AT136009B - Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke.

Info

Publication number
AT136009B
AT136009B AT136009DA AT136009B AT 136009 B AT136009 B AT 136009B AT 136009D A AT136009D A AT 136009DA AT 136009 B AT136009 B AT 136009B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
starch
gelatinization
water
air
temperature
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Metallgesellschaft Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft Ag filed Critical Metallgesellschaft Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT136009B publication Critical patent/AT136009B/de

Links

Landscapes

  • Freezing, Cooling And Drying Of Foods (AREA)
  • Grain Derivatives (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  VerfahrenzurHerstellungfeinpulverigerQuellstärke. 
 EMI1.1 
 trocknung. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wird   Stärkemileh   in wasserdampfhaltiger warmer Luft zerstäubt und die Sättigungstemperatur der Luft, bei der die Verdunstung des Wassers aus den zerstäubten Teilchen beginnt, oberhalb der   Verkleisterungstemperatur   der Stärke gehalten, so dass eine Verkleisterung und
Trocknung der Stärke eintritt. 



   Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform des Verfahrens werden der   wasserdampfhaltigen warmen  
Luft dampfförmige, die Verkleisterung beschleunigende Chemikalien organischer oder anorganischer, fester oder flüssiger Natur beigemischt und Wassergehalt und Chemikaliengehalt der Luft derart geregelt,   dass   die Wasserdampfsättigungstemperatur der Luft oberhalb der Verkleisterungstemperatur der
Stärke bleibt. 



   Bei einer andern   Ausführungsform   des Verfahrens werden der   Stärkemilch   selbst die   Verkleisterung   fördernde Chemikalien vorgenannter Art beigemischt.   Diese Massnahmen   können auch kombiniert ange- wendet werden. 



  Im allgemeinen dient die an sieh bekannte Zerstäubungstrocknung dazu, empfindliche Stoffe bei niedrigster Temperatur (30-40  C) unabhängig von der Höhe der Erhitzung des   Trockenmediums.   blitzschnell unter Ausschluss jeder Schädigung und Veränderung zu trocknen. Nach der Erfindung wird nun die Stärke in den zerstäubten Nebeltröpfchen gezwungen, genau vorher bestimmte   Umwand-   lungen durchzumachen und ihre Flüssigkeit abzugeben. Es geschieht dies in der Weise, dass man die zerstäubte Stärke einer thermischen oder chemischen Wirkung oder einer Kombination beider Wirkungen aussetzt, die während der Trocknung eine Umwandlung der Stärke durch Verkleisterung oder Auf- schliessung hervorruft.

   Durch diesen blitzschnell erfolgenden Vorgang wird jedes   Übermass   an chemischer oder thermischer Behandlung vermieden, das einen Abbau der Stärke statt deren Umwandlung bewirken könnte. 



   Es ist für das erfindungsgemässe Verfahren wesentlich, dass die Aufschliessung   und Trocknung   der Stärke bei Temperaturen unter 100  C erfolgt, ferner, dass bei Anwendung von die Verkleisterung befördernden Chemikalien diese in solcher Verdünnung angewendet werden, dass die Aufschliessung im wesentlichen nicht über die Verkleisterung hinausgeht. 



   Ein Beispiel für die thermisehe   Verkleisterung oder Aufschliessung   der Stärke durch Zerstäubung in einer Atmosphäre, in welcher die Verdampfung erst oberhalb der Verkleisterungstemperatur beginnt, ist folgendes : In einem auf 300  C erhitzten Gemisch aus Wasserdampf und Luft. in welchem der Wasser- 
 EMI1.2 
 100 kg Wasser zerstäubt. Ein Dampfdruck von   0#30 kg/cm2 entspricht   einer Verdampfungstemperatur von   68'7  C   ; deshalb muss das zerstäubte Einzelteilchen sich auf   68-7  C   erwärmen, ehe die Wasserverdampfung beginnt. Da aber die Verkleisterungstemperatur der Weizenstärke zwischen 65 und   67#5  C   liegt, muss hiebei die Verkleisterung eintreten, ehe die Wasserverdampfung erfolgt.

