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Fliehkraftstautmhseheider.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Fliehkraftstaubabseheider, der das Sammeln und Absacken der aus der Luft abgeschiedenen festen Bestandteile im Arbeitsraum selbst ermöglicht und für Müllereizwecke als auch für sonstige Betriebe zur Abscheidung aller in der Raumluft enthaltenen festen Bestandteile, wie Holzstaub, Zementstaub usw., verwendbar ist.
Gemäss der Erfindung sind an dem Fliehkraftabscheider zu Paketen vereinigte umlaufende Scheiben vorgesehen, welche Zwischenräume aufweisen, die durch zueinander versetzte Öffnungen verbunden sind, so dass der von einem Ventilator angesaugte Luftstrom das Seheibenpaket in axialer Richtung in Wellenlinien durchstreichen muss, wobei die festen Bestandteile der Luft beim Anprallen an den die Zwischenräume begrenzenden Wänden abgeschieden und sodann infolge Fliehkraft durch Leitkanäle in einen Absaekkasten geschleudert werden.
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querschnitt, Fig. 3 weitere Ausführungsformen der Ausbildung der Abscheidereinriehtung an einer Scheibe, u. zw. ein Bruchstück derselben in Seitenansicht, Fig. 4 einen kompletten Fliehkraftabscheider in schematischem Vertikalschnitt, Fig.
5 denselben bei weggelassenem Kasten in Seitenansicht und Fig. 6 eine weitere Ausführungsform des Fliehkraftabscheiders in schematischem Vertikalschnitt.
Die wirksamen Elemente des Abscheiders bestehen aus Ringscheiben 1, von denen jede mit einer oder mehreren Reihen im Kreise angeordneten Queröffnungen 2 versehen ist. Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 und 2 sowie bei dem linken Teil der Fig. 3 sind drei Reihen Öffnungen 2 vorhanden,
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können kreisförmig, länglich oder von anderer beliebiger Form und Anordnung sein. In Fig. 3 verlaufen die länglichen Öffnungen 2 in dem in der Mitte ersichtlichen Teilbild schräg und in dem rechten Teilbild mehr radial. Jede der Öffnungen 2 ist von seitlichen Ansätzen 3 umrahmt. Die dadurch gebildeten Räume 4 münden in Durchlässe 5, welche nach dem äusseren Umfang der Ringscheiben führen. Mehrere solcher Ringscheiben sind, dicht anliegend, zu einem Paket nebeneinandergereiht (Fig. 2).
Hiebei gelangen die axial nebeneinanderliegenden Öffnungen 2 nicht zur Deckung, sondern sind abwechselnd zueinander versetzt und die Räume 4 bis auf die Ausmündung'der Durchlässe J allseits abgeschlossen. Bei einem solchen Scheibenpaket sind demnach axiale Durchgänge vorhanden, durch welche die durchgesaugt Luft gezwungen ist, sich in einer in Fig. 2 der Zeichnung durch Pfeile ersichtlichen Wellenlinie zu bewegen.
Jedes Scheibenpaket ist von einem Gehäuse 6 (Fig. 4 und 6) umschlossen, welches in bekannter Weise aus zwei Teilen besteht, die an ihren Rändern einen ringförmigen Schlitz 7 freilassen.
Bei dem Fliehkraftabseheider nach Fig. 4 und 5 ist auf einer Welle 8 ein Ventilatorrad 9 aufgekeilt, dessen Flügel 10 in dem Radkörper untergebracht sind. An dem Ventilatorrad ist seitlich je ein Abscheider, bestehend aus dem Gehäuse 6 und z. B. fünf Ringscheiben 1, befestigt. Die beiden Gehäuse 6 sind an ihrer äusseren Stirnseite mit einem Sieb 11 versehen, dessen an die Welle 8 anschliessender Fassungring 12 in bekannter Weise axial verstellbar ist, so dass die Neigung des Siebes 11 dem jeweiligen Bedarf angepasst werden kann. Erfindungsgemäss ist die Maschenweite des Siebes 11 gegen dessen Umfang zunehmend. Der Ventilator 9 ist durch axiale Öffnungen 13 mit den Gehäusen 6 verbunden.
