AT136955B - Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl.Info
- Publication number
- AT136955B AT136955B AT136955DA AT136955B AT 136955 B AT136955 B AT 136955B AT 136955D A AT136955D A AT 136955DA AT 136955 B AT136955 B AT 136955B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- lead
- rolling
- iron
- mechanical treatment
- deforming
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 26
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 title description 13
- 238000011282 treatment Methods 0.000 title description 6
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 title description 3
- QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N Acetic acid Chemical compound CC(O)=O QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 claims description 2
- 229940046892 lead acetate Drugs 0.000 claims description 2
- -1 about 50% Substances 0.000 claims 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 10
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 10
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 8
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 7
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 6
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000005267 amalgamation Methods 0.000 description 2
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 2
- 150000007524 organic acids Chemical class 0.000 description 2
- 238000005554 pickling Methods 0.000 description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 2
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 2
- 229910000497 Amalgam Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 1
- RCTYPNKXASFOBE-UHFFFAOYSA-M chloromercury Chemical compound [Hg]Cl RCTYPNKXASFOBE-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 150000002730 mercury Chemical class 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 description 1
- 238000004381 surface treatment Methods 0.000 description 1
- 238000007669 thermal treatment Methods 0.000 description 1
- 239000010409 thin film Substances 0.000 description 1
- 238000010792 warming Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Es ist bekannt, dass, wenn man Werkstücke aus Eisen oder andern ähnlichen Metallen maschinellen Behandlungen in der Kälte unterwerfen will, dann sehr günstige Resultate erhalten werden, wenn man vorher ihre Oberfläche mit einem dünnen Überzug eines weichen Metalles wie Blei versieht. Das Glätten und Ziehen der genannten Metallstücke kann dann bei gewöhnlicher Aussentemperatur vollendet werden, ohne zu starken Glühoperationen Zuflucht nehmen zu müssen, wobei noch der Kraftverbraueh und die Zahl der notwendigen Arbeitsgänge verringert werden. EMI1.2 wird und in jedem Falle die Oberfläche des Metalles matt und uneben bleibt, was die Produkte entwertet und sie für viele Spezialanwendungsgebiete unverwendbar macht. Ausserdem fordern beinahe alle genannten Verfahren noch lange und unangenehme, kostpielige thermische Behandlungen. Die Erfindung hat die Herstellung einer dünnen Bleischicht auf einem Metalle zum Gegenstand, welches mittels maschineller Bearbeitung in der Kälte geformt werden soll, in der Weise, dass der genannte Überzug leicht und vollständig nach beendeter Bearbeitung entfernt werden kann und dabei eine vollkommen glatte und glänzende Fläche zurückbleibt. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass Metallstücke nach irgendeiner als Amalgamationsverfahren bekannten Oberflächenbehandlung auf chemischem Wege verbleit werden. Eine Amalgamationsbehandlung und darauffolgendes allmähliches Durchziehen des genannten Metallstückes durch ein geschmolzenes Bleibad, wurde schon früher vorgeschlagen. Bei dieser Methode werden aber keine günstigen Ergebnisse erzielt, weil das auf der Oberfläche des Metallstückes haftende Quecksilber sich unmittelbar unter der Einwirkung der hohen Temperatur des Bades verflüchtigt. Ausserdem sind die in der Hitze in dem geschmolzenen Blei erhaltenen Überzüge sehr schwer zu entfernen und hinterlassen nach der Ablösung rauhe und matte Oberflächen. Nach der vorliegenden Erfindung werden die Metallstücke in bekannter Weise oberflächlich amalgamiert. Nachher bringt man diese Stücke in eine Bleisalzlösung, aus der sich Blei auf den amalgamierten Stücken ausscheidet. Da Eisen nicht amalgamierbar ist, wird der aufgebrachte Bleiüberzug stets durch einen Quecksilberschleier von der Oberfläche des eisernen Werkstückes getrennt sein, so dass er nach der mechanischen Bearbeitung des Werkstückes hochgehoben werden kann und die Oberfläche des Eisens glatt und fast spiegelnd zurücklässt. Erfindungsgemäss wird also das Quecksilber auf dem Eisen in metallischer Form als ausserordentlich dünne Decke, die das Eisen selbst nicht amalgamiert, auf chemischem Wege niedergeschlagen. Auf diese Quecksilberdecke wird ebenfalls auf chemischem Wege ohne Anwendung von elektrischem Strom eine zusammenhängende Bleischicht niedergeschlagen. Diese Schichte bildet nun eine ununterbrochene Hülle auf der Oberfläche des Eisens, jedoch nicht eine fest anhaftende Haut, welch letztere keinesfalls abhebbar wäre, ohne die Oberfläche des Eisens zu verletzen. Diese Bleischicht löst sich, trotzdem sie am Eisen nicht festhaftet, nicht ab, wenn man das Eisen in der Kälte zwischen den Zylindern eines Walz-oder Streckwerkes, durchgehen lässt und ihr Vorhandensein