AT135319B - Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten.

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AT135319B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   künstlichen   Fäden oder anderen Produkten. 



   Manche der nach dem Verfahren des Stammpatentes Nr. 130200 hergestellten Kunststoffe bzw. 



  Kunstfäden weisen eine gelbe oder   gelbliche Verfärbung   und manchmal auch leichte Opaleszenz auf, welche bei der üblichen Nachbehandlung mit   Bleich-oder Entsehweflungsbädern   oder beiden gar nicht oder nur zum Teil verschwindet. In solchen Fällen übt die gelbe Farbe oder die Opaleszenz oder beide auch einen nachteiligen Einfluss auf den Glanz des Kunststoffes bzw. Kunstfadens aus. 



   Es wurde nun gefunden, dass es in den   betreffenden Fällen gelingt,   die gelbe Farbe und die Opaleszenz (wenn auch solche vorhanden) zum Schwinden zu bringen und die Kunststoffe bzw. Kunstfäden hochglänzend und durchsichtig zu machen, wenn man die Kunststoffe bzw. Kunstfäden mit einer Alkali- 
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 weniger als   10%   Alkalisulfid (als   Na2 S + 9 H20 gerechnet)   enthält, in der Wärme bzw. Hitze behandelt. 



   Die Kunststoffe bzw. Kunstfäden können trocken, feucht oder nass dem Verfahren dargeboten werden. Man kann demnach, wenn gewünscht, das Verfahren auch in den Herstellungsprozess des Kunststoffes selbst einreihen, d. h. den das Fällbad bzw. das Umlaufbad oder das Waschwasser verlassenden Kunststoff bzw. Kunstfaden dem Verfahren unterziehen. 
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   Die Kunststoffe bzw.   Kunstfäden   können dem vorliegenden Verfahren im gespannten oder ungespannten Zustande unterworfen werden. 



   Das vorliegende Verfahren übt keinerlei schädlichen Einfluss auf die Festigkeiten der Kunststoffe bzw. Kunstfäden aus ; in vielen Fällen wirkt es vielmehr erhöhend auf die Festigkeiten ein. 
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Beispiel 1 : Kunstseide, dargestellt nach Beispiel VII oder XIII oder XIV oder XVI   oder XVIII   oder XX des Stammpatentes, welche bei der Behandlung mit den allgemein üblichen Entsehwefelungsbädern (z.

   B. 0-6 bis 1 ige   Natriumsulfidlösung bei 1000 C)   oder mit   2% iger Natriumsulfidlosung   bei 100  C ihre gelbliche Farbe nicht oder nur zum Teil verliert, wird in Strahnform im   ungebleichten   und nicht   entschwefelten   Zustande in eine 30% ige Lösung von kristallisiertem Natriumsulfid bei 100  C eingeführt und nach Verlauf von etwa zwei Minuten herausgenommen, mit heissem Wasser kurz durchgespült, dann mit kaltem Wasser gewaschen und getrocknet. 



   Die vor der Behandlung deutlich gelb gefärbte, bzw. leicht opaleszierende Kunstseide ist nach der Behandlung vollkommen weiss, hat an Glanz gewonnen und zeigt keine Opaleszenz. 



   Beispiel 2 : Arbeitsweise wie im Beispiel   1,   jedoch mit dem Unterschiede, dass an Stelle der   30% igen Natriumsulfidlosung   eine   58%ige Lösung   von kristallisiertem Natriumsulfid verwendet wird. 



    Beispiel 3 : Arbeitsweise wie im Beispiel l, jedoch mit der Abweichung, dass an Stelle der 30% eigen Natriumsulfidlösung eine 20 oige Losung von kristallisiertem Natriumsulfid verwendet wird.   *) Erstes Zusatzpatent Ar. 135318. 

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 Beispiel 4 : Arbeitsweise wie im Beispiel 1, jedoch mit dem Unterschiede, dass an Stelle der   30%     igen Natriumsulfidlösung eine 10% ige Losung   von kristallisiertem Natriumsulfid verwendet wird und dass die Erhitzungsdauer bei   1000 C   eine Stunde beträgt. 



   Beispiel 5 : Arbeitsweise wie in einem der vorhergehenden Beispiele, jedoch mit dem Unterschiede, dass die Kunstseide nach dem   Durchspülen   mit Wasser mit   10% iger Schwefelsäure   bei Zimmertemperatur abgesäuert und dann ausgewaschen wird. 
 EMI2.1 
 und   entsehwefelt   wird. 



   Beispiel 7 : Arbeitsweise wie in einem der vorhergehenden Beispiele, jedoch mit dem Unterschiede, dass die Behandlung im gespannten Zustande vorgenommen wird. 



   In den vorhergehenden Beispielen kann man an Stelle des Natriumsulfid auch ein anderes Alkalisulfid,   z.   B. äquivalente Mengen von Kaliumsulfid oder Natriumhydrosulfid oder Kaliumhydrosulfid, verwenden. 



   Die Entfärbung solcher nach dem Verfahren des Stammpatentes dargestellter Filme oder Appreturschichten   oder Uberzugssehichten   oder Platten oder Bänder od. dgl., welche eine gelbliche oder gelb-   bräunliche   Färbung aufweisen, geschieht in der gleichen Weise wie in den vorstehenden für Kunstseide gegebenen Beispielen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten nach Stammpatent Nr. 130200, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fäden oder andern Produkte im trockenen, feuchten oder nassen Zustande mit Alkalisulfidlösungen oder Alkalihydrosulfidlösungen, die nicht weniger als 5% Alkalisulfid (als Na2 S + 9 H20 gerechnet) enthalten, in der Wärme bzw. Hitze behandelt, um sie zu entfärben bzw. glänzend zu machen.
AT135319D 1929-03-16 1929-07-15 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten. AT135319B (de)

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