Der Radkörper weist an seinem Umfang im Abstand nebeneinander zwei Ringrillen 14 auf, in welche die seitlichen Ränder des stillstehenden Ventilatorgehäuses 15 eingreifen, das bei 76 seinen Luftaustritt hat. Der aus beiden Scheibenpaketen samt Gehäuse 6 und dem Ventilator 9 bestehende Abscheider ist von einem
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zu einem Sammelstutzen 19 verjüngt.
Der Fliehkraftabscheider nach Fig. 6 weist einen umlaufenden Kasten 20 auf, der einerseits mittels einer vollen Scheibe 21 und anderseits mittels eines Speichenrades 22 an der Welle 8 starr befestigt ist.
Der Kasten 20 ist geteilt und zwischen den beiden Kastenteilen der Ventilator 9 und zu beiden Seiten desselben je zwei Scheibenpakete 1 mit ihren Gehäusen 6 angeordnet, die samt dem Ventilator 9 mit dem Kasten 20 fest verbunden sind. Der Kasten 20 weist am Umfang, seitlich der Gehäuse 6. Ring-
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abstehend befestigt, welche mittels Kugeln 26 in den Naben 27 der Teile 21, 22 lose drehbar lagert und ein Gegengewicht 28 trägt, durch welches die Rohre 24 stets in vertikaler Lage gehalten werden. Die Rohre 24 munden in die Hülse 25 ein, welche durch die Naben 27 nach aussen vollständig abgeschlossen ist. Auf der Welle 8 sitzt innerhalb der Hülse 25 eine Förderschnecke 29, welche die abgeschiedene Menge zu Ausfallkanälen 30 in der rechten Nabe 27 führt, die in einen Absackbehälter 31 münden.
An der dem Absaekbehälter 31 gegenüberliegenden Kastenöffnung ist das bekannte, von aussen mit Hilfe einer Stange 32 und eines Hebels 33 nach zwei Endlagen schräg einstellbare Sieb 11 angeordnet.
An die Kastenöffnung ist ein feststehendes Ansaugrohr 34 angeschlossen, welches mit einem Flansch J und einem Flansch 36 des umlaufenden Kastens 20 einen Ringschlitz 37 begrenzt, der in eine entsprechend geformte Absaekleitung 38 einmündet.
Bei Betrieb des Fliehkraftabscheiders saugt der Ventilator 9 die mit festen Bestandteilen vermengte Luft, z. B. Staubmehl, durch das Rohr. 34 bzw. 8 an und die gröberen Bestandteile derselben
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Maschen des Siebes 11 gegen den Siebumfang erweitert sind, wird eine bessere Siebwirkung erzielt, indem das feste Gemenge möglichst gleichkörnig abgeschieden wird.
Der durch das Sieb 11 gehende Luftstrom wird durch die Öffnungen 2 der Ringscheibe 1 in axialer Richtung wellenförmig durchgesaugt. Hiebei scheiden sich die festen Bestandteile beim Anprall an den Scheibenwänden ab und werden von den einzelnen Räumen 4 durch die Durchlässe- ? infolge der, Fliehkraft nach aussen in das Gehäuse 6 und von diesem durch den Schlitz 7 in den Kasten 20 bzw. 17 geschleudert.
Bei dem Fliehkraftabseheider nach Fig. 4 und 5 fallen die aus der Luft abgeschiedenen Bestandteile in den Absackstutzen. 19, während sie bei der Maschine nach Fig. 6 in die Rinnen 2. 3 gelangen. Von diesen wird die abgeschiedene Menge durch die Rohre 24 abgestreift und fällt, da die Rohre 24 durch das Gegengewicht 28 immer aufrecht stehen, in die Hülse 25, von wo die festen Bestandteile durch die
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abnehmen.
Die gereinigte Luft wird vom Ventilator wieder in den Arbeitsraum zurückbefordert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fliehkraftstaubabscheider, dadurch gekennzeichnet, dass er mit zu Paketen vereinigten um- laufenden Scheiben (1) versehen ist, die Zwischenräume (4) aufweisen, welche durch zueiander versetzte
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die Pakete in axial gerichteten Wellenlinien durchströmen muss. wobei die in dem Luftstrom enthaltenen festen Bestandteile beim Anprall an den Begrenzungsflächen der Zwischenräume (4) abgeschieden und dann infolge Fliehkraft durch Abzugskanäle (-5) nach aussen in einen Absackkasten geschleudert werden.