AT136009B - Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke.Info
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Description
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VerfahrenzurHerstellungfeinpulverigerQuellstärke.
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trocknung.
Gemäss vorliegender Erfindung wird Stärkemileh in wasserdampfhaltiger warmer Luft zerstäubt und die Sättigungstemperatur der Luft, bei der die Verdunstung des Wassers aus den zerstäubten Teilchen beginnt, oberhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke gehalten, so dass eine Verkleisterung und
Trocknung der Stärke eintritt.
Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform des Verfahrens werden der wasserdampfhaltigen warmen
Luft dampfförmige, die Verkleisterung beschleunigende Chemikalien organischer oder anorganischer, fester oder flüssiger Natur beigemischt und Wassergehalt und Chemikaliengehalt der Luft derart geregelt, dass die Wasserdampfsättigungstemperatur der Luft oberhalb der Verkleisterungstemperatur der
Stärke bleibt.
Bei einer andern Ausführungsform des Verfahrens werden der Stärkemilch selbst die Verkleisterung fördernde Chemikalien vorgenannter Art beigemischt. Diese Massnahmen können auch kombiniert ange- wendet werden.
Im allgemeinen dient die an sieh bekannte Zerstäubungstrocknung dazu, empfindliche Stoffe bei niedrigster Temperatur (30-40 C) unabhängig von der Höhe der Erhitzung des Trockenmediums. blitzschnell unter Ausschluss jeder Schädigung und Veränderung zu trocknen. Nach der Erfindung wird nun die Stärke in den zerstäubten Nebeltröpfchen gezwungen, genau vorher bestimmte Umwand- lungen durchzumachen und ihre Flüssigkeit abzugeben. Es geschieht dies in der Weise, dass man die zerstäubte Stärke einer thermischen oder chemischen Wirkung oder einer Kombination beider Wirkungen aussetzt, die während der Trocknung eine Umwandlung der Stärke durch Verkleisterung oder Auf- schliessung hervorruft.
Durch diesen blitzschnell erfolgenden Vorgang wird jedes Übermass an chemischer oder thermischer Behandlung vermieden, das einen Abbau der Stärke statt deren Umwandlung bewirken könnte.
Es ist für das erfindungsgemässe Verfahren wesentlich, dass die Aufschliessung und Trocknung der Stärke bei Temperaturen unter 100 C erfolgt, ferner, dass bei Anwendung von die Verkleisterung befördernden Chemikalien diese in solcher Verdünnung angewendet werden, dass die Aufschliessung im wesentlichen nicht über die Verkleisterung hinausgeht.
Ein Beispiel für die thermisehe Verkleisterung oder Aufschliessung der Stärke durch Zerstäubung in einer Atmosphäre, in welcher die Verdampfung erst oberhalb der Verkleisterungstemperatur beginnt, ist folgendes : In einem auf 300 C erhitzten Gemisch aus Wasserdampf und Luft. in welchem der Wasser-
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100 kg Wasser zerstäubt. Ein Dampfdruck von 0#30 kg/cm2 entspricht einer Verdampfungstemperatur von 68'7 C ; deshalb muss das zerstäubte Einzelteilchen sich auf 68-7 C erwärmen, ehe die Wasserverdampfung beginnt. Da aber die Verkleisterungstemperatur der Weizenstärke zwischen 65 und 67#5 C liegt, muss hiebei die Verkleisterung eintreten, ehe die Wasserverdampfung erfolgt.
Das anfallende Produkt ist infolgedessen eine trockene, pulverisierte, kalt quellende Stärke.
Für den Fall, dass die Verkleisterung der Stärke durch Chemikalien unterstützt, d. h. der LuftWasserdampf-Atmosphäre, in welcher die Zerstäubung stattfindet, Chemikalien beigegeben werden sollen, die die Verkleisterungstempl'1'atur herabsetzen, kann das Verfahren wie folgt ausgeführt werden : Eine Mischung vont 00 leg Stärke und 100 kg Wasser wird in einem auf 200 C erhitzten Salzsäure-Wasser-
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so eine pulverisierte, kalt quellende Stärke hergestellt.
Schliesslich können, wie eingangs erwähnt, Chemikalien, die die Verkleisterung beschleunigen, auch der zu zerstäubenden Stärkemileh zugesetzt werden.
