AT137670B - Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberbindungen.

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  Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen. 



   Es wurde gefunden, dass man durch Einwirkung von Quecksilbersalzen, wie beispielsweise Quecksilberacetat, auf Theophyllin-bzw. Theobrominderivate, welche eine ungesättigte Alkylgruppe, z. B. eine   Allyl- oder Allylomethylgruppe   enthalten, zu Verbindungen gelangt, in welchen das Quecksilber an der Seitenkette durch Aufhebung der Doppelbindung gebunden ist. 



   Die Verbindungen haben sich als wertvolle Arzneimittel insbesondere als starke Diuretika erwiesen und sollen daher in der Therapie Verwendung finden. 



   Man hat bereits Quecksilberverbindungen durch Umsetzung von Quecksilbersalzen mit Purinderivaten, die keine ungesättigte Seitenkette enthalten, hergestellt (siehe deutsche Patenschriften Nr. 282376 und 282377), wobei das Quecksilber in den Purinkern eintritt. Die so erhaltenen Produkte besitzen infolge ihrer andersartigen Konstitution andere chemische und therapeutische Eigenschaften als die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen. 



   Nach dem in der Patentschrift Nr. 99678 beschriebenen Verfahren werden ganz allgemein Quecksilbersalze mit organischen, eine ungesättigte Seitenkette enthaltenden Verbindungen umgesetzt. Aus dieser Patentschrift war nicht zu entnehmen, dass die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Verbindungen eine besonders wertvolle Wirkung als Diuretika besitzen würden. 



     Beipsiel l : 22 y 1-Allyltheobromin (britische Patentschrift Nr.   165446)   werden in 500 cm3 Methyl-   alkohol gelöst und unter Schütteln mit einer Lösung von   31'86 g Mercuriacetat   in 500   em.   Wasser versetzt. 



  Die alsbald klar werdende Flüssigkeit wird bei Zimmertemperatur 24 Stunden geschüttelt. Das Ganze wird dann im Vakuum eingedampft und der Rückstand mit Chloroform ausgezogen. Nach dem Trocknen des Chloroforms wird auf die Hälfte eingeengt und diese konzentrierte Chloroformlösung auf Petroläther getropft, wobei die Quecksilberverbindung in reiner Form als weisses Pulver ausfällt.

   Die neue Quecksilberverbindung ist in Wasser verhältnismässig leicht löslich ; Quecksilbergehalt : gefunden   39'0%,   berechnet für   C13HlsOsN4Hg 39'3%,  
Beispiel   2 : 22 g 7-Allyltheophyllin   (Friedl., Band 14, Seite 1325) werden in 450   cm3   Methylalkohol gelöst und 22 Stunden mit einer Lösung von   31'86     g     Mercuriaeetat   in 500 cm3 Wasser geschüttelt. 



  Das Ganze wird danach im Vakuum eingedampft und der Rückstand in Wasser gelöst. Die wässrige Lösung wird hierauf mit Soda neutralisiert und mit Chloroform ausgezogen. Aus der Chloroformlösung wird ein goldgelbes Öl erhalten, das die Anlagerungsverbindung des Quecksilberacetats an Allylthophyllin darstellt. Dieselbe kann durch   Schütteln   in Wasser mit einer gesättigten   Kochsalzlösung   in die entsprechend Chlorverbindung vom   F = 184-186  übergeführt   werden ; Quecksilbergehalt : gefunden   40#9%, berechnet für C10H13O3N4.HgCl.H2O 41#3%.   



   Beispiel 3 : 22   g   1-Allyltheobromin in 500 cm3 Methylalkohol gelöst, werden mit den Lösungen aus 27-2 g Quecksilberchlorid in 500 cm3 Wasser und 8-2 g entwässertem Natriumacetat in 100 cm3 Wasser 12 Stunden geschüttelt. Allmählich scheidet sich die Quecksilberchloridanlagerungsverbindung ab, die abgesaugt und aus Methylalkohol umkristallisiert, eine weisse Kristallmasse vom F =   168-170    darstellt. Sie ist in Natronlauge löslich und kann aus einer derartigen Lösung mit Säuren unverändert gefällt werden ; Quecksilbergehalt : gefunden   40'4%, berechnet 40'9%.   



   Beispiel 4 :   4'68 g l-Allylomethyltheobromin   (hergestellt analog dem   1-Allyltheobromin)   in 
 EMI1.1 
 



  Das ganze wird hierauf im Vakuum eingedampft, der Rückstand mit Wasser aufgenommen, neutralisiert und die neutrale Lösung mit Chloroform ausgezogen. Durch Abdampfen wird aus der   Chloroformlösul1g   ein Öl erhalten, das die   Quecksilberacetatanlagerungsverbindung   darstellt. Durch Versetzen einer Lösung derselben in Wasser mit   Kochsalzlösung   entsteht die entsprechende Chlorverbindung, die durch Umkristallisieren aus Diäthylin-Wasser rein erhalten wird. 



   Die in gleicher Weise aus 7-Allylomethyltheophyllin erhaltene   Quecksilberanlagerungsverbindung   zeigt einen Quecksilbergehalt von   39-9%   ; berechnet für   Ci2HIO3N4. HgCl 39-9%.   



   In den nach obigen Beispielen erhaltenen Verbindungen ist das Quecksilber komplex gebunden ; es wird mit Natronlauge nicht abgespalten, sondern erst nach längerer Einwirkung von Schwefelammonium in der Wärme. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberverbindungen durch Umsetzung ungesättigte Alkylgruppen enthaltender organischer Verbindungen mit Quecksilbersalzen, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoffe Theophyllin-bzw. Theobrominderivate, die eine ungesättigte Alkylgruppe enthalten, verwendet werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT137670D 1930-10-22 1930-10-22 Verfahren zur Darstellung organischer Quecksilberbindungen. AT137670B (de)

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