AT136916B - Einrichtung zur Frequenzumformung von Wechselströmen durch Vakuum-Apparate. - Google Patents

Einrichtung zur Frequenzumformung von Wechselströmen durch Vakuum-Apparate.

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AT136916B
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Moritz Dr Ing Schenkel
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Siemens Ag
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Für die Frequenzumformung von Wechselströmen mit Hilfe ruhender Vakuum-Apparate sind bisher zwei Verfahren vorgeschlagen worden : das eine Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass die beiden Vakuum-Apparate, die grundsätzlich zur Erzeugung der positiven und negativen Halbwellen der neuen Frequenz erforderlich sind, an je eine   M-phasige Sekundärwicklung   eines Haupttransformators angeschlossen sind (beispielsweise ist   it = 6   oder   11   = 12 Phasen), wobei die effektiven Spannungen 
 EMI1.2 
 des betreffenden Vakuum-Apparates nicht in gleichen Zeitabständen durch die Steuereinrichtung zur Stromabgabe zugelassen werden, sondern in so auseinandergezogenen Zeitabständen,

   dass die nacheinander benutzten einzelnen Phasenspannungen beispielsweise von einem Wert in der Nähe ihrer Amplitude allmählich herabgehen auf einen Wert in der Gegend ihres Nullwertes. Es wird also bei diesem Verfahren die Erzeugung der Sinusform der neuen Spannung durch die Steuereinrichtung vorgeschrieben. 



   Bei der andern Methode zur   Frequenzumformung werden ebenfalls   zwei Vakuum-Apparate mit zw (i    -phasigen     Transformatorwieklungen   verwendet, aber diese   tt-phasigen     Transformatorwicklungen   haben nicht jede die gleiche effektive Spannung, sondern ihre an die zugehörigen Anoden anzulegenden Spannungen sind bereits durch Wahl verschiedener Windungszahlen abgestuft, d. h. die Spannung ist bei einer der Phasen ein Maximum, bei den andern hingegen stufenweise kleiner. Der Einsatz der einzelnen Spannungen braucht in diesem Falle nicht in abgestuften   Zeitabschnitten zu erfolgen, sondern   jede Phase kann in der Nähe ihres Höchstwertes benutzt werden.

   Bei diesem Verfahren wird also die Erzeugung der   gewünschten   andersfrequentigen Sinuskurve nicht durch die Steuerung gegeben, sondern sie wird bereits im Transformator durch Wahl besonderer, den verschiedenen Amplitudenwerten in den einzelnen Phasen entsprechend abgestufter Windungen vorbereitet. 



   Jedes dieser bekannten Verfahren hat Vor-und Nachteile. Der Vorteil des erstgenannten besteht darin, dass wegen der Gleichartigkeit der 2 x   n-Sekundärwicklungen   des Transformators jede dieser   M-Sekundärphasen   zur Hergabe des   Höelistwertes   der neu erzeugten andersfrequenten Sinuswelle benutzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Amplitude der neu erzeugten Sinuskurve in ihrer Phasenlage von der   Amplitude   der gegebenen Frequenz unabhängig ist.

   Die Anordnung hat also eine Art von   asynchronem   Charakter, und es kann einfach durch   Langsam-oder Schnellerlaufen   der   Steuereinrichtung   die Frequenz, die man neu entnimmt, geregelt werden, da es gleichgültig ist, welche der Phasen des Transformators jeweils zur Hergabe der Maximalwerte der neu erzeugten Sinuskurve herangezogen wird. Anderseits zeigt diese Methode den Nachteil, dass stets nur wenige Phasen zur Erzeugung hoher Spannungswerte herangezogen werden, während diejenigen Phasen, denen es obliegt, die niedrigeren Werte der Sinuskurve der neu erzeugten Spannung herzugeben, erst dann angeschlagen werden, wenn ihre Spannung niedrig steht.

