<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Bekanntlich werden elektrische Kabel häufig derartig verlegt, dass sie in unterirdische rohrförmige
Kanäle eingezogen werden. Diese Verlegungsart war bis jetzt in Amerika die übliche und wurde auch in England häufig angewandt, u. zw. derart, dass als Rohrkanäle, sogenannte Ducts. Rohre aus Fiber oder porzellanartigen Massen. verwendet wurden, welche zu mehreren meistens in Zementblöcke ein- gebettet wurden.
Meistens wurde in jedes Rohr ein Kabel eingezogen. Es hat sich aber in neuerer Zeit in vielen Fällen als wünschenswert oder notwendig herausgestellt, mehrere Kabel in ein Rohr einzuziehen. Beispielsweise trifft dies auf diejenigen Fälle zu, wo für Drehstrom drei Einleiterkabel verwendet werden.
Man könnte dann zwar jedes Einleiterkabel für sich in ein Rohr einziehen, jedoch ist es wünsehenswert, die drei Einleiterkabel möglichst dicht beieinander anzuordnen, um die Nachteile der Einleiterkabel, insbesondere deren Bleimantelverluste, möglichst zu beschränken.
Es sind daher neuerdings mehrere Einleiterkabel in eine Rohrleitung (Duct) eingezogen worden, besonders in einigen Fällen in Amerika. Dabei ergibt sich jedoch die Schwierigkeit, dass diese Kabel nicht getrennt voneinander eingezogen und auch nicht getrennt voneinander wieder ausgezogen werden können. Dies kommt beispielsweise daher, dass die Bleimäntel von blanken Bleikabeln im Falle des Herausziehens eines einzigen Kabels aus einer Rohrleitung durch den Druck und die Reibung aneinander zu kleben scheinen und dadurch ernstlich beschädigt werden können. Nicht viel anders ist es, wenn die Kabel armiert sind. In diesem Falle mag das Einziehen noch etwas leichter möglich sein, aber beim Wiederherausziehen nach längerer Verlegungszeit könnten sich erhebliche Schwierigkeiten in Folge der Rostbildung und anderer Zersetzungserscheinungen an der Armierung zeigen.
In den Fällen, wo das Verlegen mehrerer Kabel in einem Rohr bis jetzt durchgeführt wurde, hat man daher die Kabel entweder in der Fabrik miteinander verseilt oder sie wenigstens an Ort und Stelle zusammen in das Rohr eingezogen. Im Falle eines Defektes ist es aber unangenehm, alle Kabel auch dann. wenn nur eines beschädigt ist, wieder zusammen herausziehen zu müssen, weil dann Verbindungsmuffen auch der niehtbeschädigten Kabel geöffnet und nachher wieder neu hergestellt werden müssen. Die Möglichkeit, die Kabel einzeln in das Rohr ein-und wieder ausziehen zu können, wäre daher sehr erwünscht.
Die obenerwähnten Nachteile fallen noch mehr ins Gewicht, wenn die Kabel in Eisen-oder Stahl- rohre eingezogen werden. Dies kommt daher, dass dann wegen der magnetischen Verhältnisse das Einziehen der einzelnen Einleiterkabel eines Weehselstromsystems in getrennte Rohre nicht mehr möglich ist. Man ist also bei Verwendung von Eisen-oder Stahlrohren mehr oder minder gezwungen, solche Einleiterkabelsysteme zusammen in demselben Rohr zu verlegen.
Die Verwendung von Eisen-und Stahlrohren zum Verlegen von Kabeln, die bis jetzt nur in seltenen Fällen vorkam, hat erheblich an Wichtigkeit gewonnen durch die Einführung der Druckkabel. Hiebei
EMI1.2
ordnet, wie in dem österr. Patent Nr. 132637 beschrieben ist. Trotzdem die Druckkabel für viel höhere *) Erstes Zusatzpatent Xr. 134568.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
angebracht sind, welche entweder ineinander eingreifen oder durch Bolzen 7 miteinander verbunden sind, wie in der Fig. 5 dargestellt ist.
Wenn für jede Rohrlänge mehrere Einlagestüeke erforderlich sind, so können die letzteren in ähnlicher Weise, wie soeben beschrieben wurde, durch Nasen und Vertiefungen oder in anderer Weise in der richtigen Lage aneinandergereiht werden.
In der Fig. 5 sind der Übersichtlichkeit halber die Kabel nicht eingezogen gezeichnet. Im übrigen sind in den Ausführungsbeispielen in den Fig. 1. 2. 3 und 4 drei Kabel in der Rohrleitung angenommen, es kann aber selbstverständlich jede beliebige andere Zahl von Kabeln verwendet werden. An den Krüm- mungen der Rohrleitung können je nach Bedarf entweder gekrümmte Einlagen verwendet werden oder die Kabel können auch ohne Einlagestücke an diesen Krümmungen durchgezogen werden.
Wie schon oben angegeben wurde ist die Erfindung in weitem Umfange anwendbar, sie ist aber von besonderem Vorteil für Druckkabelanlagen, wobei die Druckrohrleitung mit einem gasförmigen oder flüssigen Druckmittel gefüllt wird. In diesem Falle wird sich das Druckmittel im allgemeinen durch die vorhandenen Fugen und Öffnungen zwischen den Einlagestücken von selbst gleichmässig auf die
Teilkanäle verteilen, es steht aber natürlich nichts im Wege. zur Erleichterung des Ausgleichs Öffnungen in den Einlagestückcn anzuordnen.
EMI3.2
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rohrleitung aus magnetischem Material zur Aufnahme mehrerer elektrischer Kabel nach Patent Nr. 132637, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind. welche die einzelnen Kabel
EMI3.3
jedes der einzelnen Kabel herzustellen.