AT135915B - Verfahren und Vorrichtung zum Beleimen von Bögen, Karten, Etiketten od. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Beleimen von Bögen, Karten, Etiketten od. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zum Beleimen von Bögen, Karten, Etiketten od. dgl. Bei den bisher bekannten Verfahren zum Beleimen von Bögen, Karten, Etiketten od. dgl. erfolgt das Anlegen der einzelnen Bögen oder Etiketten durch Zuführung derselben von Hand aus. Bei im grösseren Massstab durchgeführten Verfahren sind wieder eigene, ziemlich komplizierte Anlegevorrichtungen notwendig. Der Erfindung liegt nun ein Verfahren zugrunde, durch welches das Beleimen von Bögen, Karten, Etiketten od. dgl. in einem ununterbrochenen Arbeitsgang, ohne handmässige oder maschinelle Zuführung von einzelnen Blättern erforderlich zu machen, ermöglicht wird und sieh daher nicht nur für den Kleinbetrieb, sondern besonder auch für Grossbetriebe mit Serienerzeugung eignet. Dieses Verfahren besteht gemäss der Erfindung darin, dass Etikettenblätter einzeln oder stapelweise auf eine rotierende Klebstoffwalze kurzzeitig aufgelegt werden und hierauf das am Walzenumfang haftengebliebene Etikettenblatt von der Klebstoffwalze unter einem oder mehreren Andruckorganen hindurch einem Abstreifer zugeführt wird. In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens wird die Umdrehung der Klebstoffwalze mindestens für die Dauer des Aufruhens des Etikettenstapels auf ihrem Umfang zum sicheren Haftenbleiben des untersten Etikettenblattes vorübergehend unterbrochen. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht gemäss der Erfindung aus einem den Bogen-, Karten-oder Etikettenstapel aufnehmenden, gegen eine Klebstoffwalze bewegbar gelagerten Halter und einem den Halter im wesentlichen senkrecht zur Klebstoffwalze hin-und herbewegenden Antriebsorgan für die Klebstoffwalze. Hiebei kann die Vorrichtung noch so ausgebildet sein, dass die Klebstoffwalze durch eine vom Halter gesteuerte Kupplung mit dem Antriebsorgan verbunden ist. Die einzeln oder stapelweise lose in den Halter eingelegten Blätter werden von dem durch den Antrieb der Klebstoffwalze gesteuerten Halter gegen die Walze bewegt, so dass das unterste Blatt des Stapels am Umfang der im selben Augenblick vom Antrieb entkuppelten Klebstoffwalze haften bleibt. Der Antrieb der Klebstoffwalze hebt gleich darauf wieder den Blätterstapel bis auf das haftengebliebene Blatt von der Klebstoffwalze ab, die durch die gleichzeitig stattfindende Kupplung mit ihrem Antrieb das einzelne Blatt unter Andrückorgane hindurch einem Abstreifer zuführt. Der gleiche Vorgang zur Beleimung einzelner Blätter kann je nach Bemessung der Klebstoffwalze bzw. Ausgestaltung des den Halter steuernden Antriebsorganes bei jeder Umdrehung der Klebstoffwalze ein oder mehrmals wiederholt werden. In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. In den Fig. 1 und 2 ist diese Vorrichtung in Seitenriss und Vorderansicht dargestellt. Die Fig. 3 und 4 zeigen schematisch die Abnahme einer Etikette. EMI1.1 Klebstoffwalze 1 weist ein oder zwei Eindrehungen 4 auf. Auf der Spindel 2 ausserhalb der Lagerstellen 3 sitzt fest eine gezahnte Scheibe 5 und daneben lose eine Kurbelscheibe 6 mit dem Kurbelgriff 7. In der Kurbelscheibe 6 ist drehbar um einen Stift 8 eine Klinke 9 angeordnet, die durch eine Feder 10 gegen die gezahnte Scheibe 5 gedrückt wird. Die Klinke 9 trägt noch einen zweiten Arm 11. Die Kurbelscheibe 6 hat noch eine Ausnehmung. M. Am Gestell in den Bolzen 13 ist ein als Halter für den Etikettenstape] ausgestatteter Rahmen 14 gelagert, der daher parallel zur Achse der Klebstoffwalze 1 schwenkbar ist. Der Rahmen trägt einen Anguss 15 und am Ende desselben eine Rolle 16. Die Rolle 16 legt sich infolge <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Zum Festhalten des Etikettenstapels sind hakenförmig ausgebildete Träger 19 angeordnet. Die Entfernung der Träger 19 ist gleich der Entfernung der Eindrehungen 4 auf der Klebstoffwalze 1. An der Stirnwand des Rahmens 14 sind gleichfalls in der Entfernung der Eindrehungen 4 noch Federn 20 angebracht. Unterhalb der Klebstoffwalze 1 ist der Klebstofftrog 21 angeordnet. Die Klebstoffwalze taucht daher in den Klebstoff ein. Durch einen fein einstellbaren Abstreifer 22 wird der überschüssige Klebstoff abgestreift und nur eine sehr dünne Schichte durchgelassen. Die Etikettenabstreifer 23 greifen in die Eindrehungen 4 der Elebstoffwalze j ! ein. Die neue Einrichtung arbeitet in folgender Weise : Wird durch den Kurbelgriff 7 die Kurbelseheibe 6 gedreht, so nimmt die Klinke 9 vermittels der