   Hiedurch tritt in diesen Phasen der entsprechende entnommene Strom verspätet ein, der Leistungsfaktor der ganzen Anordnung wird schlecht, und damit wird auch die Typengrösse der benutzten Transformatoren usw. ungünstig. Während man den ungünstigen Einfluss hinsichtlich der Typengrösse der Transformatoren durch entsprechende Dimensionierung überwinden kann, bleibt der 
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 niedrigen Spannungen zur Benutzung kommen. Dabei ist ersichtlich, dass die Benutzung der niedrigen Spannungen mindestens anfänglich an solchen Stellen erfolgt, wo die Spannung der betreffenden Wieklungsabteilungen ihre Maxima hat.

   Infolgedessen wird der Leistungsfaktor verbessert bis auf die allerletzten Augenblicke, beispielsweise wenn beim Anschlagen des Punktes 6'auf der kleineren   Spannung     Zi   auch hier die Spannung gesunken ist. 



   Man kann es nun durch geeignetes Verhältnis zwischen den grossen und den kleinen Spannungen dahin bringen, dass über einen weiten Bereich der neu erzeugten Sinuskurve Spannungen in der Nähe ihres Maximums gegriffen werden, ohne dass man deswegen in den Mangel des synchronen Verhaltens der oben beschriebenen zweiten Methode kommt. Hinsichtlich der Anordnung der Steuerspannungen ist nur zu beachten, dass beispielsweise die Gitterspannungen des Gitters   gl   an den Anoden für die niedrige Spannung in der Phase etwas   vorversehoben werden gegenüber   den Spannungen, welche an das Gitter   g2   kommen.

   Dies wird dadurch erreicht, dass nach der bekannten Methode diese Gitterspannungen aus   Sekundärwicklungen   eines Transformators T (Fig. 1) für die höhere Frequenz (fi = 50) erhalten, hinter welche die Spannungen eines Transformators T2 für die niedrigere Frequenz   (f2   = 15) geschaltet werden. 



  Hiebei wird durch entsprechende Phasendrehung, beispielsweise mit Hilfe der   Sekundärwicklungen "2   und   S'2   dieses Transformators, dafür gesorgt, dass die Gitter   gl   eine entsprechend frühere   Beaufschlagung   als die Gitter   g2   erfahren. 



   Bei einer Einrichtung gemäss der Erfindung können nun die Zusatzanodengruppen, anstatt wie in den Ausführungsbeispielen dargestellt ist, auch in einem besonderen   Gleichrichtergefäss   angeordnet werden. Die Steuerung der einzelnen Entladungsstrecken mit Hilfe von Gittern zwecks Erreichung eines Anschlagen der einzelnen Entladungsstrecken in derartigen Zeitabständen, dass die erzeugte Kurvenform des Wechselstromes in weitgehendster Annäherung eine Sinuslinie darstellt, erfolgt, wie oben ausgeführt, durch Beaufschlagung der Steuerorgane mit zwei   Weehselspannungen,   vorzugsweise einer Spannung der Primärfrequenz und einer Spannung der Sekundärfrequenz.

   Statt dieser Art der Steuerung, nämlich der Beaufschlagung der Steuerorgane mit zwei Wechselspannungen, können auch die Steuerorgane durch Kontaktapparate in der   gewünschten   Weise gesteuert werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI3.1 gespeiste Vakuum-Apparate, wobei zwei mehrphasig gesteuerte Entladungssysteme vorhanden sind, von denen das eine System die positive Halbwelle, das zweite die negative Halbwelle des zu erzeugenden Wechselstromes liefert und alle Entladungsstrecken dieser Systeme einzeln, u. zw. derart zu steuern sind, dass sekundärseitig die gewünschte Kurvenform entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass aus jeder Transformatorsekundärphase mindestens zwei verschiedene Spannungen entsprechenden Anoden zugeführt und diese durch eine Steuereinrichtung derart angeschlagen werden, dass die Freigabe der mit niederen Spannungen beaufschlagten Anoden früher als die Freigabe der mit höheren Spannungen beaufschlagen Anoden erfolgt. EMI3.2
AT136916D 1932-12-22 Einrichtung zur Frequenzumformung von Wechselströmen durch Vakuum-Apparate. AT136916B (de)

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