erleichtert diesen Durchgang mehr, als es eine festhaftende Verbleiung des Eisens nach bekannten Verfahren tun würde. Nach beendigter <Desc/Clms Page number 2> Behandlung kann man durch eine leichte Erwärmung und durch Beizen der Oberfläche diese lose Bleihaut in Schuppen abheben, so dass die Oberfläche des Werkstückes vollständig glatt und glänzend zurückbleibt. Beispielsweise kann das Verfahren wie folgt ausgeführt werden : Die zu behandelnden Stücke werden für kurze Zeit (max. eine Minute) in eine sehr verdünnte Quecksilberchloridlösung und dann in eine Lösung eines organischen Bleisalzes, die eventuell mit einer geeigneten organischen Säure ausgesäuert wurde, eingetaucht. Die Dauer dieser Einwirkung ist immer kurz. Sie richtet sich nach der Dicke des Überzuges, die wieder nach der folgenden mechanischen Behandlung verschieden sein kann. Sehr befriedigende Resultate werden erhalten, wenn man Bäder mit 50% Bleiacetat verwendet, angesäuert mit 5% Essigsäure, die auf einer Temperatur von 25 bis 30 C gehalten werden. Nach Beendigung der mechanischen Kaltbearbeitung zeigt die Oberfläche des Werkstückes einen Belag mit einer sehr dünnen Amalgamschicht, auf welcher sich eine häutehen- ähnliche Decke des Überzugmetalles befindet. Werden diese Stücke einer leichten Erwärmung unterworfen, so verdampft das Quecksilber und bringt dabei das Tiberzugshäutehen zum Platzen, welches dann durch ein einfaches normales Abputzen abgehoben werden kann und darunter eine gleichmässige glatte und glänzende Oberfläche zurücklässt, die für irgendwelche andere Bearbeitungen geeignet ist. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl., bei dem die Werkstücke vor der Bearbeitung mit einem dünnen Quecksilberfilm bedeckt und dann verbleit werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleischicht auf chemischem Wege, z. B. aus einer mit einer organischen Säure angesäuerten wässerigen Lösung eines organischen Bleisalzes, als dünner, zusammenhängender, festhaftender Überzug niedergeschlagen und nach dem Verformen durch kurzes Erhitzen und darauffolgendes Beizen des Werkstückes zur Gänze wieder entfernt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verbleien eine mit etwa 5% Essigsäure angesäuerte, etwa 50% ige, wässerige Lösung von Bleiacetat verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT136955X | 1931-02-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT136955B true AT136955B (de) | 1934-03-26 |
Family
ID=11144588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT136955D AT136955B (de) | 1931-02-14 | 1931-05-11 | Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT136955B (de) |
-
1931
- 1931-05-11 AT AT136955D patent/AT136955B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT136955B (de) | Verfahren zur Verformung von Eisenwerkstücken durch mechanische Behandlung, wie Ziehen, Walzen u. dgl. | |
| US2383434A (en) | Oxidation removing process | |
| DE2039912A1 (de) | Direkt-Emaillier-Verfahren | |
| DE591781C (de) | Verfahren zum Umhuellen von Werkstuecken aus kalt umzuformendem Eisen und Eisenlegierungen mit einer Bleischeide | |
| DE882175C (de) | Verfahren zum Entzundern von Blechen oder Baendern aus rostsicheren Staehlen | |
| DE600004C (de) | Warmbehandlungsverfahren von schmiedbar gemachtem weissen Gusseisen | |
| DE817546C (de) | Verfahren zur Ausbildung einer gleichmaessig dichten Eisenoxydschicht auf Eisen oder Stahl | |
| AT204064B (de) | Verfahren zur Herstellung eines aluminiumhältigen Schutzüberzuges für Ingots, Metallzaggeln, Platinen und Knüppeln | |
| AT142552B (de) | Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke. | |
| AT200811B (de) | Verfahren zur Herstellung von hochglänzenden Oberflächen auf Gegenständen aus Halbzeugen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen | |
| AT212108B (de) | Verfahren zur Verbesserung der Warmwalzbarkeit von legierten Stählen | |
| AT165535B (de) | Verfahren zum Schließen der Oberflächenporen von Sinterkörpern | |
| DE939659C (de) | Verfahren zum elektrolytischen Entzundern von Metalloberflaechen in alkalischen Loesungen | |
| DE573039C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Legierungen | |
| DE606574C (de) | Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden | |
| DE703000C (de) | Verfahren zum Aufbringen von UEberzuegen aus Nichteisenmetallen auf Gusseisen, insbesondere auf gusseiserne Lagerschalen | |
| DE704597C (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Oberflaechen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen fuer das Aufbringen von galvanischen UEberzuegen | |
| DE671150C (de) | Verfahren zur Erzeugung von eisblumenartig gemusterten Metallueberzuegen | |
| DE874101C (de) | Verfahren zur Erhoehung des Widerstandes eines Metallgegenstandes gegen die Wirkung rissig- und bruechigmachigmachender Reagenzien und nach dem Verfahren hergestellte Metallgegenstaende | |
| DE671979C (de) | Verfahren zum Blankbeizen von Gegenstaenden aus kupferhaltigen Zinklegierungen | |
| DE714058C (de) | Verfahren zur Erzeugung rauher Edelmetalloberflaechen | |
| DE865407C (de) | Verfahren zur Herstellung oberflaechiger Legierungsschichten auf Metallen | |
| DE589824C (de) | Salzbadofen | |
| US1358408A (en) | Process of treating iron-silicon alloy | |
| DE744045C (de) | Verfahren zum Galvanisieren von Zink und Zinklegierungen |