Beispiel: Eine Mischung von 100 kg Weizenstärke und 100 kg Wasser unter Zusatz von 3% Natron-
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Wasserverdampfung, d. h. die Trocknung einsetzt. An sich verkleistert Weizenstärke beispielsweise erst zwischen 65 und 67'5 . Natronlauge setzt jedoch die Verkleisterungstemperatur so weit herab, dass bei 55" die Yerkleisterung bereits vollzogen ist. Infolgedessen wird auch auf diese Weise eine pulveri- sierte, kalt quellende Stärke erzeugt.
Durch Änderung des Dunstdrucks des Trockenmediums und damit der thermischen Wirkung lässt sich Stärke natÜrlich in jeder gewünschten Weise verldeistern oder aufschliessen, ebenso durch Änderung der Zusammensetzung der zur Umwandlung und Trocknung der Stärke verwendeten gas- förmigen Mittel, ferner durch geeignete an sich bekannte Zusätze zu der Stärke.
Man hat bereits vorgeschlagen, in einem geschlossenen System, das unter Druck steht und mit überhitztem Wasserdampf gefüllt ist, natürliche Stärke mit Wasser bzw. eine Mischung von natÜrlicher
Stärke mit Wasser und verdünnter Säure zu zerstäuben. Das gewonnene Produkt soll mit Wasser (ob mit kaltem oder warmem Wasser ist nicht gesagt) einen dünnen Kleister ergeben und blaue Färbung bei der Jodprüfung. Aus der Jodprüfung kann auf die Art der gewonnenen Stärke nicht geschlossen werden, da sowohl natürliche Stärke als auch Quellstärke und lösliche Stärke auf Jod mit Blaufärbung reagieren. Dagegen kann aus der Behandlungsvorsehrift genau die Art des gewonnenen Stärkeproduktes bestimmt werden.
Soll nämlich in einem geschlossenen mit Wasserdampf gefüllten System, das unter Druck steht, Wasser verdampft werden, so muss das Wasser bekanntlich auf eine ganz bestimmte vom Druck abhängige Temperatur, die mindestens 100 C beträgt, bei Überdruck jedoch höher als 1000 C ist. erhitzt werden, ehe die Verdampfung des Wassers erfolgt (vgl. Dampfkessel). Somit wird die Stärke gekocht, durch Kochen der Stärke mit verdünnten Säuren wird sie aber bekanntlich zu #löslicher Stärke" abgebaut. Das gewonnene Produkt ist daher #lösliche Stärke" und nicht kaltquellende Stärke.
Gegenüber diesen bekannten Verfahren wird nach der Erfindung Stärkemileh in wasserdampfhaltiger warmer Luft zerstäubt und hiebei mittels thermischer oder chemischer Mittel oder mittels einer Kombination beider aufgeschlossen, wobei, und das ist das Wesentliche des Verfahrens, die Umwandlung und die Trocknung bei Temperaturen unter 100 C erfolgen. Diese Arbeitsweise wird gesichert durch genaue Dosierung der Trockenluft und des Wassergehaltes der Stärkeaufschlämmung sowie durch Berücksichtigung der Temperatur und der Dampftension der Trockenluft.
Man kann natürlich auch nicht isolierte Stärke, also stärkehaltige Produkte, ebenso lösliche Stärke oder Dextrin, Produkte, die in kaltem Wasser nicht quellen, dem vorliegenden Verfahren unterwerfen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke durch Zerstäubungstrocknung, dadurch gekennzeichnet, dass Stärkemilch in wasserdampfhaltiger warmer Luft zerstäubt und die Sättigungstemperatur der Luft, bei der die Verdunstung des Wassers aus den zerstäubten Teilchen beginnt, oberhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke gehalten wird, so dass eine Verkleisterung und Trocknung der Stärke eintritt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserdampfhaitigen warmen Luft dampfförmige, die Verkleisterung beschleunigende Chemikalien beigemischt und Wassergehalt und Chemikaliengehalt der Luft derart geregelt werden, dass die Wasserdampfsättigungstemperatur der Luft oberhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke bleibt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stärkemilch die Verkleisterung fördernde Chemikalien beigemischt werden.
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