilfe eines Gleichstromes geändert wird, dessen Stärke durch einen gleichgerichteten Teil des Tonumwandlungstromes m't zunehmender Stärke des Tonumwandlungsstromes herabgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Gleichstrom derart eingestellt ist, dass die Nullinie der Schallaufzeichnungsamplituden sich über den Rand des Aufzeichnungsträgers hinausbewegt, wenn die Lautstärke einen Mindestwert und infolgedessen der Gleichstrom seinen Grösstwert annimmt.
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