   Das anfallende Produkt ist infolgedessen eine trockene, pulverisierte, kalt quellende Stärke. 



   Für den Fall, dass die Verkleisterung der Stärke durch Chemikalien unterstützt, d. h. der LuftWasserdampf-Atmosphäre, in welcher die Zerstäubung stattfindet, Chemikalien beigegeben werden sollen, die die   Verkleisterungstempl'1'atur   herabsetzen, kann das Verfahren wie folgt ausgeführt werden : Eine Mischung vont 00   leg   Stärke und 100 kg Wasser wird in einem auf   200  C erhitzten Salzsäure-Wasser-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 so eine pulverisierte, kalt quellende Stärke hergestellt. 



   Schliesslich können, wie eingangs erwähnt, Chemikalien, die die Verkleisterung beschleunigen, auch der zu zerstäubenden Stärkemileh zugesetzt werden. 



    Beispiel: Eine Mischung von 100 kg Weizenstärke und 100 kg Wasser unter Zusatz von 3% Natron-   
 EMI2.2 
   Wasserverdampfung,   d. h. die Trocknung einsetzt. An sich verkleistert   Weizenstärke   beispielsweise erst zwischen 65 und   67'5 . Natronlauge   setzt jedoch die   Verkleisterungstemperatur   so weit herab, dass bei   55" die Yerkleisterung   bereits vollzogen ist. Infolgedessen wird auch auf diese Weise eine pulveri- sierte, kalt quellende Stärke erzeugt. 



   Durch Änderung des Dunstdrucks des Trockenmediums und damit der thermischen Wirkung lässt sich Stärke natÜrlich in jeder gewünschten Weise verldeistern oder   aufschliessen,   ebenso durch Änderung der Zusammensetzung der zur Umwandlung und Trocknung der   Stärke verwendeten gas-   förmigen Mittel, ferner durch geeignete an sich bekannte Zusätze zu der Stärke. 



   Man hat bereits vorgeschlagen, in einem geschlossenen System, das unter Druck steht und mit überhitztem Wasserdampf gefüllt ist, natürliche Stärke mit Wasser bzw. eine Mischung von natÜrlicher
Stärke mit Wasser und verdünnter Säure zu zerstäuben. Das gewonnene Produkt soll mit Wasser (ob mit kaltem oder warmem Wasser ist nicht gesagt) einen dünnen Kleister ergeben und blaue Färbung bei der Jodprüfung. Aus der Jodprüfung kann auf die Art der gewonnenen Stärke nicht geschlossen werden, da sowohl   natürliche   Stärke als auch Quellstärke und   lösliche   Stärke auf Jod mit Blaufärbung reagieren. Dagegen kann aus der Behandlungsvorsehrift genau die Art des gewonnenen   Stärkeproduktes   bestimmt werden.

   Soll nämlich in einem geschlossenen mit Wasserdampf gefüllten System, das unter Druck steht, Wasser verdampft werden, so muss das Wasser bekanntlich auf eine ganz   bestimmte vom   Druck abhängige Temperatur, die mindestens 100  C beträgt, bei Überdruck jedoch höher als   1000 C   ist. erhitzt werden, ehe die Verdampfung des Wassers erfolgt (vgl. Dampfkessel). Somit wird die Stärke gekocht, durch Kochen der Stärke mit verdünnten Säuren wird sie aber bekanntlich   zu #löslicher Stärke"   abgebaut. Das gewonnene Produkt ist   daher #lösliche Stärke" und nicht kaltquellende Stärke.   



   Gegenüber diesen bekannten Verfahren wird nach der Erfindung   Stärkemileh   in wasserdampfhaltiger warmer Luft zerstäubt und hiebei mittels thermischer oder chemischer Mittel oder mittels einer Kombination beider aufgeschlossen, wobei, und das ist das Wesentliche des Verfahrens, die Umwandlung und die Trocknung bei Temperaturen unter 100  C erfolgen. Diese Arbeitsweise wird gesichert durch genaue Dosierung der Trockenluft und des Wassergehaltes der   Stärkeaufschlämmung   sowie durch Berücksichtigung der Temperatur und der Dampftension der Trockenluft. 



