AT136714B - Gewellte Platte aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln und Verfahren sowie Vorrichtung zu deren Herstellung. - Google Patents
Gewellte Platte aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln und Verfahren sowie Vorrichtung zu deren Herstellung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Erfindung betrifft eine gewellte Platte aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln, insbesondere aus Asbestzement, und ein Verfahren zu deren Herstellung. Solche Platten wurden bisher derart hergestellt, dass weiche, noch nicht abgebundene Asbestzementplatten, die auf der Pappenmaschine oder in anderer Weise mit durchwegs gleichmässiger Wandstärke hergestellt wurden, durch Einlegen in Formen aus Blech oder anderem Material auf die gewünschte Wellenform gebracht werden. Da bei derartigen Platten die Aussenhalbmesser der einzelnen Bögen um die Wandstärke der Platte grösser sind als die Innenhalbmesser, so werden übereinandergeschichtete Platten nicht durchgehend, sondern bloss an den zwischen den einzelnen Bögen liegenden Stellen aneinander aufliegen. Die EMI1.2 keinen oder nur geringen Drücken ausgesetzt werden. Diese Platten besitzen daher verhältnismässig geringe Festigkeit, sowie grosse Porosität und hiedurch bedingte Wasseraufnahmefähigkeit. Ein genaues EMI1.3 haft ist die obere und untere Begrenzung des Querschnittes durch kongruente Lini"nzüge gebildet, so dass übereinander geschichtete Platten mit der gesamten Fläche aufeinander aufliegen. Es kann daher ein Stapel solcher Platten in noch weichem Zustand bei Verwendung von Zwischenlagen hohen hydrau- lischen Drücken ausgesetzt werden, wodurch neben hoher Festigkeit und Dichte, sowie geringer Porosität und Wasseraufnahmefähigkeit sich noch der Vorteil glatter Oberflächen ergibt. Auf diese Weise wird eine an allen Stellen der Platte nahezu gleichmässige Verdichtung und Entwässerung des Materials erzielt. Ausser durch die hohe Verdichtung wird die Festigkeit auch dadurch erhöht, dass die bogenförmigen Teile der Platte verstärkt sind. Zur Herstellung der nach der Erfindung ausgebildeten Platten werden zweckmässig ebene Rohplatten verwendet, deren Wandstärke in einer Richtung regelmässig wechselt. Die wechselnde Wand- EMI1.4 durchwegs gleicher Wandstärke erzeugt, in die parallele Rinnen, entsprechend den schwächeren Stellen der Wellplatte, eingearbeitet werden. Schliesslich kann auch eine Platte von durchwegs gleicher Wandstärke durch Auflegen einzelner paralleler Streifen an den den Krümmungen der Weilplatte entsprechenden Stellen verstärkt werden. In der Zeichnung sind die nach der Erfindung ausgebildete gewellte Platte sowie die zu ihrer Herstellung dienenden Vorrichtungen in mehreren Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine gewellte Platte bekannter Form. Fig. 2 einen Querschnitt durch eine gemäss der Erfindung ausgebildete gewellte Platte, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Rohplatte, Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Teil einer Pappenmaschine, Fig. 5 eine Ansieht in der Richtung des Pfeiles X in Fig. 4. Die Fig. 6 und 7 zeigen Querschnitte durch zwei weitere Vorrichtungen, Fig. 8, zeigt einen Querschnitt durch eine Rohplatte. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 durch kongruente Linienzüge gebildet werden, bei denen die Innen- und Aussenhalbmesser gleich r sind. Zur Herstellung einer solchen gewellten Platte b dient die Rohplatte e (Fig. 3), deren Wandstärke allmählich und in regelmässigen Abständen von dem Mindestwert s'auf den Höchstwert s" Übergeht und umgekehrt, die somit ein schwach wellenförmiges Profil aufweist. Eine solche Platte wird in weichem, noch nicht abgebundenen Zustand auf einen wellenförmigen Formunterteil so aufgelegt, dass die ver- EMI2.2 platte aufweist und aus Blech, Beton oder aber einer fertigen, harten gewellten Platte aus Asbestzement selbst bestehen kann. Über einen Stapel von mehreren Rohplatten und Zwischenlagen wird ein wellenförmiger Formoberteil gelegt und das Ganze einem hohen, vorzugsweise hydraulischen Druck unterworfen. Unter Umständen erweist es sich als zweckmässig, zwischen die starren Zwischenlagen