AT136955B - Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl.

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AT136955B
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lead
rolling
iron
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deforming
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Alessandro Salvi
Francesco Gianni
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Alessandro Salvi
Francesco Gianni
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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Es ist bekannt, dass, wenn man Werkstücke aus Eisen oder andern ähnlichen Metallen maschinellen Behandlungen in der Kälte unterwerfen will, dann sehr günstige Resultate erhalten werden, wenn man vorher ihre Oberfläche mit einem dünnen Überzug eines weichen Metalles wie Blei versieht. Das Glätten und Ziehen der genannten   Metallstücke   kann dann bei gewöhnlicher Aussentemperatur vollendet werden, ohne zu starken Glühoperationen Zuflucht nehmen zu müssen, wobei noch der Kraftverbraueh und die Zahl der notwendigen Arbeitsgänge verringert werden. 
 EMI1.2 
 wird und in jedem Falle die Oberfläche des Metalles matt und uneben bleibt, was die Produkte entwertet und sie für viele Spezialanwendungsgebiete unverwendbar macht. Ausserdem fordern beinahe alle genannten Verfahren noch lange und unangenehme, kostpielige thermische Behandlungen. 



   Die Erfindung hat die Herstellung einer dünnen Bleischicht auf einem Metalle zum Gegenstand, welches mittels maschineller Bearbeitung in der Kälte geformt werden soll, in der Weise, dass der genannte Überzug leicht und vollständig nach beendeter Bearbeitung entfernt werden kann und dabei eine vollkommen glatte und glänzende Fläche   zurückbleibt.   



   Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass   Metallstücke   nach irgendeiner als Amalgamationsverfahren bekannten   Oberflächenbehandlung   auf chemischem Wege verbleit werden. 



   Eine Amalgamationsbehandlung und darauffolgendes allmähliches Durchziehen des genannten   Metallstückes   durch ein geschmolzenes Bleibad, wurde schon früher vorgeschlagen. Bei dieser Methode werden aber keine günstigen Ergebnisse erzielt, weil das auf der Oberfläche des Metallstückes haftende Quecksilber sich unmittelbar unter der Einwirkung der hohen Temperatur des Bades verflüchtigt. 



   Ausserdem sind die in der Hitze in dem geschmolzenen Blei erhaltenen Überzüge sehr schwer zu entfernen und hinterlassen nach der Ablösung rauhe und matte Oberflächen. 



   Nach der vorliegenden Erfindung werden die Metallstücke in bekannter Weise oberflächlich amalgamiert. Nachher bringt man diese Stücke in eine Bleisalzlösung, aus der sich Blei auf den amalgamierten Stücken ausscheidet. Da Eisen nicht amalgamierbar ist, wird der aufgebrachte Bleiüberzug stets durch einen Quecksilberschleier von der Oberfläche des eisernen Werkstückes getrennt sein, so dass er nach der mechanischen Bearbeitung des Werkstückes hochgehoben werden kann und die Oberfläche des Eisens glatt und fast spiegelnd zurücklässt. 



   Erfindungsgemäss wird also das Quecksilber auf dem Eisen in metallischer Form als ausserordentlich dünne Decke, die das Eisen selbst nicht amalgamiert, auf chemischem Wege niedergeschlagen. Auf diese Quecksilberdecke wird ebenfalls auf chemischem Wege ohne Anwendung von elektrischem Strom eine zusammenhängende Bleischicht niedergeschlagen. Diese Schichte bildet nun eine ununterbrochene Hülle auf der Oberfläche des Eisens, jedoch nicht eine fest anhaftende Haut, welch letztere keinesfalls abhebbar wäre, ohne die Oberfläche des Eisens zu verletzen. Diese Bleischicht löst sich, trotzdem sie am Eisen nicht festhaftet, nicht ab, wenn man das Eisen in der Kälte zwischen den Zylindern eines Walz-oder Streckwerkes, durchgehen lässt und ihr Vorhandensein erleichtert diesen Durchgang mehr, als es eine festhaftende Verbleiung des Eisens nach bekannten Verfahren tun würde.

   Nach beendigter 

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 Behandlung kann man durch eine leichte Erwärmung und durch Beizen der Oberfläche diese lose Bleihaut in Schuppen abheben, so dass die Oberfläche des Werkstückes vollständig glatt und glänzend zurückbleibt. 



   Beispielsweise kann das Verfahren wie folgt ausgeführt werden :
Die zu behandelnden Stücke werden für kurze Zeit (max. eine Minute) in eine sehr verdünnte   Quecksilberchloridlösung und   dann in eine Lösung eines organischen Bleisalzes, die eventuell mit einer geeigneten organischen Säure ausgesäuert wurde, eingetaucht. Die Dauer dieser Einwirkung ist immer kurz. Sie richtet sich nach der Dicke des Überzuges, die wieder nach der folgenden mechanischen Behandlung verschieden sein kann. Sehr befriedigende Resultate werden erhalten, wenn man Bäder mit   50%   Bleiacetat verwendet, angesäuert mit 5% Essigsäure, die auf einer Temperatur von 25 bis 30  C gehalten werden.

   Nach Beendigung der mechanischen Kaltbearbeitung zeigt die Oberfläche des Werkstückes einen Belag mit einer sehr dünnen Amalgamschicht, auf welcher sich eine   häutehen-   ähnliche Decke des   Überzugmetalles   befindet. Werden diese Stücke einer leichten Erwärmung unterworfen, so verdampft das Quecksilber und bringt dabei das   Tiberzugshäutehen   zum Platzen, welches dann durch ein einfaches normales Abputzen abgehoben werden kann und darunter eine gleichmässige glatte und glänzende Oberfläche zurücklässt, die für irgendwelche andere Bearbeitungen geeignet ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl., bei dem die Werkstücke vor der Bearbeitung mit einem dünnen Quecksilberfilm bedeckt und dann verbleit werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleischicht auf chemischem Wege, z. B. aus einer mit einer organischen Säure angesäuerten wässerigen Lösung eines organischen Bleisalzes, als dünner, zusammenhängender,   festhaftender Überzug niedergeschlagen   und nach dem Verformen durch kurzes Erhitzen und darauffolgendes Beizen des Werkstückes zur Gänze wieder entfernt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verbleien eine mit etwa 5% Essigsäure angesäuerte, etwa 50% ige, wässerige Lösung von Bleiacetat verwendet wird.
AT136955D 1931-02-14 1931-05-11 Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl. AT136955B (de)

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