   Man kann natürlich auch nicht isolierte Stärke, also stärkehaltige Produkte, ebenso   lösliche   Stärke oder Dextrin, Produkte, die in kaltem Wasser nicht quellen, dem vorliegenden Verfahren unterwerfen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke durch   Zerstäubungstrocknung,   dadurch gekennzeichnet, dass   Stärkemilch   in wasserdampfhaltiger warmer Luft zerstäubt und die Sättigungstemperatur der Luft, bei der die Verdunstung des Wassers aus den zerstäubten Teilchen beginnt, oberhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke gehalten wird, so dass eine Verkleisterung und Trocknung der Stärke eintritt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserdampfhaitigen warmen Luft dampfförmige, die Verkleisterung beschleunigende Chemikalien beigemischt und Wassergehalt und Chemikaliengehalt der Luft derart geregelt werden, dass die Wasserdampfsättigungstemperatur der Luft oberhalb der Verkleisterungstemperatur der Stärke bleibt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stärkemilch die Verkleisterung fördernde Chemikalien beigemischt werden.
AT136009D 1932-01-09 1932-01-09 Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke. AT136009B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT136009T 1932-01-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT136009B true AT136009B (de) 1933-12-27

Family

ID=3639012

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT136009D AT136009B (de) 1932-01-09 1932-01-09 Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT136009B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT136009B (de) Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Quellstärke.
DE490384C (de) Verfahren zum Erweichen pflanzlicher Fasern durch Natriumsulfid
CH160428A (de) Verfahren zur Herstellung von feinpulvriger kaltquellender Stärke.
DE940984C (de) Verfahren zur Gewinnung von Furfurol
DE849463C (de) Verfahren zur Herstellung kolloidal in Wasser loeslicher Schellackerzeugnisse
AT78822B (de) Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes aus Lupinen.
DE559145C (de) Verfahren zur Herstellung organischer, huminhaltiger, in Wasser loeslicher Mischduenger
DE502432C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen
AT147169B (de) Verfahren zur Umwandlung von Zellulose oder zelluloseähnlichen Substanzen in niedrigermolekulare Produkte.
AT103968B (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Konzentrationsproduktes aus Latex.
DE683620C (de) Verfahren zur Umwandlung von Cellulose oder celluloseaehnlichen Stoffen sowie Staerke und staerkehaltigen Stoffen in niedriger molekulare Produkte, insbesondere Zucker
AT103471B (de) Verfahren zur Herstellung einer Düngemittels aus Sulfitablauge und Phosphaten.
DE689045C (de) auge in hochviscose oder feste Form
AT131575B (de) Verfahren zur Herstellung von organischer huminhaltiger, in Wasser löslicher Mischdünger aus Braunkohlen, Wachskohlen, Ligniten, Sapropeliten, Karbohumaten und Torf durch Behandlung derselben mit Mineralsäuren und Alkalien.
DE742225C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
AT33969B (de) Verfahren zur Herstellung von Amyloid.
AT45384B (de) Verfahren zur Herstellung von kolloidalem Thorhydrat.
AT90803B (de) Verfahren zur Gewinnung von Klebstoff aus Rübenschnitzeln.
AT147480B (de) Verfahren zur Herstellung eines Umwandlungsproduktes aus gemahlenen oder ungemahlenen Getreidekörnern.
AT158075B (de) Verfahren zur Umwandlung von zellulose oder zelluloseähnlichen Substanzen in niedrigermolekulare Produkte.
AT117857B (de) Verfahren zum Aufschließen von zellulosehaltigem Material mittels Mineralsäuren.
DE729344C (de) Verfahren zum Loeslichmachen von alkaliunloeslichem, isoliertem Lignin
DE745044C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Futtermitteln und Pektinpraeparaten aus Kartoffelpuelpe
DE558145C (de) Verfahren zur Herstellung loeslicher Staerke
DE1493864C (de) Verfahren zur Herstellung von Furfurol