und die Rohplatten Weichgummiplatten zu legen, da sich dieselben besonders gut an die Rohplatten anschmiegen und somit eine besonders gleichmässige Druckverteilung sichern. Eine Rohplatte c mit veränderlicher Wandstärke kann beispielsweise auf der in den Fig. 4 und 5 veranschaulichten Pappenmaschine hergestellt werden. Dieselbe enthält in bekannter Weise zwei Siebzylinder 1, 2, die in den mit dem Faserstoffbrei gefüllten Trögen 3 arbeiten. Der auf ihrer Oberfläche gebildete Flor wird von den Gautschwalzen 4 auf den Transportfilz 5 abgegautscht, der über einen Sauger zu der (nicht dargestellten) Formatwalze führt, auf der der Flor zur Erreichung der gewünschten Plattenstärke aufgewickelt wird. Während auf der Ablaufseite beider Siebzylinder übliche Spritzrohre 7 vorgesehen sind, ist überdies auf der Auflaufseite des vorderen Siebzylinders 1 und parallel zu ihm ein weiteres Spritzrohr 8 angeordnet, dessen Öffnungen derart gruppenweise zusammengefasst sind, dass von dem auf dem Siebzylinder haftenden Flor dauernd parallele Streifen 9 durch die Wasserstrahlen 10 abgespritzt werden, während die verbleibenden Florstreifen 11 an den Transportfilz abgegeben werden und so die gewünschten Verstärkungen des vom Siebzylinder 2 gelieferten Flores bilden. Selbstverständlich ist die Zahl der Siebzylinder für die Erfindung unwesentlich. Da unter Umständen der Flor zwischen der Formatwalze und der mit ihr zusammenarbeitenden Brustwalze an den verstärkten Stellen übermässig, an den nicht verstärkten Stellen jedoch zu wenig verdichtet wird, kann es zweckmässig sein, den Druck dadurch gleichmässig zur Wirkung zu bringen, dass die Formatwalze oder die Brustwalze ein wellenförmiges Profil entsprechend dem gewünschten Querschnitt der Rohplatte erhält. Hiedurch wird auch die Genauigkeit des Profils der Rohplatte verbessert. Der allmähliche Übergang zwischen der Höchst- und Mindeststärke der Platte ergibt sich aus der natürlichen Ungenauigkeit des Abspritzens und kann auch durch entsprechende Bemessung der Ausspritzöffnungen verbesssert werden. Statt der beschriebenen Spritzvorrichtung kann auch ein Siebzylinder mit ringförmigen Streifen aus einem glatten Material, an dem der Faserbrei nicht haftet, z. B. aus Blech oder Wachsleinwand. abgedeckt werden. An den abgedeckten Stellen nimmt der Siebzylinder keinen Stoffbrei mit, so dass dieselbe Wirkung wie mit der Spritzvorrichtung erzielt wird. Die Rohplatte c kann ferner auf die in Fig. 6 veranschaulichte Weise erhalten werden. Eine noch nicht abgebundene Asbestzementplatte von durchwegs gleicher Wandstärke, die der Höchststärke s" der gewellten Platte entspricht, wird auf einen schwach wellenförmigen Tisch 12 aufgelegt und die Spheitelstücke JM der Platte durch eine rotierende, genau zylindrische Bürstenwalze abgearbeitet, indem entweder der Tisch unter der Bürstenwalze oder diese über den Tisch hinbewegt wird. Eine Abart dieses Verfahrens besteht darin, dass gemäss Fig. 7 der Tisch 12'eben und die Bürsten- walze schwach wellenförmig profiliert ist. Das Ergebnis ist in beiden Fällen eine Rohplatte c nach Fig. 3. EMI2.3 Verstärkungsstreifen c'aufgelegt werden, die gegebenenfalls an den Längsrändern geschwächt sind, um eine allmähliche Änderung der Wandstärken zu erzielen. Die Vereinigung der Verstärkungsstreifen mit der Platte erfolgt im Laufe der Pressung in der gewellten Form. Bei dieser Pressung werden auch etwaige Ungenauigkeiten, die bei den vorgenannten Verfahren beim Übergang von den stärksten zu den schwächsten Stellen der Platte entstehen, ausgeglichen. Zur weiteren Erhöhung der Tragfähigkeit der Wellplatte können in die verstärkten Bogenteile Längsdrahteinlagen eingebettet werden, was insbesondere bei Verwendung von Verstärkungsstreifen <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 gleichmässig über die ganze Platte verteilt sind, den Vorteil, dass die Verstärkungen gerade an den relativ am wenigsten widerstandsfähigen Teilen der Platte angeordnet sind. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Gewellte Platte aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Wandstärke an den Scheiteln der einzelnen Bögen grösser ist als zwischen den Bögen.
