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Steuerung für elektrische Bühnenbeleuchtungsanlagen.
Die Erfindung bezieht sich auf Bühnenbeleuchtungsanlagen, die aus mehreren verschiedenfarbigen, aus einer Anzahl ständig zusammengeschalteter elektrischer Lampen gebildeten Gruppen besteht, wobei für jede Gruppe ein Regelwiderstand vorgesehen ist, dessen Schaltarm mittels eines auf elektrischem Wege ferngesteuerten Getriebes in Bewegung setzbar ist.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Steuerstromkreise der Schaltarmgetriebe durch Anordnung von Schaltern weitgehende Kombinationen zwischen den Lampengruppen sowohl hinsichtlich der örtlichen Lage der Gruppen, der Farbzusammensetzung und Leuchtstärke und der ver- schiedenen Leuchtstärke der einzelnen Gruppen innerhalb einer Farbenkombination ermöglichen und gestatten, die gewünschten Kombinationen vorbereitend zusammenzuschalten und erst im gegebenen Zeitpunkt und für die gewünschte Dauer in Wirksamkeit zu setzen und aufrechtzuerhalten.
Elektrische Einrichtungen zur Fernsteuerung der Schaltarme von Regelwiderständen für Bühnen- beleuchtungsanlagen sind an sich bekannt.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 1, 2, 3 und 4 die Schemen von vier Bühnenbeleuchtungsanlagen verschiedener Kombinationsmöglichkeit veranschaulicht ; Fig. 5 zeigt zum Zwecke des Verständnisses die an sich bekannte Antriebseinrichtung für einen gemäss den Fig. 1-4 ferngesteuerten Widerstandsregler.
Für jede Gruppe x von ständig zusammengeschalteten Lampen ist ein in Fig. 5 schematisch dargestellter Regelschalter vorgesehen, dessen Regelwiderstand über die Kontakte 10 mit dem Schaltarm 9 zusammenwirkt. Der um seine Achse 8 drehbare Arm 9 wird durch eine Schnecke 12 der Welle 13 angetrieben, die mittels der Kegelräder 14 in der zur Abschaltung von Widerstand, also zur Aufhellung, führenden Richtung und mittels der Kegelräder 15 in der zur Zuschaltung von Widerstand, also zur Verdunklung, führenden Richtung gedreht werden kann. Zum Antrieb der Kegelräder 19, 20 dienen ständig umlaufende Kegelräder 16, 17.
Die Wellen 18 der Kegelräder 20 sind mittels Führungen 22 teleskopartig in der Länge veränderbar und sind am freien Ende ebenso wie die Wellen 181 der Kegelräder 19 mit Kupplungsseheiben 21 versehen, mittels denen sie vorübergehend verbindbar sind. Zur wahlweisen Kupplung dieser Wellen dienen Spulen Wl, W2, welche gemäss den in den Fig. 1-4 dargestellten Schaltungen wahlweise erregt werden können.
Fig. 1 zeigt die Anordnung, z. B. für je eine weisse, rote und blaue Soffittenlampengruppe. Die zu den Lampengruppen führenden Stromkreise sind nicht dargestellt ; in ihnen liegen je ein Regelwiderstand 9, 10 nach Fig. 5. Die zwecks Aufhellung bzw. Verdunklung zu erregenden, in der besonderen gemeinsamen Leitung M1, M2 liegenden Spulen der weissen Gruppe W1, W2 für die Rampe, W3, W4 für
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Gruppe 1, und ebenso führen die Erregerstromkreise der andern Farbgruppen 2, ; J zu solchen Zweigschaltern 6, mittels denen die entsprechende Vorwahl der zu betätigenden Aufhellungs- oder Verdunklungsspulen für die Rampen-und die Soffittengruppe in jeder der Farben getroffen wird.
Die Reihe 1 der Schalter 6 ist über eine Leitung 51und einen Farbwahlschalter J'an eine Sammelschiene Ms angeschlossen, und ebenso sind die andern Reihen 2 und 3 der Schalter 6 über Leitungen 52 und 53 an die entsprechenden Farbwahlschalter 5R bzw. 5B und weiterhin an die Sammelschiene M angeschlossen, die über einen Hauptschalter G mit dem einen Znleitnngszweig M1 verbunden werden kann. Sämtliche Spulen sind
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anderseits über eine gemeinsame Sammelschiene BB mit dem andern Zuleitungszweig- ? in Verbindung.
Alle jene Spulen, welche bei irgendeiner Betätigung der Schalter 6, 51fut... und G erregt werden, bewirken eine Bewegung des Schaltarmes 9, welche die ihrer Richtung entsprechende Änderung der Lichtstärke herbeiführt. Die Bewegung des Schaltarmes wird beendet, sobald in den Spulenkreisen angeordnete Grenzschalter 71, 72 den Spulenstromkreis unterbrechen.
In Fig. 2 ist eine sogenannte Dreiszenenanlage veranschaulicht, die sich von der Anlage gemäss
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reihe 6 durch eine Leitung 26 Wl bzw. 26 ? usw. mit einem gemeinsamen Schalter 26 verbunden ; dasselbe gilt für die dritten Schalter jeder Schalterreihe 6 hinsichtlich der sie mit dem gemeinsamen Schalter 28 verbindenden Leitungen 27 W1 bzw. 27 Rl usw. Die Schalter 25,26, 27 können unter Erregung ihrer Solenoide 28 mittels eines Wählschalters SS wahlweise eingeschaltet werden, wodurch sich die der Voreinstellung durch die Schalter 6 entsprechenden Schaltarme 9 gleichzeitig bewegen und die beabsichtigten Veränderungen der Leuchtstärke herbeiführen.
