AT134569B - Mehrfachkanäle für elektrische Kabelanlagen. - Google Patents

Mehrfachkanäle für elektrische Kabelanlagen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Bekanntlich werden elektrische Kabel häufig derartig verlegt, dass sie in unterirdische rohrförmige
Kanäle eingezogen werden. Diese Verlegungsart war bis jetzt in Amerika die übliche und wurde auch in England häufig angewandt, u. zw. derart, dass als   Rohrkanäle,   sogenannte Ducts. Rohre aus Fiber oder porzellanartigen Massen. verwendet wurden, welche zu mehreren meistens   in Zementblöcke   ein- gebettet wurden. 



   Meistens wurde in jedes Rohr ein Kabel eingezogen. Es hat sich aber in neuerer Zeit in vielen Fällen als wünschenswert oder notwendig herausgestellt, mehrere Kabel in ein Rohr einzuziehen. Beispielsweise trifft dies auf diejenigen Fälle zu, wo für Drehstrom drei Einleiterkabel verwendet werden. 



  Man könnte dann zwar jedes Einleiterkabel für sich in ein Rohr einziehen, jedoch ist es wünsehenswert, die drei Einleiterkabel   möglichst   dicht beieinander   anzuordnen,   um die Nachteile der   Einleiterkabel,   insbesondere deren Bleimantelverluste, möglichst zu   beschränken.   



   Es sind daher neuerdings mehrere Einleiterkabel in eine Rohrleitung (Duct) eingezogen worden, besonders in einigen Fällen in Amerika. Dabei ergibt sich jedoch die Schwierigkeit, dass diese Kabel nicht getrennt voneinander eingezogen und auch nicht getrennt voneinander wieder ausgezogen werden können. Dies kommt beispielsweise daher, dass die Bleimäntel von blanken Bleikabeln im Falle des Herausziehens eines einzigen Kabels aus einer Rohrleitung durch den Druck und die Reibung aneinander zu kleben scheinen und dadurch ernstlich beschädigt werden können. Nicht viel anders ist es, wenn die Kabel armiert sind. In diesem Falle mag das Einziehen noch etwas leichter möglich sein, aber beim Wiederherausziehen nach längerer Verlegungszeit könnten sich erhebliche Schwierigkeiten in Folge der Rostbildung und anderer Zersetzungserscheinungen an der Armierung zeigen. 



   In den Fällen, wo das Verlegen mehrerer Kabel in einem Rohr bis jetzt durchgeführt wurde, hat man daher die Kabel entweder in der Fabrik miteinander verseilt oder sie wenigstens an Ort und Stelle zusammen in das Rohr eingezogen. Im Falle eines Defektes ist es aber unangenehm, alle Kabel auch dann. wenn nur eines beschädigt ist, wieder zusammen herausziehen zu müssen, weil dann Verbindungsmuffen auch der   niehtbeschädigten   Kabel geöffnet und nachher wieder neu hergestellt werden müssen. Die Möglichkeit, die Kabel einzeln in das Rohr ein-und wieder ausziehen zu können, wäre daher sehr   erwünscht.   



   Die obenerwähnten Nachteile fallen noch mehr ins Gewicht, wenn die Kabel in Eisen-oder Stahl-   rohre eingezogen werden. Dies kommt daher, dass dann wegen der magnetischen Verhältnisse das Einziehen   der einzelnen Einleiterkabel eines Weehselstromsystems in getrennte Rohre nicht mehr   möglich   ist. Man ist also bei Verwendung von Eisen-oder Stahlrohren mehr oder minder gezwungen, solche Einleiterkabelsysteme zusammen in demselben Rohr zu verlegen. 



   Die Verwendung von Eisen-und Stahlrohren zum Verlegen von Kabeln, die bis jetzt nur in seltenen   Fällen vorkam, hat erheblich   an Wichtigkeit gewonnen durch die Einführung der Druckkabel. Hiebei 
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 ordnet, wie in dem österr. Patent Nr. 132637 beschrieben ist. Trotzdem die Druckkabel für viel höhere *) Erstes Zusatzpatent Xr. 134568. 

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 angebracht sind, welche entweder ineinander eingreifen oder durch Bolzen 7 miteinander verbunden sind, wie in der Fig. 5 dargestellt ist. 



   Wenn für jede Rohrlänge mehrere   Einlagestüeke erforderlich   sind, so können die letzteren in ähnlicher Weise, wie soeben beschrieben wurde, durch Nasen und Vertiefungen oder in anderer Weise in der richtigen Lage aneinandergereiht werden. 



   In der Fig. 5 sind der Übersichtlichkeit halber die Kabel nicht eingezogen gezeichnet. Im übrigen sind in den Ausführungsbeispielen in den Fig. 1. 2. 3 und 4 drei Kabel in der Rohrleitung angenommen, es kann aber selbstverständlich jede beliebige andere Zahl von Kabeln verwendet werden. An den Krüm- mungen der Rohrleitung können je nach Bedarf entweder   gekrümmte   Einlagen verwendet werden oder die Kabel können auch ohne   Einlagestücke   an diesen Krümmungen durchgezogen werden. 



   Wie schon oben angegeben wurde ist die Erfindung in weitem Umfange anwendbar, sie ist aber von besonderem Vorteil für Druckkabelanlagen, wobei die   Druckrohrleitung   mit einem gasförmigen oder flüssigen Druckmittel gefüllt wird. In diesem Falle wird sich das Druckmittel im allgemeinen durch die vorhandenen Fugen und   Öffnungen   zwischen den   Einlagestücken   von selbst gleichmässig auf die
Teilkanäle verteilen, es steht   aber     natürlich nichts im Wege. zur Erleichterung   des Ausgleichs Öffnungen in den   Einlagestückcn   anzuordnen. 
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   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rohrleitung aus magnetischem Material zur   Aufnahme   mehrerer elektrischer Kabel nach Patent Nr.   132637,   dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind. welche die einzelnen Kabel 
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 jedes der einzelnen Kabel herzustellen.

Claims (1)

  1. 2. Rohrleitung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr mit solchen Einbuchtungen versehen ist, welche die einzelnen Kabel hindern, im Rohr miteinander in Berührung zu kommen.
    3. Rohrleitung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass in den Rohren Einlagen aus nicht- magnetischem Material und von solcher Form vorgesehen sind, dass die einzelnen Kabel im Rohr nicht miteinander in Berührung kommen.
    4. Rohrleitung nach Anspruch 1. zur Verwendung in Druckkabelanlagen. dadurch gekennzeichnet, dass die Einlagen kurzer sind als die die Rohrleitung bildenden einzelnen Rohre, so dass an den Schweiss- stellen der letzteren ein genügender freier Raum zwischen den Einlagen verbleibt, um die letzteren während der Schweissung der Rohre gegen Beschädigung zu schützen.
    5. Einlagen aus nichtmagnetisehem Material zur Verwendung in Rohrleitungen nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben Vorsprünge oder (und) Vertiefungen aufweisen, welche ineinander eingreifen oder durch Zwischenstücke miteinander in Eingriff gebracht werden können, um dadurch die Einlagestücke in der Rohrleitung bei der Montage derart aneinander zu reihen, dass sie in der Rohrleitung fortlaufende Kanäle bilden.
    6. Rohrleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Einlagen vorhandenen, zur Aufnahme der Kabeladern dienenden Kanäle um die Rohrachse schraubenförmig verlaufen.
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