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Druckminderventil für Druckabfüllapparate.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf ein Druckminderventil für flüssige Kohlensäure bei Druckabfüllapparaten. Die Erfindung besteht in erster Linie in einer besonderen Konstruktion des Druckminderventils, die ein stossfreies Arbeiten gewährleistet und bei welchem anderseits eine feine Einstellung des Ventils möglich ist. Ausserdem betrifft die Erfindung eine Einrichtung zur klaglosen Betätigung des Ventils der angeschlossenen Gasflaschen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Fig. 1---4 in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Druckabfüllapparat mit dem Druckminderventil im Längsschnitt, Fig. 2 den oberen Teil des Druckminderventils im Querschnitt, während die Fig. 3 und 4 die Verwendungsweise des Druckminderventils bei Bierausschankeinriehtungen zur Darstellung bringt.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist an den Druckabfüllapparat eine kleine mit flüssiger Kohlensäure gefüllte Stahlflasche a von 50 Atm. Druck und mit zirka 100 cm3 Inhalt angeschlossen. In den oberen Teil der Flasche ist ein Gewindestück b durch Dichtung h"gedichtet eingeschraubt. Unter Zwischenschaltung einer Überwurfmutter c ist die Stahlflasche a bzw. deren Gewindestück b mit dem Gehäuse v des Druckminderventils in Verbindung, wobei die einzelnen Teile durch Dichtungsringe h, h'und h" abgedichtet sind. Im Boden v des Druckreglergehäuses ist ein Ventilkegel n mit Seitenwangen n1 eingeschraubt, zwischen welchen ein durch Federn q und keingestellter zweiarmiger Hebel p mit oberem Arm p'um einen Stift m drehbar gelagert ist.
Das Ventilstück n, die Überwurfmutter c sowie das Gewindestück b besitzen zentrale Durchbohrungen, so dass eine Verbindung des Innenraumes a'der Stahlflasche mit dem Druckreglergehäuse hergestellt werden kann. Zwischen der Überwurfmutter c und dem oberen Gewinde des Gewindeteiles b befindet sich eine mit zwei Durchtrittsöffnungen versehene und durch die Dichtungsringe hund h'abgedichtete Platte g, welche einen Anschlagstift jf besitzt. Die kleinen Kohlensäureflaschen a werden losgetrennt vom eigentlichen Druckregler bei der oberen Öffnung des Gewindestückes b, in einer eigenen Füllstation mit Kohlensäure von 50 Atm.
Druck gefüllt, wobei nach vorgenommener Füllung die Stahlflasche durch eine in der Bohrung d des Gewindestückes angeordnete Ventilkugel e (aus Metall oder Gummi) zufolge des grossen Überdruckes automatisch abgeschlossen wird.
Beim Versande selbst werden die Stahlflaschen am oberen Gewindeteile in gleicher Weise wie durch die Überwurfmutter c mit einer aufschraubbaren Schutzkappe versehen, die vollkommen geschlossen ist und welche die Flasche gegen ein Herausströmen der Kohlensäure während des Transportes sichert.
Zum Gebrauche wird das Gehäuse. des Druekminderventiles mit seinem Absehlussstücku gedichtet an eine Fassanstichvorrichtung ,/i, nach Fig. 3, oder an ein oberes Zuführungsrohr z gemäss Fig. 4 angeschlossen, wobei im letzteren Falle das Bier durch eine gewöhnliche Fasspippe g2 abgezapft wird.
Die gefüllte Stahlflasche wird nach Entfernen der Schutzkappe mit dem nunmehr blossgelegten oberen Gewindestück b in die im Gehäuse des Druckminderventils befestigte Überwurfmutter c eingeschraubt. Hiebei wird nun durch Einwirkung des mit der Platte g verbundenen und in der zentralen Bohrung d eintretenden Stiftes f die Ventilkugel e von ihrem oberen Sitze abgedrückt, so dass die Kohlensäure in den inneren Raum des Druckreglers v gelangen kann. Dieser Raum wird durch den mit der Dichtungsscheibe i versehenen am kürzeren Arm des Hebels p befindlichen Ventilteil, der auf den kegelförmigen Ventilsitz n aufsitzt, vom Inneren der Stahlflasche abgesperrt oder durch Freigabe der Ventilsitzbohrung mit diesem verbunden.
Da die Druckfeder q in ihrer Wirkung schwächer ist als die durch eine Regulierschraube i nachstellbaren Druckfeder k, so wird der Hebel p normal herabgedrückt und dadurch die Öffnung des Ventilsitzkegels n für den Durchtritt von Kohlensäure beim Anschliessen der
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Stahlflasche a freigegeben. Der Druck der Kohlensäure wird nun beim Übertritt in das entsprechend bemessene, durch eine Gummiplatte r mit darüber gelagerter federnder Korkplatte oder Korkleinwandplatte s abgeschlossenen Gehäuse des Druckminderventils stark reduziert, u. zw. auf zirka drei Viertel Atmosphären Überdruck.
Nach Anfüllung des Druckreglergehäuses und weiterer Überleitung der Kohlensäure mittels der Fassanstichvorrichtung f1 bzw. des Zuleitungsrohres z in das Bierfass k1 bzw. 7c3 wird durch den auf der Membrane r herrschenden Druck mit Hilfe des an letzterer befestigten und in den Hebel p eingreifenden Bolzens o der Hebel p nach aufwärts'gezogen und die Bohrung des Ventilsitzkegels n abgeschlossen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Druckminderventil für Druckabfüllapparate mit einem von einer Membran beeinflussten Ventilhebel, dadurch gekennzeichnet, dass der gerade, ungefähr in seiner Mitte mit der Membran befestigte Ventilhebel (p) in der Nähe seiner seitlich vom Aufhängepunkt gelegenen Drehachse (/11) einen senkrechten Arm (p') besitzt, auf den eine durch eine Schraube in bekannter Weise regelbare Feder einwirkt, wogegen der längere Arm des Ventilhebels selbst an seinem Ende sich gegen eine zweite schwächere Feder abstützt und sein kürzerer Arm die Ventilabdichtungsscheibe (i) trägt.