gezahnten Scheibe 5 die Klebstoffwalze 1 mit. Nach dem Abstreifer 22 ist die Klebstoffwalze 1 mit einer sehr dünnen Klebstoffschichte überzogen. Gelangt nun bei der Drehung der Scheibe 6 die Ausnehmung 12 EMI2.2 Etikettenstapel legt sich mit dem untersten Blatt an die Klebstoffwalze 1. In dem Augenblick des Ein- tretens der Rolle 16 in die Ausnehmung 12 drÜckt sie auf den Arm 11 der Klinke 9 und bringt dieselbe ausser- halb des Eingriffes mit der gezahnten Scheibe 5. Es bleibt daher die Klebstoffwalze 1 trotz ununter- brochener Drehung am Kurbelgriff 7 einen Augenblick stillstehen, während welcher Zeit die unterste Etikette an der beklebten Klebstoffwalze 1 aufliegt. Bei der weiteren Drehung der Scheibe 6 hebt die Ausnehmung 12 die Rolle 16 und mithin den Rahmen 14 und den Stapel wieder nach aufwärts bis auf das unterste Blatt, welches mit einem Rand an der Klebstoffwalze 1 klebenbleibt. Bei der Aufwärts- bewegung der Rolle 16 wird auch der Arm 11 der Klinke 9 wieder freigegeben. Die Klinke 9 kommt wieder zum Eingriff in die gezahnte Scheibe 5, und die Klebstoffwalze 1 bewegt sich daher weiter und zieht das unterste Blatt aus dem Stapel heraus. Durch die Federn 20 wird das Blatt an die Klebstoff- walze 1 leicht angedrückt, und die mit Klebstoff versehene Etikette bewegt sich nun gegen den Etiketten- abstreifer 23 und wird von diesem abgehoben. Die beleimte Etikette wird nun entweder von Hand aus abgenommen oder, wie es vielfach bei derartigen Vorrichtungen gebräuchlich ist, einem Transportgurt übergeben. Die Vorrichtung kann auch statt Handantrieb motorischen Antrieb erhalten. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Beleimen von Bögen, Karten, Etiketten od. dgL, dadurch gekennzeichnet, dass Etikettenblätter einzeln oder stapelweise auf eine rotierende Klebstoffwalze (1) kurzzeitig aufgelegt werden und hierauf das am Walzenumfang haftengebliebene Etikettenblatt von der Klebstoffwalze unter einem oder mehreren Andruekorganen (20) hindurch einem Abstreifer (28) zugeführt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umdrehung der Klebstoffwalze (1) mindestens für die Dauer des Aufruhen des Etikettenstapels auf ihrem Umfang zum sicheren Haftenbleiben des untersten Etikettenblattes vorübergehend unterbrochen wird.3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen den Bogen-, Karten-oder Etikettenstapel aufnehmenden, gegen eine Klebstoff walze bewegbar gelagerten Halter (14) und ein den Halter im wesentlichen senkrecht zur Klebstoffwalze (1) hin-und herbewegendes Antriebsorgan (6) für die Klebstoffwalze.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffwalze (1) durch eine vom Halter (14) gesteuerte Kupplung (5, 9) mit dem Antriebsorgan (6) verbunden ist.5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (6) für die Klebstoffwalze (1) eine Kurvenscheibe aufweist oder zu einer solchen ausgebildet ist, welche auf einem zweckmässig eine Rolle (16) aufweisenden Zapfen des Halters (14) zu dessen Hin-und Herbewegung einwirkt.6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung aus einem Klinkentrieb (5, 9) besteht, dessen Sperrad (5) fest mit der Klebstoffwalze (1) verbunden ist und mit einer am lose auf der Walzenachse (2) drehbaren Antriebsorgan (6) beweglich angeordneten Klinke (9) in Eingriff steht, welche unmittelbar der Halter (14) während seiner Bewegung gegen die Klebstoffwalze aus der Verzahnung des Sperrades (5) zum Entkuppeln vom Antriebsorgan (6) aushebt.7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (14) ein oder mehrere zweckmässig hakenförmige Träger (19) zum Halten des Blätterstapels in seinem freiliegenden Teil aufweist, die in entsprechende Ringnuten od. dgl. der Klebstoffwalze eingreifen, wenn das unterste Blatt des Stapels auf dem Walzenumfang aufliegt.8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter ) mindestens nach drei Seiten zur Aufnahme verschieden grosser Blätterstapel verstellbar ist und zu diesem Zweck mehrere einstellbare Winkel (18) aufweist.9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffwalze (1) aus mehreren EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> samen Achse befestigten Rollen (1) besteht, in deren Zwischenräume auch die Andruckorgane (20) und der Abstreifer (23) eingreifen.10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckorgane (20) aus mehreren am Halter (14) befestigten Federn und der Abstreifer aus mehreren Zungen (23) bestehen, welche die einzelnen mit Klebstoff bestrichenen Blätter an den klebstoff freien Stellen erfassen und von der Klebstoffwalze ablösen. EMI3.1
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