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Für die Frequenzumformung von Wechselströmen mit Hilfe ruhender Vakuum-Apparate sind bisher zwei Verfahren vorgeschlagen worden : das eine Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass die beiden Vakuum-Apparate, die grundsätzlich zur Erzeugung der positiven und negativen Halbwellen der neuen Frequenz erforderlich sind, an je eine M-phasige Sekundärwicklung eines Haupttransformators angeschlossen sind (beispielsweise ist it = 6 oder 11 = 12 Phasen), wobei die effektiven Spannungen
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des betreffenden Vakuum-Apparates nicht in gleichen Zeitabständen durch die Steuereinrichtung zur Stromabgabe zugelassen werden, sondern in so auseinandergezogenen Zeitabständen,
dass die nacheinander benutzten einzelnen Phasenspannungen beispielsweise von einem Wert in der Nähe ihrer Amplitude allmählich herabgehen auf einen Wert in der Gegend ihres Nullwertes. Es wird also bei diesem Verfahren die Erzeugung der Sinusform der neuen Spannung durch die Steuereinrichtung vorgeschrieben.
Bei der andern Methode zur Frequenzumformung werden ebenfalls zwei Vakuum-Apparate mit zw (i -phasigen Transformatorwieklungen verwendet, aber diese tt-phasigen Transformatorwicklungen haben nicht jede die gleiche effektive Spannung, sondern ihre an die zugehörigen Anoden anzulegenden Spannungen sind bereits durch Wahl verschiedener Windungszahlen abgestuft, d. h. die Spannung ist bei einer der Phasen ein Maximum, bei den andern hingegen stufenweise kleiner. Der Einsatz der einzelnen Spannungen braucht in diesem Falle nicht in abgestuften Zeitabschnitten zu erfolgen, sondern jede Phase kann in der Nähe ihres Höchstwertes benutzt werden.
Bei diesem Verfahren wird also die Erzeugung der gewünschten andersfrequentigen Sinuskurve nicht durch die Steuerung gegeben, sondern sie wird bereits im Transformator durch Wahl besonderer, den verschiedenen Amplitudenwerten in den einzelnen Phasen entsprechend abgestufter Windungen vorbereitet.
Jedes dieser bekannten Verfahren hat Vor-und Nachteile. Der Vorteil des erstgenannten besteht darin, dass wegen der Gleichartigkeit der 2 x n-Sekundärwicklungen des Transformators jede dieser M-Sekundärphasen zur Hergabe des Höelistwertes der neu erzeugten andersfrequenten Sinuswelle benutzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Amplitude der neu erzeugten Sinuskurve in ihrer Phasenlage von der Amplitude der gegebenen Frequenz unabhängig ist.
Die Anordnung hat also eine Art von asynchronem Charakter, und es kann einfach durch Langsam-oder Schnellerlaufen der Steuereinrichtung die Frequenz, die man neu entnimmt, geregelt werden, da es gleichgültig ist, welche der Phasen des Transformators jeweils zur Hergabe der Maximalwerte der neu erzeugten Sinuskurve herangezogen wird. Anderseits zeigt diese Methode den Nachteil, dass stets nur wenige Phasen zur Erzeugung hoher Spannungswerte herangezogen werden, während diejenigen Phasen, denen es obliegt, die niedrigeren Werte der Sinuskurve der neu erzeugten Spannung herzugeben, erst dann angeschlagen werden, wenn ihre Spannung niedrig steht.
Hiedurch tritt in diesen Phasen der entsprechende entnommene Strom verspätet ein, der Leistungsfaktor der ganzen Anordnung wird schlecht, und damit wird auch die Typengrösse der benutzten Transformatoren usw. ungünstig. Während man den ungünstigen Einfluss hinsichtlich der Typengrösse der Transformatoren durch entsprechende Dimensionierung überwinden kann, bleibt der
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niedrigen Spannungen zur Benutzung kommen. Dabei ist ersichtlich, dass die Benutzung der niedrigen Spannungen mindestens anfänglich an solchen Stellen erfolgt, wo die Spannung der betreffenden Wieklungsabteilungen ihre Maxima hat.
Infolgedessen wird der Leistungsfaktor verbessert bis auf die allerletzten Augenblicke, beispielsweise wenn beim Anschlagen des Punktes 6'auf der kleineren Spannung Zi auch hier die Spannung gesunken ist.
Man kann es nun durch geeignetes Verhältnis zwischen den grossen und den kleinen Spannungen dahin bringen, dass über einen weiten Bereich der neu erzeugten Sinuskurve Spannungen in der Nähe ihres Maximums gegriffen werden, ohne dass man deswegen in den Mangel des synchronen Verhaltens der oben beschriebenen zweiten Methode kommt. Hinsichtlich der Anordnung der Steuerspannungen ist nur zu beachten, dass beispielsweise die Gitterspannungen des Gitters gl an den Anoden für die niedrige Spannung in der Phase etwas vorversehoben werden gegenüber den Spannungen, welche an das Gitter g2 kommen.
Dies wird dadurch erreicht, dass nach der bekannten Methode diese Gitterspannungen aus Sekundärwicklungen eines Transformators T (Fig. 1) für die höhere Frequenz (fi = 50) erhalten, hinter welche die Spannungen eines Transformators T2 für die niedrigere Frequenz (f2 = 15) geschaltet werden.
Hiebei wird durch entsprechende Phasendrehung, beispielsweise mit Hilfe der Sekundärwicklungen "2 und S'2 dieses Transformators, dafür gesorgt, dass die Gitter gl eine entsprechend frühere Beaufschlagung als die Gitter g2 erfahren.
Bei einer Einrichtung gemäss der Erfindung können nun die Zusatzanodengruppen, anstatt wie in den Ausführungsbeispielen dargestellt ist, auch in einem besonderen Gleichrichtergefäss angeordnet werden. Die Steuerung der einzelnen Entladungsstrecken mit Hilfe von Gittern zwecks Erreichung eines Anschlagen der einzelnen Entladungsstrecken in derartigen Zeitabständen, dass die erzeugte Kurvenform des Wechselstromes in weitgehendster Annäherung eine Sinuslinie darstellt, erfolgt, wie oben ausgeführt, durch Beaufschlagung der Steuerorgane mit zwei Weehselspannungen, vorzugsweise einer Spannung der Primärfrequenz und einer Spannung der Sekundärfrequenz.
Statt dieser Art der Steuerung, nämlich der Beaufschlagung der Steuerorgane mit zwei Wechselspannungen, können auch die Steuerorgane durch Kontaktapparate in der gewünschten Weise gesteuert werden.