'In Fig. 3 ist wieder eine Einszenenanlage dargestellt, welche jedoch derart eingerichtet ist, dass jede Lampengruppe nach der nach Farbe erfolgten Wahl auf einen vorausbestimmbaren Helligkeitswert gebracht werden kann. Das Schaltungsschema zeigt links bloss die Spulenkreise für die weisse Gruppe, z. B. der Rampenbeleuchtung, wogegen die Spulenkreise z. B. für zwei andere weisse Gruppen, vom Farbgruppenschalter 4w ausgehend angedeutet, sind. Die beim Schliessen des Schalters 4w bzw. des Hauptschalters G zu erregende Spule Wl oder W2 (RI, R2 usw. ) wird durch entsprechende Einstellung eines Umschalters WlBS (RlBS usw. ) vorgewählt. Der Umschalter schaltet die betreffende Spule in Serie mit einer Reihe von Grenzschaltern LS1, LS'"...
LS6. Jeder Grenzschalter weist einen beweglichen Kontakt auf, der die benachbarten festen Kontakte überbrückt und in der Bewegungsbahn des Schaltarmes 9 liegt. Die aufeinanderfolgenden Grenzschalter sind an ihren Zwischenpunkten mit je zwei Kontakten von Vielfachschaltern MSS verbunden. Die einen dieser Kontakte wirken mit dem Schalterarm PI, die andern mit dem Schalterarm p2 dieses Schalters zusammen.
Bei geschlossenen Schaltern 4w und G wird der Schaltarm 9 der gewählten Spule in Bewegung gesetzt ; er unterbricht auf seinem Wege aufeinanderfolgend die Grenzschalter, jedoch fliesst während dieser kurzen Unterbrechungen der Strom durch die betreffende Spule weiter, u. zw. über den einen oder den andern der Schaltarme PI, p2 und jene Leitung, die den Kontakt, auf dem der Schalterarm sich befindet, mit denjenigen Schaltern verbindet, die sich in der Bewegungsrichtung an der Vorderseite des Schaltarmes 9 befinden ; bewegt sich der Sehaltarm 9 z.
B. vom Kontakt LS 6 zum Kontakt LS1, so liegen die Schalter LS5, LS4 usw. in der Bewegungsrichtung vor dem Schaltarm 9 ; bewegt sich der Schaltarm 9 in der umgekehrten Richtung,
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unterbricht jedoch der Schaltanm 9 die Zuleitung, welche die Grenzschalterreihe mit einem der Schalterarme pl oder p2 verbindet, wodurch der Schaltarm 9 des Regelwiderstandes zum Stillstand kommt. Der Regelwiderstand kann dann nicht früher wieder in Bewegung gesetzt werden, bis der Umschalter W1BS umgelegt wird. Die durch den Regelwiderstand gesteuerte Lampengruppe wird demnach auf einen mit Hilfe des Schalters MSS vorbestimmten Holligkeitswert gebracht und. gehalten.
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werden kann. Der Einfachheit halber zeigt Fig. 4 die Anordnung lediglich für die weissen Lampengruppen, z.
B. die Rampe und zwei Soffitten. Die Schalter SPS1... sind durch Zweigleitungen JB... an Sammel- schienen-... angeschlossen, ihre Kontakte führen in gleicher Weise wie die Kontakte der Schalterarme pl gemäss Fig. 3 zwischen die Grenzsohalter. Jeder der Schalter SPS1,,, kann-unabhängig von den andern über den Wählschalter SS und einen Hauptschalter G an die Hauptleitung MI angeschlossen werden, wodurch der betreffende Schaltarm 9 in Bewegung gesetzt wird und dessen Grenzsehalter von ihm betätigt werden. Zur Auswahl der zur Betätigung des gewünschten Schaltarmes 9 heranzuziehenden Spule Wl oder W2 dienen die Umschalter W1BS ..., deren zwei Sehaltarme voneinander isoliert sind, so. dass sie trotz ihrer. Voreinstellung vorerst unwirksam bleiben.
Sie werden erst wirksam, wenn die ihnen zugeordneten Mehrfachkontaktschalter Mous, mit denen sie durch Leitungen BP verbunden sind, geschlossen werden. Dann ist der betreffende Umschalter W1BS in der einen Stellung einerseits durch eine Leitung E6 an die Grenzschalterreihe LI"... L (wie Fig. 3) angeschlossen, anderseits mit der Leitung lw zur Spule Wl verbunden, wogegen er in der andern Stellung einerseits durch die Leitung EI an die Grenzschalterreihe Lus'... L* (wie Fig. 3) angeschaltet und anderseits an die Leitung 2W zur Spule W2 angeschlossen ist. Die Schalter MCS können durch im Nebenschluss zu den Sammelschienen 4il... liegende Solenoide 29 über die Leitungen CL betätigt werden.
An Stelle der in Fig. 5 gezeigten Antriebseinrichtung für den Schaltarm 9 des Regelwiderstandes 10 könnte auch für jede Bewegungsrichtung des Sohaltarmes 9 einbesonderer Motor oder fürbeide-Bewegungs- riehtungen ein. gemeinsamer Motor mit veränderlicher Drehrichtung angewendet werden.