Claims (1)
- 2. Platte nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und untere Begrenzung ihres Querschnittes durch miteinander kongruente Linienzüge gebildet wird.3. Verfahren zur Herstellung von Platten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die noch nicht abgebundenen Platten unter Verwendung von gewellten Zwischenlagen übereinander- EMI3.24. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Zwischenlagen fertige Platten nach Anspruch l oder 2 verwendet werden.5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Zwisehenlagen Weichgummiplatten verwendet werden.6. Rohplatte zur Herstellung von gewellten Platten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass ihre Wandstärke in einer Richtung abwechselnd ab-und zunimmt.7. Verfahren zur Herstellung von Rohplatten nach Anspruch 6 auf der Pappenmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass von einem der Siebzylinder bloss parallele Florstreifen an den Transportfilz geliefert werden, die als Verstärkungen der herzustellenden Platte dienen.8. Verfahren zur Herstellung von Rohplatten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte von durchwegs gleicher Wandstärke auf eine wellenförmige Unterlage gelegt und die Scheitel der Weiten der Platte abgearbeitet werden.9. Verfahren zur Herstellung von Rohplatten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in eine ebene Platte von durchwegs gleicher Wandstärke parallele Rillen eingearbeitet werden.10. Verfahren zur Herstellung von Rohplatten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine Platte von durchwegs gleicher Wandstärke parallele Verstärkungsstreifen aufgelegt werden, die mit der Platte durch Pressen vereinigt werden.11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein m einem der Siebzylinder einer Pappenmaschine parallel liegendes Spritzrohr, dessen Öffnungen gruppenweise zusammengefasst sind.12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ringförmige Zonen eines der Siebzylinder mit einem glatten Material abgedeckt sind, an dem der Faserstoffbrei nicht haftet.13. Vorrichtung zur Herstellung einer Rohplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass lie Formatwalze oder die mit ihr zusammenarbeitende Brustwalze schwach wellenförmig profiliert ist.14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch eine mit einer Unterlage für die Rohplatte zusammenwirkende rotierende Bürstenwalze, wobei die Unter- oder die Biirstenwalze schwach wellenförmig profiliert ist.15. Verfahren zur Herstellung von gewellten Platten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass in die verstärkten bogenförmigen Teile der Platte Längsdrahteinlagen eingebettet werden.
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|---|---|---|---|
| AT136714T | 1933-01-18 |
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|---|---|
| AT (1) | AT136714B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2573659A (en) * | 1946-07-27 | 1951-10-30 | United States Gypsum Co | Method of making color ornamented asbestos-cement sheets |
| DE894227C (de) * | 1949-06-29 | 1953-10-22 | Eternit Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Wellplatten aus Faserzement |
-
1933
- 1933-01-18 AT AT136714D patent/AT136714B/de active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2573659A (en) * | 1946-07-27 | 1951-10-30 | United States Gypsum Co | Method of making color ornamented asbestos-cement sheets |
| DE894227C (de) * | 1949-06-29 | 1953-10-22 | Eternit Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Wellplatten aus Faserzement |
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